Psychische Erkrankungen sind der anspruchsvollste Bereich der Risikoprüfung. Eine laufende Psychotherapie führt beim FMU-Verfahren nahezu immer zur Ablehnung. Versicherer sehen langfristige, schwer kalkulierbare Kosten — was Psychotherapie & mentale Gesundheit im Ausland besonders komplex macht — und arbeiten daher mit strengen Ausheilungsphasen.
Die Faustregel in der Praxis: Die Therapie muss seit mindestens 3–5 Jahren vollständig abgeschlossen sein, ohne dass in dieser Zeit eine weitere Behandlung, Beratung oder Medikation stattgefunden hat. Erst dann besteht eine realistische Chance auf Annahme — meist mit Ausschlussklausel für psychische Erkrankungen oder mit Zuschlag.
Studien aus dem Bereich der deutschen privaten Krankenversicherung zeigen, dass Ablehnungsquoten bei psychischen Vorerkrankungen im FMU-Verfahren bis zu 68 % erreichen können. Wer betroffen ist, sollte unbedingt den Weg über eine anonyme Risikovoranfrage wählen.
- Laufende Psychotherapie: nahezu immer Ablehnung beim FMU
- Ausheilungsphase: mindestens 3–5 Jahre ohne Behandlung, Beratung oder Medikation
- Ablehnungsquoten können bis zu 68 % erreichen
- Moratorium oder Gruppenvertrag als Alternative prüfen
- Anonyme Risikovoranfrage schützt vor dauerhafter Notierung