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Peking als Expat: Wirklich abgesichert im Ernstfall

Das Pekinger Gesundheitssystem ist komplex, teuer und für Expats ohne die richtige Versicherung riskant. Erfahren Sie, warum eine internationale Krankenversicherung unverzichtbar ist – und wie Sie auch mit Vorerkrankungen umfassenden Schutz erhalten.

  • 10.000 Patienten/Tag am Union Hospital
  • ab 100 € Facharztbesuch Privatklinik
  • 200+ Anbieter im Vergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
Über den AutorSchließen
Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Staatliche Absicherung reicht nicht. Expats in Peking haben häufig keinen oder nur rudimentären staatlichen Versicherungsschutz – die Lücke zu westlichen Versorgungsstandards ist erheblich.
  • Reiseversicherung deckt Langzeitaufenthalte nicht. IPMI-Policen sind der einzige Weg zu Routineversorgung, Vorsorge und Direktabrechnung mit Privatkliniken in Peking.
  • Vorerkrankung bedeutet kein automatisches Nein. Über eine anonyme Risikovoranfrage erhalten Sie unverbindliche Angebote mehrerer Versicherer – ohne HIS-Pool-Eintrag bei Ablehnung.
  • Direktabrechnung ist ein Qualitätsmerkmal. Nicht jede Police rechnet direkt mit Pekinger Privatkliniken ab – wer ohne Direktabrechnung reist, muss oft fünfstellige Summen vorstrecken.
  • Telemedizin ersetzt den fehlenden Hausarzt. China hat kein Hausarztsystem. 24/7-Hotlines auf Deutsch oder Englisch helfen, die richtige Versorgungsstufe zu finden und Wartezeiten zu vermeiden.
Mit KI zusammenfassen
GESUNDHEITSSYSTEM PEKING

Das Pekinger Gesundheitssystem verstehen

Drei Versorgungsebenen – und jede hat eine andere Bedeutung für Expats.

Öffentliche Krankenhäuser: Günstig, aber überlaufen

Medizinisch kompetent, aber für Expats kaum alltagstauglich.

Öffentliche Krankenhäuser sind die Basis der Versorgung für die chinesische Bevölkerung. Das Union Hospital in Peking zählt rund 10.000 Patienten pro Tag – stundenlange Wartezeiten sind die Norm, Englischkenntnisse beim Personal die Ausnahme.

Dazu kommt ein für Expats ungewohntes Zahlungssystem: In vielen öffentlichen Häusern zahlen Sie jeden Behandlungsschritt einzeln und direkt vor Ort – ohne Rechnung, die Sie später bei der Versicherung einreichen könnten. Das macht die Abrechnung aufwendig und die Kostenkontrolle schwierig.

VIP-Abteilungen: Pragmatischer Mittelweg für Expats

Kürzere Wartezeiten und englischsprachiges Personal – zu moderatem Aufpreis.

VIP-Abteilungen in öffentlichen Krankenhäusern sind ein chinesisches Spezifikum, das viele Expats überrascht. Diese Bereiche bieten kürzere Wartezeiten, besser organisierte Abläufe und häufig englischsprachiges Personal.

Die Kosten liegen deutlich über dem normalen Tarif, aber noch unter denen reiner Privatkliniken. Viele gute internationale Krankenversicherungen ermöglichen die Direktabrechnung auch in diesen Abteilungen – fragen Sie beim Abschluss explizit danach.

Internationale Privatkliniken: Westlicher Standard zum Preis

Volle Versorgungsqualität – aber Kosten, die ohne Versicherung schnell fünfstellig werden.

Das Beijing United Family Hospital und die Peking International SOS Clinic bieten westlichen Standard: englischsprachige Ärzte, moderne Ausstattung, minimale Wartezeiten. Ein einfaches Erstgespräch beim Facharzt kostet hier schnell rund 100 Euro.

Eine MRT-Untersuchung schlägt mit 500 bis 800 Euro zu Buche. Ein mehrtägiger stationärer Aufenthalt mit Operation kann innerhalb weniger Tage fünfstellige Summen erreichen – ohne Direktabrechnung müssen Sie diese Beträge zunächst selbst vorstrecken.

Staatliche Krankenversicherung: Lücken für Expats erkennen

Theoretisch zugänglich, praktisch für die meisten Expats kaum nutzbar.

