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Kanada absichern: IPMI-Vergleich für Auswanderer und Expats

Kanadas staatliches Medicare greift nicht vom ersten Tag an – und hat erhebliche Lücken. Wer als Auswanderer oder Expat ohne passende internationale Krankenversicherung ankommt, riskiert fünfstellige Rechnungen. Hier findest du den strukturierten Anbietervergleich für deine Situation.

  • 3 Monate Wartezeit in den meisten Provinzen
  • ab 80 € monatliche IPMI-Prämie
  • 7 Anbieter im Expat-Vergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
Über den AutorSchließen
Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Wartezeit trifft fast alle Provinzen. In acht von zehn Provinzen gilt eine Wartezeit von bis zu drei Monaten, bevor Medicare greift. Nur Alberta und British Columbia haben sie abgeschafft.
  • Medicare lässt echte Lücken offen. Zahnbehandlungen, Medikamente außerhalb des Krankenhauses, Psychotherapie und Rettungstransporte sind vom staatlichen System nicht abgedeckt – auch nach der Wartezeit.
  • Reisekrankenversicherung reicht nicht. Wer seinen Wohnsitz nach Kanada verlegt, verliert den Schutz klassischer Reiseversicherungen oder riskiert Leistungsverweigerung bei Schadensfall.
  • Vorerkrankungen sind keine Sackgasse. Über anonyme Risikovoranfragen lässt sich prüfen, welcher Anbieter zu welchen Konditionen versichert – ohne Eintrag in der Versicherungshistorie.
  • USA-Ausschluss senkt die Prämie deutlich. Wer die USA explizit aus der Deckung ausschließt, spart bei IPMI-Tarifen erheblich – für Kanada-Expats ohne regelmäßige US-Reisen eine empfehlenswerte Stellschraube.
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Wartezeit-Falle beim Grenzübergang
Wer im Oktober nach Ontario einreist, ist dort erst ab Januar durch Medicare geschützt. Ein einziger Krankenhausaufenthalt kostet in Kanada schnell mehrere Tausend Dollar. Diese Lücke ist selbst zu tragen – ohne IPMI komplett auf eigene Kosten.
KANADISCHES GESUNDHEITSSYSTEM

Was Medicare leistet – und wo es aufhört

Das provinzielle System schützt solide – aber nicht vollständig. Diese Lücken betreffen jeden Auswanderer.

Wie Medicare funktioniert und wo die Wartezeit beginnt

Provinziell organisiert, bis zu drei Monate Wartezeit – eine Falle für Neuankömmlinge.

Das kanadische Gesundheitssystem ist provinziell organisiert: Jede der zehn Provinzen verwaltet ihre eigene Krankenversicherung. Das klingt flexibel, hat aber eine entscheidende Konsequenz für Neuankömmlinge: In den meisten Provinzen gilt eine Wartezeit von bis zu drei Monaten, bevor der Versicherungsschutz einsetzt.

Nur Alberta und British Columbia haben diese Wartezeit offiziell abgeschafft. In allen anderen Provinzen – darunter Ontario und Quebec, die bevölkerungsreichsten – bist du in dieser Zeit für sämtliche Behandlungskosten selbst verantwortlich.

Was Medicare nicht abdeckt: Die echten Kostenfallen

Zähne, Medikamente, Rettungstransporte – alles auf eigene Rechnung.

Selbst nach Ablauf der Wartezeit ist Medicare kein Rundum-sorglos-Paket. Das System übernimmt Arztbesuche bei zugelassenen Medizinern, stationäre Krankenhausbehandlungen im Mehrbettzimmer und die Notfallversorgung. Alles darüber hinaus liegt beim Einzelnen.

  • Zahnbehandlungen jeder Art (außer bestimmten Notfall-OPs im Krankenhaus)
  • Sehhilfen und Augenuntersuchungen für Erwachsene
  • Verschreibungspflichtige Medikamente außerhalb des Krankenhauses
  • Krankentransporte und Rettungswagen (mehrere hundert Dollar)
  • Physiotherapie, Psychotherapie und alternative Heilmethoden
  • Einzelzimmer im Krankenhaus
  • Rücktransport nach Deutschland im Notfall

Reisekrankenversicherung vs. IPMI: Der entscheidende Unterschied

Wer seinen Wohnsitz verlagert, verliert den Schutz klassischer Reiseprodukte.

