Direkt zum Inhalt

Krankenversicherung für Svalbard und Jan Mayen: Vergleich für arktische Bedingungen

Abgelegen, arktisch, medizinisch unterversorgt: Wer in Svalbard oder auf Jan Mayen lebt oder forscht, braucht eine spezialisierte IPMI mit echter Evakuierungskomponente. Standardlösungen versagen hier – dieser Vergleich zeigt, worauf es wirklich ankommt.

  • 50–150 T€ Medevac-Kosten Arktis
  • Tarifzone 3 Höchste Prämienstufe
  • 12 Anbieter im Insurancy-Vergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
Über den AutorSchließen
Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Evakuierung ist Pflicht, kein Extra. Ein Medevac-Transport von Svalbard nach Oslo kostet 50.000 bis 150.000 Euro. Eine Police ohne leistungsfähige Evakuierungskomponente ist für diese Region inakzeptabel.
  • Tarifzone 3 bedeutet höhere Prämien und höheren Schutz. Svalbard und Jan Mayen werden von nahezu allen IPMI-Anbietern in die teuerste Tarifzone eingestuft. Wer durch Zonentricks spart, riskiert Unterversicherung.
  • Die EHIC reicht für Daueraufenthalte nicht aus. Die europäische Krankenversicherungskarte deckt nur Akutbehandlungen bei vorübergehenden Aufenthalten – keine Evakuierungen, keine Langzeitversorgung, keine Rücktransporte.
  • Vorerkrankungen erfordern anonyme Voranfrage. Jede dokumentierte Ablehnung erschchwert künftige Anträge. Die anonyme Risikovoranfrage verhindert negative Einträge, bevor ein formeller Antrag gestellt wird.
  • Reisekrankenversicherung ist kein Ersatz für IPMI. Kurzzeit-Policen decken maximal 45–90 Tage und keine chronischen Erkrankungen. Für Expats, Forscher und Langzeitaufenthalter ist eine vollwertige IPMI zwingend.
Mit KI zusammenfassen
Gesetzlicher Schutz endet beim Umzug nach Svalbard
Wer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Svalbard zieht, verliert in der Regel seinen gesetzlichen Krankenversicherungsschutz. Der Svalbard-Vertrag von 1920 gewährt zwar das Aufenthaltsrecht, schließt aber die meisten internationalen Expats vom norwegischen Sozialversicherungssystem aus. Ohne private IPMI besteht kein Versicherungsschutz. Jan Mayen ist militärisch verwaltet – für Zivilpersonen ist ein Aufenthalt dort die absolute Ausnahme und erfordert lückenlose Eigenabsicherung.
REGIONALE BESONDERHEITEN

Warum Svalbard und Jan Mayen eine eigene Kategorie bilden

Geografie, Infrastruktur und Rechtslage machen diese Region zur anspruchsvollsten Destination für die IPMI-Planung.

Medizinische Infrastruktur vor Ort

Das Krankenhaus Longyearbyen kann schwere Fälle nicht behandeln – Jan Mayen hat gar keine zivile Versorgung.

Die medizinische Versorgung auf Svalbard konzentriert sich auf das Krankenhaus in Longyearbyen. Für schwere Erkrankungen, komplexe Eingriffe oder intensivmedizinische Versorgung ist diese Einrichtung nicht ausgestattet. Jeder ernsthafte Fall erfordert einen Weitertransport aufs norwegische Festland oder direkt nach Oslo.

Jan Mayen verfügt über keinerlei zivile Gesundheitsinfrastruktur. Die Insel wird ausschließlich militärisch genutzt – Zivilpersonen sind dort die absolute Ausnahme und tragen das gesamte medizinische Risiko selbst.

Temperaturen bis minus 30 Grad Celsius, Polarnacht, Eisbärengebiete und arktische Stürme erhöhen das Unfallrisiko erheblich. Selbst ein vermeintlich simpler Unfall kann unter diesen Bedingungen lebensbedrohlich werden, bevor professionelle Hilfe eintrifft.

Tarifzone 3: Was das für Ihre Prämie bedeutet

Die teuerste Zoneneinstufung hat direkte Konsequenzen für Kosten und Leistungsrahmen Ihrer IPMI.

