Direkt zum Inhalt

Auf der geteilten Insel richtig abgesichert

Sint Maarten ist zwei Länder in einem – mit zwei Gesundheitssystemen, zwei Regelwerken und klaren Versorgungsgrenzen. Wer länger bleibt, braucht mehr als eine Reisekrankenversicherung: eine spezialisierte internationale Krankenversicherung, die im Ernstfall wirklich greift.

  • 50.000 € Mindestkosten Medivac
  • 12+ IKVM-Anbieter im Vergleich
  • Pflicht Krankenversicherung NL-Teil
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
Über den AutorSchließen
Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Systeme, eine Lücke. Niederländischer und französischer Inselteil haben komplett unterschiedliche Krankenversicherungsregeln – weder das eine noch das andere System bietet Expats vollständigen Schutz.
  • Evakuierung kostet ohne Versicherung ein Vermögen. Ein Medivac-Flug in die USA oder nach Europa kostet zwischen 50.000 und 150.000 Euro – Kosten, die eine hochwertige IKVM vollständig übernimmt und organisiert.
  • Reisekrankenversicherung reicht nicht. Ab einem Langzeitaufenthalt von mehr als 45–90 Tagen erlischt der Schutz vieler Reisepolicen. Chronische Erkrankungen und Vorsorge sind grundsätzlich ausgeschlossen.
  • Vorerkrankungen sind kein Ausschlussgrund. Anonyme Risikovoranfragen, Moratoriumsprinzip und FMU ermöglichen auch Menschen mit Vorerkrankungen eine lückenlose Aufnahme – ohne Eintrag ins Versicherungsregister.
  • Lebenslange Verlängerungsgarantie sichert langfristig. Einmal aufgenommen, kann eine hochwertige IKVM nicht wegen Alter oder Verschlechterung des Gesundheitszustands gekündigt werden – entscheidend für dauerhaften Verbleib.
Mit KI zusammenfassen
VERSICHERUNGSVERGLEICH

Reisekrankenversicherung vs. Internationale Krankenversicherung

Für einen Kurzurlaub genügt die Reisepolice. Wer dauerhaft auf Sint Maarten lebt, riskiert mit ihr gravierende Schutzlücken – hier die konkreten Unterschiede.

Reisekrankenversicherung

Kurzfristiger Schutz für Urlauber
  • Maximale AufenthaltsdauerMeist 45–90 Tage, danach kein Schutz mehr
  • Chronische ErkrankungenGrundsätzlich ausgeschlossen – kein Dauerschutz
  • VorsorgeuntersuchungenNicht abgedeckt – nur Akutbehandlungen
  • Medizinische EvakuierungTeils enthalten, aber oft mit niedrigen Limits
  • ZahnbehandlungenIn der Regel nicht enthalten
  • Lebenslange VerlängerungKeine Garantie – jährliche Neubeantragung

Internationale Krankenversicherung

Dauerhafter Schutz für Expats & Auswanderer
  • Maximale AufenthaltsdauerWeltweiter Schutz ohne zeitliche Begrenzung
  • Chronische ErkrankungenEinschließbar – über FMU, Moratorium oder anonym anfragen
  • VorsorgeuntersuchungenJe nach Tarif umfassend mitversichert
  • Medizinische EvakuierungVollständige Kostenübernahme und Organisation inklusive
  • ZahnbehandlungenZahnbausteine wählbar – auch auf Sint Maarten nutzbar
  • Lebenslange VerlängerungLebenslange Verlängerungsgarantie bei hochwertigen Tarifen
DAS DUALE GESUNDHEITSSYSTEM

Zwei Inselteile, zwei Regelwerke – was das für Ihre Absicherung bedeutet

Die unsichtbare Grenze zwischen Sint Maarten und Saint-Martin hat sehr konkrete Konsequenzen für Ihren Versicherungsschutz.

