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Réunion: EU-Standard, aber echte Lücken im Schutz

Réunion gehört zur EU – und genau das wiegt viele Auswanderer in falscher Sicherheit. Weder die EHIC noch die Sécurité Sociale allein reicht aus. Hier erfahren Sie, wie Sie sich wirklich umfassend absichern – auch mit Vorerkrankungen.

  • 70 % Erstattung Sécurité Sociale
  • 50.000 € Rücktransport-Kosten
  • EHIC kein Vollschutz auf Réunion
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • EHIC ist kein Vollschutz. Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt auf Réunion, deckt aber keinen Rücktransport, keine Privatärzte und keine Vorerkrankungen ab – für Langzeitaufenthalte damit ungeeignet.
  • 30 % Eigenanteil bleibt immer. Die Sécurité Sociale erstattet nur rund 70 % der Arztkosten. Bei teuren Behandlungen oder Krankenhausaufenthalten summiert sich der Rest schnell auf vierstellige Beträge.
  • Vorerkrankungen sind kein Ausschlussgrund. FMU, Moratoriumsprinzip und anonyme Risikovoranfrage bieten konkrete Wege, auch mit Vorerkrankungen einen umfassenden IPMI-Schutz zu erhalten.
  • HIS-Pool-Einträge lassen sich vermeiden. Wer Anträge unvorbereitet stellt und abgelehnt wird, riskiert einen Daten-Eintrag, der künftige Annahmen erschwert. Eine anonyme Voranfrage schützt davor.
  • IPMI denkt global, Mutuelle nicht. Eine Mutuelle ergänzt nur das französische System – ohne weltweiten Schutz. Eine internationale Krankenversicherung sichert Réunion, Heimatbesuche und Drittländer in einem Paket ab.
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GESUNDHEITSSYSTEM RÉUNION

Das Gesundheitssystem auf Réunion verstehen

EU-Recht, französische Struktur, lokale Besonderheiten – hier sind die Fakten, die Auswanderer wirklich brauchen.

Réunion als französisches Übersee-Département

Seit 1946 Département, seit 1958 EU-Mitglied – aber was folgt daraus konkret?

Réunion ist kein exotisches Entwicklungsland mit improvisierten Kliniken. Seit 1946 ist die Insel ein vollwertiges französisches Département, seit 1958 Teil der Europäischen Union. Französisches Recht gilt, der Euro ist die Währung, und das Gesundheitssystem ist nach dem Vorbild des Mutterlandes organisiert.

Für Auswanderer ist das zunächst eine gute Nachricht – aber nur eine halbe. Denn die Einbindung in das französische System ist an Bedingungen geknüpft, die je nach persönlichem Status (Angestellter, Selbstständiger, Rentner, Familienangehöriger) sehr unterschiedlich ausfallen. Wer glaubt, einfach mit dem deutschen Krankenversicherungsausweis anzureisen und nahtlos versorgt zu werden, erlebt oft eine böse Überraschung.

Sécurité Sociale: Zugang und Leistungen für Expats

Beitritt möglich – aber langwierig und mit bleibendem Eigenanteil.

Die staatliche Krankenversicherung in Frankreich – und damit auch auf Réunion – heißt Sécurité Sociale. Wer auf der Insel erwerbstätig ist und Beiträge zahlt, kann sich eingliedern. Klingt unkompliziert, ist es aber oft nicht: Der Beitrittsprozess kann mehrere Monate dauern, und in der Zwischenzeit besteht eine gefährliche Versorgungslücke.

Noch wichtiger: Selbst nach erfolgreicher Einbindung erstattet die Sécurité Sociale nur etwa 70 % der anfallenden Arztkosten. Die verbleibenden 30 % – in Frankreich als 'Ticket modérateur' bekannt – müssen aus eigener Tasche oder über eine Zusatzversicherung getragen werden. Bei teuren Behandlungen oder chronischen Erkrankungen kann dieser Eigenanteil schnell in den vierstelligen Bereich steigen.