Svalbard und Jan Mayen werden von den meisten IPMI-Anbietern der Tarifzone 3 zugeordnet – gemeinsam mit Ländern wie den USA und Kanada. Diese Einstufung spiegelt den hohen logistischen Aufwand und die extremen Behandlungskosten wider.

Die Folge: Monatsprämien liegen spürbar höher als in Zone 1 oder Zone 2. Gleichzeitig sind Deckungssummen und Leistungsrahmen entsprechend großzügiger ausgelegt. Wer versucht, durch eine niedrigere Zoneneinstufung zu sparen, riskiert im Ernstfall eine gefährliche Unterversicherung.

Empfehlung: Wählen Sie einen Weltweit-Tarif oder explizit einen Tarif mit Tarifzone 3. Im Notfall kann ein Medevac-Transport auch in Länder führen, die außerhalb einer eng definierten Zone liegen – Ihr Schutz muss diesen Transport und die Folgebehandlung lückenlos abdecken.

EHIC und gesetzliche Versicherung: Grenzen der Abdeckung

Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt auf Svalbard – deckt aber entscheidende Leistungen nicht ab.

Die EHIC ist in Norwegen und grundsätzlich auch auf Svalbard gültig. Ihre Reichweite ist jedoch eng begrenzt: Sie deckt nur medizinisch notwendige Behandlungen während eines vorübergehenden Aufenthalts ab.

Nicht abgedeckt sind: Langzeitbehandlungen, Evakuierungen, Rücktransporte, Leistungen über das staatliche Mindestniveau hinaus sowie jede Form von Vorsorge. Für Daueraufenthalte oder eine Anstellung in der Region bietet die EHIC keinen tragfähigen Schutz.

Sie ersetzt keine IPMI – sie ergänzt sie allenfalls marginal in Ausnahmesituationen.

Abgrenzung: Reisekranken- versus internationale Krankenversicherung

45 oder 90 Tage Schutz reichen für Langzeitaufenthalte in der Arktis nicht ansatzweise aus.

Klassische Reisekrankenversicherungen sind auf Kurzaufenthalte bis zu 45 oder 90 Tagen ausgelegt. Sie decken akute Erkrankungen und Notfälle ab, bieten aber keine kontinuierliche medizinische Versorgung, keinen Schutz für chronische Erkrankungen und keine Vorsorgeuntersuchungen.

Eine echte IPMI – International Private Medical Insurance – bietet dagegen umfassenden Schutz für ambulante und stationäre Behandlungen, Evakuierungen, Zahnarzt und Vorsorge, dauerhaft und weltweit. Für Expats, Forscher, Bergbauarbeiter oder Expeditionsleiter in Svalbard und Jan Mayen ist sie die einzige tragfähige Absicherung.

PFLICHT-LEISTUNGSBAUSTEINE

Was Ihre IPMI für Svalbard und Jan Mayen zwingend enthalten muss

Diese Bausteine sind keine Extras – sie sind die Mindestanforderung für einen seriösen Schutz in der Arktis.

  • Evakuierung und Medevac-TransportMindestdeckung für arktische Evakuierungsflüge und Medevac-Transporte nach Oslo oder ins Heimatland – ohne Obergrenze oder mit sehr hohem Sublimit. Kosten: 50.000–150.000 Euro.
  • Stationäre Behandlung mit hoher DeckungssummeMindestens 1 Million Euro Deckungssumme für stationäre Behandlungen, inklusive Folgebehandlungen auf dem norwegischen Festland.
  • Ambulante und zahnärztliche VersorgungErstattung von Arztbesuchen in Longyearbyen sowie zahnärztliche Versorgung – auch für Langzeitaufenthalter mit laufendem Behandlungsbedarf.
  • 24/7-Notfallservice mit arktischer ErfahrungRund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit des Notfalldienstes, idealerweise mit nachgewiesener Erfahrung bei arktischen Evakuierungen und Logistik.
  • Direktabrechnung mit KrankenhäusernDamit Sie im Notfall nicht in Vorleistung treten müssen – gerade in einer Region ohne große Krankenhausinfrastruktur ist Direktabrechnung unverzichtbar.
  • Vorsorge, Medikamente und TelemedizinRegelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Medikamentenerstattung und digitale Arzttermine – denn in Longyearbyen kann ein Telemedizin-Kontakt die erste Anlaufstelle sein.
  • Rücktransport im TodesfallÜberführungskosten in das Heimatland müssen explizit mitversichert sein – prüfen Sie diese Klausel im Kleingedruckten.
  • Explizite Geltung für Svalbard und Jan MayenManche Policen schließen 'entlegene Gebiete' aus. Prüfen Sie, ob Svalbard und Jan Mayen namentlich oder geografisch klar eingeschlossen sind.
MIT VORERKRANKUNGEN ZUR IPMI

Ihr Weg zur Absicherung – auch mit Vorerkrankungen

Jede dokumentierte Ablehnung erschchwert künftige Anträge. Die richtige Reihenfolge schützt Sie vor diesem Teufelskreis.