Sint Maarten (niederländischer Teil): Versicherungspflicht und das SMMC

Eigenständiges Krankenversicherungssystem – ohne gültige Police drohen rechtliche Konsequenzen.

Sint Maarten ist ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande und verfügt über ein eigenes Krankenversicherungssystem, das sich deutlich vom niederländischen Festland unterscheidet. Für Ausländer, die sich dauerhaft hier niederlassen, besteht Krankenversicherungspflicht. Wer ohne gültigen Versicherungsnachweis einreist und langfristig bleibt, bewegt sich rechtlich auf unsicherem Terrain.

Die medizinische Versorgung konzentriert sich auf das St. Maarten Medical Center (SMMC) in Philipsburg – das Hauptkrankenhaus des Inselteils. Es bietet solide Grundversorgung, ist jedoch für hochspezialisierte Behandlungen nicht ausgerüstet. Privatärzte sind verfügbar, verlangen aber Honorare, die ohne Versicherung schnell existenzbedrohend werden können.

  • Krankenversicherungspflicht für Daueraufenthalte auf dem niederländischen Teil
  • SMMC als einziges Vollkrankenhaus – spezialisierte Eingriffe nicht möglich
  • Privatärzte verlangen Direktzahlung ohne vorherigen Nachweis
  • Verlegungen nach Curaçao oder in die USA sind Standard bei schweren Fällen

Saint-Martin (französischer Teil): Sécurité Sociale – meist unerreichbar

Theoretisch französisches Sozialsystem, praktisch für Deutsche kaum zugänglich.

Saint-Martin ist eine Collectivité d'outre-mer Frankreichs mit eigener Verwaltung, aber enger Anbindung ans Mutterland. Theoretisch gilt hier die Sécurité Sociale. Für EU-Bürger mit bestehendem Anspruch kann das im Einzelfall relevant sein – für die meisten deutschen Auswanderer jedoch nicht.

Der Zugang zur Sécurité Sociale ist an Beschäftigung oder Wohnsitz in Frankreich geknüpft und nicht automatisch gegeben. Wer auf der französischen Seite lebt, ohne diesen Anspruch gesichert zu haben, ist ohne internationale Krankenversicherung faktisch schutzlos. Die Versorgungsstruktur auf diesem Teil der Insel ist zudem dünner – für spezialisierte Behandlungen wird ohnehin auf das SMMC oder Einrichtungen außerhalb der Insel verwiesen.

  • Sécurité Sociale setzt Beschäftigung oder gemeldeten Wohnsitz in Frankreich voraus
  • Kein automatischer Schutz für deutsche Auswanderer auf der französischen Seite
  • Versorgungsstruktur noch dünner als im niederländischen Teil
  • Für komplexe Fälle Verweis aufs SMMC oder ins Ausland

Medizinische Evakuierung: Realität, nicht Restrisiko

Kosten von 50.000–150.000 Euro – und das ist nur der Transport.

Komplexe Herzeingriffe, onkologische Behandlungen, neurochirurgische Eingriffe, schwere Traumata oder Frühgeburten mit intensivmedizinischem Bedarf: All das erfordert auf Sint Maarten regelmäßig eine Verlegung ins Ausland. Die Ziele sind meist Guadeloupe, Curaçao, das US-amerikanische Festland oder Europa.

Ein Medivac-Flug in die USA kostet ohne Versicherung zwischen 50.000 und 150.000 Euro – je nach Entfernung, benötigter medizinischer Begleitung und Dringlichkeit. Hinzu kommen die Behandlungskosten am Zielort, die im amerikanischen Gesundheitssystem astronomische Höhen erreichen können. Eine hochwertige internationale Krankenversicherung übernimmt diese Kosten vollständig und organisiert den gesamten Ablauf.

