Das Tungaru Central Hospital in der Hauptstadt Tarawa ist die einzige Einrichtung in Kiribati mit einem halbwegs vollständigen Leistungsspektrum. Spezialisierte Fachärzte – etwa für Kardiologie, Onkologie oder Neurologie – sind praktisch nicht verfügbar. Auf den 33 Außeninseln beschränkt sich die Versorgung auf einfache Gesundheitsstationen mit limitiertem Personal.
Für Behandlungen, die in Deutschland als Routineoperationen gelten, müssen Patienten nach Fidschi, Australien oder Neuseeland ausgeflogen werden. Das bedeutet: Wer in Kiribati lebt, muss von Beginn an davon ausgehen, dass ein erheblicher Teil seiner medizinischen Versorgung außerhalb des Landes stattfindet.