EHIC auf Réunion: Grenzen und Fallstricke

Ja, die EHIC gilt – aber als Vollschutz für Langzeitaufenthalte taugt sie nicht.

Die Europäische Krankenversicherungskarte ist auf Réunion grundsätzlich gültig. Aber mit erheblichen Einschränkungen, die im Alltag schmerzhaft spürbar werden: Kosten müssen häufig zunächst selbst ausgelegt werden, Privatärzte und Privatkliniken werden nicht abgedeckt, und chronische Erkrankungen oder geplante Behandlungen fallen in der Regel komplett aus dem Leistungsrahmen.

Am gravierendsten: Ein medizinisch begleiteter Rücktransport nach Deutschland – bei schwerer Erkrankung oder Unfall oft lebensnotwendig – ist durch die EHIC nicht gedeckt. Die Kosten dafür können 50.000 Euro und mehr betragen. Für einen Kurzurlaub mag die EHIC ausreichen. Für einen Langzeitaufenthalt oder die Auswanderung ist sie schlicht unzureichend.

Mutuelle vs. IPMI: Der entscheidende Unterschied

Eine Mutuelle ergänzt das französische System – aber nur dort.

Wer in das französische System eingegliedert ist, kann die verbleibenden 30 % Eigenanteil über eine Mutuelle absichern – eine private Zusatzversicherung, abgestimmt auf das französische Sozialversicherungssystem. Für viele Einwohner Réunions ist das sinnvoll, hat aber einen entscheidenden Haken für Expats: Die Mutuelle setzt die vollständige Integration in die Sécurité Sociale voraus und bietet keinen weltweiten Schutz.

Eine internationale private Krankenversicherung (IPMI) denkt dagegen von Anfang an global. Sie schützt auf Réunion, bei Reisen nach Frankreich oder Deutschland und lässt sich individuell auf die Lebenssituation zuschneiden. Das ist der Ansatz, der für die meisten Expats auf Réunion langfristig der richtigere ist.

EHIC-Irrtum: Was viele Auswanderer zu spät merken
Réunion ist EU-Gebiet – das stimmt. Aber die EHIC ist kein Ersatz für eine vollwertige Krankenversicherung. Rücktransport, Privatärzte und Vorerkrankungen sind ausgeschlossen. Wer dauerhaft auf der Insel lebt und sich allein auf die EHIC verlässt, trägt ein erhebliches finanzielles Risiko.
FÜR WEN DIESER GUIDE GILT

Wer braucht eine IPMI für Réunion?

Entsandte Angestellte
Besteht bereits eine betriebliche Absicherung? Oft bestehen Lücken bei Privatärzten, Rücktransport oder Heimatreisen. Eine individuelle IPMI schließt, was der Arbeitgeber nicht abdeckt.
Selbstständige & Freiberufler
Kein Arbeitgeber, der einspringt. Der vollständige Schutz liegt in eigener Verantwortung – von der Sécurité-Sociale-Lücke bis zum weltweiten Rücktransport.
Rentner auf Réunion
Vorerkrankungen sind häufiger, der Absicherungsbedarf höher. Besonders wichtig: Anbindung an deutsche Ärzte bei Heimatbesuchen und lückenlose Medikamentenversorgung.
Digitale Nomaden
Réunion als Basis, die Welt als Arbeitsort. Maximale Flexibilität ohne feste Länderbindung – weltweiter Schutz ohne Mindestaufenthalt ist Standard einer guten IPMI.
SCHUTZ IM VERGLEICH

Sécurité Sociale vs. IPMI: Was wirklich zählt

Beide Systeme haben ihre Berechtigung – aber für Expats auf Réunion zeigen sich klare Unterschiede, die im Ernstfall entscheidend sind.

