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Kein Schutz mit der deutschen Karte – so bleibst du weltweit abgesichert

Wer dauerhaft im Ausland lebt, verliert den Schutz der deutschen Krankenversicherung – oft ohne es zu merken. Eine internationale Krankenversicherung (IPMI) schließt diese Lücke vollständig. Wir vergleichen 12+ Anbieter und begleiten dich persönlich – auch bei Vorerkrankungen.

  • 12+ IPMI-Anbieter im Vergleich
  • HIS-Pool Risiko aktiv vermeidbar
  • ab ~100 € monatlich (unter 40 J.)
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • GKV-Schutz endet bei der Ausreise. Sobald du dich dauerhaft in Deutschland abmeldest, erlischt der GKV-Schutz außerhalb der EU vollständig – die EHIC ist kein Ersatz für eine vollwertige Krankenversicherung.
  • Reisekrankenversicherung reicht nicht aus. Diese Policen sind für Kurzreisen konzipiert und decken keine Vorsorge, keine Chronik-Erkrankungen und keinen Dauerschutz ab. Im Dauerwohnsitz-Ausland brauchst du eine IPMI.
  • Vorerkrankungen bedeuten kein Versicherungs-Aus. Mit FMU, Moratorium oder anonymer Risikovoranfrage gibt es realistische Wege zu Versicherungsschutz – entscheidend ist die richtige Strategie vor dem ersten Antrag.
  • HIS-Pool-Einträge lassen sich vermeiden. Wer voreilig Anträge stellt, riskiert negative Einträge im Hinweis- und Informationssystem. Eine anonyme Voranfrage schützt deine Daten und Chancen.
  • Rückkehr nach Deutschland will geplant sein. Wer nach dem 55. Lebensjahr zurückkommt und länger nicht GKV-versichert war, kann dauerhaft von der GKV ausgeschlossen sein – frühzeitige Beratung ist unerlässlich.
Mit KI zusammenfassen
GKV-Mythos: „Irgendwie bin ich doch noch geschützt"
Viele Auslandsdeutsche unterschätzen, wie abrupt der Versicherungsschutz endet. Die GKV erbringt Leistungen grundsätzlich nur im Inland. Außerhalb der EU und des EWR greift sie gar nicht. Selbst innerhalb der EU deckt die EHIC nur medizinisch notwendige Notfallbehandlungen ab – keine Vorsorge, keine chronischen Leiden, keinen Rücktransport. Wer das erst beim Notfall merkt, steht allein vor hohen Rechnungen.
TARIF-VERGLEICH

IPMI vs. Reisekrankenversicherung: Was deckt was wirklich ab?

Beide Produkte klingen ähnlich – ihre Schutzreichweite ist fundamental verschieden. Hier der direkte Vergleich für Auslandsdeutsche.

IPMI (Internationale Krankenversicherung)

Vollwertige Krankenversicherung für dauerhaftes Auslandsleben
  • GeltungsbereichWeltweit oder in definierten Regionen, ohne zeitliche Begrenzung
  • VorsorgeuntersuchungenJa – Check-ups, Krebsvorsorge, Impfungen (je nach Tarif)
  • Chronische ErkrankungenMitversicherbar – je nach Tarif und Underwriting-Ergebnis
  • Vorerkrankungen versicherbarFMU oder Moratorium möglich; anonyme Voranfrage schützt HIS-Pool
  • LaufzeitDauervertrag – jährlich kündbar, auf Lebenszeit auslegbar
  • NotfallrücktransportHäufig inklusive – oft mit direkter Koordination durch Versicherer

Reisekrankenversicherung

Notfallschutz für kurzfristige Aufenthalte im Ausland
  • GeltungsbereichNur für temporäre Reisen – meist max. 6 bis 12 Monate
  • VorsorgeuntersuchungenNein – Routineuntersuchungen sind grundsätzlich ausgeschlossen
  • Chronische ErkrankungenNein – chronische Leiden gelten als bekannte Vorerkrankung, kein Schutz
  • Vorerkrankungen versicherbarIn der Regel ausgeschlossen; vorbestehende Leiden werden nicht gedeckt
  • LaufzeitKurzfristig – für Urlaub oder vorübergehende Auslandsaufenthalte
  • NotfallrücktransportMeist enthalten, aber nur für Akutfälle – kein koordinierter Langzeitschutz
TIEFERE EINBLICKE

Was eine IPMI wirklich leistet – und worauf du achten musst

Von Leistungsumfang über Selbstbehalt bis Zahnschutz: Die wichtigsten Aspekte internationaler Krankenversicherungen im Detail.

