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Bahamas Kosten: Was Auswanderer für Leben und Schutz wirklich zahlen

Steuerfreiheit klingt verlockend – doch die wahren Lebenshaltungskosten auf den Bahamas überraschen viele Expats. Vor allem die Gesundheitsversorgung wird systematisch unterschätzt. Wir schlüsseln auf, was Sie monatlich einplanen müssen und warum eine internationale Krankenversicherung das Fundament jeder Finanzplanung ist.

  • 6.000–10.000 $ Monatliche Lebenshaltung
  • bis 150.000 $ Herzinfarkt unversichert
  • ab 80 $/Monat IKV für Bahamas-Expats
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Steuerfreiheit relativiert sich schnell. Importzölle von 25–65 % auf Fahrzeuge, Elektronik und Baumaterialien sowie eine 10 % VAT auf fast alle Waren lassen den vermeintlichen Steuervorteil oft kleiner ausfallen als erwartet.
  • Gesundheitskosten sind existenzbedrohend. Ein stationärer Krankenhausaufenthalt kostet bis zu 4.000 US-Dollar täglich, eine Blinddarmentfernung bis zu 30.000 US-Dollar – ohne Versicherung vollständig selbst zu tragen.
  • Die GKV zahlt auf den Bahamas nicht. Als Nicht-EU-Staat sind die Bahamas außerhalb jedes deutschen Sozialversicherungsabkommens. Wer dort lebt, ist ohne private internationale Krankenversicherung vollständig ungesichert.
  • US-Einschluss ist für Bahamas-Expats Pflicht. Bei schweren Erkrankungen ist eine Rückführung nach Miami (ca. 300 km) häufig notwendig. Policen ohne USA-Deckung sind für Langzeitaufenthalte auf den Bahamas ungeeignet.
  • Vorerkrankungen schließen Schutz nicht aus. Über anonyme Risikovoranfragen lassen sich Konditionen unverbindlich prüfen – ohne dass eine Ablehnung gespeichert wird und künftige Anträge belastet.
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KOSTENÜBERBLICK

Die wichtigsten Kostendaten für Bahamas-Expats

Realistische Richtwerte aus dem Alltag – damit Ihre Finanzplanung von Anfang an stimmt.

50–80 %
Aufschlag auf LebensmittelSupermarktpreise liegen im Schnitt 50 bis 80 % über deutschen Verhältnissen – bei importierten Produkten ist der Aufschlag noch höher.
bis 45 %
Importzölle auf WarenNahezu alle Konsumgüter werden importiert. Zölle von bis zu 45 % auf viele Produktkategorien verteuern Autos, Elektronik und Hausrat erheblich.
15.000–50.000 $
Medizinische Rückführung USAEin Ambulanzflug nach Miami oder in die USA kostet ohne Versicherung zwischen 15.000 und 50.000 US-Dollar – und muss sofort bezahlt werden.
300–600 $
Monatliche StromrechnungKlimaanlage und Salzluft treiben die Energiekosten weit über deutsche Verhältnisse – ein typisches Haus zahlt 300 bis 600 US-Dollar monatlich.
10 %
VAT auf fast allesDie bahamaische Mehrwertsteuer wird auf nahezu alle Waren und Dienstleistungen erhoben und erhöht jeden Einkauf automatisch.
min. 1 Mio. $
Empfohlene DeckungssummeAngesichts US-naher Behandlungskosten sollte die Versicherungssumme mindestens 1 Million US-Dollar pro Versicherungsfall betragen.
LEBENSHALTUNGSKOSTEN IM DETAIL

Was Expats auf den Bahamas wirklich ausgeben

Von Wohnen über Lebensmittel bis zu versteckten Kostenfallen – eine ehrliche Aufschlüsselung für Ihre Finanzplanung.

Wohnen: Von Nassau bis zu den Out Islands

Sichere Lagen in Nassau kosten 1.800–7.000 $ monatlich – Out Islands sind günstiger, aber teurer im Alltag.

