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Internationale Krankenversicherung für St. Vincent und die Grenadinen

Wer dauerhaft auf St. Vincent lebt, braucht mehr als eine Reisepolice. Dieser Vergleich zeigt Ihnen 12 IPMI-Anbieter im Überblick, erklärt ehrliche Kosten und zeigt den sicheren Weg zur Absicherung – auch bei Vorerkrankungen.

  • 15–50 T€ Evakuierungskosten
  • 12 Anbieter IPMI im Vergleich
  • 1 Krankenhaus Milton Cato, Kingstown
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Reisepolice reicht nicht aus. Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist für Langzeitaufenthalte strukturell ungeeignet – sie schließt Hauptwohnsitz im Ausland und Routineversorgung häufig aus.
  • Evakuierung ist reales Risiko. Das Milton Cato Memorial Hospital ist das einzige vollständige Krankenhaus. Schwere Fälle erfordern Evakuierung nach Barbados oder in die USA – Kosten schnell über 15.000 EUR.
  • Vorerkrankungen kein IPMI-Aus. Mit anonymer Risikovoranfrage vor dem formalen Antrag schützen Sie sich vor HIS-Pool-Eintrag und finden die Konditionen, die zu Ihrem Gesundheitsprofil passen.
  • Anbieterwahl ist Profilsache. Allianz Care, BDAE, April International und weitere 9 Anbieter unterscheiden sich erheblich in Preis, Netzwerk und Eignung für individuelle Profile.
  • USA-Deckung sorgfältig prüfen. Von St. Vincent ist eine medizinische Evakuierung in die USA realistisch. Wer die USA aus dem Deckungsgebiet ausschließt, spart Prämie – trägt aber ein konkretes Risiko.
Mit KI zusammenfassen
Auswärtiges Amt empfiehlt Rücktransport-Deckung
Das Auswärtige Amt empfiehlt ausdrücklich den Abschluss einer Krankenversicherung, die auch einen Rücktransport im Notfall abdeckt. Auf den kleineren Grenadinen – Bequia, Mustique, Canouan – existieren nur Basisgesundheitsstationen. Bei schwerwiegenden Erkrankungen ist eine Evakuierung nach Barbados oder in die USA unausweichlich. Ohne entsprechende Deckung tragen Auswanderer dieses Risiko vollständig selbst.
PRODUKTVERGLEICH

IPMI versus Reise-Krankenversicherung

Beide Produkte klingen ähnlich – decken aber fundamental unterschiedliche Lebensrealitäten ab. Für Auswanderer nach St. Vincent ist nur eine Option sinnvoll.

Reise-Krankenversicherung

Für vorübergehende Aufenthalte mit Heimatbasis Deutschland
  • LaufzeitMeist 6–12 Monate Maximallaufzeit
  • Hauptwohnsitz AuslandHäufig ausgeschlossen oder stark eingeschränkt
  • Ambulante RoutineversorgungHäufig ausgeschlossen, nur Notfallbehandlung
  • Medizinische EvakuierungRücktransport nach Deutschland – nicht zum nächsten Krankenhaus
  • VorerkrankungenStandardmäßig ausgeschlossen
  • ZahnbehandlungNur Notfallbehandlung, kein umfassender Schutz

Internationale Krankenversicherung (IPMI)

Für Auswanderer und Langzeitexpats mit Lebensmittelpunkt St. Vincent
  • LaufzeitUnbegrenzt, jährlich verlängerbar
  • Hauptwohnsitz AuslandKernzielgruppe – explizit für Auswanderer konzipiert
  • Ambulante RoutineversorgungEnthalten je nach Tarif, auch beim Allgemeinmediziner
  • Medizinische EvakuierungEvakuierung zum nächsten geeigneten Krankenhaus (z. B. Barbados)
  • VorerkrankungenIndividuell verhandelbar, mit FMU oder Moratorium
  • ZahnbehandlungUmfassende Zahnpakete optional zubuchbar
ANBIETER-VERGLEICH

12 IPMI-Anbieter für St. Vincent und die Grenadinen

Nicht jeder Anbieter passt zu jedem Profil. Hier die wichtigsten Optionen – von Marktführern bis zu Spezialisten für Karibik-Expats.