  • Medivac-Flüge in die USA: 50.000–150.000 Euro ohne Versicherung
  • Behandlungskosten am Zielort (USA) kommen on top
  • IKVM übernimmt Kosten, Organisation und Begleitpersonal
  • Günstigere Tarife haben oft Deckungslimits – sorgfältiger Vergleich entscheidend

Vorerkrankungen: Drei Wege zur lückenlosen Aufnahme

FMU, Moratorium, anonyme Anfrage – kein Weg ist per se besser.

Viele Menschen zögern beim Abschluss einer internationalen Krankenversicherung, weil sie Vorerkrankungen haben und Ablehnung oder prohibitive Aufschläge befürchten. Diese Sorge ist oft unbegründet – wenn man den richtigen Weg geht und einen Berater hat, der die Annahmestrategien der Versicherer kennt.

Beim Moratoriumsprinzip werden Vorerkrankungen für eine bestimmte Zeit ausgeschlossen, danach jedoch eingeschlossen – ohne Gesundheitsprüfung. Die vollständige medizinische Risikoprüfung (FMU) bewertet Ihre Gesundheitslage explizit; Sie erhalten vorab Gewissheit über Konditionen. Die anonyme Risikovoranfrage schützt Sie vor einem Registereintrag: Ihre Daten werden ohne Namensnennung bei mehreren Versicherern vorangefragt – Sie erfahren die Konditionen, ohne dass eine Ablehnung in Ihrer Versicherungshistorie vermerkt wird.

  • Moratorium: Vorerkrankung zunächst ausgeschlossen, später eingeschlossen
  • FMU: Vollständige Prüfung mit verbindlichem Ergebnis vor Vertragsabschluss
  • Anonyme Risikovoranfrage: Kein Registereintrag bei Ablehnung
  • Gerade auf Sint Maarten mit begrenzter Versorgung besonders wichtig: keine Lücken
GKV erlischt bei Abmeldung aus Deutschland
Wer sich dauerhaft aus Deutschland abmeldet und auswandert, verliert automatisch den Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung. Viele Auswanderer realisieren das erst, wenn der Versicherungsfall eintritt. Vor der Ausreise eine IKVM abschließen – nicht danach.
LEISTUNGSUMFANG

Was eine hochwertige IKVM für Sint Maarten mitbringt

Diese Leistungsmerkmale trennen eine echte Expat-Police von einer aufgepeppten Reiseversicherung.

  • Weltweite Arzt- und KrankenhauswahlFreie Wahl weltweit – kein Netzwerkzwang. Behandlung in Miami, Amsterdam oder beim deutschen Hausarzt gleichermaßen möglich.
  • Vollständige Medivac-AbdeckungKostenübernahme und Organisation der medizinischen Evakuierung inklusive Begleitpersonal und Behandlung am Zielort.
  • Lebenslange VerlängerungsgarantieEinmal aufgenommen, kein Kündigungsrecht des Versicherers wegen Alter oder Verschlechterung des Gesundheitszustands.
  • Vorerkrankungen einschließbarÜber FMU, Moratorium oder anonyme Risikovoranfrage – auch mit bestehenden Erkrankungen sind tragfähige Lösungen möglich.
  • Versicherungspflicht erfüllenEine anerkannte IKVM erfüllt die Krankenversicherungspflicht auf dem niederländischen Teil Sint Maarens – rechtssicher und vollständig.
  • Kein finanzielles KatastrophenrisikoUS-Krankenhausrechnungen und Spezialisten-Honorare auf Sint Maarten können ohne Versicherung in die Hunderttausende gehen.
Hinweis
Andere Ratgeber raten zur Reisepolice – das reicht nicht
Portale wie auswandern-info.com, perspektiveausland.com oder derreisefuehrer.com empfehlen für Sint Maarten oft lediglich eine Reisekrankenversicherung oder behandeln das Thema nur am Rande. Das ist für Kurzurlauber korrekt – für Auswanderer und Langzeitreisende jedoch gefährlich kurz gedacht. Eine IKVM-Spezialisierung, Anbietervergleich und Antragsbegleitung bei Vorerkrankungen bieten allgemeine Auswanderungs-Ratgeber schlicht nicht. Dasselbe gilt für direkte Anbieter wie April International: Sie vergleichen ausschließlich ihre eigenen Tarife, ohne marktbreite Einordnung.
FÜR WEN DIESER GUIDE GILT

Internationale Krankenversicherung Sint Maarten: Für wen ist sie unerlässlich?

