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Was kostet eine internationale Krankenversicherung für China?

Von 80 € bis über 260 € monatlich — die Kosten hängen von Alter, Leistungsumfang und Standort in China ab. Dieser Leitfaden schlüsselt alle Faktoren transparent auf, vergleicht 12 führende IPMI-Anbieter und zeigt: Auch mit Vorerkrankungen gibt es Lösungen.

  • ab 80 € monatlich Basistarif
  • 10.000+ Patienten täglich in Pekinger Kliniken
  • 12 Anbieter im Vergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Reise-KV reicht nicht für Langzeitaufenthalte. Ab drei Monaten Aufenthalt in China ist eine IPMI-Police Pflicht — eine klassische Reisekrankenversicherung deckt chronische Erkrankungen und langfristige Behandlungen nicht ab.
  • Alter ist der größte Preistreiber. Ein 55-Jähriger zahlt oft mehr als doppelt so viel wie ein 28-Jähriger für denselben Tarif. Ein Selbstbehalt von 500–2.500 € senkt die Prämie um bis zu 40 %.
  • Vorerkrankungen sind kein Ausschlussgrund. Über FMU, Moratorium oder anonyme Risikovoranfrage finden auch Expats mit Diabetes, Bluthochdruck oder Schilddrüsenproblemen passenden Schutz.
  • Metropole oder Provinz bestimmt die Tarifwahl. In Shanghai und Peking stehen internationale Privatkliniken zur Verfügung. In Tier-3-Städten ist Notfallevakuierung ein entscheidendes Kriterium.
  • Staatliche UEBMI schützt Ausländer kaum. Das chinesische Staatsversicherungssystem deckt für Ausländer nur einen Bruchteil der tatsächlichen Behandlungskosten — Privatkliniken werden überhaupt nicht erstattet.
Mit KI zusammenfassen
GESUNDHEITSSYSTEM CHINA

Warum das chinesische Gesundheitssystem für Expats nicht ausreicht

Das staatliche System ist auf chinesische Arbeitnehmer ausgerichtet — für Ausländer entstehen im Ernstfall massive Versorgungslücken.

UEBMI: Was das Staatssystem für Ausländer leistet

Einzahlung möglich, Deckung aber oft unzureichend.

Die Urban Employee Basic Medical Insurance (UEBMI) ist das staatliche Krankenversicherungssystem Chinas. Ausländer mit lokalem Arbeitsvertrag können in das System einzahlen — doch die Erstattungsquoten liegen weit unter deutschem Standard. Behandlungen in internationalen Privatkliniken werden nicht erstattet.

Staatliche Krankenhäuser wie das Union-Krankenhaus in Peking versorgen täglich rund 10.000 Patienten. Englischsprachiges Personal ist außerhalb der Großstädte kaum vorhanden. Die Qualitätsunterschiede zwischen Metropolen und ländlichen Provinzen sind erheblich.

Internationale Privatkliniken: Westlicher Standard zum hohen Preis

Eine Konsultation kostet schnell mehrere Hundert Euro.

Einrichtungen wie das Beijing United Family Hospital oder das Raffles Medical in Shanghai bieten westlichen Versorgungsstandard auf Englisch — mit kurzen Wartezeiten und moderner Ausstattung. Eine einfache Konsultation kostet 200–400 €, stationäre Behandlungen können fünfstellige Eurobeträge erreichen.

Ohne eine leistungsstarke internationale Krankenversicherung werden diese Kosten vollständig aus eigener Tasche bezahlt. Das staatliche System übernimmt hier nichts.

Metropole vs. Provinz: Regionale Unterschiede bei der Tarifwahl

Notfallevakuierung ist außerhalb der Großstädte kein Luxus.

In Shanghai oder Peking ist der Zugang zu internationalen Privatkliniken mit Direktabrechnung möglich — die Tarifwahl konzentriert sich hier auf Leistungsumfang und Netzwerk. In Tier-3-Städten oder ländlichen Regionen schwankt die lokale Versorgungsqualität stark: Notfallevakuierung und Rücktransport werden zu kritischen Leistungsmerkmalen.