Nassau auf New Providence ist das wirtschaftliche Zentrum der Bahamas. Eine möblierte Zwei-Zimmer-Wohnung in sicheren Vierteln wie Cable Beach kostet monatlich zwischen 1.800 und 3.500 US-Dollar. Ein Haus mit drei Schlafzimmern und Pool liegt schnell bei 4.000 bis 7.000 US-Dollar monatlich.

Freeport auf Grand Bahama ist etwas günstiger, leidet aber noch immer unter den Folgen von Hurrikan Dorian (2019). Die Out Islands – Exuma, Abaco, Eleuthera – wirken günstiger, doch der Mangel an Mietobjekten und die schlechtere Anbindung treiben die indirekten Kosten erheblich in die Höhe.

Ausländer dürfen auf den Bahamas Eigentum erwerben, zahlen aber Grunderwerbssteuern (Stamp Duty) von 2,5 % bis 10 % des Kaufpreises. Ein realistisches Wohnbudget für einen Expat-Haushalt in Nassau beginnt bei etwa 2.500 US-Dollar monatlich – das ist die untere Grenze.

Lebensmittel und Alltag: Warum der Einkauf teurer ist als erwartet

Importprodukte dominieren – ein Zweipersonenhaushalt zahlt 600–1.800 $ monatlich je nach Einkaufsstil.

Supermarktpreise liegen im Schnitt 50 bis 80 % über deutschen Verhältnissen. Ein Liter Milch kostet rund 2,50 US-Dollar, eine Packung Cornflakes 8 bis 10 US-Dollar, europäische Käse- und Wurstwaren sind echte Luxusgüter.

Frische Meeresfrüchte und lokal angebautes Obst sind die Ausnahmen: moderat im Preis, exzellent in der Qualität. Wer seinen Speiseplan anpasst und lokale Märkte nutzt, kann die Lebensmittelkosten eines Zweipersonenhaushalts auf 600 bis 900 US-Dollar begrenzen. Wer weiterhin europäisch einkauft, zahlt schnell das Doppelte.

Restaurantbesuche schlagen ebenfalls zu Buche: Ein einfaches Mittagessen in einem lokalen Lokal kostet 15 bis 25 US-Dollar, ein Abendessen im gehobenen Restaurant 60 bis 120 US-Dollar pro Person ohne Getränke. Die VAT von 10 % wird auf alles erhoben.

Transport: Auto, Boot und Flüge im Alltag

Importzölle verteuern Fahrzeuge um 40–60 % – auf den Out Islands kommen Boots- und Flugkosten hinzu.

Ein eigenes Auto ist auf New Providence für die meisten Expats unverzichtbar, da der öffentliche Nahverkehr nur rudimentär ausgebaut ist. Durch hohe Importzölle kostet ein Mittelklassewagen auf den Bahamas 40 bis 60 % mehr als in Deutschland.

Wer auf den Out Islands lebt, benötigt oft zusätzlich ein Boot oder muss teure Inlandsflüge einkalkulieren. Eine Fähre zwischen Nassau und den Outer Islands kostet 30 bis 80 US-Dollar pro Strecke, ein Inlandsflug 80 bis 200 US-Dollar. Taxifahrten in Nassau sind teuer: Flughafen in die Stadt pauschal rund 32 US-Dollar.

Hinzu kommen Kraftstoffkosten (rund 1,20 bis 1,50 US-Dollar pro Liter) und durch das feuchte Salzklima beschleunigte Wartungskosten. Monatlich sollten Expats mindestens 400 bis 700 US-Dollar für Mobilität einplanen.

Versteckte Kosten: Importzölle und Dienstleistungen

Steuerfreiheit hat ihren Preis – Zölle von 25–65 % und hohe Stromkosten relativieren den Vorteil.

Die Steuerfreiheit der Bahamas – keine Einkommensteuer, keine Kapitalertragsteuer, keine Erbschaftsteuer – klingt verlockend. Doch die Regierung finanziert sich maßgeblich über Importzölle, VAT und Gebühren. Wer ein Auto, Elektronik, Möbel oder Baumaterialien einführt, zahlt Zölle von 25 bis 65 % je nach Produktkategorie.

