Eine herkömmliche Reisekrankenversicherung ist für den Jemen strukturell ungeeignet. Solche Policen sind auf kurze Aufenthalte ausgelegt, begrenzen die Deckungssumme und schließen Kriegs- und Krisengebiete häufig explizit aus. Planbare Behandlungen oder chronische Erkrankungen sind ebenfalls nicht abgedeckt.
Wer sich länger im Jemen aufhält – als Entwicklungshelfer, Journalist, NGO-Mitarbeiter oder Expat – benötigt eine IPMI-Police (International Private Medical Insurance). Diese ist speziell für Langzeitaufenthalte in Hochrisikogebieten konzipiert und umfasst Leistungen, die im Krisenkontext entscheidend sind: Notfallevakuierung, Rücktransport ins Heimatland, stationäre Behandlung in Nachbarländern sowie – je nach Tarif – Kriegsrisikoklauseln.