Das kenianische Gesundheitssystem gliedert sich in drei Sektoren: öffentliche Einrichtungen, private Non-Profit- und Missionseinrichtungen sowie private gewinnorientierte Kliniken. Für Expats sind letztere in der Regel die einzige Option, die westlichen Qualitätsstandards nahekommen – und diese Kliniken verlangen Zahlung im Voraus, ohne Versicherungsnachweis.
Außerhalb von Nairobi und den größeren Städten ist die medizinische Infrastruktur deutlich schwächer – auch in mittelgroßen Städten. Das Auswärtige Amt empfiehlt ausdrücklich, komplexe Eingriffe und planbare Operationen in Europa durchführen zu lassen. Medizinische Evakuierungen sind damit keine Worst-Case-Planung, sondern eine reale Anforderung.
Nur ein kleiner Teil der kenianischen Bevölkerung hat überhaupt eine Krankenversicherung; Selbstzahlung ist die gesellschaftliche Norm. Wer als Expat ohne IPMI in dieses System fällt, trägt sämtliche Kosten selbst – und das bei privaten Kliniken auf Nairobi-Preisniveau.