Expats, die bei einem chinesischen Unternehmen angestellt sind, können in das staatliche System einbezogen werden – doch die Leistungen sind begrenzt, die Bürokratie erheblich, und die Abdeckung für internationale Privatkliniken fehlt in der Regel vollständig.

Selbstständige Expats, entsandte Mitarbeiter oder Begleitpersonen eines Partners haben häufig überhaupt keinen staatlichen Schutz. Eine gesetzliche Pflicht zur internationalen Krankenversicherung gibt es für Expats in China zwar nicht – aber die Lücke zwischen staatlicher Absicherung und tatsächlichem Bedarf ist erheblich.

VERSICHERUNGSVERGLEICH

Reiseversicherung vs. IPMI: Was brauchen Expats in Peking wirklich?

Kurzzeitschutz und Langzeitschutz sind grundverschiedene Produkte – ein Vergleich der entscheidenden Dimensionen.

Reiseversicherung

Kurzfristiger Notfallschutz für Reisende
  • LaufzeitTypisch 30–90 Tage, für Daueraufenthalte nicht geeignet
  • RoutineversorgungNur akute Notfälle abgedeckt – keine Vorsorge, kein Zahnarzt
  • VorerkrankungenVorerkrankungen häufig vollständig ausgeschlossen
  • DirektabrechnungSelten – Vorleistung und spätere Erstattung üblich
  • TelemedizinOft nicht enthalten oder sehr begrenzt
  • Freie KrankenhauswahlEingeschränkt auf Netzwerkkliniken oder Notaufnahmen

IPMI – Internationale Krankenversicherung

Umfassender Langzeitschutz für Expats
  • LaufzeitJahresverträge, oft mit monatlicher Kündigung – für jeden Aufenthalt geeignet
  • RoutineversorgungAmbulant, stationär, Vorsorge, Zahn – je nach Tarif vollumfänglich
  • VorerkrankungenEinschluss via FMU oder Moratorium möglich – individuelle Prüfung
  • DirektabrechnungStandard bei guten Anbietern: direkter Abgleich mit Pekinger Privatkliniken
  • Telemedizin24/7-Hotline auf Deutsch oder Englisch als fester Bestandteil hochwertiger Tarife
  • Freie KrankenhauswahlFreie Wahl zwischen VIP-Abteilung, Privatklinik oder Netzwerk-Krankenhaus
Vorerkrankung? Kein automatisches Nein – aber Vorsicht beim Vorgehen
Wer direkt und unvorbereitet bei einem Versicherer antritt, riskiert einen formalen Ablehnungsbescheid. Dieser kann im HIS-Pool (Hinweis- und Informationssystem der Versicherer) gespeichert werden – mit negativen Folgen für alle künftigen Versicherungsanträge. Der richtige Weg führt über eine anonyme Risikovoranfrage, bei der Ihre Daten erst nach einem positiven Angebot offengelegt werden.
VORERKRANKUNGEN ABSICHERN

So erhalten Sie Schutz trotz Vorerkrankung – Schritt für Schritt

Die richtige Reihenfolge schützt Ihre Versicherungshistorie und maximiert Ihre Chancen.

  1. 1
    Anonyme Risikovoranfrage stellen

    Ihre gesundheitlichen Informationen werden ohne Namen und persönliche Daten bei mehreren Versicherern gleichzeitig eingereicht. Die Versicherer antworten mit einer unverbindlichen Einschätzung: Wird die Vorerkrankung eingeschlossen? Zu welchen Konditionen? Mit welchem Aufschlag? Kein HIS-Pool-Eintrag entsteht in dieser Phase.

  2. 2
    Angebote vergleichen und Methode wählen

    Auf Basis der Rückmeldungen wählen Sie gemeinsam mit Ihrem Makler den optimalen Ansatz: FMU (vollständige Offenlegung mit individueller Bewertung) oder Moratorium (Ausschluss für zwei Jahre, danach mögliche Einbeziehung). Beide Wege haben unterschiedliche Vor- und Nachteile – je nach Erkrankung und Lebenssituation.

  3. 3
    Formalen Antrag mit positivem Angebot stellen

    Erst wenn ein Anbieter das günstigste Angebot mit den besten Konditionen vorgelegt hat, wird der formale Antrag gestellt. So vermeiden Sie das Risiko einer formalen Ablehnung und schützen Ihre zukünftigen Versicherungsmöglichkeiten.

