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Dschibuti absichern – auch mit Vorerkrankungen

Das Gesundheitssystem in Dschibuti ist unterentwickelt, Direktabrechnung mit Versicherern kaum möglich, medizinische Evakuierung oft die einzige Option. Eine internationale Krankenversicherung ist hier keine Frage des Komforts – sondern des Schutzes. Auch mit komplexer Gesundheitshistorie gibt es einen sicheren Weg.

  • 12 Anbieter IPMI-Vergleich Dschibuti
  • ab 80 € monatlich (unter 35)
  • 5-stellig Evakuierungskosten mögl.
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Evakuierung ist Pflicht, kein Extra. Bei schweren Erkrankungen ist eine Behandlung in Dschibuti kaum möglich – der organisierte Abtransport ins Ausland kann schnell fünfstellige Beträge kosten.
  • Keine Versicherungspflicht, aber volle Eigenverantwortung. Dschibuti schreibt Expats keine Krankenversicherung vor – wer ungesichert einreist, trägt sämtliche Behandlungs- und Evakuierungskosten selbst.
  • Vorerkrankungen sind kein Ausschlussgrund. Über anonyme Risikovoranfrage lässt sich prüfen, welcher Anbieter zu welchen Konditionen annimmt – ohne HIS-Pool-Eintrag bei Ablehnung.
  • Barzahlung ist die Norm vor Ort. Krankenhäuser in Dschibuti rechnen kaum direkt mit Versicherern ab. Die Police muss ein unkompliziertes Erstattungsverfahren bieten.
  • Prämien variieren stark nach Profil. Alter, Selbstbehalt, Leistungsumfang und Deckungsgebiet bestimmen den Preis – ein marktbreiter Vergleich ist deshalb unerlässlich.
Mit KI zusammenfassen
Lokale Versorgung außerhalb der Hauptstadt: kaum vorhanden
Einrichtungen mit akzeptablem medizinischen Standard gibt es in Dschibuti fast ausschließlich in der Hauptstadt Dschibuti-Stadt. Wer außerhalb lebt oder reist, ist im Notfall weitgehend auf sich allein gestellt. Das Auswärtige Amt empfiehlt bei ernsthaften Erkrankungen ausdrücklich eine Behandlung im Ausland – etwa in Europa, den Golfstaaten oder Kenia. Ohne Evakuierungsschutz ist eine internationale Krankenversicherung für Dschibuti unvollständig.
GESUNDHEITSSYSTEM & RISIKEN

Was Dschibuti von anderen Expatstandorten unterscheidet

Drei strukturelle Besonderheiten, die jede Versicherungsentscheidung für Dschibuti prägen.

Unterentwickelte Infrastruktur: Was fehlt und was das bedeutet

Moderne Ausstattung, Fachpersonal und Medikamente sind Mangelware.

Das Gesundheitssystem Dschibutis gilt als deutlich unterentwickelt. Es fehlt an moderner Diagnostik, an onkologischen Behandlungsmöglichkeiten, an intensivmedizinischer Infrastruktur und an ausreichend ausgebildetem Fachpersonal. Selbst in der Hauptstadt sind die Kapazitäten begrenzt.

Bei leichten Erkrankungen – einem Infekt, einer Verletzung, einer Magen-Darm-Erkrankung – kann die Versorgung in Dschibuti-Stadt noch ausreichen. Sobald es jedoch um komplexe Operationen, spezialisierte Diagnostik oder längere Behandlungen geht, ist eine Auslandsbehandlung faktisch unausweichlich.

Die Verfügbarkeit von Medikamenten ist zusätzlich eingeschränkt. Eine gute internationale Krankenversicherung sollte daher auch die Kosten für Medikamente und gegebenenfalls deren Import abdecken.

Barzahlung und Erstattungsprinzip: So funktioniert der Alltag

Direktabrechnung zwischen Krankenhaus und Versicherer ist die absolute Ausnahme.

Was viele Neuankömmlinge überrascht: In Dschibuti müssen Ausländer Behandlungskosten in der Regel sofort und in bar begleichen. Eine direkte Abrechnung zwischen dem Krankenhaus und dem Versicherer existiert praktisch nicht.