April International
Digitaler Spezialist mit 40+ Jahren Erfahrung – stark für gesunde Expats, begrenzt bei komplexen Vorerkrankungen.
ZielgruppeGesunde Expats unter 45 Jahren
ab/Monatab 80 €
Details →
BDAE
Institution für Deutsche im Ausland – Einzel- und Gruppenversicherung, langjährige Karibik-Erfahrung.
ZielgruppeSelbstständige und Freiberufler
ab/Monatab 90 €
Details →
Cigna Global
Hohe Deckungssummen und Direktabrechnungsnetzwerk – relevant für Evakuierungen in die USA.
ZielgruppeExpats mit USA-Evakuierungsbedarf
ab/Monatab 120 €
Details →
Foyer Global Health
Luxemburgischer Anbieter mit europäischer Rechtsgrundlage – wettbewerbsfähige Prämien für EU-Bürger.
ZielgruppeEU-Bürger mit Europa-Bezug
ab/Monatab 95 €
Details →
PassportCard
Innovatives Debitkarten-Modell ohne Vorleistung – keine Erstattungsprozesse, direkte Zahlung beim Arzt.
ZielgruppeDigitale Nomaden, Bürokratiemüde
ab/Monatab 85 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
Genki
App-first, monatlich kündbar, kein fester Wohnsitz nötig.
ZielgruppeDigital Nomads, Grenzgänger mit flexibler Basis
ab/Monatab ca. 79 €
Details →
MAWISTA
Kurzzeit- und Schengen-ready, einfacher Abschluss ab 1 Monat.
ZielgruppeStudierende, Au-pairs, Praktikanten, Sprachaufenthalte
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
Morgan Price
Britischer IPMI-Anbieter, hohe stationäre Deckungssummen.
ZielgruppeFamilien, Langzeit-Auslandsaufenthalte
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
ANBIETER IM DETAIL

April, BDAE und Allianz Care: Direkter Wettbewerbsvergleich

Die drei meistgefragten IPMI-Anbieter für Karibik-Aufenthalte im ehrlichen Vergleich – mit konkreten Stärken, Schwächen und idealen Zielprofilen.

April International im Vergleich

Digital stark, bei Vorerkrankungen strukturell begrenzt – wann lohnt sich April?

April International positioniert sich als digitaler Spezialist mit über 40 Jahren Erfahrung und wirbt mit reibungsloser Online-Abwicklung. Für gesunde Expats unter 45 Jahren bietet April ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – der Antragsprozess ist schnell, die Tarife transparent strukturiert.

Die strukturelle Schwäche zeigt sich bei komplexen Profilen: Wer Vorerkrankungen hat oder individuelle Risikoprüfung benötigt, stößt beim digitalen Prozess an Grenzen. April eignet sich nicht als erste Wahl für Auswanderer mit Gesundheitshistorie – hier ist ein Makler mit Direktzugang zum Underwriting überlegen.

Im Vergleich zu Allianz Care liegt April preislich günstiger, bietet aber ein kleineres Direktabrechnungsnetzwerk. Im Vergleich zum BDAE fehlt die Spezialisierung auf Deutsche im Ausland als institutioneller Rückhalt.

  • Ideal: Gesunde Expats unter 45, einfaches Profil, digitaler Workflow bevorzugt
  • Einschränkung: Vorerkrankungen erfordern individuelle Beratung außerhalb des Online-Prozesses
  • Wettbewerbsvorteil: Preis-Leistung im Einstiegssegment, schnelle Police

BDAE im Vergleich

Deutsche Institution mit Karibik-Erfahrung – was unterscheidet den BDAE von kommerziellen Anbietern?

Der BDAE ist kein klassischer Versicherer, sondern ein Verband mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Absicherung Deutscher im Ausland. Das macht ihn zu einer ungewöhnlichen, aber soliden Option: Die Tarife sind auf Expat-Lebensrealitäten zugeschnitten, die Beratungsqualität ist hoch.