  4. 4
    Vertrag abschließen und sofort geschützt sein

    Der maßgeschneiderte Vertrag spiegelt Ihre individuelle Situation wider – inklusive vereinbarter Konditionen für die Vorerkrankung. Sie wissen von Anfang an, was abgedeckt ist und was nicht. Keine unliebsamen Überraschungen im Ernstfall.

WORAUF SIE ACHTEN SOLLTEN

Die wichtigsten Auswahlkriterien für Peking

Nicht jede internationale Krankenversicherung ist für Expats in Peking gleich gut geeignet – diese Punkte sind entscheidend.

  • Direktabrechnung mit Pekinger PrivatklinikenPrüfen Sie, ob Ihr Anbieter direkt mit dem Beijing United Family Hospital, SOS Clinic oder vergleichbaren Häusern abrechnet – kein Vorleistungsrisiko.
  • 24/7-Hotline auf Deutsch oder EnglischIm Notfall brauchen Sie sofortige Hilfe in Ihrer Sprache – Koordination, Dolmetschdienst und Krankenhausempfehlung inklusive.
  • Vorerkrankungen prüfen lassenFragen Sie explizit nach der anonymen Risikovoranfrage – gute Makler schützen Ihre Versicherungshistorie und verhandeln für Sie.
  • Weltweiter Notfallschutz inklusiveAuch auf Reisen außerhalb Chinas oder bei einem Rücktransport nach Deutschland sollten Sie abgesichert sein.
  • Flexible Laufzeiten und KündigungLebensplanungen ändern sich – achten Sie auf monatliche Kündigungsmöglichkeiten oder kurze Mindestlaufzeiten.
  • Umfang ambulant und stationärRoutineuntersuchungen, Vorsorge und Zahnarztleistungen sollten abgedeckt sein – nicht nur stationäre Notfälle.
Was April International, HanseMerkur und Foyer Global Health unterscheidet
Neben den oben genannten Anbietern tauchen im Marktvergleich regelmäßig weitere Namen auf. April International (seit über 40 Jahren im Markt, starker Fokus auf digitale Services) und Foyer Global Health (Luxemburger Anbieter mit umfassenden IPMI-Tarifen) sind beide in China einsetzbar, aber weniger China-spezialisiert als Cigna oder BDAE. HanseMerkur ist vor allem im Reiseversicherungssegment stark – für Langzeit-Expats in Peking greift das Produktangebot jedoch oft zu kurz, da es primär auf Kurzreisen ausgerichtet ist. Ein marktbreiter Vergleich aller relevanten Anbieter lohnt sich – die Unterschiede in Prämie, Direktabrechnung und Vorerkrankungsregelungen sind erheblich.
Deutsche im Ausland e.V. – Orientierung, aber kein Ersatz für Fachberatung
Der Verein Deutsche im Ausland e.V. ist eine anerkannte Anlaufstelle für allgemeine Informationen zur Auslandsabsicherung und bietet einen hilfreichen Einstieg. Die Empfehlungen dort sind jedoch zielgruppen-generisch und berücksichtigen weder die spezifischen Besonderheiten des Pekinger Gesundheitssystems noch individuelle Faktoren wie Vorerkrankungen, Direktabrechnungspartner vor Ort oder chinesisches Regulierungsrecht. Für eine fundierte, auf Ihre Situation zugeschnittene Tarifauswahl ist spezialisierte Maklerberatung der sicherere Weg.
FÜR WEN DIESER GUIDE GILT

Welche Expats besonders auf Absicherung angewiesen sind

Entsandte Mitarbeiter
Wer vom Arbeitgeber nach Peking geschickt wird, hat oft keinen oder nur lückenhaften betrieblichen Versicherungsschutz. Prüfen Sie, ob der Arbeitgeber eine Police stellt – und ob sie wirklich ausreicht.
Selbstständige und Freiberufler
Ohne Arbeitgeberstruktur ist der staatliche Versicherungszugang in China für Sie geschlossen. Eine eigene IPMI-Police ist Ihre einzige sinnvolle Absicherungsoption.
Mitreisende Familie
Partner und Kinder, die den Expat begleiten, haben in der Regel keinerlei staatlichen Schutz. Familientarife bei IPMI-Anbietern sind oft günstiger als Einzelpolicen.
Expats mit Vorerkrankungen
Bestehende Erkrankungen machen eine direkte Bewerbung bei Versicherern riskant. Die anonyme Risikovoranfrage schützt Ihre Versicherungshistorie und öffnet Wege zu maßgeschneidertem Schutz.
HÄUFIGE FRAGEN