Das bedeutet: Selbst mit einer lückenlosen Versicherungspolice müssen Versicherte zunächst in Vorleistung treten und sich die Kosten anschließend vom Versicherer erstatten lassen. Wie schnell dieser Erstattungsprozess läuft, welche Dokumente er erfordert und wie unkompliziert er in der Praxis ist – das sind entscheidende Qualitätsmerkmale, die beim Anbietervergleich geprüft werden sollten.

PassportCard versucht dieses Problem mit einer Direktzahlungskarte zu lösen. Ob das System in Dschibuti tatsächlich flächendeckend funktioniert, muss vor Abschluss jedoch explizit geklärt werden.

Medizinische Evakuierung: Pflichtbestandteil, nicht Zusatzoption

Fünfstellige Evakuierungskosten ohne Versicherung – ein reales Szenario.

In vielen Ländern ist die medizinische Evakuierung ein optionales Zusatzmodul, das sich gesunde Menschen sparen können. In Dschibuti ist das anders: Da ernsthafte Erkrankungen vor Ort nicht adäquat behandelt werden können, ist der organisierte Transport in ein geeignetes Krankenhaus im Ausland für viele Diagnosen die einzige medizinisch sinnvolle Option.

Die Kosten für eine solche Evakuierung – inklusive Medizinpersonal, Spezialflugzeug und Aufnahmeorganisation im Zielland – können schnell fünfstellige Beträge erreichen. Ohne Versicherung ist das ein finanzieller Albtraum. Mit der richtigen Police ist es ein abgedecktes Standardszenario.

Beim Vergleich der Anbieter sollte deshalb unbedingt geprüft werden: Ist die Evakuierung vollständig abgedeckt? Gibt es Einschränkungen hinsichtlich der Diagnose oder des Ziellands? Und gibt es eine 24/7-Notfallhotline, die den Prozess koordiniert?

ANTRAGSOPTIONEN BEI VORERKRANKUNGEN

FMU oder Moratorium: Welcher Weg passt zu Ihnen?

Wer mit Vorerkrankungen eine internationale Krankenversicherung beantragt, hat zwei grundlegende Optionen. Beide haben klare Stärken – und klare Grenzen.

FMU – Vollständige Risikoprüfung

Individuelle Zeichnung: Zuschläge, Ausschlüsse oder voller Einschluss
  • GesundheitsprüfungVollständiger Gesundheitsfragebogen mit Arztberichten
  • EntscheidungszeitpunktSofortige verbindliche Entscheidung des Versicherers
  • Vorerkrankungen im SchutzVoller Einschluss, Risikozuschlag oder Ausschluss möglich – je nach Erkrankung
  • DatenweitergabeGesundheitsdaten werden an den Versicherer übermittelt
  • AblehnungsrisikoAblehnung wird im HIS-Pool vermerkt – anonyme Voranfrage verhindert das
  • PlanungssicherheitKlare Konditionen vor Vertragsabschluss – volle Planungssicherheit

Moratorium – Automatischer Ausschluss

Kein Fragebogen, aber 24 Monate Wartezeit auf Vorerkrankungsleistungen
  • GesundheitsprüfungKein Gesundheitsfragebogen – vereinfachter Antragsprozess
  • EntscheidungszeitpunktVorerkrankungsleistungen erst nach 24 Monaten Beschwerdefreiheit
  • Vorerkrankungen im SchutzAlle Erkrankungen der letzten fünf Jahre für zwei Jahre automatisch ausgeschlossen
  • DatenweitergabeKeine Weitergabe von Gesundheitsdaten bei Antragstellung
  • AblehnungsrisikoKein HIS-Pool-Risiko, da keine individuelle Risikoprüfung stattfindet
  • PlanungssicherheitUnklar, ob Vorerkrankungen je vollständig eingeschlossen werden – abhängig von Verlauf
HIS-Pool-Eintrag: Warum anonyme Voranfrage entscheidend ist
Wer direkt einen Antrag stellt und eine Ablehnung erhält, riskiert einen Eintrag im HIS-Pool (Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft). Das erschwert künftige Anträge bei anderen Anbietern erheblich. Die Lösung: anonyme Risikovoranfrage vor dem formellen Antrag – so erfahren Sie die Konditionen mehrerer Versicherer, ohne im Ablehnungsfall ein Datenproblem zu erzeugen.
VERSORGUNGSLAGE IN ZAHLEN