Sécurité Sociale

Staatliches französisches System
  • Wartezeit bis Schutz greiftBeitrittsprozess dauert oft mehrere Monate – Versorgungslücke am Anfang
  • KostenerstattungRund 70 % Erstattung; 30 % Ticket modérateur verbleiben als Eigenanteil
  • Privatärzte & PrivatklinikenPrivatärzte und Privatkliniken nicht abgedeckt
  • Rücktransport nach DeutschlandKein organisierter Rücktransport – Kosten bis 50.000 € selbst zu tragen
  • Weltweiter SchutzNur auf Réunion und Frankreich gültig – keine Drittland-Abdeckung
  • VorerkrankungenChronische Erkrankungen grundsätzlich mitversichert, aber Leistungsrahmen begrenzt

Internationale Krankenversicherung (IPMI)

Maßgeschneidert für Expats weltweit
  • Wartezeit bis Schutz greiftSchutz ab dem ersten Tag – keine Wartezeit auf Systembeitritt
  • KostenerstattungVolle Deckung bis zur vereinbarten Deckungssumme, Eigenanteil frei wählbar
  • Privatärzte & PrivatklinikenDirekter Zugang zu privaten Fachärzten und Kliniken ohne Wartelisten
  • Rücktransport nach DeutschlandOrganisierter medizinischer Rücktransport inklusive – 24/7 Assistance
  • Weltweiter SchutzWeltweiter Schutz: Réunion, Europa, Drittländer – auch bei Heimatreisen
  • VorerkrankungenFMU, Moratorium oder anonyme Voranfrage – individuelle Lösung auch bei Vorerkrankungen
VORERKRANKUNGEN & IPMI

Mit Vorerkrankungen versichert – so geht es

Drei anerkannte Wege, wie Vorerkrankungen in einer internationalen Krankenversicherung behandelt werden – und warum die Reihenfolge entscheidend ist.

Full Medical Underwriting (FMU): Transparenz von Anfang an

Alles geprüft, alles geklärt – Sie wissen vor Vertragsabschluss genau, was gedeckt ist.

Beim Full Medical Underwriting werden alle Vorerkrankungen detailliert geprüft. Der Versicherer entscheidet, welche Leistungen eingeschlossen, ausgeschlossen oder mit Aufschlag versehen werden. Das klingt zunächst nach einem Nachteil – ist aber oft die transparenteste Lösung, weil Sie von Anfang an genau wissen, wofür Sie versichert sind.

FMU ist besonders sinnvoll für Menschen mit mehreren oder komplexen Erkrankungen, bei denen Klarheit über den Leistungsumfang wichtiger ist als Beitragshöhe.

Moratoriumsprinzip: Automatisch besser werden

Vorerkrankungen werden zeitlich ausgeschlossen – und später automatisch einbezogen.

Beim Moratoriumsprinzip werden Vorerkrankungen für einen definierten Zeitraum – meist zwei Jahre – vom Versicherungsschutz ausgenommen. Treten in dieser Zeit keine Beschwerden auf, werden sie danach automatisch in den Schutz einbezogen.

Das ist besonders interessant für Menschen, deren Erkrankung gut kontrolliert ist oder bereits in der Vergangenheit liegt. Kein Fragebogen, keine Risikoprüfung – aber eine klare Wartefrist von 24 Monaten vor dem vollen Einschluss.

Anonyme Risikovoranfrage: Schutz vor dem HIS-Pool

Optionen kennen, bevor ein Antrag gestellt wird – und Daten schützen.

Bevor offiziell ein Antrag gestellt wird, kann ein spezialisierter Versicherungsberater eine anonyme Anfrage bei mehreren Anbietern platzieren. So erfahren Sie vorab, zu welchen Konditionen ein Versicherer Sie aufnehmen würde – ohne dass Ihre Daten in der Branche bekannt werden.

Das ist entscheidend: Wer einen Antrag stellt und abgelehnt wird, riskiert einen Eintrag im HIS-Pool (Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft). Dieser Eintrag kann dazu führen, dass andere Versicherer ebenfalls ablehnen. Die anonyme Risikovoranfrage verhindert genau diesen Teufelskreis – Ihre Optionen bleiben offen, bis Sie sich entscheiden.