Für Selbstständige und Freiberufler auf St. Vincent ist der BDAE besonders interessant – Gruppenversicherungslösungen und flexible Einzeltarife ermöglichen Absicherung auch ohne festes Arbeitsverhältnis. Die Karibik-Erfahrung des Verbands bedeutet, dass Nischendestinationen wie St. Vincent kein Fremdwort sind.

Im Vergleich zu Allianz Care ist der BDAE günstiger und persönlicher, im Vergleich zu April International institutionell stabiler. Schwäche: Die digitale Infrastruktur ist weniger ausgebaut als bei spezialisierten InsurTech-Anbietern.

  • Ideal: Selbstständige, Freiberufler, Menschen mit Bedarf an persönlicher Beratung
  • Stärke: Institutionelle Karibik-Kompetenz, flexible Tarife für Deutsche im Ausland
  • Schwäche: Digitale Abwicklung weniger komfortabel als bei April oder PassportCard

Allianz Care im Vergleich

Marktführer mit Premiumpreis – wann rechtfertigt sich die höhere Prämie?

Allianz Care (ehemals Allianz Worldwide Care) gehört zu den bekanntesten Namen im IPMI-Segment weltweit. Das weltweite Netzwerk an Partnerkliniken ist eines der größten am Markt – relevant für Evakuierungen, die von St. Vincent aus sowohl nach Barbados als auch in die USA führen können.

Die Evakuierungsdeckung ist bei Allianz Care standardmäßig enthalten, nicht optional. Für Auswanderer, die keinen Kompromiss bei der Absicherung eingehen wollen, ist das ein klarer Vorteil gegenüber Anbietern, die Evakuierung als Zusatzmodul verkaufen.

Der Nachteil liegt im Preis: Allianz Care liegt im oberen Preissegment. Für einfache Profile ohne Vorerkrankungen kann die Mehrprämie gegenüber BDAE oder April unbegründet erscheinen. Bei komplexen Fällen – höheres Alter, Vorerkrankungen, Familien – rechtfertigt sich die finanzielle Solidität des Konzerns jedoch oft.

  • Ideal: Expats mit hohem Sicherheitsbedürfnis, ältere Auswanderer, komplexe Familienprofile
  • Stärke: Weltweites Netzwerk, Evakuierung Standard, maximale finanzielle Sicherheit
  • Einschränkung: Höchste Prämien im Vergleich, Kundenservice bei Einzelfällen nicht immer individuell

Weitere Wettbewerber: Was Perspektive Ausland und das Auswärtige Amt empfehlen

Informationsquellen einordnen – was leisten generische Ratgeberseiten wirklich?

Das Auswärtige Amt liefert grundlegende Sicherheitshinweise und empfiehlt ausdrücklich eine Krankenversicherung mit Rücktransport-Deckung für St. Vincent. Was es nicht liefert: konkrete Anbietervergleiche, Prämienstufen oder Wege für Vorerkrankungsfälle. Die Empfehlung des Auswärtigen Amtes ist der Ausgangspunkt – nicht das Ziel der Recherche.

Portale wie Perspektive Ausland behandeln das Thema Krankenversicherung im Kontext des Auswanderns nach St. Vincent meist oberflächlich. Der Vergleich 'Grenada oder St. Vincent' bewertet Gesundheitssystem-Aspekte allgemein, ohne auf IPMI-Produkte, Tarifstrukturen oder Vorerkrankungsstrategien einzugehen.

Reiseblogs und digitale Nomaden-Portale (wie 'Arbeiten von unterwegs') fokussieren auf Lifestyle und Visa – die Versicherungsinformationen dort sind für kurzfristige Aufenthalte brauchbar, für Langzeitauswanderer aber strukturell unvollständig. Insurancy schließt diese Lücke mit anbieterneutralem Vergleich und Spezialisierung auf komplexe Profile.

  • Auswärtiges Amt: Pflichtlektüre für Sicherheitshinweise, kein Ersatz für Anbietervergleich
  • Perspektive Ausland: Allgemeiner Auswanderer-Überblick, keine IPMI-Tiefe
  • Reiseblogs: Nomaden-optimiert, für Langzeitauswanderer strukturell unzureichend
SCHRITT FÜR SCHRITT

Vom ersten Gedanken zur richtigen IPMI – Ihr Weg zur Absicherung

Besonders bei Vorerkrankungen ist die Reihenfolge entscheidend. Wer den falschen Schritt zuerst macht, riskiert einen HIS-Pool-Eintrag.

