Die Steuerfreiheit der Bahamas – keine Einkommensteuer, keine Kapitalertragsteuer, keine Erbschaftsteuer – klingt verlockend. Doch die Regierung finanziert sich maßgeblich über Importzölle, VAT und Gebühren. Wer ein Auto, Elektronik, Möbel oder Baumaterialien einführt, zahlt Zölle von 25 bis 65 % je nach Produktkategorie.
Dienstleistungen wie Handwerker oder Elektriker sind auf den Bahamas teuer und oft schwer verfügbar. Strom- und Wasserkosten übersteigen deutsche Verhältnisse deutlich: Eine monatliche Stromrechnung für ein Haus mit Klimaanlage beläuft sich leicht auf 300 bis 600 US-Dollar. Internetzugang ist teuer und außerhalb von Nassau oft unzuverlässig.
Unter dem Strich liegen die realistischen monatlichen Lebenshaltungskosten für einen Expat-Haushalt (zwei Personen) bei 6.000 bis 10.000 US-Dollar – ohne Krankenversicherung. Wer das mit der vermeintlichen Steuerersparnis verrechnet, stellt fest: Der Nettovorteil ist oft geringer als erwartet.