Leistungsumfang: Was ist standardmäßig versichert?

Ambulant, stationär, Vorsorge – was ist Kern, was ist Zusatz?

Eine vollwertige IPMI deckt ambulante Behandlungen (Arztbesuche, Facharzt, Diagnostik), stationäre Aufenthalte und Operationen sowie – je nach Tarif – Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen ab. Zahnbehandlungen und Schwangerschaftsleistungen sind häufig als optionaler Zusatzbaustein buchbar.

Der Notfallrücktransport nach Deutschland ist ein oft unterschätzter Bestandteil: Er stellt sicher, dass du im schweren Krankheitsfall mit medizinischer Begleitung nach Hause gebracht werden kannst – selbst aus Regionen mit schwacher medizinischer Infrastruktur.

  • Ambulant: Arzt, Facharzt, Diagnostik, Labor
  • Stationär: Krankenhaus, OP, Intensivstation
  • Vorsorge: Check-up, Krebsfrüherkennung (tarifabhängig)
  • Optional: Zahn, Schwangerschaft, psychische Gesundheit
  • Rücktransport: medizinisch begleitet nach Deutschland

Selbstbehalt und Beitrag: Wie steuerst du deine Kosten?

Mehr Selbstbehalt = niedrigerer Beitrag – aber wie viel Risiko ist sinnvoll?

Wie in der PKV lässt sich der monatliche Beitrag über den Selbstbehalt steuern. Ein Selbstbehalt von 1.000 bis 2.500 Euro jährlich kann den Beitrag spürbar senken – sinnvoll für gesunde Versicherte, die nur im Ernstfall auf die Police zugreifen.

Für ältere Versicherte oder Personen mit höherem Behandlungsbedarf ist ein niedrigerer Selbstbehalt oft die wirtschaftlichere Entscheidung. Richtwert: Gesunde unter 40 Jahren zahlen ab rund 100 bis 200 Euro monatlich, für ältere oder vorerkrankte Personen liegt der Beitrag deutlich höher.

Zielregion und Geltungsbereich: Weltweit oder regional?

USA-Einschluss, Regionalschutz oder weltweite Deckung – ein teurer Unterschied.

Die meisten IPMI-Anbieter bieten mehrere Gebietsstufen an: Europa, Weltweit ohne USA/Kanada, und Weltweit inklusive USA/Kanada. Da die medizinischen Kosten in den USA extrem hoch sind, verteuert der USA-Einschluss den Beitrag erheblich.

Wer nicht plant, regelmäßig in die USA zu reisen, spart mit einem Tarif ohne USA-Deckung – sollte aber prüfen, ob sein Zielland ggf. im weltweiten Geltungsbereich inkludiert ist. Digitale Nomaden, die mehrere Regionen bereisen, benötigen häufig den umfangreichsten Schutz.

PKV-Anwartschaft: Rückkehroption bewahren

Wer die PKV kündigt, verliert möglicherweise Rechte, die später unbezahlbar sind.

Wer vor der Ausreise privat krankenversichert war, sollte die Kündigung der PKV gut überdenken. Die Anwartschaftsversicherung erlaubt es, den Tarif ruhen zu lassen – für typischerweise rund 70 Euro monatlich ohne Leistungsanspruch, aber mit dem Recht auf Wiederinkraftsetzung zu alten Konditionen.

Das ist besonders wertvoll, wenn du bei einer Rückkehr nach Deutschland wieder in die PKV einsteigen willst – ohne erneute Gesundheitsprüfung und ohne Alterszuschläge. Für jüngere Auslandsdeutsche mit ungewissem Rückkehrhorizont kann sich die Anwartschaft lohnen; für ältere ohne konkrete Pläne ist sie oft unwirtschaftlich.

ANTRAGSPROZESS

In fünf Schritten zur richtigen Krankenversicherung – auch mit Vorerkrankungen

Die persönliche Begleitung durch Insurancy folgt einem strukturierten Prozess – von der ersten Bestandsaufnahme bis zur abgeschlossenen Police.

  1. Erstgespräch

    Deine Lebens- und Gesundheitssituation, Zielland, Rückkehrpläne und Wünsche werden besprochen. Grundlage für alle weiteren Schritte.