Expats, die regelmäßig zwischen mehreren chinesischen Standorten wechseln oder auch in Regionen ohne internationale Kliniken tätig sind, sollten darauf achten, dass der gewählte Tarif beides abdeckt: Direktabrechnung in Metropolen und Evakuierungsschutz für ländliche Notfälle.

KOSTENFAKTOREN

Was die Prämie wirklich bestimmt

Fünf Faktoren erklären, warum zwei Expats für denselben Schutz sehr unterschiedliche Beiträge zahlen.

ab 80 €
Basistarif monatlichAmbulante und stationäre Grundversorgung ohne Zahnleistungen — für junge, gesunde Expats mit begrenztem Budget.
bis 260 €
Premiumtarif monatlichVollumfänglicher Schutz mit Chefarzt, Einzelzimmer, weltweiter Evakuierung, Zahnersatz und Sehhilfen.
bis 40 %
Prämienersparnis möglichEin Jahres-Selbstbehalt von 500–2.500 € kann die monatliche Prämie erheblich reduzieren.
> 2×
Altersaufschlag ab 55Ein 55-Jähriger zahlt für denselben Tarif oft mehr als doppelt so viel wie ein 28-Jähriger.
USA inkl.
verteuert Tarif deutlichWeltweite Deckung inklusive USA und Kanada kostet spürbar mehr als Asien- oder China-spezifische Tarife.
REISE-KV VS. IPMI

Reisekrankenversicherung vs. internationale Krankenversicherung

Ein häufiger und teurer Irrtum: Viele Expats reisen mit einer deutschen Reise-KV nach China und glauben, damit ausreichend abgesichert zu sein.

Reisekrankenversicherung

Für kurzfristige Aufenthalte bis 42 oder 90 Tage
  • Gültige AufenthaltsdauerMaximal 42–90 Tage, danach kein Schutz
  • Chronische ErkrankungenNicht abgedeckt — chronische Leiden sind ausgeschlossen
  • VorsorgeuntersuchungenKeine Erstattung von Vorsorge oder Routineuntersuchungen
  • Direktabrechnung PrivatklinikenOft nur Kostenerstattung, keine Direktabrechnung in chinesischen Privatkliniken
  • NotfallevakuierungMeist nur einfacher Rücktransport ins Heimatland
  • Langfristige BehandlungLangzeitbehandlung nicht gedeckt — im Ernstfall hohe Eigenkosten

IPMI (Internationale Krankenversicherung)

Für Expats und Langzeitaufenthalte ab drei Monaten
  • Gültige AufenthaltsdauerUnbegrenzte Laufzeit — für Aufenthalte von einem Jahr und länger ausgelegt
  • Chronische ErkrankungenChronische und bekannte Erkrankungen versicherbar (FMU oder Moratorium)
  • VorsorgeuntersuchungenVorsorgeuntersuchungen, Check-ups und Impfungen je nach Tarif eingeschlossen
  • Direktabrechnung PrivatklinikenDirektabrechnung mit internationalen Privatkliniken in Peking, Shanghai u.a.
  • NotfallevakuierungMedizinische Evakuierung und Rücktransport als Standardleistung
  • Langfristige BehandlungVollständige ambulante und stationäre Langzeitbehandlung abgedeckt
ANBIETER-VERGLEICH

12 IPMI-Anbieter für China im Überblick

Von günstigem Einstiegsschutz bis Premium-Vollschutz — die relevantesten Anbieter für Expats in China mit ihren Stärken.