Reisekrankenversicherungen sind für vorübergehende Aufenthalte konzipiert – oft nur bis zu 90 Tagen, maximal einem Jahr. Sie decken Notfälle ab, aber keine Vorsorge, keine chronischen Erkrankungen und keine geplanten Behandlungen. Sobald du deinen Wohnsitz nach Kanada verlegst, kannst du den Anspruch auf diese Produkte verlieren – oder der Versicherer verweigert im Schadensfall die Leistung, weil du nicht mehr als Reisender giltst.

Internationale private Krankenversicherungen (IPMI) sind explizit für Menschen konzipiert, die dauerhaft oder langfristig im Ausland leben. Sie bieten Laufzeiten ohne starre Reisedauer-Beschränkung, Abdeckung von Vorsorge und chronischen Erkrankungen, freie Arzt- und Krankenhauswahl sowie weltweite Portabilität bei einem späteren Umzug.

PRODUKTVERGLEICH

Reisekrankenversicherung vs. IPMI: Was wirklich passt

Für Work-and-Travel bis zwölf Monate kann eine hochwertige Langzeit-Reiseversicherung reichen. Wer dauerhaft in Kanada lebt, braucht IPMI.

Reisekrankenversicherung

Für kurzfristige Aufenthalte bis 12 Monate
  • Maximale LaufzeitMeist 90 Tage, max. 12 Monate
  • WohnsitzverlagerungKann Leistungsverweigerung auslösen
  • Chronische ErkrankungenIn der Regel ausgeschlossen
  • VorsorgeuntersuchungenNicht abgedeckt
  • Portabilität weltweitKein globaler Schutz bei Weiterzug
  • Zahnschutz zubuchbarSelten oder gar nicht möglich

IPMI (Expat-Krankenversicherung)

Für dauerhaften oder langfristigen Aufenthalt
  • Maximale LaufzeitUnbegrenzt, keine Reisedauer-Beschränkung
  • WohnsitzverlagerungExplizit für Wohnsitz im Ausland konzipiert
  • Chronische ErkrankungenAbgedeckt (je nach Tarif und Underwriting)
  • VorsorgeuntersuchungenVollständig inkludiert
  • Portabilität weltweitWeltweiter Schutz auch bei Weiterzug
  • Zahnschutz zubuchbarAls optionaler Baustein zubuchbar
ANBIETER-VERGLEICH

Die wichtigsten IPMI-Anbieter für Kanada im Überblick

Nicht alle Anbieter sind für Kanada-Expats gleich gut geeignet. Hier sind die relevantesten Optionen nach Zielgruppe sortiert.

Cigna Global
Modularer Tarif Global Health Options – ambulant, Zahn und Sehkraft optional zubuchbar.
ZielgruppeAuswanderer, Familien, Pendler zwischen Kanada und Deutschland
ab/Monatab 80 €
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April International
IPMI-Spezialist mit attraktiven Preisen und starker Präsenz in Nordamerika.
ZielgruppeAuswanderer mit befristetem Vertrag, preissensible Expats
ab/Monatab 80 €
Details →
Foyer Global Health
Luxemburgischer Anbieter mit pragmatischen Lösungen auch bei Vorerkrankungen.
ZielgruppeExpats mit Vorerkrankungen, die Transparenz über Ausschlüsse suchen
ab/Monatab 90 €
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Morgan Price
Britischer IPMI-Spezialist mit wettbewerbsfähigen Preisen und hoher Flexibilität.
ZielgruppeKanada-Expats mit begrenztem Budget und Wunsch nach mehr als Basisschutz
ab/Monatab 80 €
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PassportCard
Direkte Bezahlung per Karte – kein Auslegen, kein Rechnungseinreichen.
ZielgruppeExpats, die administrativen Aufwand minimal halten wollen
ab/Monatab ca. 98 €
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Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
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BDAE
Spezialist für Deutsche im Ausland — attraktive Tarife, gute Beratungsqualität.
ZielgruppeDeutsche Auswanderer, Rentner im Ausland, wohnsitzlose Versicherte
ab/Monatab ca. 90 €
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Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
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Genki
App-first, monatlich kündbar, kein fester Wohnsitz nötig.
ZielgruppeDigital Nomads, Grenzgänger mit flexibler Basis
ab/Monatab ca. 79 €
Details →
MAWISTA
Kurzzeit- und Schengen-ready, einfacher Abschluss ab 1 Monat.
ZielgruppeStudierende, Au-pairs, Praktikanten, Sprachaufenthalte
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
KOSTENFAKTOREN

