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Medizinische Versorgung im Ausland: Was Ihre IPMI wirklich leistet

Von der ambulanten Behandlung bis zur Notfallevakuierung: Eine internationale Krankenversicherung ist kein Reiseschutz — sie ist Ihre vollständige medizinische Heimat im Ausland. Erfahren Sie, welche Leistungen Sie erwarten dürfen und wie selbst Vorerkrankungen kein Hindernis sein müssen.

  • 6-stellig OP-Kosten USA möglich
  • 3 Wege bei Vorerkrankungen
  • 24/7 Notfallhotline auf Deutsch
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
Über den AutorSchließen
Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • IPMI ersetzt — sie ergänzt nicht. Eine internationale Krankenversicherung ist kein Zusatz zum lokalen Gesundheitssystem, sondern der vollständige Ersatz für Expats, die keinen Zugang zu nationalen Systemen haben.
  • Reiseversicherung ist kein Dauerschutz. Wer eine Reisekrankenversicherung als langfristige Lösung nutzt, sitzt im Ernstfall ohne Schutz für Vorsorge, chronische Erkrankungen, Schwangerschaft oder psychische Gesundheit. Mehr dazu bei den Alternativen zur Krankenversicherung.
  • Vorerkrankungen bedeuten nicht Ablehnung. Mit FMU, Moratoriumsprinzip oder anonymer Risikovoranfrage gibt es fast immer einen Weg zur Absicherung — die richtige Strategie entscheidet bei Vorerkrankungen in der internationalen Krankenversicherung.
  • Wartezeiten kennen, bevor man unterschreibt. Für Schwangerschaft und psychische Erkrankungen gelten in vielen Tarifen Wartezeiten — wer das nicht vorab prüft, zahlt Prämien ohne Leistungsanspruch.
  • Ehrlichkeit schützt den Vertrag. Verschwiegene Vorerkrankungen führen im Schadensfall zu Leistungsausschluss oder rückwirkender Kündigung — die vorvertragliche Anzeigepflicht ist keine Formalität.
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LEISTUNGSÜBERBLICK

Was Ihre internationale Krankenversicherung wirklich abdeckt

Von der täglichen Arztvisite bis zur Evakuierung — eine ehrliche Übersicht über das vollständige Leistungsspektrum einer IPMI.

Ambulante Behandlung: Freie Arztwahl weltweit

Facharztbesuche, Diagnostik, Medikamente — ohne Netzwerkbindung.

Ambulante Versorgung ist das Herzstück jeder IPMI. Dazu zählen Besuche beim Allgemeinmediziner und bei Fachärzten, Laboruntersuchungen, bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder MRT sowie verschriebene Medikamente. In den meisten Tarifen ist die freie Arztwahl weltweit inbegriffen — Sie sind nicht an ein bestimmtes Netzwerk gebunden.

Was viele nicht wissen: Hochwertige IPMI-Tarife übernehmen auch Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Gesundheitschecks. Das ist keine Komfortleistung, sondern sinnvolle Prävention — auf lange Sicht günstiger als Behandlungen, die durch fehlende Früherkennung notwendig werden.

  • Besuche beim Allgemeinmediziner und allen Fachrichtungen
  • Laboruntersuchungen, Röntgen, MRT, Ultraschall
  • Verschriebene Medikamente und Heilmittel
  • Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen
  • Telemedizinische Konsultationen (in modernen Tarifen)

Stationäre Behandlung: Krankenhauskosten im Griff

Eingriffe, Operationen, Nachsorge — und wie die Kostengenehmigung funktioniert.

Krankenhausaufenthalte im Ausland können je nach Land und Einrichtung extrem kostspielig sein. Eine IPMI übernimmt in der Regel Zimmerkosten, Verpflegung, Operationskosten, Anästhesie und die Nachsorge. In hochwertigen Tarifen ist auch die Unterbringung im Einbettzimmer sowie die Behandlung durch leitende Ärzte eingeschlossen.

Wichtig: Außer im echten Notfall sollten Sie vorab eine Kostengenehmigung beim Versicherer einholen. Das schützt vor Überraschungen bei der Abrechnung und gibt dem Versicherer die Möglichkeit, gegebenenfalls eine geeignetere Einrichtung zu empfehlen.

  • Zimmer, Verpflegung und Pflegeleistungen
  • Alle Operationskosten inklusive Anästhesie
  • Vor- und Nachsorgebehandlungen
  • Einbettzimmer und Chefarztbehandlung (Premium-Tarife)
  • Vorab-Kostengenehmigung im Regelfall empfohlen

Notfall und Evakuierung: Schutz, wenn jede Sekunde zählt

Notaufnahme, Krankentransport und Repatriierung — der Baustein, der Leben rettet.

