Die medizinische Grundversorgung in Tuvalu ist offiziell kostenlos und für alle Einwohner zugänglich. Doch strukturell ist sie extrem limitiert: Auf den Atollen gibt es keine Fachärzte, keine Intensivstationen und keine modernen diagnostischen Geräte.
Sobald eine Erkrankung über einfache Primärversorgung hinausgeht – ein Herzinfarkt, ein komplizierter Knochenbruch, eine Krebsdiagnose – muss der Patient medizinisch evakuiert werden, in der Regel nach Fidschi oder Neuseeland. Die Transferkosten allein können 30.000 bis 80.000 Euro erreichen, bevor die eigentliche Behandlung beginnt.
- Keine Fachärzte auf den Außeninseln
- Keine Intensivmedizin, keine Chirurgie für komplexe Eingriffe
- Zahnärztliche Versorgung praktisch nicht vorhanden
- Medizinische Evakuierung nach Fidschi oder Neuseeland als Regelfall bei schweren Erkrankungen