  1. 1
    Kostenloses Erstgesprächbis 2 Stunden

    Erfassung Ihrer Situation, Ihres Aufenthaltszwecks und Ihrer Gesundheitshistorie – telefonisch oder per Video, innerhalb von zwei Stunden. Kein Verkaufsdruck, keine versteckten Gebühren.

  2. 2
    Anonyme Risikovoranfrage1–3 Werktage

    Insurancy stellt Ihre gesundheitliche Situation anonym bei relevanten Anbietern vor – ohne dass Ihr Name oder Ihre Versicherungsnummer damit verknüpft wird. So erhalten Sie ehrliche Einschätzungen zu Konditionen, bevor ein formeller Antrag gestellt wird. Kein Risiko einer dokumentierten Ablehnung.

  3. 3
    Individueller Tarifvergleich2–5 Werktage

    Konkrete Angebote aus dem Portfolio von über 200 Versicherern, zugeschnitten auf Tarifzone 3 und die Besonderheiten von Svalbard und Jan Mayen. Berücksichtigung von FMU (Full Medical Underwriting) oder Moratorium-Prinzip – je nach Ihrer Situation.

  4. 4
    Antragsbegleitung1–2 Wochen

    Insurancy begleitet Sie durch den gesamten Antragsprozess, erklärt Klauseln, prüft das Kleingedrucktes zu Evakuierungslimits und geografischen Ausschlüssen und verhandelt bei Bedarf Konditionen.

  5. 5
    Laufende Betreuung

    Auch nach Vertragsabschluss steht Ihnen ein fester Ansprechpartner zur Verfügung – auch wenn Sie sich bereits in der Arktis befinden. Leistungsmanagement und Schadenbegleitung inklusive.

UNDERWRITING-METHODEN IM VERGLEICH

FMU oder Moratorium: Welcher Weg passt bei Vorerkrankungen?

Bei IPMI-Anträgen mit Vorerkrankungen gibt es zwei grundsätzliche Wege. Welcher der richtige ist, hängt von Ihrer konkreten Situation ab.

FMU – Full Medical Underwriting

Vollständige Prüfung vor Vertragsabschluss – maximale Transparenz.
  • GesundheitsprüfungVollständiger Gesundheitsfragebogen und Auswertung der Krankengeschichte
  • VerbindlichkeitVerbindliche Aussage zu Deckung und Ausschlüssen vor Antragstellung
  • Vorerkrankungen im SchutzVorerkrankungen können mit Aufschlag oder definiertem Ausschluss gedeckt sein
  • AblehnungsrisikoOhne anonyme Voranfrage droht dokumentierte Ablehnung bei Risikoträgern
  • WartezeitSofortiger Schutz nach Vertragsabschluss, keine Wartefrist
  • PlanungssicherheitHöchste Planungssicherheit – keine bösen Überraschungen im Leistungsfall

Moratorium-Prinzip

Kein Fragebogen, aber Wartefrist für bekannte Vorerkrankungen.
  • GesundheitsprüfungKein Gesundheitsfragebogen bei Antragstellung
  • VerbindlichkeitKeine sofortige Verbindlichkeit – Leistungsanspruch bei Vorerkrankungen erst nach Ablauf der Moratoriumsfrist
  • Vorerkrankungen im SchutzVorerkrankungen nach Ablauf der Frist (meist 2 Jahre) ohne weitere Behandlung in Deckung einbezogen
  • AblehnungsrisikoKein Ablehnungsrisiko bei Antragstellung – geringere Hürde für den Einstieg
  • Wartezeit24 Monate Wartefrist für bekannte Vorerkrankungen – in dieser Zeit kein Schutz für diese Diagnosen
  • PlanungssicherheitPlanungssicherheit erst nach Ablauf der Moratoriumsfrist – Unsicherheit in der Übergangsphase
ANBIETER-VERGLEICH

Die besten IPMI-Anbieter für Svalbard und Jan Mayen

Aus über 200 Anbietern kommen für Svalbard und Jan Mayen realistisch zwölf Hauptanbieter in die engere Auswahl – die alle Tarifzone 3 abdecken und leistungsfähige Evakuierungsbausteine anbieten.