Was eine IPMI für Kanada wirklich kostet

Die Prämie hängt stark von Alter, Selbstbehalt und Leistungsumfang ab. Diese Richtwerte geben Orientierung.

ab 80 €
Monatlich (25–35 Jahre, Basis)Junger Erwachsener mit Basisdeckung, ohne Zahnschutz, mit moderatem Selbstbehalt.
130–190 €
Monatlich (35–50 Jahre, mittel)Mittlere Deckung, ambulant und stationär, optionaler Zahnbaustein.
350–600 €
Monatlich (Familie, 4 Personen)Zwei Erwachsene plus zwei Kinder, Familientarif mit Mengenrabatt.
bis –40 %
Prämienersparnis durch SelbstbehaltEin jährlicher Selbstbehalt von 500–2.000 € senkt die Prämie deutlich.
20–60 €
Extra monatlich für ZahnschutzOptionaler Zahnbaustein – in Kanada besonders sinnvoll, da Medicare Zähne nicht abdeckt.
FÜR WEN WELCHER SCHUTZ

Wer braucht welche Absicherung in Kanada?

Auswanderer mit dauerhafter Niederlassung
Vollwertige IPMI mit breitem Leistungsumfang: Wartezeit überbrücken, Medicare-Lücken schließen, weltweit portabel bleiben. Erste Wahl: Cigna Global, Allianz Care, AXA Global Healthcare.
Expats mit befristetem Arbeitsvertrag (1–5 Jahre)
Flexible IPMI-Tarife, die sich anpassen oder kündigen lassen. APRIL International und Morgan Price bieten hier attraktive Konditionen ohne langfristige Bindung.
Work-and-Travel-Reisende
Für Working-Holiday-Visa-Inhaber bis 12 Monate kann eine hochwertige Langzeit-Reiseversicherung reichen – nur wenn sie explizit Wohnsitzverlagerung abdeckt. Kleingedrucktes genau prüfen.
Familien mit Kindern
Familientarife mit Mengenrabatt prüfen. Kindervorsorge und Impfungen sollten abgedeckt sein. Kinder sind in der Regel günstiger zu versichern als Erwachsene.
Senioren ab 60 Jahren
Prämien steigen ab 50 Jahren stark. Vorerkrankungen sind häufiger. Anonyme Risikovoranfrage ist hier unbedingt empfehlenswert, bevor ein offizieller Antrag gestellt wird.
SCHRITT FÜR SCHRITT

Der richtige Zeitplan für deine Kanada-Absicherung

Timing ist entscheidend – wer zu spät handelt, riskiert Versicherungslücken zwischen zwei Systemen.

  1. 1
    3–6 Monate vor der AusreisePlanungsphase

    Informiere dich über die Wartezeit in deiner Zielprovinz. Hole Angebote für IPMI-Tarife ein. Kläre den Status deiner deutschen Krankenversicherung (GKV oder PKV). Stelle bei Vorerkrankungen anonyme Risikovoranfragen – ohne Eintrag in der Versicherungshistorie.

  2. 2
    6–8 Wochen vor der AusreiseAbschlussphase

    Entscheide dich für einen Tarif und schließe die IPMI ab. Stelle sicher, dass der Schutz ab dem ersten Tag in Kanada gilt. Kläre, ob die deutsche Krankenversicherung während der Übergangszeit noch greift.

  3. 3
    Direkt nach der Ankunft in KanadaAnmeldephase

    Melde dich umgehend bei der provinziellen Krankenversicherungsbehörde an. Bewahre alle medizinischen Belege und Rechnungen sorgfältig auf. Dokumentiere dein Anmeldedatum – ab diesem Zeitpunkt läuft die Wartezeit.

  4. 4
    Nach Ablauf der WartezeitOptimierungsphase

    Prüfe, welche Leistungen du durch Medicare erhältst – und welche Lücken die IPMI weiterhin schließen sollte. Zahnschutz, Medikamente und Psychotherapie bleiben dauerhaft ungedeckt. Passe deinen Tarif bei Bedarf an.

VORERKRANKUNGEN

Mit Vorerkrankungen nach Kanada: Drei Wege zur Absicherung

Vorerkrankungen führen nicht automatisch zum Ausschluss – wenn man die richtige Strategie wählt.