  2. Anonyme Risikovoranfrage

    Insurancy fragt deine Situation diskret und ohne identifizierende Daten bei mehreren Anbietern an. Kein HIS-Pool-Risiko, volle Marktübersicht.

  3. Angebotsvergleich

    Du erhältst eine klare Übersicht aller realistischen Optionen mit Leistungen, Konditionen und Beiträgen – aus 12+ IPMI-Anbietern.

  4. Antragstellung

    Der Antrag wird gemeinsam vollständig und korrekt ausgefüllt. Fehler oder Unvollständigkeiten, die zur Ablehnung führen könnten, werden vorab ausgeräumt.

HIS-Pool: Warum der erste Antrag entscheidend ist
Das Hinweis- und Informationssystem (HIS) der deutschen Versicherungswirtschaft speichert Ablehnungen von Krankenversicherungsanträgen. Jede gespeicherte Ablehnung erschwert alle künftigen Anträge – andere Versicherer sehen den Eintrag und reagieren mit erhöhter Skepsis oder eigenen Ablehnungen. Wer mit Vorerkrankungen voreilig Anträge stellt, ohne die Erfolgschancen zu kennen, riskiert eine Negativspirale. Die anonyme Risikovoranfrage ist das einzige Instrument, das diese Falle zuverlässig umgeht.
FÜR WEN DIESER GUIDE GILT

Verschiedene Lebenssituationen, eine gemeinsame Herausforderung

Auswanderer und Langzeit-Expats
Du hast deinen Lebensmittelpunkt dauerhaft ins Ausland verlegt – GKV und Reisekrankenversicherung greifen nicht mehr. Eine IPMI schützt dich vollwertig, unabhängig davon, in welchem Land du lebst.
Berufstätige und Selbstständige im Ausland
Als Freelancer, Unternehmer oder entsandter Mitarbeiter trägst du dein Krankenversicherungsrisiko selbst. Eine international anerkannte Police schützt dich und ist oft steuerlich absetzbar.
Rentner im Ausland
Hanse Merkur, BDAE und andere Anbieter haben speziell auf ältere Versicherte zugeschnittene Tarife. Besonders wichtig: die GKV-Rückkehrschwelle nach dem 55. Lebensjahr kennen und planen.
Digitale Nomaden und Weltreisende
Kein fixer Wohnsitz, mehrere Länder im Jahr – du brauchst eine Police mit wirklich globalem Geltungsbereich und flexibler Laufzeit, keine ortsgebundene Lösung.
ANBIETER-ÜBERBLICK

12+ IPMI-Anbieter im Marktvergleich

Kein Anbieter passt zu allen Situationen gleich gut. Hier ein Überblick über führende internationale Krankenversicherer, die Insurancy für Auslandsdeutsche vergleicht.

April International
Flexible Tarife für Langzeitauswanderer mit Option auf Anwartschaftsversicherung bei Rückkehr nach Deutschland.
ZielgruppeLangfristig Auswandernde mit Rückkehroption
ab/Monatab ca. 100 €
Details →
BDAE
Auf Deutsche im Ausland spezialisiert – Gruppen- und Einzelverträge, langjährige Erfahrung mit Expat-Bedürfnissen.
ZielgruppeAuswanderer und Expats aus Deutschland
ab/Monatab ca. 90 €
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Cigna Global
Tarife mit gehobenen Zusatzleistungen wie Telemedizin und Wellness-Programmen für Expats mit höheren Ansprüchen.
ZielgruppeExpats mit gehobenem Versorgungsanspruch
ab/Monatab ca. 120 €
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Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
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Foyer Global Health
Luxemburger IPMI-Versicherer, starke Leistungen im stationären Bereich.
ZielgruppeExpats und Familien mit Anspruch auf Premium-Versorgung
ab/Monatab ca. 150 €
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Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
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Genki
App-first, monatlich kündbar, kein fester Wohnsitz nötig.
ZielgruppeDigital Nomads, Grenzgänger mit flexibler Basis
ab/Monatab ca. 79 €
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MAWISTA
Kurzzeit- und Schengen-ready, einfacher Abschluss ab 1 Monat.
ZielgruppeStudierende, Au-pairs, Praktikanten, Sprachaufenthalte
ab/Monatab ca. 55 €
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Morgan Price
Britischer IPMI-Anbieter, hohe stationäre Deckungssummen.
ZielgruppeFamilien, Langzeit-Auslandsaufenthalte
ab/Monatab ca. 145 €
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PassportCard
Cashless-Claim über eigene Debit-Karte, keine Vorfinanzierung.
ZielgruppeExpats mit häufigen Arztbesuchen, Familien
ab/Monatab ca. 98 €
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ANBIETER IM VERGLEICH

APRIL International, Care Concept, DR-WALTER: Was unterscheidet die führenden Anbieter?