Allianz Care
Hohe Deckungssummen, globales Krankenhaus-Netzwerk und Direktabrechnung.
ZielgruppeExpats mit hohem Absicherungsbedarf
ab/Monatauf Anfrage
Details →
April International
Flexible Tarifmodule, starke Evakuierungskomponente, digitale Verwaltung.
ZielgruppeForscher und Langzeitaufenthalter
ab/Monatauf Anfrage
Details →
BDAE
Spezialisierung auf Expats, deutschsprachiger Service, individuelle Sonderlösungen.
ZielgruppeDeutschsprachige Expats mit besonderen Anforderungen
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Cigna Global
Umfangreiche Netzwerke, hohe Deckungssummen, starker Fokus auf Präventivleistungen.
ZielgruppeExpats mit Präventionsbedarf
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Foyer Global Health
Luxemburgische Finanzstabilität, breite Deckung, starke Zahnleistungen.
ZielgruppeLangzeitaufenthalter mit Zahnbedarf
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Freedom Health
Flexible Selbstbehalt-Optionen, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
ZielgruppeKostenbewusste Expats
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Genki
Digital-native, günstig für Jüngere – bei Vorerkrankungen eingeschränkt.
ZielgruppeJunge, gesunde Langzeitreisende
ab/Monatauf Anfrage
Details →
MAWISTA
Spezialisiert auf Studierende und Forscher – relevant für Forschungsaufenthalte.
ZielgruppeStudierende und Wissenschaftler
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Morgan Price
Britischer Anbieter, hohe Flexibilität, starke Notfallkomponente.
ZielgruppeExpats mit Fokus auf Notfallschutz
ab/Monatauf Anfrage
Details →
PassportCard
Direktzahlungskarte – kein Vorleistungsprinzip, besonders komfortabel im Notfall.
ZielgruppeExpats die kein Vorleistungsrisiko eingehen wollen
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Dr. Walter und HanseMerkur im Vergleich
Zwei häufig nachgefragte Anbieter im Svalbard-Kontext: Dr. Walter bietet günstigere Einstiegstarife mit soliden Basisleistungen – besonders geeignet für kürzere Langzeitaufenthalte und Forscher mit begrenztem Budget. HanseMerkur ist ein deutsches Unternehmen mit bewährtem Service und guter Kombination aus Preis und Leistung – insbesondere für Aufenthalte mit regelmäßigem Kontakt zum deutschen Gesundheitssystem interessant. Beide Anbieter sollten auf ihre Evakuierungslimits und geografischen Einschlüsse für arktische Regionen hin geprüft werden. Insurancy prüft beide Anbieter anbieterübergreifend in Ihrem individuellen Vergleich.
WORAUF SIE ACHTEN MÜSSEN

Kleingedrucktes, das in der Arktis über alles entscheiden kann

Ein Tarifvergleich auf Basis der Monatsprämie allein ist für Svalbard und Jan Mayen gefährlich. Diese Klauseln entscheiden im Ernstfall.

Evakuierungslimit und geografische Einschlüsse

Gibt es eine Obergrenze für Evakuierungskosten – und gilt die Police wirklich für entlegene Arktis-Gebiete?

Prüfen Sie, ob Ihre Police ein Evakuierungslimit enthält und wie hoch es ist. Angesichts von Medevac-Kosten zwischen 50.000 und 150.000 Euro sollte das Sublimit entsprechend hoch angesetzt sein – oder idealerweise unbegrenzt.

Manche Policen schließen 'entlegene Gebiete' oder 'Krisenregionen' aus dem Leistungsbereich aus. Stellen Sie sicher, dass Svalbard und Jan Mayen namentlich oder durch eine klare geografische Definition eingeschlossen sind – nicht nur 'Norwegen'.

Wartezeiten und Selbstbehalt-Fallen

Wartezeiten reduzieren Ihren Schutz in der Anfangsphase – hohe Selbstbehalte können bei Evakuierungen existenzbedrohend sein.