Dienstleistungen wie Handwerker oder Elektriker sind auf den Bahamas teuer und oft schwer verfügbar. Strom- und Wasserkosten übersteigen deutsche Verhältnisse deutlich: Eine monatliche Stromrechnung für ein Haus mit Klimaanlage beläuft sich leicht auf 300 bis 600 US-Dollar. Internetzugang ist teuer und außerhalb von Nassau oft unzuverlässig.

Unter dem Strich liegen die realistischen monatlichen Lebenshaltungskosten für einen Expat-Haushalt (zwei Personen) bei 6.000 bis 10.000 US-Dollar – ohne Krankenversicherung. Wer das mit der vermeintlichen Steuerersparnis verrechnet, stellt fest: Der Nettovorteil ist oft geringer als erwartet.

Gesetzliche Krankenversicherung zahlt auf den Bahamas nicht
Die Bahamas sind kein EU-Staat und kein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland besteht. Wer dort lebt – auch nur für einige Monate – ist mit seiner deutschen GKV vollständig ungesichert. Ohne private IKV tragen Sie jeden Arztbesuch, jeden Krankenhausaufenthalt und jeden Rückführungsflug komplett selbst.
GESUNDHEITSSYSTEM

Medizinische Versorgung auf den Bahamas: Gut – aber teuer

Was Ausländer über Privatkliniken, Notfallversorgung und die kritische Rolle des US-Einschlusses wissen müssen.

Privatkliniken und staatliche Einrichtungen im Überblick

Das Princess Margaret Hospital steht Ausländern nur eingeschränkt zur Verfügung – Privatkliniken sind die erste Adresse.

In Nassau und Freeport ist die medizinische Versorgung für karibische Verhältnisse gut. Das Princess Margaret Hospital in Nassau ist das größte staatliche Krankenhaus, steht Ausländern aber nur eingeschränkt zur Verfügung und entspricht nicht immer westeuropäischen Standards.

Privatkliniken wie das Doctors Hospital in Nassau bieten deutlich bessere Bedingungen – zu entsprechend höheren Preisen. Ein stationärer Aufenthalt kostet dort 1.500 bis 4.000 US-Dollar täglich. Auf den Out Islands ist die Infrastruktur erheblich eingeschränkt: Bei ernsthaften Notfällen ist ein Helikopter- oder Flugzeugtransfer nach Nassau notwendig.

Reale Kostenbeispiele: Was Behandlungen kosten

Allgemeinarzt ab 100 $, Blinddarm bis 30.000 $ – Kostenorientierung für Ihre Planung.

Die Kostendimension des bahamaischen Gesundheitssystems wird für viele Expats erst im Ernstfall sichtbar – dann aber mit voller Wucht.

  • Allgemeinarztbesuch (privat): 100 bis 200 US-Dollar pro Konsultation
  • Facharztbesuch: 200 bis 400 US-Dollar je nach Fachrichtung
  • Blutbild und Standardlabor: 150 bis 350 US-Dollar
  • Röntgenaufnahme: 200 bis 500 US-Dollar
  • Stationärer Aufenthalt im Privatkrankenhaus: 1.500 bis 4.000 US-Dollar täglich
  • Appendektomie (Blinddarmentfernung): 15.000 bis 30.000 US-Dollar
  • Herzinfarkt-Behandlung inkl. Stent: 80.000 bis 150.000 US-Dollar
  • Medizinische Rückführung in die USA: 15.000 bis 50.000 US-Dollar

Warum der US-Einschluss für Bahamas-Expats Pflicht ist

Miami liegt nur 300 km entfernt – bei schweren Erkrankungen führt kein Weg an der US-Deckung vorbei.

Für komplexe Eingriffe, spezialisierte Behandlungen oder schwere Unfälle ist eine Behandlung oder Rückführung in die USA – insbesondere nach Miami, rund 300 km von Nassau entfernt – häufig unumgänglich. Policen, die die USA explizit ausschließen, sind für Bahamas-Expats daher nur bedingt geeignet.

Auch wenn Policen ohne US-Einschluss günstiger sind: Das eingesparte Geld steht in keinem Verhältnis zum Risiko, im Ernstfall einen sechsstelligen Betrag selbst tragen zu müssen. Mindestens die Rückführung nach Deutschland muss vollständig abgedeckt sein – besser ist eine vollwertige US-Deckung.

