Der verbreitete Irrtum, mit Vorerkrankungen keinen vernünftigen Schutz zu bekommen, hält viele von der richtigen Absicherung ab. Tatsächlich gibt es drei etablierte Wege — je nach Situation mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.
Bei der vollständigen medizinischen Überprüfung (FMU) prüft der Versicherer Ihre gesamte Krankengeschichte individuell. Das klingt aufwendig, führt aber oft zu besserem Schutz als pauschale Ausschlüsse — weil klar definiert ist, was versichert ist und was nicht.
Das Moratoriumsprinzip schließt Vorerkrankungen für einen definierten Zeitraum (meist zwei Jahre) aus. Danach — wenn in dieser Zeit keine Behandlung stattgefunden hat — werden sie in den Schutz aufgenommen. Für stabile Vorerkrankungen eine pragmatische Option.
Die anonyme Risikovoranfrage ist der sicherste erste Schritt: Ihre Situation wird diskret bei mehreren Versicherern geprüft, ohne Ihren Namen zu nennen. So erfahren Sie vorab, wer Sie zu welchen Konditionen versichern würde — und eine Ablehnung wird nicht im HIS-Pool gespeichert.