Auswanderer & Daueraufenthalter
Wer sich auf Sint Maarten dauerhaft niederlässt, verliert den GKV-Schutz und unterliegt auf dem niederländischen Teil der Versicherungspflicht. Eine IKVM ist der einzige tragfähige Schutz.
Selbstständige & Freiberufler
Remote Worker und Unternehmer ohne Arbeitgeberbindung haben keinen Zugang zu lokalen Sozialversicherungssystemen. Die IKVM sichert Arbeitsfähigkeit und schützt vor existenzbedrohenden Kosten.
Familien & Rentner
Gerade ältere Expats und Familien mit Kindern brauchen umfassenden Schutz – inklusive Vorsorge, Zahnbehandlung und der Sicherheit, im Ernstfall vollständig versorgt zu werden.
Langzeitreisende (3+ Monate)
Wer mehrere Monate auf Sint Maarten verbringt, überschreitet die Schutzgrenze der meisten Reisepolicen. Eine IKVM oder zumindest eine Langzeitpolicy ist ab diesem Punkt Pflicht.
SCHRITT FÜR SCHRITT

So finden Sie die richtige IKVM für Sint Maarten

  1. Bedarf klären

    Welcher Inselteil? Wie lange? Vorerkrankungen vorhanden? Diese drei Fragen bestimmen, welche Annahmestrategie und welcher Tariftyp für Sie in Frage kommt.

  2. Anonym anfragen

    Bei Vorerkrankungen empfiehlt sich eine anonyme Risikovoranfrage: Konditionen bei mehreren Versicherern prüfen, ohne Registereintrag bei Ablehnung zu riskieren.

  3. Tarife vergleichen

    Deckungssummen, Evakuierungsleistungen, Selbstbehalt und Verlängerungsgarantie marktbreit vergleichen – nicht nur Preis, sondern Leistungstiefe prüfen.

  4. Police abschließen

    Antrag einreichen, Police ausstellen lassen – am besten noch vor der Ausreise, um keine Schutzlücke zu riskieren.

MARKTDATEN

Was eine medizinische Versorgungslücke auf Sint Maarten kostet

Konkrete Zahlen zeigen, warum die richtige Versicherungswahl auf Sint Maarten keine akademische Frage ist.

50.000 €
Medivac-Kosten (Minimum)Medizinische Evakuierung in die USA oder nach Europa kostet ohne Versicherung mindestens 50.000 Euro – Behandlungskosten am Zielort nicht eingerechnet.
150.000 €
Medivac-Kosten (Maximum)Bei komplexen Fällen mit intensivmedizinischer Begleitung und US-Behandlung können die Gesamtkosten schnell die 150.000-Euro-Grenze überschreiten.
12+
IKVM-Anbieter im VergleichInsurancy vergleicht über zwölf spezialisierte internationale Krankenversicherungen – marktbreit, anbieterübergreifend, mit Antragsbegleitung.
TARIFVERGLEICH

Sechs Kriterien, die für die Insel besonders zählen

Diese Punkte gehen über den üblichen Tarifvergleich hinaus. Auf Sint Maarten entscheiden sie darüber, ob eine Police im Ernstfall trägt.