Drei Anbieter, die häufig im gleichen Atemzug genannt werden – und sich dennoch deutlich unterscheiden.

APRIL International: Flexibel mit Rückkehroption

Starker Fokus auf Langzeitauswanderer und Anwartschaftsfrage – aber ein Anbieter, kein Marktvergleich.

APRIL International ist ein französischer Spezialversicherer mit langer Erfahrung im IPMI-Markt. Die Tarife sind auf dauerhaft im Ausland lebende Menschen ausgerichtet und adressieren explizit die Frage der Rückkehr nach Deutschland – inklusive Hinweis auf die Anwartschaftsversicherungs-Option.

Die Stärke liegt in der klaren Tarifstruktur und der Ausrichtung auf Langzeitauswanderer. Wer ausschließlich APRIL-Tarife betrachtet, sieht jedoch nur einen Ausschnitt des Marktes. Ein anbieterübergreifender Vergleich – wie ihn Insurancy mit 12+ Anbietern bietet – ermöglicht eine wirklich passgenaue Entscheidung.

Care Concept: Spezialist für Auslandsdeutsche und Expats

Transparente Tarife, direkt auf Deutsche im Ausland zugeschnitten – gut für unkomplizierte Fälle.

Care Concept ist ein auf Auslandsdeutsche und internationale Reisende spezialisierter Versicherer mit Sitz in Deutschland. Die Tarife gelten als übersichtlich strukturiert und bieten ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis – besonders für Auslandsdeutsche ohne komplexe Vorerkrankungshistorie.

Bei Vorerkrankungen ist ein direkter Abschluss über das Online-Antragsformular jedoch mit Vorsicht zu genießen: Auch hier gilt, dass eine anonyme Voranfrage vor dem formellen Antrag schützt und die Konditionen realistisch einschätzbar macht.

DR-WALTER: Kooperationspartner von Deutsche im Ausland e.V.

Langjährige Erfahrung mit Auswanderern, aber starker Fokus auf eigene Produkte statt Marktbreite.

DR-WALTER kooperiert mit dem Verein Deutsche im Ausland e.V. und hat sich über Jahre als Anlaufstelle für Auswanderer positioniert. Die Tarifpalette deckt verschiedene Zielgruppen ab und hat eine starke Bekanntheit in der Auslandsdeutschen-Community.

Der entscheidende Unterschied zu einem Makler wie Insurancy: DR-WALTER präsentiert eigene Produkte. Ein anbieterübergreifender Vergleich, der auch APRIL, Care Concept, Cigna und weitere Anbieter einschließt, findet dort nicht statt. Wer alle Marktoptionen sehen will, braucht eine Vergleichsebene über einzelne Anbieter hinaus.

VORBEREITUNG

Deine Checkliste vor dem Abschluss einer IPMI

Insurancy-Beratungsteam
EXPERTEN-EINSCHÄTZUNG
Wer mit Vorerkrankungen einen IPMI-Antrag stellt, ohne vorher eine anonyme Voranfrage gemacht zu haben, riskiert seinen Versicherungsschutz dauerhaft. Der HIS-Pool-Eintrag folgt schneller als gedacht – und lässt sich danach kaum korrigieren.
Insurancy-Beratungsteam · Versicherungsmakler §34d GewO, spezialisiert auf internationale Krankenversicherung
HÄUFIGE FRAGEN

Internationale Krankenversicherung für Auslandsdeutsche: Ihre Fragen, konkret beantwortet