Warum Dschibuti anders gerechnet werden muss

Drei Kennzahlen erklären, weshalb die Evakuierungsleistung bei jedem Tarifvergleich für Dschibuti an erster Stelle steht.

2
Ärzte je 10.000 EinwohnerDeutschland kommt auf über 40 Ärzte je 10.000 Einwohner. Die Versorgungsdichte in Dschibuti liegt damit rund zwanzigmal niedriger.
14
Krankenhausbetten je 10.000 EinwohnerAuch in Dschibuti-Stadt entspricht keine Einrichtung westeuropäischem Standard für komplexe Eingriffe oder Intensivmedizin.
30.000–100.000 €
Medizinischer EvakuierungsflugSo viel kostet ein Rücktransport nach Europa je nach Schwere des Falls. Ohne passende Police zahlen Sie diesen Betrag vollständig selbst.
TARIFBAUSTEINE UND PREISHEBEL

Vier Punkte, die Sie für Dschibuti aktiv steuern können

Zwei davon schließen typische Lücken, zwei senken Ihren Monatsbeitrag, ohne dass Sie relevanten Schutz verlieren.

  • Malaria und tropische ErkrankungenDschibuti ist Malariagebiet mit ganzjährig hohem Infektionsrisiko. Der Tarif muss tropische Infektionskrankheiten vollständig einschließen, nicht nur als Notfallleistung.
  • Zahnbehandlung als eigener BausteinPrivate Zahnbehandlung ist vor Ort teuer, und der Weg zur Behandlung im Ausland kommt für kleinere Eingriffe nicht in Frage. Ein solider Zahnbaustein verhindert genau diese Zwischenkosten.
  • Selbstbehalt bewusst ansetzenWer bereit ist, 500 bis 1.000 Euro im Jahr selbst zu tragen, senkt die Prämie um 15 bis 30 Prozent. Das lohnt sich, solange die Evakuierungsleistung davon unberührt bleibt.
  • Deckungsregion ohne USA und KanadaNordamerika ist der teuerste Teil jeder weltweiten Deckung. Wer von Dschibuti aus nicht dorthin reist, kann die Region gezielt ausschließen und zahlt spürbar weniger.
IPMI-ANBIETER FÜR DSCHIBUTI

Zwölf Anbieter im Marktüberblick

Nicht jede internationale Krankenversicherung ist gleich gut für Dschibuti geeignet. Diese Anbieter decken das Land ab – mit unterschiedlichen Stärken.

April International
Modularer Aufbau für individuelle Anpassung, langjährige Expat-Erfahrung.
ZielgruppeAuswanderer, Langzeitexpats
ab/Monatab ca. 100 €
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BDAE
Expat Infinity: speziell für Langzeitexpats, Vorerkrankungen teilweise einschließbar.
ZielgruppeLangzeitexpats, Auswanderer
ab/Monatab ca. 90 €
Details →
Cigna Global
Weltweites Netzwerk, Evakuierung standardmäßig enthalten – Premium-Preisniveau.
ZielgruppeEntsandte Fachkräfte, Familien
ab/Monatab ca. 120 €
Details →
Foyer Global Health
Luxemburgischer Anbieter: transparente Policen, flexible Selbstbehaltsoptionen.
ZielgruppeExpats mit Kostenbewusstsein
ab/Monatab ca. 150 €
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Freedom Health
Modulares britisches Produkt, skalierbar für ambulante und stationäre Versorgung.
ZielgruppeExpats, internationale Reisende
ab/Monatab ca. 210 €
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Genki
Digital, transparent, preisgünstig – ideal für gesunde jüngere Expats.
ZielgruppeJunge Expats, digitale Nomaden
ab/Monatab ca. 79 €
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MAWISTA
Preisgünstig für kürzere Aufenthalte – für Langzeitexpats eher Einstiegslösung.
ZielgruppeStudenten, Praktikanten, junge Reisende
ab/Monatab ca. 55 €
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Morgan Price
Spezialist für Entwicklungsländer – Evakuierung als Kernelement.
ZielgruppeExpats in schwierigen Versorgungsumgebungen
ab/Monatab ca. 145 €
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PassportCard
Direktzahlung per Karte statt Erstattung – Vor-Ort-Nutzbarkeit prüfen.
ZielgruppeExpats, die Vorleistung vermeiden wollen
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
LEISTUNGSMERKMALE