Internationale Krankenversicherung Peking: Ihre Fragen beantwortet

Gibt es eine gesetzliche Pflicht zur internationalen Krankenversicherung für Expats in China?
Nein, eine gesetzliche Pflicht existiert für ausländische Staatsangehörige in China nicht. Dennoch ist eine internationale Krankenversicherung faktisch unverzichtbar: Die staatliche Versorgung ist für die meisten Expats nicht zugänglich, und die Kosten in internationalen Privatkliniken in Peking können ohne Versicherung schnell fünfstellig werden.
Kann ich als Expat in Peking die staatliche chinesische Krankenversicherung nutzen?
Theoretisch können Expats, die bei einem chinesischen Unternehmen angestellt sind, in das staatliche System einbezogen werden. In der Praxis sind die Leistungen jedoch stark begrenzt und decken internationale Privatkliniken nicht ab. Entsandte Mitarbeiter, Selbstständige und mitreisende Familienmitglieder haben in der Regel überhaupt keinen staatlichen Schutz.
Was ist der Unterschied zwischen einer Reisekrankenversicherung und einer internationalen Krankenversicherung (IPMI) für Peking?
Eine Reisekrankenversicherung deckt typischerweise nur akute Notfälle für 30 bis 90 Tage ab und schließt Vorerkrankungen häufig aus. Eine IPMI-Police hingegen ist auf Langzeitaufenthalte ausgelegt und umfasst Routineversorgung, Vorsorge, chronische Erkrankungen und oft auch Zahnleistungen – plus Direktabrechnung mit Pekinger Privatkliniken.
Was kostet ein Arztbesuch oder ein Krankenhausaufenthalt in Peking ohne Versicherung?
In internationalen Privatkliniken beginnt ein einfaches Facharztgespräch bei etwa 100 Euro. Eine MRT-Untersuchung kostet 500 bis 800 Euro. Ein mehrtägiger stationärer Aufenthalt mit Operation kann innerhalb weniger Tage fünfstellige Eurobeträge erreichen. Ohne Direktabrechnung müssen Sie diese Summen zunächst selbst vorstrecken.
Rechnen internationale Krankenversicherungen direkt mit Pekinger Privatkliniken ab?
Die Direktabrechnung ist nicht bei allen Anbietern Standard – sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, das Sie beim Vergleich explizit prüfen sollten. Renommierte Anbieter wie Cigna oder BDAE unterhalten Direktabrechnungsverträge mit führenden Häusern in Peking. Fragen Sie konkret nach den Netzwerkkliniken vor Abschluss.
Kann ich eine internationale Krankenversicherung für Peking abschließen, wenn ich Vorerkrankungen habe?
Ja – aber der Prozess ist entscheidend. Der richtige Weg führt über eine anonyme Risikovoranfrage, bei der Ihre Gesundheitsdaten ohne persönliche Identifikation bei mehreren Versicherern eingereicht werden. So erhalten Sie unverbindliche Angebote, ohne dass bei einer etwaigen Ablehnung ein Eintrag im HIS-Pool entsteht. Erst danach wird der formale Antrag gestellt.
Was ist der HIS-Pool und warum ist er bei Vorerkrankungen so wichtig?
Der HIS-Pool (Hinweis- und Informationssystem der Versicherer) ist eine branchenweite Datenbank, in der formale Ablehnungen gespeichert werden. Ein Eintrag dort kann künftige Versicherungsanträge erheblich erschweren. Die anonyme Risikovoranfrage verhindert diesen Eintrag, weil in dieser Phase noch kein formaler Antrag gestellt wird.
Wie unterscheiden sich Cigna, April International, HanseMerkur und BDAE für Expats in Peking?
Cigna ist als globaler IPMI-Anbieter besonders stark in der China-Region mit umfangreichen Direktabrechnungspartnern. BDAE ist auf Deutsche im Ausland spezialisiert und bietet deutschsprachigen Service. April International punktet mit digitalen Services, ist aber weniger China-fokussiert. HanseMerkur ist primär im Reiseversicherungssegment stark und für Langzeit-Expats in Peking meist nicht ausreichend. Ein Vergleich über alle Anbieter ist unerlässlich, da Prämien und Konditionen stark variieren.

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Ihr maßgeschneiderter Schutz für Peking – auch mit Vorerkrankungen

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