Die alltäglichen Lebenshaltungskosten in Nordkorea sind laut Numbeo.com vergleichsweise gering: Eine Mahlzeit in einem einfachen Restaurant kostet rund 2,50 Euro, eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr etwa 35 Euro. Für Ausländer in diplomatischen Missionen oder NGOs fallen darüber hinaus Kosten für Unterkunft, Lebensmittelimporte und Kommunikation an, die deutlich über dem lokalen Niveau liegen.
Die eigentliche Kostenfalle ist jedoch der medizinische Notfall. Eine Notfallevakuierung aus Nordkorea kann problemlos 50.000 bis 150.000 Euro kosten – Ambulanzflug, medizinisches Begleitpersonal, Krankenhausaufnahme im Zielland eingerechnet. Selbst eine mehrjährige IPMI-Prämie ist gegenüber diesem Risikoszenario eine vergleichsweise geringe Investition.
Karriere.de beschreibt in einem Erfahrungsbericht einer Entwicklungshelferin den Alltag in Pjöngjang: Ausländer leben in einem streng regulierten Rahmen mit klaren Einschränkungen, aber auch mit gewissen Vorzügen – zum Beispiel Zugang zu Diplomatenmärkten. Was dieser Bericht nicht thematisiert: die medizinische Absicherung, die für jeden Langzeitaufenthalt elementar ist.