April International
Französischer Anbieter mit langjähriger Expat-Erfahrung, gut vernetzt in China, übersichtlicher Service.
ZielgruppeExpats und Entsandte
ab/Monatauf Anfrage
Details →
BDAE
Spezialist für deutschsprachige Expats, maßgeschneiderte Tarife für Langzeitaufenthalte und Entsandte.
ZielgruppeDeutschsprachige Expats und Entsandte
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Cigna Global
Weltweit führender IPMI-Anbieter, Tarife Silver/Gold/Platinum, starkes Netzwerk in chinesischen Metropolen.
ZielgruppeExpats in Tier-1-Städten
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Foyer Global Health
Luxemburgischer Anbieter, Fokus auf global mobile Menschen, individueller Service, flexible Tarifgestaltung.
ZielgruppeDigital Nomaden und global mobile Expats
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Freedom Health
Britischer Anbieter mit modularem Aufbau, wettbewerbsfähige Preise, individuell zusammenstellbar.
ZielgruppeExpats mit individuellem Schutzbedarf
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Genki
Digital-first Anbieter aus Deutschland, günstige Einstiegsprämien, einfache Online-Verwaltung.
ZielgruppeJunge Expats und digitale Nomaden
ab/Monatauf Anfrage
Details →
MAWISTA
Auf Studenten und junge Expats spezialisiert, solide Grunddeckung zu günstigen Preisen.
ZielgruppeStudenten und junge Expats
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Morgan Price
Britischer Anbieter mit globalen Tarifen und direkter Abrechnung, ideal für Vielvielreisende.
ZielgruppeExpats mit mehreren Länder-Stationen
ab/Monatauf Anfrage
Details →
PassportCard
Innovatives Debitkarten-Konzept: kein Vorschuss, direkte Belastung bei der Behandlung.
ZielgruppeExpats die Barzahlungen vermeiden wollen
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
Cigna, Foyer und Allianz Care im Direktvergleich: Was Sie wissen müssen
Cigna, Foyer Global Health und Allianz Care gehören zu den bekanntesten Namen im IPMI-Markt — doch ihre Ausrichtung unterscheidet sich deutlich. Cigna punktet mit einem starken Netzwerk in chinesischen Metropolen und transparenter Online-Abwicklung, behandelt Vorerkrankungen aber oft nur oberflächlich. Foyer Global Health richtet sich vorwiegend an global mobile Menschen und digitale Nomaden — China-spezifische Informationen auf der Website sind begrenzt, der individuelle Service ist dafür eine Stärke. Allianz Care bietet die umfangreichste Infrastruktur mit direkter Abrechnung in chinesischen Privatkliniken, ist aber im oberen Preissegment angesiedelt. Care Concept überzeugt durch transparent ausgewiesene Tarifstaffeln (Basic/Comfort/Premium) mit konkreten Prämienübersichten. SinoJobs und ähnliche Expat-Portale liefern Hintergrundinformationen, aber keinen neutralen Tarifvergleich — für eine fundierte Entscheidung ist ein spezialisierter Broker unersetzlich.
VORERKRANKUNGEN

Vorerkrankungen und internationale Krankenversicherung China: Kein Grund zur Panik

Drei bewährte Wege, wie Expats trotz bestehender Erkrankungen soliden IPMI-Schutz für China erhalten.

Full Medical Underwriting (FMU): Volle Transparenz vor Vertragsabschluss

Klare Aussage zu Einschlüssen und Ausschlüssen — keine bösen Überraschungen im Schadensfall.

Beim FMU prüft der Versicherer die vollständige Krankengeschichte und gibt eine verbindliche Aussage, welche Leistungen eingeschlossen und welche ausgeschlossen sind. Das schafft Planungssicherheit auf beiden Seiten: Der Expat weiß genau, worauf er sich verlassen kann — auch mit Diabetes, Bluthochdruck oder anderen Vorerkrankungen.

FMU ist besonders empfehlenswert für Expats mit mehreren oder komplexen Vorerkrankungen, da die Konditionen vor Vertragsabschluss feststehen und spätere Leistungsablehnungen unwahrscheinlicher sind.

Moratorium: Günstiger Einstieg mit langfristiger Perspektive

Vorerkrankungen zunächst ausgeschlossen — nach 2 Jahren beschwerdefrei in den Schutz aufgenommen.

Das Moratoriumsprinzip schließt Vorerkrankungen zunächst aus dem Versicherungsschutz aus. Nach einer definierten beschwerdefreien Zeit — meist zwei Jahre — können diese Erkrankungen in den Schutz aufgenommen werden. Das ermöglicht einen günstigeren Versicherungseinstieg ohne vollständige Gesundheitsprüfung.

Dieser Ansatz eignet sich besonders für Expats, deren Vorerkrankungen gut kontrolliert sind und seit längerer Zeit keine aktive Behandlung erfordern.

Anonyme Risikovoranfrage: Kein Risiko einer formellen Ablehnung

Vor dem offiziellen Antrag anonym prüfen lassen — ohne Eintrag in Versicherungsdatenbanken.