IHR WEG ZUR IPMI

In vier Schritten zur richtigen Versicherung für Réunion

  1. Schritt 1
    Bedarfsanalyse

    Status klären: Angestellter, Selbstständiger, Rentner oder digitaler Nomade? Vorerkrankungen vorhanden? Heimatreisen geplant? Diese Antworten bestimmen den richtigen Leistungsrahmen.

  2. Schritt 2
    Anonyme Risikovoranfrage

    Bei Vorerkrankungen: Anonyme Anfrage bei mehreren Anbietern, bevor ein offizieller Antrag gestellt wird. Optionen kennen, HIS-Pool-Eintrag vermeiden.

  3. Schritt 3
    Tarifvergleich

    Vergleich relevanter IPMI-Anbieter – Cigna Global, Allianz Care, AXA International und weitere – nach Leistungsumfang, Selbstbehalt und Preis.

  4. Schritt 4
    Persönliche Antragsbegleitung

    Vom Erstkontakt bis zur Antragsstellung begleitet – kein Callcenter, sondern ein Experte, der den Markt kennt und Ihre individuelle Situation versteht.

Hinweis
Réunion ist kein Sonderfall – sondern ein Testfall für echten Schutz
Wer auf Réunion lebt, hat ein EU-konformes Gesundheitssystem – und trotzdem reale Versorgungslücken. Die Kombination aus Sécurité-Sociale-Wartezeit, 30 % Eigenanteil und fehlendem Rücktransportschutz macht eine IPMI nicht zum Luxus, sondern zur logischen Konsequenz. Genau das unterscheidet eine strukturierte Beratung von einem Online-Vergleichsportal.
IPMI-LEISTUNGEN IM ÜBERBLICK

Was eine gute internationale Krankenversicherung für Réunion leisten muss

  • Schutz ab dem ersten TagKeine Wartezeit auf den Sécurité-Sociale-Beitritt – voller Schutz vom Ankunftstag an.
  • Organisierter RücktransportMedizinisch begleiteter Rückflug nach Deutschland inklusive – bis 50.000 € und mehr sind gedeckt.
  • Weltweiter GeltungsbereichSchutz auf Réunion, bei Heimatbesuchen in Deutschland und in Drittländern wie Madagaskar.
  • Privatkliniken & FachärzteDirektzugang ohne Wartelisten – auch bei Spezialbehandlungen, die auf der Insel nicht verfügbar sind.
  • Chronische Erkrankungen einschließbarVia FMU oder Moratorium – individuelle Lösungen für Versicherte mit Vorerkrankungen.
  • Flexibler SelbstbehaltBeitrag optimieren durch wählbaren Eigenanteil – Leistungsumfang exakt auf Bedarf zuschneiden.
  • 24/7 medizinische AssistanceRund um die Uhr erreichbar – für Notfälle, Krankenhauseinweisungen und medizinische Koordination.
  • HIS-Pool-Schutz durch VoranfrageAnonyme Risikovoranfrage verhindert Einträge bei Ablehnung – Ihre Daten bleiben geschützt.
ANBIETER IM VERGLEICH

Welche Anbieter kommen für Réunion in Frage?

Ein Überblick über spezialisierte IPMI-Anbieter und Makler, die im Markt aktiv sind – mit ehrlicher Einordnung.

April International: Digitale Stärke, geringe Réunion-Tiefe

Breites IPMI-Angebot, aber kaum spezifische Beratung für Übersee-Départements.

April International ist ein etablierter IPMI-Anbieter mit über 40 Jahren Erfahrung und breitem digitalem Service-Angebot. Die Tarife decken verschiedene Zielgruppen ab – Expats, Studenten, Langzeitreisende. 24/7-Betreuung und digitale Verwaltung sind Stärken.

Was April International jedoch nicht bietet: eine spezifische Beratung zu den Besonderheiten eines französischen Übersee-Départements wie Réunion oder ein strukturiertes Verfahren für komplexe Fälle mit Vorerkrankungen. Wer mehr als eine Standardlösung benötigt, stößt dort schnell an Grenzen.