  • USA-Deckung ausdrücklich einschließenPuerto Rico und die US-amerikanischen Jungferninseln liegen direkt nebenan, Patienten werden häufig dorthin verlegt. Ein Tarif ohne USA-Deckung erzeugt genau an dieser Stelle eine teure Lücke.
  • Evakuierung ohne verstecktes SublimitManche Tarife führen die Evakuierung als eigenen Baustein mit eigener, niedrigerer Obergrenze. Bei einem Langstreckentransport mit intensivmedizinischer Begleitung ist die schnell ausgeschöpft.
  • Beide Inselteile abgedecktDie Police sollte Behandlungen auf dem niederländischen und dem französischen Teil gleichermaßen einschließen, damit Ihr Aufenthaltsort nicht zur Versorgungsfrage wird.
  • Selbstbehalt bewusst wählenEin höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag spürbar. Bei Vorerkrankungen oder fortgeschrittenem Alter ist ein niedrigerer Selbstbehalt meist die klügere Entscheidung.
  • Wartezeiten für Zahn und Psyche prüfenFür zahnärztliche und psychotherapeutische Leistungen sehen viele Tarife Wartezeiten vor. Wenn Behandlungsbedarf absehbar ist, lesen Sie diese Klauseln genau.
  • Beitragsentwicklung im Alter verstehenInternationale Tarife passen den Beitrag altersabhängig an. Wer mit 40 abschließt, sollte wissen, wie sich die Kosten mit 55 oder 65 Jahren entwickeln.
LOKALE SYSTEME IM DETAIL

SZV, Sécurité Sociale und Ihre deutsche PKV

Drei Systeme, die auf dem Papier existieren und in der Praxis selten das leisten, was Auswandernde von ihnen erwarten.

SZV: das lokale Pflichtsystem des niederländischen Teils

Deckt Grundleistungen ab, ist für Expats aber oft verschlossen.

Hinter der Versicherungspflicht auf dem niederländischen Teil steht die SZV, die Sociale Verzekeringsbank Sint Maarten. Sie deckt bestimmte Grundleistungen für Einwohner ab und ist an eine lokale Beschäftigung geknüpft.

Für Expats und Auswandernde ohne lokale Arbeitsstelle ist der Zugang deshalb häufig gar nicht oder nur eingeschränkt gegeben. Eine anerkannte internationale Krankenversicherung erfüllt in diesen Fällen die Pflicht und bietet zugleich den Schutz, den die SZV nicht leisten kann, insbesondere bei Verlegungen ins Ausland.

Saint-Martin: Sécurité Sociale und die Mutuelle

Auch mit Zugang bleibt ein Eigenanteil offen.

Der nördliche Teil gehört zum französischen Überseegebiet und damit zur EU. EU-Bürger mit offiziellem Wohnsitz haben grundsätzlich Zugang zur Sécurité Sociale, in der Praxis ist dieser Weg für Neuankömmlinge jedoch mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden.

Hinzu kommt ein Punkt, der oft übersehen wird: Das französische System erstattet nur einen Teil der tatsächlichen Behandlungskosten. In Frankreich schließen die meisten Menschen deshalb zusätzlich eine private Zusatzversicherung ab, die sogenannte Mutuelle. Wer auf der französischen Seite lebt und weder Mutuelle noch internationale Police hat, trägt diesen Eigenanteil selbst.

Deutsche PKV ruhend stellen statt kündigen

Spart Beiträge, ersetzt aber keinen aktiven Auslandsschutz.

Privat Versicherte können ihren deutschen Vertrag unter bestimmten Voraussetzungen ruhend stellen. Das spart während des Auslandsaufenthalts Beiträge und hält die Tür für eine spätere Rückkehr offen. Aktiven Schutz auf Sint Maarten bietet eine ruhende PKV allerdings nicht.

Die internationale Police tritt in dieser Zeit als vollwertiger Ersatz ein. Ob und zu welchen Bedingungen eine Ruhendstellung möglich ist, hängt vom jeweiligen Tarif ab und sollte vor der Entscheidung schriftlich geklärt werden, nicht erst nach der Abmeldung in Deutschland.