ABSICHERUNGSMODELLE

Vollständige Risikoprüfung vs. Moratoriumsprinzip

Zwei gängige Wege, wie Versicherer mit Vorerkrankungen umgehen – mit sehr unterschiedlichen Konsequenzen für Bahamas-Expats.

Vollständige Risikoprüfung (FMU)

Maximale Transparenz vor Vertragsabschluss
  • GesundheitsprüfungVollständiger Gesundheitsfragebogen – detaillierte Angaben zur Krankengeschichte erforderlich
  • EntscheidungszeitpunktKlare Entscheidung vor Vertragsabschluss: Zuschlag, Ausschluss oder Vollschutz verbindlich festgelegt
  • Vorerkrankungen im SchutzStabile, gut eingestellte Vorerkrankungen können vollständig mitversichert werden
  • AblehnungsrisikoAblehnung möglich – diese kann in manchen Systemen gespeichert werden und künftige Anträge erschweren
  • PlanungssicherheitHöchste Planungssicherheit: Was versichert ist, steht schwarz auf weiß im Vertrag
  • DatenweitergabeGesundheitsdaten werden vom Versicherer gespeichert und geprüft

Moratoriumsprinzip

Einfacher Einstieg, aber mit Wartefristen
  • GesundheitsprüfungKein Gesundheitsfragebogen – vereinfachter Antragsprozess
  • EntscheidungszeitpunktVorerkrankungen der letzten 2–5 Jahre zunächst ausgeschlossen – Klärung erst nach Wartefrist
  • Vorerkrankungen im SchutzNach beschwerdefreier Wartezeit werden Vorerkrankungen automatisch eingeschlossen – aber Rezidive bleiben unsicher
  • AblehnungsrisikoKeine formale Ablehnung – Einstieg in den Versicherungsmarkt bleibt offen
  • PlanungssicherheitGeringere Planungssicherheit: Im Ernstfall Streit darüber, ob Beschwerden zur ausgeschlossenen Vorerkrankung gehören
  • DatenweitergabeKeine Speicherung detaillierter Gesundheitsdaten im Antragsprozess
PRÄMIENÜBERSICHT

Was eine IKV für die Bahamas wirklich kostet

Leistung
25–35 Jahre
80–150 $
pro Monat
46–55 Jahre
200–380 $
pro Monat
56–65 Jahre
350–650 $
pro Monat
Deckungssumme mindestens
1 Mio. $
1 Mio. $
1 Mio. $
USA-Einschluss
Medizinische Rückführung
Zahnschutz (Aufpreis)
+20–40 %
+20–40 %
+20–40 %
Jahresprämie (ca.)
960–1.800 $
2.400–4.560 $
4.200–7.800 $
Anonyme Risikovoranfrage schützt Ihre Daten
Wer direkt einen Antrag stellt und abgelehnt wird, riskiert einen negativen Eintrag, der künftige Versicherungsanträge erschwert. Über eine anonyme Risikovoranfrage können Konditionen bei mehreren Anbietern geprüft werden, ohne dass personenbezogene Daten gespeichert werden. Besonders bei Vorerkrankungen ist dieser Schritt vor jedem formellen Antrag empfehlenswert.
ANBIETER FÜR BAHAMAS-EXPATS

Internationale Krankenversicherungen im Vergleich

Etablierte Anbieter mit weltweiter Deckung und Erfahrung in der Karibik – für Langzeitaufenthalte auf den Bahamas geeignet.