Young Travellers: Fokus auf Auswanderer, breite Zielgruppen

Internationale Krankenversicherungen für Auswanderer und digitale Nomaden – ohne Réunion-Spezialisierung.

Young Travellers positioniert sich als Anlaufstelle für Auswanderer, Expats und digitale Nomaden. Das Angebot umfasst internationale Langzeit-Krankenversicherungen und richtet sich an eine ähnliche Zielgruppe wie Insurancy. Der Fokus liegt auf breiter Marktabdeckung und Online-Vergleich.

Eine vertiefte Beratung zu den spezifischen Gegebenheiten auf Réunion – Sécurité Sociale, EHIC-Grenzen, Mutuelle-Logik – ist im Angebot nicht erkennbar. Für unkomplizierte Standardfälle eine Option; für komplexe Situationen mit Vorerkrankungen oder speziellen Statusfragen empfiehlt sich ein persönlicherer Beratungsansatz.

Auslandskrankenversicherungen-Fuss: Réunion-Landingpage, aber oberflächlich

Spezifische Länderseite vorhanden – inhaltliche Tiefe fehlt weitgehend.

Auslandskrankenversicherungen-Fuss betreibt eine eigene Landingpage für Réunion und spricht verschiedene Zielgruppen an – Urlauber, Auswanderer, Studenten. Das ist ein Pluspunkt für die thematische Einordnung.

Die Inhalte vermischen jedoch Reise- und Langzeit-Krankenversicherungen, was für Auswanderer irreführend sein kann. Zu den Besonderheiten des Gesundheitssystems, der EHIC-Problematik oder Vorerkrankungen finden sich kaum verwertbare Informationen. Das Design ist veraltet; eine strukturierte Beratungsleistung ist nicht erkennbar.

Die Gesundheitsexperten: Breiter Zugang, kritische Versprechen

'100% Annahme ohne Gesundheitsprüfung' – ein Versprechen, das genauer betrachtet werden muss.

Die Gesundheitsexperten werben mit Zugang zu über 30 Versicherern und dem Versprechen '100 % Annahme – ohne Gesundheitsprüfung'. Für manche Tarife mag das zutreffen – für vollwertige IPMI-Tarife ist es in der Regel nicht realistisch.

Internationale Krankenversicherungen mit umfassendem Leistungsumfang setzen in der Regel eine Gesundheitsprüfung voraus. Tarife ohne jede Prüfung haben häufig eingeschränkte Leistungen oder hohe Beiträge. Das Kleingedruckte entscheidet – und eine ehrliche Beratung zeigt, was wirklich machbar ist.

Deutsche im Ausland & spezialisierte Makler: Community statt Beratung

Netzwerke und Foren helfen beim Orientieren – ersetzen aber keine individuelle Risikoprüfung.

Portale wie 'Deutsche im Ausland' bieten wertvolle Community-Ressourcen, Erfahrungsberichte und allgemeine Hinweise zu Krankenversicherungsfragen im Ausland. Für die erste Orientierung hilfreich.

Eine individuelle Risikoprüfung, anonyme Voranfrage bei mehreren Anbietern oder persönliche Antragsbegleitung können solche Plattformen naturgemäß nicht leisten. Gerade bei Vorerkrankungen oder komplexen Statussituationen – Selbstständige, Rentner mit Bestandserkrankungen – ist der Schritt zu einem spezialisierten Makler entscheidend.