Diese drei Punkte sind für Dschibuti nicht verhandelbar

Unabhängig vom Anbieter müssen diese Leistungsmerkmale in jeder Police für Dschibuti enthalten sein.

  • Medizinische Evakuierung ohne EinschränkungVollständige Abdeckung des organisierten Abtransports in ein geeignetes Krankenhaus im Ausland – ohne diagnosebezogene Ausschlüsse und ohne hohe Selbstbeteiligung. Das ist das wichtigste Einzelmerkmal für jeden Aufenthalt in Dschibuti.
  • Klares Erstattungsverfahren für BarzahlungenDa Direktabrechnung vor Ort kaum möglich ist, muss die Police ein unkompliziertes, schnelles Erstattungsverfahren bieten. Relevante Fragen: Wie schnell wird erstattet? Welche Belege werden akzeptiert? Gibt es einen deutschsprachigen Ansprechpartner?
  • Medikamentenversorgung und -importDie Verfügbarkeit von Medikamenten in Dschibuti ist begrenzt. Eine gute Police deckt die Kosten für notwendige Medikamente ab – und idealerweise auch deren Import, wenn sie vor Ort nicht erhältlich sind.
ANTRAGSWEG

In vier Schritten zur richtigen Police für Dschibuti

Besonders bei Vorerkrankungen gilt: Der Weg zum Vertragsabschluss ist entscheidend für den Schutz danach.

  1. Profil und Bedarf klären

    Alter, Aufenthaltsdauer, Deckungsgebiet, gewünschter Leistungsumfang und Vorerkrankungen – diese Informationen bilden die Grundlage für eine sinnvolle Anbieterauswahl.

  2. Anonyme Risikovoranfrage

    Bei Vorerkrankungen: Daten werden ohne Namensnennung bei mehreren Versicherern eingereicht. Ergebnis: belastbare Konditionen ohne HIS-Pool-Risiko bei Ablehnung.

  3. Anbieter vergleichen

    Vergleich der Konditionen aus der Voranfrage: Leistungsumfang, Evakuierungsdeckung, Erstattungsprozess, Prämie und Selbstbehalt werden gegenübergestellt.

  4. Formellen Antrag stellen

    Erst wenn der optimale Anbieter feststeht, wird der formelle Antrag eingereicht – mit Begleitung durch den gesamten Abschlussprozess bis zur Bestätigung des Versicherungsschutzes.

FÜR WEN DIESER GUIDE GILT

Wer braucht eine internationale Krankenversicherung für Dschibuti?

Entsandte Fachkräfte und NGO-Mitarbeitende
Wer im Auftrag eines Unternehmens oder einer Organisation in Dschibuti arbeitet, benötigt häufig eine Police, die auch Dienstunfälle, Evakuierung und Rückführung abdeckt. Betriebliche Gruppen-Policen decken Einzelrisiken oft nicht vollständig ab.
Auswanderer und Langzeitexpats
Wer dauerhaft nach Dschibuti zieht, verliert den Anspruch auf Leistungen der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung. Eine internationale Krankenversicherung mit weltweitem Deckungsgebiet ist die einzige vollständige Absicherungslösung.
Personen mit Vorerkrankungen
Wer eine komplexe Gesundheitshistorie hat, sollte vor jedem Antrag eine anonyme Risikovoranfrage durchführen lassen. So bleibt der HIS-Pool sauber und die Konditionen sind von Anfang an transparent.
Familien mit Kindern
Kinder brauchen zuverlässigen Zugang zu pädiatrischer Versorgung – die in Dschibuti kaum vorhanden ist. Für Familien ist eine Police mit umfassender Evakuierungsdeckung und klarer Kindereinbeziehung besonders wichtig.
HÄUFIGE FRAGEN