  1. 1
    Gesundheitsdokumentation zusammenstellen

    Sammeln Sie alle relevanten Unterlagen: Arztbriefe, Befunde, aktuelle Medikamentenliste, Krankenhausberichte der letzten 5–10 Jahre. Je vollständiger die Basis, desto präziser die Risikoeinschätzung.

  2. 2
    Anonyme Risikovoranfrage stellen

    Vor jedem formalen Antrag läuft die anonyme Risikovoranfrage: Ihr Profil wird – ohne Namensnennung – bei mehreren IPMI-Anbietern eingereicht. Ein abgelehnter Antrag wird im HIS-Pool gespeichert und erschwert alle künftigen Anträge. Dieser Schritt schützt Sie davor.

  3. 3
    Angebote und Konditionen vergleichen

    Sie erhalten unverbindliche Einschätzungen von mehreren Anbietern: zu welchen Konditionen eine Versicherung möglich wäre, ob Zuschläge, Ausschlüsse oder Wartezeiten anfallen. Erst jetzt können Sie seriös vergleichen.

  4. 4
    Individuellen Beratungstermin nutzen

    Ihr Insurancy-Berater analysiert die Angebote gemeinsam mit Ihnen: Welcher Anbieter passt zu Ihrem Profil? Welche Selbstbehalte senken die Prämie sinnvoll? Ist die USA-Deckung für Ihre Situation notwendig?

  5. 5
    Formalen Antrag stellen und Police abschließenRechtzeitig vor Ausreise

    Erst jetzt – mit vollständiger Klarheit über Leistungsumfang und Ausschlüsse – stellen Sie den formalen Antrag beim ausgewählten Anbieter. Die Police tritt in Kraft, bevor Sie ausreisen.

VORERKRANKUNGEN & KOSTEN

Kein IPMI-Aus: Vorerkrankungen richtig absichern

FMU, Moratorium oder anonyme Voranfrage – drei Wege zur Absicherung, die Sie kennen sollten.

Full Medical Underwriting (FMU): Volle Klarheit vor Vertragsabschluss

Alle Karten auf den Tisch – warum FMU für Vorerkrankte oft die bessere Wahl ist.

Beim Full Medical Underwriting prüft der Versicherer Ihre vollständige Krankengeschichte vor Vertragsabschluss. Jede bekannte Vorerkrankung wird individuell bewertet: Mitversicherung mit Prämienzuschlag, expliziter Ausschluss oder Wartezeit.

Der entscheidende Vorteil: Sie wissen von Anfang an exakt, was Ihre Police abdeckt. Kein böses Erwachen im Leistungsfall, keine Diskussionen mit dem Versicherer darüber, ob ein Zusammenhang mit einer früheren Erkrankung besteht.

  • Bluthochdruck (gut eingestellt): Oft mit Prämienzuschlag versicherbar
  • Diabetes Typ 2 (frühe Phase): Häufig mit Ausschluss oder Zuschlag möglich
  • Rückenprobleme: Ausschluss der betroffenen Region, übriger Schutz unberührt
  • Psychische Vorgeschichte: Sehr unterschiedlich – anonyme Voranfrage besonders wichtig
  • Krebserkrankung (in Remission): Möglich, erfordert Spezialmakler und detaillierte Prüfung

Moratorium-Underwriting: Weniger Aufwand, mehr Unsicherheit

Kein Fragebogen, aber 2 Jahre Wartezeit – was das im Ernstfall bedeutet.

Beim Moratorium-Verfahren entfällt der ausführliche Gesundheitsfragebogen. Vorerkrankungen werden pauschal für zwei Jahre von der Leistung ausgeschlossen. Treten in diesem Zeitraum keine Beschwerden in Zusammenhang mit der Vorerkrankung auf, kann der Ausschluss danach entfallen.

Die Kehrseite: Im Leistungsfall muss der Versicherte beweisen, dass kein Zusammenhang mit der Vorerkrankung besteht. Auf St. Vincent – weit von deutschen Ärzten und Unterlagen entfernt – kann das praktisch schwierig sein. Das Moratorium ist administrativ einfacher, bietet aber weniger Planungssicherheit.