Einige IPMI-Policen sehen Wartezeiten für bestimmte Behandlungen vor – z. B. für Zahnersatz, Schwangerschaft oder psychiatrische Versorgung. Prüfen Sie diese Fristen vor Antragstellung, besonders wenn Sie in der Anfangsphase Ihres Aufenthalts auf bestimmte Leistungen angewiesen sind.

Hohe Selbstbehalte senken zwar die Monatsprämie, können bei einem Medevac-Transport oder einer längeren stationären Behandlung aber existenzbedrohend werden. Wägen Sie Selbstbehalt und Prämie sorgfältig ab – in der Arktis ist das Risiko eines sehr teuren Einzelfalls deutlich höher als in einem Metropol-Umfeld.

24/7-Notfallservice: Arktische Erfahrung entscheidet

Nicht jeder Notfalldienst kennt die Logistik einer arktischen Evakuierung.

Stellen Sie sicher, dass der Notfalldienst Ihres Anbieters wirklich rund um die Uhr erreichbar ist – und über nachgewiesene Erfahrung mit arktischen Evakuierungen verfügt. Die Koordination eines Helikopter-Einsatzes bei Polarnacht und Sturmwetter ist eine andere Aufgabe als ein Krankenhaustransport in Mitteleuropa.

Direktabrechnung ist in dieser Region besonders wichtig: Gerade weil vor Ort keine großen Krankenhäuser existieren und Transporte schnell sechsstellige Summen kosten, sollte Ihre Versicherung direkt mit den Leistungserbringern abrechnen – damit Sie im Notfall nicht in Vorleistung treten müssen.