Krankenversicherung Dschibuti: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Gibt es in Dschibuti eine Krankenversicherungspflicht für Ausländer?
Nein. Dschibuti schreibt Expats und Auswanderern keine internationale Krankenversicherung als Visumvoraussetzung oder gesetzliche Pflicht vor. Das bedeutet aber nicht, dass Sie keine brauchen – im Gegenteil. Da der Staat keine Absicherung für Ausländer bietet und die lokale Versorgung stark eingeschränkt ist, liegt die volle finanzielle Verantwortung bei Ihnen selbst. Wer ohne Versicherung einreist, trägt alle Behandlungs- und Evakuierungskosten aus eigener Tasche.
Deckt meine deutsche gesetzliche Krankenversicherung einen Aufenthalt in Dschibuti ab?
Nein. Die deutschen gesetzlichen Krankenkassen leisten außerhalb der EU und weniger Vertragsstaaten in der Regel keine Erstattungen. Dschibuti gehört nicht dazu. Wer dauerhaft im Ausland lebt, verliert zudem nach einer bestimmten Zeit den GKV-Anspruch vollständig. Eine internationale Krankenversicherung ist die einzige vollständige Absicherungslösung für Langzeitaufenthalte in Dschibuti.
Was kostet eine internationale Krankenversicherung für Dschibuti konkret?
Die Prämie hängt von Alter, Leistungsumfang, Selbstbehalt und Deckungsgebiet ab. Als Orientierung: Personen unter 35 Jahren zahlen für solide Basisprodukte ab etwa 80 bis 150 Euro monatlich. Premium-Schutz mit vollständiger Evakuierungsabdeckung und weltweitem Geltungsbereich liegt bei 200 bis 400 Euro oder mehr. Für Personen ab 50 Jahren steigen die Prämien deutlich. Ein marktbreiter Vergleich ist deshalb unerlässlich – Pauschalpreise sind nur bedingt aussagekräftig.
Kann ich eine Krankenversicherung für Dschibuti abschließen, wenn ich Vorerkrankungen habe?
Ja. Vorerkrankungen sind kein automatisches Ausschlusskriterium. Je nach Erkrankung und Anbieter sind voller Einschluss, ein Risikozuschlag oder eine Ausschlussklausel möglich. Entscheidend ist, den Prozess richtig anzugehen: Eine anonyme Risikovoranfrage zeigt Ihnen die Konditionen mehrerer Versicherer, bevor Sie einen formellen Antrag stellen – ohne das Risiko eines HIS-Pool-Eintrags bei einer Ablehnung.
Muss ich in Dschibuti in Vorleistung treten, bevor die Versicherung zahlt?
In den meisten Fällen ja. Krankenhäuser in Dschibuti rechnen kaum direkt mit internationalen Versicherern ab. Behandlungskosten werden in der Regel sofort und bar fällig. Die Versicherung erstattet diese Kosten anschließend – aber Sie müssen zunächst selbst zahlen. Wie schnell und unkompliziert dieser Erstattungsprozess läuft, ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal beim Anbietervergleich.
Was passiert im medizinischen Notfall außerhalb der Hauptstadt Dschibuti-Stadt?
Außerhalb der Hauptstadt gibt es praktisch keine medizinische Infrastruktur. Im Notfall ist eine Evakuierung in die Hauptstadt oder direkt ins Ausland die einzige Option. Eine hochwertige internationale Krankenversicherung koordiniert diesen Transport über eine 24/7-Notfallhotline und übernimmt die gesamten Kosten – ohne diese Abdeckung sind Sie auf sich allein gestellt.
Reicht eine Reisekrankenversicherung für Dschibuti?