HÄUFIGE FRAGEN

Internationale Krankenversicherung Sint Maarten: Ihre Fragen beantwortet

Bin ich auf Sint Maarten zur Krankenversicherung verpflichtet?
Ja – auf dem niederländischen Teil (Sint Maarten) besteht Krankenversicherungspflicht für Daueraufenthalter und Einwohner. Eine anerkannte internationale Krankenversicherung erfüllt diese Pflicht. Auf dem französischen Teil (Saint-Martin) gelten formal die Regeln der Sécurité Sociale, die für deutsche Auswanderer jedoch in der Regel nicht zugänglich ist – auch dort ist eine IKVM der einzige verlässliche Schutz.
Reicht eine Reisekrankenversicherung für einen längeren Aufenthalt auf Sint Maarten?
Nein. Die meisten Reisekrankenversicherungen greifen nur bis zu 45 oder 90 Tage. Chronische Erkrankungen, planbare Eingriffe, Vorsorgeuntersuchungen und Zahnbehandlungen sind grundsätzlich ausgeschlossen. Wer dauerhaft oder für viele Monate auf Sint Maarten lebt, braucht eine internationale Krankenversicherung (IKVM), keine Reisepolice.
Was passiert, wenn ich auf Sint Maarten einen schweren Unfall habe und ins Krankenhaus muss?
Das St. Maarten Medical Center (SMMC) übernimmt Erstversorgung und Stabilisierung. Für komplexe Folgebehandlungen – etwa neurochirurgische Eingriffe oder Intensivrehabilitation – fehlt die Infrastruktur auf der Insel. Eine Evakuierung nach Curaçao, in die USA oder nach Europa ist dann die Regel. Ohne IKVM tragen Sie die Evakuierungskosten (50.000–150.000 Euro) und alle Folgekosten selbst.
Ich habe Vorerkrankungen – kann ich trotzdem eine IKVM für Sint Maarten abschließen?
In den meisten Fällen ja. Es gibt drei Hauptwege: das Moratoriumsprinzip (Vorerkrankung zunächst ausgeschlossen, später eingeschlossen), die vollständige medizinische Risikoprüfung (FMU) mit verbindlichem Ergebnis vor Vertragsabschluss, und die anonyme Risikovoranfrage, bei der Ihre Daten ohne Namensnennung bei mehreren Versicherern geprüft werden – ohne Registereintrag bei Ablehnung. Gerade für Sint Maarten mit seinen Versorgungslimits ist eine lückenlose Absicherung besonders wichtig.
Was bedeutet lebenslange Verlängerungsgarantie und warum ist sie für Sint Maarten wichtig?
Eine lebenslange Verlängerungsgarantie bedeutet: Einmal aufgenommen, kann Ihnen der Versicherer den Schutz nicht wegen steigenden Alters oder verschlechterter Gesundheit entziehen. Für Menschen, die langfristig auf Sint Maarten leben, ist das fundamental – denn eine Police, die ausgerechnet dann endet, wenn Sie sie am dringendsten brauchen, ist keine echte Absicherung.
Wie unterscheidet sich Insurancy.de von Vergleichsportalen wie April International oder allgemeinen Auswanderungs-Ratgebern?
Portale wie auswandern-info.com oder perspektiveausland.com behandeln Krankenversicherung als Randthema ohne IKVM-Spezialisierung. April International vergleicht ausschließlich eigene Tarife. Insurancy.de ist Versicherungsmakler nach §34d GewO und vergleicht marktbreit über zwölf spezialisierte IKVM-Anbieter – mit persönlicher Antragsbegleitung, anonymer Risikovoranfrage bei Vorerkrankungen und Expertise speziell für das duale System auf Sint Maarten.
Welche Behandlungen erfordern auf Sint Maarten regelmäßig eine medizinische Evakuierung?