HÄUFIGE FRAGEN

Krankenversicherung Réunion: Ihre Fragen beantwortet

Gilt meine EHIC auf Réunion wirklich?
Ja, die EHIC ist auf Réunion als EU-Gebiet grundsätzlich gültig. Aber sie deckt nur medizinisch notwendige Behandlungen im staatlichen System ab. Privatärzte, Privatkliniken, Rücktransport nach Deutschland und Vorerkrankungsbehandlungen sind ausgeschlossen. Für einen Kurzurlaub ist sie ein Basisbaustein – für Auswanderer und Langzeitaufenthalte kein ausreichender Schutz.
Kann ich meine deutsche gesetzliche Krankenversicherung für Réunion behalten?
In der gesetzlichen Krankenversicherung ist das bei dauerhafter Auswanderung in der Regel nicht möglich, da die Mitgliedschaft an Erwerbstätigkeit oder Wohnsitz in Deutschland geknüpft ist. Wer Réunion als dauerhaften Lebensmittelpunkt wählt, muss sich neu absichern – entweder über die Sécurité Sociale (sofern erwerbstätig) oder über eine internationale Krankenversicherung.
Was kostet eine IPMI für Réunion ungefähr?
Die Beiträge hängen von Alter, Gesundheitszustand, Leistungsumfang und gewähltem Selbstbehalt ab. Als Orientierung: Jüngere Erwachsene ohne Vorerkrankungen zahlen häufig zwischen 80 und 200 Euro pro Monat. Mit steigendem Alter oder höherem Deckungsumfang steigen die Beiträge entsprechend. Eine individuelle Berechnung auf Basis Ihrer konkreten Situation ist unerlässlich.
Kann ich trotz Vorerkrankungen eine internationale Krankenversicherung für Réunion abschließen?
In vielen Fällen ja – wenn man die richtigen Wege kennt. Full Medical Underwriting (FMU) bietet Transparenz über Einschlüsse und Ausschlüsse. Das Moratoriumsprinzip schließt Vorerkrankungen zeitlich begrenzt aus, nimmt sie aber nach zwei Jahren ohne Beschwerden in den Schutz auf. Die anonyme Risikovoranfrage zeigt vorab, welche Konditionen verschiedene Versicherer bieten – ohne Datenspur.
Was ist der HIS-Pool und warum ist er wichtig bei Vorerkrankungen?
Der HIS-Pool (Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft) speichert Ablehnungen und Auffälligkeiten aus Versicherungsanträgen. Wer abgelehnt wird, riskiert, dass andere Versicherer denselben Antrag ebenfalls ablehnen. Eine anonyme Risikovoranfrage vor dem offiziellen Antrag verhindert genau das – Ihre Daten bleiben so lange geschützt, bis Sie sich für einen Anbieter entschieden haben.
Wie unterscheidet sich eine Mutuelle von einer internationalen Krankenversicherung?
Eine Mutuelle ist eine französische Zusatzversicherung, die ausschließlich den 30-prozentigen Eigenanteil der Sécurité Sociale abdeckt. Sie setzt die vollständige Eingliederung in das französische System voraus und bietet keinen weltweiten Schutz. Eine IPMI (International Private Medical Insurance) ist dagegen eigenständig: Sie schützt weltweit, lässt sich individuell konfigurieren und ist nicht an das französische Sozialversicherungssystem gebunden.
Bin ich mit einer IPMI auch bei Besuchen in Deutschland abgesichert?
Das hängt vom Tarif ab. Viele hochwertige IPMI-Tarife schließen Heimatlandbesuche für einen definierten Zeitraum pro Jahr ein – typischerweise bis zu 30 oder 90 Tage. Das ist besonders für Rentner oder Expats wichtig, die regelmäßig zur Vorsorge nach Deutschland reisen. Dieser Aspekt sollte beim Tarifvergleich ausdrücklich geprüft werden.
Was passiert, wenn ich auf Réunion einen Notfall habe und keine ausreichende Versicherung besitze?
Sie werden behandelt – das ist auf Réunion als EU-Gebiet gewährleistet. Aber die Kosten, insbesondere für einen medizinisch begleiteten Rücktransport nach Deutschland, trägt in diesem Fall niemand außer Ihnen selbst. Ein solcher Rückflug kann 50.000 Euro und mehr kosten. Ohne IPMI-Schutz ist das ein existenzielles finanzielles Risiko.

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