Bevor ein formeller Versicherungsantrag gestellt wird, kann bei mehreren Anbietern anonym geprüft werden, zu welchen Konditionen ein Abschluss möglich wäre. Kein Eintrag in Datenbanken, kein Risiko einer formellen Ablehnung, die künftige Anträge erschweren würde.

Insurancy begleitet Expats mit Vorerkrankungen durch diesen Prozess: von der anonymen Risikovoranfrage über den anbieterübergreifenden Konditioenenvergleich bei über 200 Versicherern bis zur konkreten Tarifempfehlung — individuell und ohne Standardformular.

SCHRITT FÜR SCHRITT

So finden Sie die richtige internationale Krankenversicherung für China

Sechs Schritte von der ersten Orientierung bis zum Vertragsabschluss — strukturiert und ohne teure Fehler.

  1. 1
    Aufenthaltsdauer klären

    Unter drei Monaten reicht eine Reisekrankenversicherung. Ab drei Monaten ist eine IPMI-Police notwendig. Diese Grenze ist nicht verhandelbar — wer mit einer Reise-KV dauerhaft in China lebt, ist bei chronischen Erkrankungen oder langfristiger Behandlung unversichert.

  2. 2
    Standort in China berücksichtigen

    Metropole wie Shanghai oder Peking? Direktabrechnung mit internationalen Privatkliniken steht im Fokus. Tier-3-Stadt oder ländliche Region? Notfallevakuierung und Rücktransport werden zu zentralen Auswahlkriterien.

  3. 3
    Leistungsbedarf definieren

    Reicht ambulanter und stationärer Grundschutz, oder werden Zahnleistungen, psychotherapeutische Versorgung oder Maternität benötigt? Familien mit Kindern und ältere Expats haben typischerweise einen höheren Leistungsbedarf als junge, gesunde Einzelpersonen.

  4. 4
    Selbstbehalt kalkulieren

    Ein Jahres-Selbstbehalt von 500–2.500 € senkt die monatliche Prämie um bis zu 40 %. Wer selten zum Arzt geht und hauptsächlich gegen katastrophale Kosten absichern möchte, fährt mit einem höheren Selbstbehalt oft günstiger.

  5. 5
    Vorerkrankungen offenlegen — anonym

    Vor dem formellen Antrag eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Anbietern stellen. So werden Konditionen transparent, bevor eine offizielle Ablehnung entstehen kann, die in Versicherungsdatenbanken eingetragen würde.

  6. 6
    Angebote anbieterübergreifend vergleichen

    Mindestens fünf Angebote einholen und auf Direktabrechnungsoptionen in China, Netzwerkgröße vor Ort und Evakuierungsschutz achten. Ein spezialisierter Broker vergleicht über 200 Anbieter und begleitet den Antrag persönlich — für eine individuelle Lösung statt Standardtarif.

Insurancy: Anbieterübergreifende Beratung für Expats in China
Insurancy ist zertifizierter Versicherungsmakler (§34d GewO) und vergleicht als anbieterübergreifender Spezialist über 200 IPMI-Anbieter. Besonders bei Vorerkrankungen macht der Unterschied zur direkten Online-Anfrage beim Anbieter sich bemerkbar: anonyme Risikovoranfrage, persönliche Antragsbegleitung und ein Vergleich, der Cigna, Foyer, Allianz Care, Care Concept und weitere gegenüberstellt — ohne Standardformular und ohne automatische Ablehnung.
HÄUFIGE FRAGEN