Vollständige medizinische Zeichnung (FMU): Maximale Klarheit

Individuelle Prüfung der Krankengeschichte – gibt volle Sicherheit über den Deckungsumfang.

Beim Full Medical Underwriting prüft der Versicherer die gesamte Krankengeschichte und entscheidet individuell. Vorerkrankungen können ausgeschlossen, mit Aufpreis versichert oder – bei leichteren Erkrankungen – vollständig akzeptiert werden.

Dieses Modell bietet die meiste Klarheit: Du weißt vor Vertragsabschluss genau, was gedeckt ist und was nicht. Für Kanada-Expats mit mehreren Vorerkrankungen ist FMU oft die bessere Strategie als das Moratorium, weil es keine zweijährige Unsicherheitsphase gibt.

Moratoriumsprinzip: Kein Fragebogen, aber Wartezeit

Keine Gesundheitsprüfung beim Abschluss – dafür 24 Monate Ausschluss für bekannte Beschwerden.

Beim Moratorium werden Vorerkrankungen der letzten fünf Jahre zunächst ausgeschlossen. Bist du in den ersten zwei Jahren der Versicherungslaufzeit beschwerdefrei, werden diese Erkrankungen automatisch in die Deckung aufgenommen.

Dieses Modell erfordert keine detaillierte Gesundheitsprüfung beim Abschluss, schafft aber anfänglich Unsicherheit. Wer genau weiß, dass eine bestimmte Vorerkrankung in den nächsten zwei Jahren kein Problem sein wird, kann damit gut fahren.

Anonyme Risikovoranfrage: Keine Ablehnung in der Akte

Der sicherste erste Schritt – prüft Optionen ohne Risiko für die Versicherungshistorie.

Bevor du einen offiziellen Antrag stellst, kannst du über einen Makler eine anonyme Voranfrage bei mehreren Versicherern stellen. So erfährst du, welcher Anbieter deine Vorerkrankung zu welchen Konditionen versichern würde – ohne dass eine Ablehnung in deiner Versicherungshistorie vermerkt wird.

Das ist besonders wertvoll, wenn du mit einer Ablehnung rechnen musst. Wer direkt bei einem Anbieter anfrägt und abgelehnt wird, trägt diesen Eintrag dauerhaft in seiner Akte. Wer über einen Makler mit Marktzugang zu mehr als 200 Anbietern vorgeht, behält die Kontrolle über den Prozess.

VERGLEICHSKRITERIEN

Worauf du beim IPMI-Vergleich achten solltest

Preisvergleiche allein führen in die Irre. Diese Kriterien entscheiden über den echten Mehrwert eines Tarifs.

  • Leistungsumfang und AusschlüsseSind Zahnbehandlungen zubuchbar? Ist psychische Gesundheitsversorgung abgedeckt? Gibt es Sublimits für einzelne Leistungsbereiche?
  • Netzwerk und direkte AbrechnungArbeitet der Versicherer mit kanadischen Kliniken direkt zusammen? Direkte Abrechnung spart Vorleistung und administrativen Aufwand.
  • Portabilität bei WeiterzugEchte IPMI-Tarife sind weltweit portabel – kein Neuabschluss und kein Verlust von Anwartschaften bei einem Umzug in ein weiteres Land.
  • Prämienentwicklung und StabilitätHistorische Prämiensteigerung der letzten fünf Jahre abfragen. Günstige Einstiegsprämien mit starker Steigerung können teurer werden als solide Tarife.
  • Deutschsprachiger KundenserviceIm Krankheitsfall zählt erreichbarer Service in der Muttersprache. Prüfe, ob ein deutschsprachiger Kundendienst rund um die Uhr verfügbar ist.
  • Deckungssumme und SublimitsFür Kanada reicht eine Deckung von 1–2 Mio. Euro in der Regel aus. Wichtig: Sublimits für Zahn, Krankenrücktransport und Psychotherapie prüfen.
Insurancy Beratungsteam
BERATUNGSHINWEIS
Wer bei Vorerkrankungen direkt bei einem einzigen Anbieter anfrägt und abgelehnt wird, trägt diesen Eintrag dauerhaft in seiner Versicherungshistorie. Die anonyme Voranfrage über einen Makler ist kein Komfort – sie ist Strategie.
Insurancy Beratungsteam · Zertifizierte Versicherungsmakler nach §34d GewO – Spezialisierung internationale Krankenversicherung
HÄUFIGE FRAGEN