Ein Notfall kennt keine Öffnungszeiten und keine Grenzen. Eine solide IPMI deckt nicht nur die Notaufnahme ab, sondern auch die medizinische Evakuierung — den Transport in eine geeignete Klinik, die möglicherweise in einem anderen Land liegt. In Regionen mit schwacher medizinischer Infrastruktur, etwa in Teilen Südostasiens oder Afrikas, kann dieser Baustein lebensrettend sein.

Viele Anbieter bieten eine 24-Stunden-Notfallhotline auf Deutsch an. Im Schockmoment zu wissen, dass man mit jemandem in der eigenen Sprache sprechen kann, hat einen Wert, der sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt.

  • Notaufnahme ohne Kostengenehmigungspflicht
  • Medizinische Evakuierung in geeignete Klinik
  • Rücktransport ins Heimatland bei Bedarf
  • 24/7-Notfallhotline auf Deutsch
  • Todesfallrepatriierung eingeschlossen

Psychische Gesundheit: Der unterschätzte Baustein für Expats

Kulturschock, Isolation, Burnout — warum dieser Leistungsbereich für Auslandslebende besonders wichtig ist.

Das Leben im Ausland ist aufregend — aber auch fordernd. Kulturschock, soziale Isolation, der Druck des beruflichen Neuanfangs und fehlende Unterstützungsnetzwerke machen Expats besonders anfällig für psychische Belastungen. Depressionen, Angststörungen und Burnout sind unter Auslandslebenden keine Seltenheit.

Viele Standardversicherungen decken psychische Erkrankungen nur unzureichend oder gar nicht ab. Eine gute IPMI schließt ambulante Psychotherapie, psychiatrische Behandlungen und in schweren Fällen auch stationäre Aufenthalte ein. Achten Sie beim Tarifvergleich explizit auf diesen Punkt — er wird im Kleingedruckten oft versteckt. Wartezeiten von bis zu 24 Monaten für psychische Gesundheit sind bei einzelnen Anbietern möglich.

  • Ambulante Psychotherapie beim zugelassenen Therapeuten
  • Psychiatrische Behandlung und Medikation
  • Stationäre Aufenthalte bei schweren Erkrankungen
  • Wartezeiten je nach Tarif verschieden — vorab prüfen

Zahnbehandlung und Sehhilfen: Ergänzungen mit großem Unterschied

Wurzelbehandlung in den USA: mehrere tausend Euro — warum dieser Zusatzschutz sich rechnet.

Zahnbehandlung ist in vielen Basistarifen nicht enthalten oder nur in sehr begrenztem Umfang. Dabei sind Zahnarztkosten im Ausland erheblich: Eine Wurzelbehandlung und die Krankenversicherung in den USA oder der Schweiz kann schnell mehrere tausend Euro kosten. Wer regelmäßig zahnärztliche Versorgung benötigt, sollte gezielt nach Tarifen mit entsprechendem Zusatzschutz suchen.

Sehhilfen — Brillen und Kontaktlinsen — werden ebenfalls häufig als Ergänzungsleistung angeboten. Für Menschen mit Sehschwäche ist das kein Komfortmerkmal, sondern gelebter Alltag.

  • Routinebehandlungen, Füllungen, Extraktionen
  • Wurzelbehandlungen und Zahnersatz (je nach Tarif)
  • Kieferorthopädie (meist nur in Premium-Tarifen)
  • Brillen und Kontaktlinsen als Ergänzungsleistung
  • Jahresbudget für Zahn- und Sehleistungen üblich

Schwangerschaft und Geburt: Planungssicherheit für Expat-Familien

Wartezeiten, Geburtskosten, Nachsorge — was Sie vor Vertragsabschluss wissen müssen.

Schwangerschaft und Geburt im Ausland sind für viele Expat-Paare eine besondere Herausforderung. Eine umfassende IPMI deckt Vorsorgeuntersuchungen, die Geburt — ob natürlich oder per Kaiserschnitt — sowie die Nachsorge für Mutter und Kind ab. Einige Tarife schließen auch Komplikationen bei der Schwangerschaft ein.

Wichtig: Die meisten Versicherer verlangen, dass die Schwangerschaft erst nach einer Wartezeit eintritt, damit Leistungen übernommen werden. Wer eine Familienplanung hat, sollte diesen Punkt frühzeitig klären — idealerweise bevor der Versicherungsvertrag abgeschlossen wird. Typische Wartezeiten liegen zwischen zehn und zwölf Monaten.