Für kurze Reisen bis zu sechs Wochen kann eine Reisekrankenversicherung ausreichen. Für längere Aufenthalte – ob als Expat, Auswanderer oder Langzeitreisender – ist sie nicht geeignet. Reisekrankenversicherungen haben Zeitgrenzen, decken keine chronischen Vorerkrankungen ab und sind nicht auf die spezifischen Anforderungen eines Langzeitaufenthalts in einem unterversorgten Land ausgelegt. Die richtige Lösung ist eine internationale Krankenversicherung (IPMI).
Welche Anbieter decken Dschibuti überhaupt ab?
Die meisten großen IPMI-Anbieter schließen Dschibuti in ihre weltweite Deckung ein. Dazu gehören unter anderem Allianz Care, April International, BDAE, Cigna, Foyer Global Health, Freedom Health, Genki, Morgan Price und PassportCard. Morgan Price ist dabei besonders auf schwierige Versorgungsumgebungen spezialisiert und daher für Dschibuti besonders geeignet. Welcher Anbieter im Einzelfall passt, hängt von Ihrem persönlichen Profil ab.
Was kostet ein medizinischer Rücktransport aus Dschibuti?
Ein Evakuierungsflug nach Europa kostet je nach Schwere des Falls zwischen 30.000 und 100.000 Euro. In den Betrag fließen das Spezialflugzeug, das begleitende Medizinpersonal und die Aufnahmeorganisation im Zielland ein. Ohne Versicherung tragen Sie diese Summe vollständig selbst, und der Transport startet in der Regel erst nach gesicherter Kostenübernahme. Deshalb gilt für Dschibuti: Ein Tarif ohne vollständig eingeschlossene Evakuierung ist kein ausreichender Schutz, egal wie günstig der Monatsbeitrag aussieht.
Welche Impfungen brauche ich für Dschibuti und zahlt die Versicherung sie?
Das Auswärtige Amt empfiehlt für Dschibuti unter anderem Impfungen gegen Hepatitis A und B, Typhus und Tollwut sowie eine Malariaprophylaxe. Diese reisemedizinischen Leistungen sind in vielen IPMI-Tarifen gar nicht oder nur begrenzt enthalten, denn sie fallen unter Vorsorge und nicht unter Behandlung. Prüfen Sie diesen Punkt gezielt vor Abschluss und rechnen Sie im Zweifel mit einem Eigenanteil. Den konkreten Impfplan stimmen Sie am besten rechtzeitig vor der Abreise mit einem tropenmedizinischen Zentrum ab.
Wie viel Beitrag spare ich mit einem höheren Selbstbehalt?
Ein jährlicher Selbstbehalt von 500 bis 1.000 Euro senkt die Monatsprämie um etwa 15 bis 30 Prozent. Für Dschibuti ist das ein sinnvoller Hebel, weil die wirklich teuren Ereignisse ohnehin Evakuierung und Auslandsbehandlung sind und nicht der einzelne Arztbesuch. Achten Sie aber darauf, dass sich der Selbstbehalt nicht auf die Evakuierungsleistung auswirkt: Dort wäre eine hohe Selbstbeteiligung genau an der falschen Stelle gespart. Rechnen Sie den Betrag außerdem gegen Ihre Liquidität vor Ort, denn in Dschibuti zahlen Sie Behandlungen meist zuerst selbst.
Warum unterscheiden sich die Beiträge für Dschibuti so stark zwischen den Anbietern?
Die Spanne entsteht vor allem durch unterschiedliche Risikoeinschätzungen für die Region. Nicht jeder Versicherer deckt Evakuierungen aus Dschibuti ohne Einschränkung ab, manche deckeln die Leistung oder knüpfen sie an bestimmte Diagnosen und Zielländer. Dazu kommen Unterschiede bei Deckungssummen, Netzwerkstrukturen und beim Umgang mit tropischen Erkrankungen. Ein Preisvergleich ohne Blick auf diese Details führt für Dschibuti regelmäßig zur falschen Entscheidung, weil der günstigste Tarif genau dort deckelt, wo das Land teuer wird.

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