Internationale Krankenversicherung Kanada: Offene Fragen beantwortet

Welche Provinzen haben keine Wartezeit für Medicare?
Alberta und British Columbia haben die dreimonatige Wartezeit für Medicare offiziell abgeschafft. In allen anderen Provinzen – darunter Ontario und Quebec – gilt weiterhin eine Wartezeit von bis zu drei Monaten. Wer also nach Toronto oder Montreal zieht, muss diese Phase zwingend durch eine IPMI oder andere private Absicherung überbrücken.
Was kostet eine internationale Krankenversicherung für Kanada im Monat?
Die Prämie hängt stark von Alter, Selbstbehalt und gewähltem Leistungsumfang ab. Als Richtwert: Junge Erwachsene (25–35 Jahre) zahlen ab ca. 80 Euro monatlich für einen Basisschutz. Für eine Person zwischen 35 und 50 Jahren mit mittlerer Deckung sind 130–190 Euro realistisch. Familien mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern planen 350–600 Euro ein. Ein höherer Selbstbehalt (500–2.000 Euro jährlich) kann die Prämie um bis zu 40 Prozent senken.
Kann ich meine IPMI-Prämie senken, indem ich die USA aus der Deckung ausschließe?
Ja, und das ist für viele Kanada-Expats eine sehr sinnvolle Stellschraube. Die USA-Abdeckung treibt IPMI-Prämien erheblich in die Höhe, da medizinische Kosten dort extrem hoch sind. Wer keine regelmäßigen US-Reisen plant, sollte diesen Ausschluss aktiv ansprechen. Die Ersparnis ist je nach Anbieter und Tarif erheblich.
Was passiert mit meiner deutschen GKV, wenn ich nach Kanada auswandere?
Wer dauerhaft ins Ausland zieht und den deutschen Wohnsitz aufgibt, verliert in der Regel den Anspruch auf die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland. Eine Rückkehroption in die GKV ist unter bestimmten Umständen möglich, aber nicht garantiert. Diesen Punkt solltest du vor der Ausreise verbindlich klären – am besten mit einem Fachberater, der beide Systeme kennt.
Deckt die IPMI auch Behandlungen in Deutschland ab, wenn ich zu Besuch bin?
Das hängt vom gewählten Tarif ab. Viele IPMI-Produkte schließen Leistungen im Heimatland Deutschland aus oder begrenzen sie auf Notfallbehandlungen. Einige Tarife bieten eine optionale Heimatlandabdeckung für Besuche – typischerweise bis zu sechs Wochen pro Jahr. Wer regelmäßig nach Deutschland reist, sollte diesen Baustein beim Abschluss konkret ansprechen.
Wie werden Vorerkrankungen bei internationalen Krankenversicherungen für Kanada behandelt?
Vorerkrankungen führen nicht automatisch zum Ausschluss. Es gibt drei gängige Modelle: Beim Full Medical Underwriting (FMU) prüft der Versicherer individuell und entscheidet über Ausschlüsse oder Zuschläge. Beim Moratoriumsprinzip werden Vorerkrankungen der letzten fünf Jahre zunächst zwei Jahre ausgeschlossen. Die strategisch sicherste Option ist die anonyme Risikovoranfrage über einen Makler – sie zeigt Optionen, ohne eine Ablehnung in der Versicherungshistorie zu hinterlassen.
Sind Zahnbehandlungen in Kanada durch Medicare oder die IPMI abgedeckt?
Medicare deckt Zahnbehandlungen in der Regel nicht ab – lediglich bestimmte Notfall-OPs im Krankenhaus können eine Ausnahme sein. Eine Wurzelbehandlung oder Zahnprothese kostet in Kanada schnell 2.000 kanadische Dollar oder mehr. Bei den meisten IPMI-Anbietern ist Zahnschutz als optionaler Baustein zubuchbar und kostet zwischen 20 und 60 Euro monatlich extra.
Kann ich die IPMI behalten, wenn ich nach Kanada nach einigen Jahren in ein anderes Land weiterziehe?
Ja – das ist einer der zentralen Vorteile einer echten IPMI gegenüber länderspezifischen Lösungen. Seriöse internationale Tarife von Anbietern wie Cigna, Allianz Care oder AXA sind weltweit portabel. Du musst keine neue Versicherung abschließen und verlierst keine Anwartschaften, wenn du von Kanada nach Australien, in die Schweiz oder in ein anderes Land weiterziehst.

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