Fragen zur internationalen Krankenversicherung für China — konkret beantwortet

Wie unterscheidet sich Cigna von anderen IPMI-Anbietern für China?
Cigna Global gehört zu den bekanntesten IPMI-Anbietern weltweit und bietet für China spezifische Tarife in den Stufen Silver, Gold und Platinum an. Das Netzwerk in chinesischen Metropolen ist stark, die Online-Abwicklung transparent. Nachteil: Vorerkrankungen werden bei Cigna oft nur oberflächlich behandelt — wer hier individuelle Konditionen benötigt, sollte einen Maklervergleich vorschalten, der mehrere Anbieter gegenüberstellt.
Was unterscheidet Foyer Global Health von Allianz Care für China?
Foyer Global Health richtet sich primär an global mobile Menschen und digitale Nomaden mit Fokus auf individualisierten Service und Flexibilität. China-spezifische Informationen auf der Website sind begrenzt. Allianz Care bietet dagegen eine umfangreichere globale Infrastruktur mit direkter Abrechnung in chinesischen Privatkliniken — ist aber im oberen Preissegment angesiedelt. Für Expats, die maximale Netzabdeckung in China priorisieren, hat Allianz Care die Nase vorn; für global mobile Einzelpersonen, die Flexibilität schätzen, kann Foyer die bessere Wahl sein.
Was bietet Care Concept speziell für Expats in China?
Care Concept überzeugt durch transparent ausgewiesene Tarifstaffeln (Basic, Comfort, Premium) mit konkreten Prämienübersichten — sowohl mit als auch ohne USA-Deckung. Für China-Expats bedeutet das: Wer nicht regelmäßig in die USA reist, kann durch Ausschluss von USA/Kanada/Mexiko die Prämie spürbar senken. Die maximale Aufenthaltsdauer von fünf Jahren kann für Langzeit-Expats mit unbefristetem Aufenthalt einschränkend sein.
Kann ich als Expat mit Diabetes oder Bluthochdruck eine IPMI für China abschließen?
Ja, in den meisten Fällen ist ein Versicherungsschutz möglich. Über Full Medical Underwriting (FMU) erhalten Sie eine verbindliche Aussage zu Einschlüssen und Ausschlüssen vor Vertragsabschluss. Das Moratoriumsprinzip schließt Vorerkrankungen zunächst aus, nimmt sie aber nach zwei beschwerdefreien Jahren in den Schutz auf. Eine anonyme Risikovoranfrage klärt vorab und risikofrei, welche Konditionen realistisch sind — ohne Eintrag in Versicherungsdatenbanken.
Ab wann ist eine internationale Krankenversicherung in China Pflicht?
Eine rechtliche Pflicht besteht nicht — aber ab einem Aufenthalt von drei Monaten ist eine IPMI-Police aus praktischen Gründen unverzichtbar. Reisekrankenversicherungen gelten maximal für 42 bis 90 Tage und decken chronische Erkrankungen, Vorsorge und langfristige Behandlungen nicht ab. Wer dauerhaft in China lebt und nur eine Reise-KV hat, trägt im Ernstfall die vollen Kosten für Behandlungen in internationalen Privatkliniken selbst.
Wie hoch sind die Kosten für eine internationale Krankenversicherung in China realistisch?
Basistarife beginnen bei rund 80 € pro Monat, Premiumtarife liegen bei 260 € und darüber. Der wichtigste Preistreiber ist das Alter: Ein 55-Jähriger zahlt oft mehr als doppelt so viel wie ein 28-Jähriger für denselben Tarif. Ein Jahres-Selbstbehalt von 500–2.500 € kann die Prämie um bis zu 40 % senken. Tarife mit weltweiter Deckung inklusive USA kosten deutlich mehr als Asien- oder China-spezifische Optionen.
Was ist IPMI und wo liegt der Unterschied zur Reisekrankenversicherung?
IPMI steht für International Private Medical Insurance — eine umfassende internationale Krankenversicherung für Langzeitaufenthalte. Im Gegensatz zur Reisekrankenversicherung, die auf Notfälle bei kurzen Reisen ausgerichtet ist, deckt eine IPMI chronische Erkrankungen, Vorsorgeuntersuchungen, langfristige ambulante und stationäre Behandlungen sowie Direktabrechnungen mit internationalen Privatkliniken ab. Für Expats in China ist IPMI ab einem Aufenthalt von drei Monaten der einzig sinnvolle Schutz.
Übernimmt die deutsche gesetzliche Krankenversicherung Kosten in China?
Nein. Die deutsche GKV leistet im Ausland außerhalb der EU in der Regel keine Erstattungen. Wer seinen deutschen GKV-Schutz beim Auswandern nach China beibehält — was langfristig oft nicht möglich ist — hat dort keinen Leistungsanspruch. Für Expats in China ist eine eigenständige IPMI-Police deshalb die einzige verlässliche Absicherung.

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