  • Vorteil: Kein umfangreicher Gesundheitsfragebogen nötig
  • Nachteil: Zwei Jahre Wartefrist für vorerkrankungsbedingte Leistungen
  • Risiko: Beweislast im Leistungsfall beim Versicherten

Kosten im Überblick: Prämien realistisch einschätzen

Richtwerte nach Altersprofil – und welche Stellschrauben Sie aktiv steuern können.

Die Prämien für eine IPMI variieren erheblich nach Alter, Gesundheitszustand, Selbstbehalt und Deckungsgebiet. Folgende Richtwerte geben Orientierung: 30 Jahre, gesund: 80–130 EUR/Monat (Einstieg) bis 180–280 EUR (umfassend). 45 Jahre, gesund: 130–200 EUR bis 280–420 EUR. 55 Jahre, leichte Vorerkrankung: 200–350 EUR bis 400–650 EUR. Familie (2 Erwachsene, 1 Kind): 300–500 EUR bis 600–950 EUR.

Kostenhebel, die Sie aktiv steuern können: Ein jährlicher Selbstbehalt von 500–2.500 EUR senkt die Prämie oft um 20–40 Prozent. Wer die USA aus dem Deckungsgebiet ausschließt, spart erheblich – für St. Vincent jedoch riskant, da Evakuierungen dorthin realistisch sind. Zahnschutz, Mutterschaft und Vorsorge sind häufig optional und erhöhen die Prämie spürbar.

  • Selbstbehalt 500–2.500 EUR/Jahr: Prämienersparnis 20–40 %
  • USA-Ausschluss: Sparpotenzial, aber reales Evakuierungsrisiko für St. Vincent
  • Moduleinstieg jung: Günstigerer Beitrag, einfachere Risikoprüfung
  • Zahnschutz + Mutterschaft: Optional zubuchbar, erhöhen Prämie messbar
HIS-Pool: Warum die Reihenfolge alles entscheidet
Das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (HIS-Pool) speichert abgelehnte Anträge und ungünstige Risikoprüfungen. Ein gespeicherter Eintrag erschwert alle künftigen Antragsverfahren bei anderen Versicherern. Die anonyme Risikovoranfrage – bei der Ihr Profil ohne Namensnennung bei mehreren Anbietern eingereicht wird – schützt Sie vor diesem Risiko. Erst wenn Sie das günstigste Angebot kennen, stellen Sie den formalen Antrag. Dieser Schritt ist der wichtigste Unterschied zwischen einem Vergleichsportal und einer echten Expertenbegleitung.
HÄUFIGE FRAGEN