Cigna Global
Weltmarktführer im IKVP-Segment mit direkter Klinikabrechnung in der Karibik.
ZielgruppeExpats und Entsandte mit Anspruch auf Premium-Versorgung
ab/Monatab 120 $/Monat
Details →
April International
Flexibel konfigurierbare Tarife, auch für ältere Expats und Vorerkrankungen geeignet.
ZielgruppeExpats ab 50 Jahren und Personen mit Vorerkrankungen
ab/Monatab ca. 100 €
Details →
Foyer Global Health
Spezialist für Auswanderer mit transparenten Konditionen und weltweiter Deckung.
ZielgruppeAuswanderer, die dauerhaft außerhalb der EU leben
ab/Monatab ca. 150 €
Details →
BDAE
Spezialisierter Anbieter für Deutsche im Ausland mit langjähriger Karibik-Erfahrung.
ZielgruppeDeutsche Expats und Rentner im Ausland
ab/Monatab ca. 90 €
Details →
Genki
Digitale IKV für ortsunabhängige Expats, monatlich kündbar ohne Mindestlaufzeit.
ZielgruppeDigitale Nomaden und jüngere Expats
ab/Monatab ca. 79 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
MAWISTA
Kurzzeit- und Schengen-ready, einfacher Abschluss ab 1 Monat.
ZielgruppeStudierende, Au-pairs, Praktikanten, Sprachaufenthalte
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
Morgan Price
Britischer IPMI-Anbieter, hohe stationäre Deckungssummen.
ZielgruppeFamilien, Langzeit-Auslandsaufenthalte
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
PassportCard
Cashless-Claim über eigene Debit-Karte, keine Vorfinanzierung.
ZielgruppeExpats mit häufigen Arztbesuchen, Familien
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
Wie schneiden spezialisierte Vergleichsportale ab?
Portale wie Grenzenlos-Sicher.de, Auslandskrankenversicherung-Fuss.com, HMRV.de und Young-Travellers.com bieten hilfreiche Übersichten über internationale Krankenversicherungen. Ihre Stärke liegt in der Breite: Sie listen viele Anbieter auf einer Seite. Was fehlt, ist der tiefgehende Blick auf Bahamas-Spezifika wie den zwingend notwendigen US-Einschluss, die Direktabrechnung mit Privatkliniken in Nassau oder die Absicherung bei Rückführungsflügen von den Out Islands. Auch komplexe Fälle mit Vorerkrankungen werden selten individuell begleitet – hier liegt der Unterschied zu einer persönlichen Beratung durch einen spezialisierten Makler.
GESAMTKOSTEN

Was ein Bahamas-Expat monatlich einplanen sollte

Realistische Orientierungswerte für einen Einzelperson-Haushalt auf New Providence (Nassau).

  • Wohnen (Miete, Nebenkosten)2.500 bis 4.500 US-Dollar monatlich – sichere Lage in Nassau als Basis kalkuliert.
  • Lebensmittel und Haushalt600 bis 1.200 US-Dollar monatlich – je nach Einkaufsstil und Nutzung lokaler Märkte.
  • Transport und Mobilität400 bis 700 US-Dollar monatlich – Auto, Kraftstoff, gelegentliche Inlandsflüge.
  • Freizeit und Unterhaltung500 bis 1.500 US-Dollar monatlich – Wassersport, Restaurants, soziales Leben.
  • Sonstiges und Unvorhergesehenes300 bis 600 US-Dollar monatlich – Dienstleistungen, Reparaturen, Reserve.
  • Internationale Krankenversicherung200 bis 500 US-Dollar monatlich – der einzige Posten, der vor existenzbedrohenden Einzelereignissen schützt.
HÄUFIGE FRAGEN