HÄUFIGE FRAGEN

Fragen zur IPMI für Svalbard und Jan Mayen

Bin ich als Deutscher auf Svalbard gesetzlich krankenversichert?
In der Regel nicht. Wer aus Deutschland nach Svalbard zieht, verliert seinen gesetzlichen Krankenversicherungsschutz. Der Svalbard-Vertrag gewährt zwar das Aufenthaltsrecht, schließt aber die meisten internationalen Expats vom norwegischen Sozialversicherungssystem aus. Nur wer über einen norwegischen Arbeitgeber beschäftigt ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen einbezogen werden. Eine private IPMI ist für die meisten Aufenthaltsformen faktisch unverzichtbar.
Reicht die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) für einen Aufenthalt auf Svalbard?
Die EHIC gilt grundsätzlich in Norwegen und auf Svalbard, aber ihre Reichweite ist eng begrenzt: Sie deckt nur medizinisch notwendige Akutbehandlungen bei vorübergehenden Aufenthalten ab. Nicht abgedeckt sind Langzeitbehandlungen, Evakuierungen, Rücktransporte und Leistungen über das staatliche Mindestniveau. Für Daueraufenthalte oder eine Anstellung in der Region ist die EHIC kein ausreichender Schutz.
Warum ist Svalbard in Tarifzone 3 eingestuft – und was bedeutet das für meine Prämie?
Tarifzone 3 umfasst Länder und Gebiete mit besonders hohen Behandlungskosten oder besonders hohem logistischem Aufwand – neben den USA und Kanada auch arktische Regionen wie Svalbard. Die Prämien liegen spürbar höher als in Zone 1 oder 2, aber gleichzeitig sind Deckungssummen und Leistungsrahmen entsprechend großzügiger. Wer durch eine niedrigere Zonenwahl spart, riskiert im Ernstfall eine existenzgefährdende Unterversicherung.
Was kostet ein Medevac-Transport von Svalbard, und ist er wirklich versichert?
Ein medizinischer Hubschrauberevakuierungsflug oder Medevac-Transport von Svalbard nach Oslo kann 50.000 bis 150.000 Euro oder mehr kosten. Ob Ihre Police das wirklich abdeckt, hängt von den Klauseln im Kleingedruckten ab: Prüfen Sie das Evakuierungslimit, ob arktische oder entlegene Gebiete explizit eingeschlossen sind und ob auch nicht akut lebensbedrohliche, aber dringliche Evakuierungen abgedeckt sind. Ein marktbreiter Vergleich durch einen spezialisierten Broker ist hier unverzichtbar.
Ich habe Vorerkrankungen – kann ich trotzdem eine IPMI für Svalbard abschließen?
Ja, in vielen Fällen ist das möglich – aber der Weg dorthin entscheidet über den Ausgang. Wer eigenständig Anträge stellt, riskiert Ablehnungen, die intern dokumentiert werden und künftige Anträge erschweren. Die anonyme Risikovoranfrage durch Insurancy schützt vor diesem Risiko: Ihre Situation wird anonym bei relevanten Anbietern vorgestellt, bevor ein formeller Antrag gestellt wird. Je nach Erkrankung kommen Full Medical Underwriting (mit definiertem Ausschluss oder Aufschlag) oder das Moratorium-Prinzip in Frage.
Was unterscheidet Allianz Worldwide Care, April International und BDAE im Svalbard-Vergleich?
Allianz Worldwide Care punktet mit sehr hohen Deckungssummen und einem globalen Direktabrechnungs-Netzwerk – ideal für Expats mit hohem Absicherungsbedarf. April International bietet flexible Tarifmodule und eine starke Evakuierungskomponente, besonders relevant für Forscher und Langzeitaufenthalter. BDAE ist auf deutschsprachige Expats spezialisiert und bietet individuelle Lösungen für Sonderfälle – ein Vorteil bei komplexen Situationen wie Vorerkrankungen oder untypischen Aufenthaltsformen. Der richtige Anbieter hängt von Ihrer konkreten Situation ab.
Gilt meine IPMI auch, wenn ich von Svalbard nach Oslo oder weiter ins Ausland evakuiert werde?
Das hängt von Ihrem Tarif ab. Ein Weltweit-Tarif deckt in der Regel sowohl den Transport als auch die Anschlussbehandlung im Zielland ab. Bei Zonentarifen kann es Lücken geben, wenn das Zielland nicht in Ihrer gebuchten Zone liegt. Empfehlung: Wählen Sie für Svalbard und Jan Mayen grundsätzlich einen Weltweit-Tarif oder stellen Sie sicher, dass Ihr Zonenpaket auch Norwegen und mögliche Transitländer lückenlos einschließt.
Was kostet eine IPMI für Svalbard und Jan Mayen ungefähr?
Die Prämien hängen stark von Alter, Gesundheitszustand, gewähltem Anbieter, Selbstbehalt und dem genauen Leistungsumfang ab. Durch die Einstufung in Tarifzone 3 liegen die Monatsbeiträge spürbar höher als für Aufenthalte in Zone 1 oder 2. Konkrete Vergleichsangebote erhalten Sie durch eine persönliche Beratung und den anbieterübergreifenden Tarifvergleich – Insurancy erstellt diesen auf Basis Ihrer individuellen Situation aus dem Portfolio von über 200 Versicherern.
FAZIT

Für Svalbard und Jan Mayen führt kein Weg an einer spezialisierten IPMI mit Evakuierungsschutz vorbei.

1
Tarifzone 3, arktische Logistik und fehlende Infrastruktur machen Standardpolicen untauglichnur eine auf die Region zugeschnittene IPMI bietet echten Schutz.
2
Evakuierungskosten von bis zu 150.000 Euro sind in der Arktis keine Ausnahmeeine Police ohne starke Evakuierungskomponente ist kein akzeptabler Schutz.
3
Vorerkrankungen sind kein automatisches Ausschlusskriterium: Die anonyme Risikovoranfrage öffnet Wege, die bei eigenständiger Antragstellung verschlossen bleiben.
4
Insurancy vergleicht anbieterübergreifend und begleitet den gesamten Antragsprozessvon der anonymen Voranfrage bis zur laufenden Betreuung in der Arktis.

In 2 Minuten zur passenden Krankenversicherung im Ausland

Unverbindlicher Tarifvergleich mit Fokus IPMI. Persönliche Beratung durch unabhängige Makler.

DSGVO-sicherUngebundenKostenfrei & unverbindlich

Sorgenfreier Aufenthalt in der Arktis – mit dem richtigen Schutz

Insurancy vergleicht anbieterübergreifend alle relevanten IPMI-Anbieter für Svalbard und Jan Mayen – inklusive anonymer Risikovoranfrage bei Vorerkrankungen und persönlicher Antragsbegleitung. Ihr erstes Gespräch ist kostenlos und dauert bis zu zwei Stunden.

Tarife vergleichen