Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln liegen rund 1.400 Kilometer östlich der Falklandinseln im Südpolarmeer und sind dauerhaft unbewohnt — abgesehen von einer kleinen britischen Forschungsstation der British Antarctic Survey (BAS). Eine eigenständige medizinische Infrastruktur existiert nicht: keine Kliniken, keine Notaufnahmen, keine Apotheken, keine Rettungsdienste.
Die einzige medizinische Versorgung, die Reisende realistisch erwarten können, sind der Bordarzt auf dem Expeditionsschiff und die begrenzte Ausrüstung der Forschungsstation. Für ernsthafte Notfälle — Herzinfarkt, schwere Traumata, Appendizitis, Schlaganfall — sind beide Optionen strukturell unzureichend. Operationen, Intensivpflege oder spezialisierte Diagnostik sind schlicht nicht möglich.
Die entscheidende Versicherungsleistung ist daher nicht die Behandlung vor Ort, sondern der schnellstmögliche organisierte Transport heraus aus der Region.