Ihre Fragen zur IPMI für St. Vincent – konkret beantwortet

Kann ich meine deutsche gesetzliche Krankenversicherung für einen Aufenthalt auf St. Vincent nutzen?
Nein. Die gesetzliche Krankenversicherung gilt grundsätzlich nicht für Behandlungen außerhalb der EU und weniger Vertragsstaaten. St. Vincent und die Grenadinen ist kein Vertragsstaat. Wer seinen Hauptwohnsitz ins Ausland verlegt, verliert zudem häufig den Anspruch auf GKV-Leistungen vollständig. Eine IPMI ist daher zwingend erforderlich.
Was passiert, wenn ich auf einer der kleineren Grenadinen erkranke – auf Bequia oder Mustique?
Auf den kleineren Grenadinen gibt es nur Basisgesundheitsstationen. Bei ernsteren Erkrankungen ist eine Evakuierung nach Kingstown oder direkt nach Barbados notwendig. Eine gute IPMI deckt auch den Transport zwischen den Inseln ab – prüfen Sie beim Abschluss explizit, ob inter-insulare Evakuierungen im Leistungsumfang enthalten sind.
Wie unterscheidet sich April International von BDAE und Allianz Care für St. Vincent-Auswanderer?
April International ist digital stark und preislich attraktiv für gesunde Expats unter 45 Jahren, stößt aber bei komplexen Vorerkrankungen an strukturelle Grenzen. Der BDAE bietet institutionelle Stärke für Deutsche im Ausland und eignet sich besonders für Selbstständige. Allianz Care überzeugt durch das größte weltweite Netzwerk und standardmäßige Evakuierungsdeckung, liegt aber im oberen Preissegment. Die Wahl hängt von Alter, Gesundheitsprofil und Budget ab.
Werden Evakuierungskosten von 15.000–50.000 EUR wirklich von der IPMI übernommen?
Das hängt vom Tarif ab. Viele IPMI-Policen enthalten medizinische Evakuierungen als Standardleistung, andere bieten sie als optionales Modul an. Wichtig für St. Vincent: Achten Sie darauf, dass nicht nur der Rücktransport nach Deutschland, sondern auch die Evakuierung zum nächstgelegenen geeigneten Krankenhaus – z. B. in Barbados oder in die USA – abgedeckt ist. Das ist der realistischere Notfallweg.
Ist eine IPMI für digitale Nomaden sinnvoll, die nur 6 Monate auf St. Vincent bleiben?
Ab einer Aufenthaltsdauer von mehr als 3–6 Monaten empfiehlt sich eine IPMI gegenüber einer Reisekrankenversicherung. Für kürzere Aufenthalte kann eine hochwertige Langzeit-Reisekrankenversicherung ausreichen – vorausgesetzt, sie deckt Routinebehandlungen ab und hat keine Ausschlüsse für Ihren Aufenthaltszweck. Ab Hauptwohnsitz-Verlagerung ist die IPMI die einzig sinnvolle Lösung.
Wie lange dauert es, bis eine IPMI in Kraft tritt – und wann sollte ich sie abschließen?
Für Unfälle und akute Erkrankungen gilt in der Regel sofortiger Schutz ab Vertragsbeginn. Für bestimmte Leistungen gelten Wartezeiten: 3 Monate für Zahnbehandlungen, bis zu 10 Monate für Geburten. Schließen Sie die Police rechtzeitig vor Ihrer Ausreise ab – idealerweise 4–8 Wochen vorher, damit alle Unterlagen geklärt sind.
Was rät das Auswärtige Amt konkret zur Krankenversicherung für St. Vincent?
Das Auswärtige Amt empfiehlt ausdrücklich den Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung, die auch einen Rücktransport im Notfall abdeckt. Für Langzeitaufenthalte und Auswanderer geht diese Empfehlung als Mindestanforderung. Eine spezialisierte IPMI geht deutlich darüber hinaus: Sie deckt auch Evakuierungen zum nächstgelegenen Krankenhaus, Routinebehandlungen und individuelle Vorerkrankungen ab.
Brauche ich als Rentner auf St. Vincent eine andere IPMI als ein jüngerer Expat?
Die grundlegende Produktkategorie ist dieselbe – beide Gruppen benötigen eine IPMI für Langzeitaufenthalte. Die Unterschiede liegen im Detail: Rentner haben häufig mehr Vorerkrankungen und benötigen umfangreichere Leistungen bei chronischen Erkrankungen. Die Prämien steigen mit dem Alter erheblich. Für Rentner ist die anonyme Risikovoranfrage besonders wichtig, um die günstigsten Konditionen ohne HIS-Pool-Risiko zu ermitteln.
FAZIT

Auf St. Vincent ist eine IPMI keine Option, sondern Grundvoraussetzung für sicheres Leben.

1
Die begrenzte Infrastrukturein vollständiges Krankenhaus für die gesamte Inselgruppe — macht medizinische Evakuierungen zur realen Kostenposition, nicht zur theoretischen Möglichkeit.
2
IPMI und Reisepolice sind keine austauschbaren Produkte: Für Auswanderer mit Hauptwohnsitz auf St.Vincent ist nur die IPMI strukturell geeignet.
3
Vorerkrankungen schließen eine IPMI nicht ausanonyme Risikovoranfrage und FMU ermöglichen individuellen Schutz ohne HIS-Pool-Risiko.
4
Anbieter unterscheiden sich erheblich: April, BDAE und Allianz Care sind alle seriösaber für verschiedene Profile. Professionelle Begleitung beim Abschluss macht den Unterschied im Leistungsfall.

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