Das staatliche Gesundheitssystem basiert auf der Sécurité sociale. Wer in Französisch-Guayana sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist und Beiträge leistet, erwirbt Ansprüche auf Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Das System erstattet in der Regel 70 bis 80 Prozent der anerkannten Behandlungskosten – den Rest, den sogenannten Ticket modérateur, trägt der Patient selbst.
Für Zahnersatz, Sehhilfen und Medikamente sind die gesetzlichen Erstattungen noch geringer. Selbstständige und Entsandte ohne lokale Sozialversicherungspflicht stehen zunächst ganz ohne staatlichen Schutz da – es kann Monate dauern, bis der Versicherungsschutz nach dem Eintritt greift. Diese Anlaufzeit muss durch eine internationale Krankenversicherung überbrückt werden.
Die medizinische Infrastruktur konzentriert sich auf die Küstenregion rund um Cayenne. Im Landesinneren – etwa in der Nähe des Raumfahrtzentrums Kourou oder in der Forstwirtschaft – ist die Versorgung deutlich eingeschränkter. Notfallevakuierungen sind in diesen Regionen keine Ausnahme, sondern ein realistisches Szenario.