Zu den Behandlungen, die regelmäßig eine Verlegung ins Ausland erfordern, gehören: komplexe Herzeingriffe und Bypass-Operationen, onkologische Behandlungen und Chemotherapie, neurochirurgische Eingriffe, schwere Traumata nach Unfällen sowie Frühgeburten mit intensivmedizinischem Bedarf. Die Ziele sind meist Guadeloupe, Curaçao, das US-amerikanische Festland oder Europa.
Bin ich mit meiner deutschen GKV noch geschützt, wenn ich nach Sint Maarten auswandere?
Nein. Bei dauerhafter Abmeldung aus Deutschland erlischt der Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung automatisch. Viele Auswanderer unterschätzen das und realisieren die Lücke erst im Versicherungsfall. Die IKVM sollte daher vor der Ausreise abgeschlossen werden – nicht danach.
Muss meine Police die USA abdecken, obwohl ich auf Sint Maarten lebe?
In aller Regel ja, und das ist eine der wichtigsten Besonderheiten dieser Destination. Die Insel liegt direkt neben Puerto Rico und den US-amerikanischen Jungferninseln. Bei schweren Erkrankungen oder Unfällen werden Patienten häufig in US-amerikanische Kliniken verlegt, weil dort die nächstgelegene geeignete Versorgung zu finden ist. Ein Tarif ohne USA-Deckung ist zwar günstiger, erzeugt hier aber genau an der Stelle eine Lücke, an der die höchsten Kosten entstehen. Prüfen Sie deshalb, ob die USA als Behandlungs- und als Evakuierungsziel eingeschlossen sind.
Kann ich als Auswanderin oder Auswanderer der lokalen SZV beitreten?
Meistens nicht. Die SZV, die Sociale Verzekeringsbank Sint Maarten, ist das lokale Pflichtversicherungssystem des niederländischen Inselteils und an eine Beschäftigung vor Ort geknüpft. Sie deckt bestimmte Grundleistungen ab. Für Expats, Selbstständige und Ruheständler ohne lokale Arbeitsstelle ist der Zugang häufig gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. Eine anerkannte internationale Krankenversicherung erfüllt in diesen Fällen die Versicherungspflicht und deckt zusätzlich die Verlegung ins Ausland ab, die die SZV nicht leistet.
Brauche ich auf der französischen Seite zusätzlich eine Mutuelle?
Wenn Sie tatsächlich Zugang zur Sécurité Sociale haben, ist das eine sinnvolle Frage. Das französische System erstattet nur einen Teil der tatsächlichen Behandlungskosten, weshalb in Frankreich fast alle zusätzlich eine private Zusatzversicherung abschließen, die sogenannte Mutuelle. Für die meisten deutschen Auswandernden stellt sich die Frage jedoch gar nicht, weil der Zugang zur Sécurité Sociale an Beschäftigung oder gemeldeten Wohnsitz in Frankreich geknüpft und bürokratisch aufwendig ist. Eine internationale Police deckt beide Inselteile ohne diesen Umweg ab.
Wie lange dauert es, bis meine Police für Sint Maarten steht?
Bei einem einfachen Gesundheitsprofil kann der Abschluss innerhalb weniger Tage erfolgen. Kommen Vorerkrankungen hinzu, die eine anonyme Risikovoranfrage und eine individuelle Risikoprüfung erfordern, sollten Sie zwei bis vier Wochen einplanen. Beginnen Sie den Prozess deshalb rechtzeitig vor dem Abreisedatum. Ein Schutz, der erst nach Ihrer Ankunft auf der Insel greift, lässt ein ungesichertes Zeitfenster offen, und genau in dieser Phase, mitten im Umzug, passieren die meisten Unfälle.

In 2 Minuten zum passenden Angebot

Jetzt Ihren IKVM-Tarif für Sint Maarten finden

Marktbreiter Vergleich über 12+ spezialisierte Anbieter – mit Antragsbegleitung, anonymer Risikovoranfrage bei Vorerkrankungen und Expertise für das duale System auf Sint Maarten. Insurancy.de – Versicherungsmakler nach §34d GewO.

Tarif anfragen