Sierra Leone ist ein Land mit einem erheblichen Spektrum tropischer Infektionskrankheiten. Malaria ist das größte Gesundheitsrisiko für Expats: Die Übertragungsrate ist ganzjährig hoch, und ohne konsequente Prophylaxe und schnellen Zugang zur Behandlung kann ein Malariaanfall lebensbedrohlich werden.
Hinzu kommen Typhus, Hepatitis A und B, Gelbfieber (Impfung ist Einreisepflicht), Tollwut sowie das Risiko von Lassa-Fieber, das in der Region endemisch ist. Ebola-Ausbrüche, die Sierra Leone zwischen 2014 und 2016 schwer getroffen haben, haben das Gesundheitssystem dauerhaft geschwächt. Das Risiko erneuter Ausbrüche hämorrhagischer Fieber bleibt latent vorhanden.
Selbst eine vergleichsweise banale Erkrankung wie eine Darminfektion oder eine Malaria-Episode kann schnell eine Behandlung erfordern, die lokal nicht adäquat geleistet werden kann. Eine IPMI mit expliziter Evakuierungsdeckung ist keine Komfortoption – sie ist medizinische Notwendigkeit.