Greift meine deutsche GKV noch, wenn ich dauerhaft ins Ausland ziehe?
Nein. Sobald du deinen Wohnsitz dauerhaft ins Ausland verlegst und dich in Deutschland abmeldest, erlischt der Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung. Außerhalb der EU und des EWR besteht keinerlei Leistungsanspruch mehr. Auch innerhalb der EU deckt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nur medizinisch notwendige Notfallbehandlungen – keine Routineversorgung, keine Vorsorge, keinen Rücktransport.
Was ist der Unterschied zwischen einer IPMI und einer Reisekrankenversicherung?
Eine Reisekrankenversicherung ist für kurzfristige Aufenthalte von wenigen Wochen bis maximal einem Jahr konzipiert – sie deckt Notfälle ab, aber keine Vorsorge, keine chronischen Erkrankungen und keine Dauerpflege. Eine IPMI (International Private Medical Insurance) ist eine vollwertige Krankenversicherung für dauerhaftes Auslandsleben: ambulant, stationär, Vorsorge, Zahnschutz und Rücktransport – vergleichbar mit dem, was die GKV in Deutschland bietet.
Kann ich eine internationale Krankenversicherung abschließen, obwohl ich Vorerkrankungen habe?
Ja – aber die Strategie vor dem Antrag ist entscheidend. Per Full Medical Underwriting (FMU) prüft der Versicherer den vollständigen Gesundheitszustand und legt Zuschläge oder Ausschlüsse fest. Beim Moratorium werden Vorerkrankungen zunächst für zwei Jahre ausgeschlossen. Empfehlenswert ist in jedem Fall eine anonyme Risikovoranfrage, bevor ein formeller Antrag gestellt wird – so erfährst du die realistischen Konditionen, ohne einen HIS-Pool-Eintrag zu riskieren.
Was ist der HIS-Pool und warum ist er so gefährlich?
Der HIS-Pool ist das Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft. Wird ein Krankenversicherungsantrag abgelehnt, kann diese Ablehnung dort eingetragen werden. Alle künftigen Versicherer sehen diesen Eintrag und reagieren typischerweise mit erhöhter Skepsis oder eigenen Ablehnungen. Das schafft eine Negativspirale, die sich kaum rückgängig machen lässt. Eine anonyme Voranfrage – bevor ein offizieller Antrag gestellt wird – ist das einzige zuverlässige Mittel zur HIS-Prävention.
Was passiert mit meiner deutschen PKV, wenn ich auswandere?
Viele PKV-Tarife setzen einen deutschen Wohnsitz voraus. Bei dauerhafter Ausreise solltest du den Tarif nicht einfach kündigen – damit verlierst du oft wertvolle Rechte, die sich später nicht zurückgewinnen lassen. Eine Anwartschaftsversicherung erlaubt es, den PKV-Schutz ruhen zu lassen (typischerweise für rund 70 Euro monatlich ohne Leistungsanspruch) mit dem Recht, bei Rückkehr zu alten Konditionen wieder einzusteigen. Ob sich das lohnt, hängt vom Alter und der Rückkehrwahrscheinlichkeit ab.
Kann ich nach Jahren im Ausland problemlos in die deutsche GKV zurückkehren?
Nicht immer. Wer nach Deutschland zurückkommt und wieder sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, kann in der Regel in die GKV eintreten. Kritisch wird es jedoch für Personen über 55 Jahren: Wer in den letzten fünf Jahren nicht ausreichend in der GKV versichert war und bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt, kann dauerhaft von der GKV ausgeschlossen sein. Frühzeitige Beratung – idealerweise bereits vor der Ausreise – ist daher unerlässlich.
Wie unterscheidet sich Insurancy von Portalen wie Check24 oder Anbietern wie APRIL International?
Vergleichsportale wie Check24 zeigen Tarife, begleiten aber nicht durch komplexe Antragsprozesse und führen keine anonymen Voranfragen durch. Einzelanbieter wie APRIL International präsentieren ausschließlich eigene Produkte – kein marktbreiter Vergleich findet statt. Insurancy vergleicht als Versicherungsmakler nach §34d GewO anbieterübergreifend 12+ IPMI-Anbieter, führt anonyme Risikovoranfragen durch und begleitet persönlich durch den gesamten Antragsprozess – besonders bei Vorerkrankungen und komplexen Fällen.
Was kostet eine internationale Krankenversicherung für Auslandsdeutsche?
Die Beiträge variieren stark nach Alter, Gesundheitszustand, gewähltem Leistungsumfang, Selbstbehalt und Zielregion. Als grobe Orientierung: Für eine gesunde Person unter 40 Jahren sind Beiträge ab etwa 100 bis 200 Euro monatlich realistisch. Mit höherem Alter, Vorerkrankungen oder USA-Einschluss kann der Beitrag deutlich steigen. Ein USA-Einschluss verteuert den Tarif erheblich; wer ihn nicht benötigt, spart signifikant.

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