Bahamas-Kosten und Krankenversicherung: Ihre Fragen beantwortet

Zahlt meine deutsche gesetzliche Krankenversicherung auf den Bahamas?
Nein. Die Bahamas sind kein EU-Staat und es besteht kein Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und den Bahamas. Ihre GKV leistet im Nicht-EU-Ausland grundsätzlich nicht. Wer auf den Bahamas lebt – auch nur für einige Monate – ist ohne private internationale Krankenversicherung vollständig ohne Absicherung und muss sämtliche Behandlungskosten selbst tragen.
Brauche ich für die Bahamas zwingend eine Versicherung mit USA-Einschluss?
Für Langzeitaufenthalte auf den Bahamas ist der USA-Einschluss dringend empfehlenswert. Nassau liegt nur rund 300 km von Miami entfernt, und bei schweren Erkrankungen oder Unfällen ist eine Rückführung oder Behandlung in den USA häufig die medizinisch notwendige Option. Policen ohne USA-Deckung sind günstiger, decken aber genau das Szenario nicht ab, das bei einem ernsthaften Gesundheitsereignis am wahrscheinlichsten eintritt.
Kann ich mit einer Vorerkrankung noch eine internationale Krankenversicherung für die Bahamas abschließen?
Ja, in vielen Fällen ist das möglich. Über eine anonyme Risikovoranfrage können Konditionen bei mehreren Versicherern unverbindlich und ohne Datenspeicherung geprüft werden. Bei stabilen, gut eingestellten Erkrankungen ist eine vollständige Mitversicherung über das FMU-Verfahren häufig möglich – manchmal mit Prämienzuschlag oder Leistungsausschluss für die spezifische Vorerkrankung. Eine frühzeitige Beratung ist entscheidend, um Ablehnungen und deren Konsequenzen zu vermeiden.
Was sind die wichtigsten Leistungen, auf die ich bei einer IKV für die Bahamas achten muss?
Entscheidend sind: vollständige ambulante und stationäre Deckung in privaten Einrichtungen, USA-Einschluss oder zumindest vollständige Rückführungsdeckung, medizinische Repatriierung per Ambulanzflugzeug (15.000–50.000 US-Dollar), eine Deckungssumme von mindestens 1 Million US-Dollar sowie ein zahnärztlicher Basisbaustein. Policen mit versteckten Obergrenzen für einzelne Leistungsarten sollten vermieden werden.
Wie hoch sind die realistischen Lebenshaltungskosten auf den Bahamas für einen Expat?
Für einen Einzelperson-Haushalt in Nassau müssen Sie realistisch mit 4.500 bis 9.000 US-Dollar monatlich rechnen – inklusive Krankenversicherung. Für Paare oder Familien liegen die Kosten entsprechend höher. Haupttreiber sind hohe Mietpreise in sicheren Lagen, Importzölle auf nahezu alle Konsumgüter sowie die VAT von 10 % auf Waren und Dienstleistungen.
Was kostet ein Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt auf den Bahamas ohne Versicherung?
Ein einfacher Allgemeinarztbesuch in einer privaten Praxis kostet 100 bis 200 US-Dollar. Ein Facharztbesuch liegt bei 200 bis 400 US-Dollar. Stationäre Aufenthalte im Privatkrankenhaus kosten 1.500 bis 4.000 US-Dollar pro Tag. Eine Blinddarmentfernung schlägt mit 15.000 bis 30.000 US-Dollar zu Buche, ein Herzinfarkt mit Stent mit 80.000 bis 150.000 US-Dollar. Diese Kosten sind ohne Versicherung vollständig selbst zu tragen.
Lohnt sich die Steuerfreiheit der Bahamas angesichts der hohen Lebenshaltungskosten wirklich?
Die Bahamas erheben keine Einkommensteuer, keine Kapitalertragsteuer und keine Erbschaftsteuer – das ist ein echter Vorteil für Vermögende und Unternehmer. Gleichzeitig finanziert sich der Staat über Importzölle von 25–65 %, eine VAT von 10 % und hohe Gebühren. Wer die tatsächlichen Lebenshaltungskosten von 6.000–10.000 US-Dollar monatlich gegen die Steuerersparnis rechnet, stellt oft fest: Der Nettovorteil fällt geringer aus als erhofft. Eine ehrliche Finanzplanung vor dem Umzug ist unerlässlich.
Wie unterscheidet sich die Beratung bei einem spezialisierten Makler von Online-Vergleichsportalen?
Portale wie Grenzenlos-Sicher.de, HMRV.de oder Young-Travellers.com bieten gute Übersichten über viele Anbieter. Was sie selten leisten: die individuelle Prüfung von Bahamas-Spezifika (US-Einschluss, Out-Islands-Rückführung), die begleitete anonyme Risikovoranfrage bei Vorerkrankungen und die Einordnung des Kleingedruckten zu Ausschlussklauseln. Wer komplexe Voraussetzungen mitbringt oder auf Nummer sicher gehen möchte, ist mit einer persönlichen Beratung besser aufgehoben.

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