  • Vorsorgeuntersuchungen und Hebammenleistungen
  • Geburt natürlich und per Kaiserschnitt abgedeckt
  • Neugeborenenversorgung direkt ab Geburt
  • Komplikationsschutz je nach Tarif eingeschlossen
  • Wartezeit vor Einschluss der Schwangerschaftsleistungen prüfen
VERSICHERUNGSTYPEN

Reisekrankenversicherung vs. Internationale Krankenversicherung

Beide Produkte klingen ähnlich — die Unterschiede sind fundamental. Eine Verwechslung kann im Ernstfall teuer werden.

Reisekrankenversicherung

Kurzfristiger Notfallschutz bis 90 Tage
  • SchutzdauerBis 90 Tage — für Urlauber und Kurzreisende konzipiert
  • Vorsorge & RoutineKeine Vorsorgeuntersuchungen oder Gesundheitschecks
  • Chronische ErkrankungenChronische Erkrankungen sind in der Regel ausgeschlossen
  • Psychische GesundheitPsychische Erkrankungen kaum oder gar nicht abgedeckt
  • SchwangerschaftSchwangerschaft und Geburt nicht versichert
  • NotfallevakuierungRücktransport ins Heimatland als Kernleistung enthalten

Internationale Krankenversicherung (IPMI)

Vollständiger Langzeitschutz für Ihr Leben im Ausland
  • SchutzdauerUnbefristet — begleitet Sie dauerhaft im Ausland
  • Vorsorge & RoutineVorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Gesundheitschecks inklusive
  • Chronische ErkrankungenChronische Erkrankungen versicherbar — mit passender Strategie
  • Psychische GesundheitAmbulante Psychotherapie und psychiatrische Behandlung einschließbar
  • SchwangerschaftSchwangerschaft und Geburt abgedeckt (nach Wartezeit)
  • NotfallevakuierungHöhere Monatsprämie als Reisekrankenversicherung
Reiseversicherung als Dauerlösung: ein teurer Irrtum
Viele Expats nutzen in den ersten Monaten im Ausland ihre Reisekrankenversicherung weiter — oft weil sie bequem und vertraut ist. Doch ab dem ersten Tag, an dem Sie dauerhaft im Ausland wohnen, ist dieser Schutz in der Regel nicht mehr gültig. Routinebehandlungen, geplante Eingriffe und chronische Erkrankungen sind ausgeschlossen. Wer in dieser Zeit ernsthaft erkrankt, zahlt im schlimmsten Fall alles selbst.
VORERKRANKUNGEN

Vorerkrankungen in der IPMI: Lösungen statt Ablehnung

Eine Vorerkrankung ist kein Ausschlussgrund — sie erfordert die richtige Strategie. Hier sind Ihre drei Wege zur Absicherung.

Vollständige medizinische Risikoprüfung (FMU)

Transparenz über Konditionen — der Weg für Menschen, die Planungssicherheit wollen.

Bei der vollständigen medizinischen Risikoprüfung (FMU) prüft der Versicherer die gesamte Krankengeschichte und entscheidet individuell. Das Ergebnis kann ein normaler Tarif, ein Tarif mit Risikozuschlag oder ein Tarif mit Leistungsausschluss für die betreffende Erkrankung sein.

Der entscheidende Vorteil: Sie wissen vor Vertragsabschluss genau, was gedeckt ist und was nicht. Keine versteckten Ausschlüsse, keine Überraschungen im Schadensfall. Für Menschen mit komplexen Vorerkrankungen ist das die ehrlichste und verlässlichste Option.

  • Vollständige Prüfung der Krankengeschichte durch den Versicherer
  • Ergebnis: normaler Tarif, Risikozuschlag oder Teilausschluss
  • Maximale Planungssicherheit vor Vertragsabschluss
  • Geeignet für Menschen mit bekannten, behandelten Erkrankungen

Moratoriumsprinzip: Soforteinstieg mit Wartefrist

Kein Fragebogen, aber 24 Monate Ausschluss — der schnelle Weg für leichtere Fälle.

Beim Moratoriumsprinzip werden Vorerkrankungen für 24 Monate vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Wer in dieser Zeit keine Behandlung wegen der betreffenden Erkrankung benötigt, ist danach vollständig versichert — ohne Zuschlag, ohne Ausschluss. Anbieter wie Genki setzen dieses Prinzip in der Praxis ein.

Das ist besonders interessant für Menschen mit leichten oder vollständig ausgeheilten Erkrankungen. Kein detaillierter Fragebogen, kein aufwendiges Prüfverfahren. Der Einstieg ist schneller — aber wer in den ersten zwei Jahren behandelt werden muss, ist für diese Erkrankung nicht gedeckt.

  • Keine vollständige Gesundheitserklärung erforderlich
  • Vorerkrankungen für 24 Monate ausgeschlossen
  • Danach vollständiger Schutz ohne Aufpreis
  • Geeignet für ausgeheilte oder leichte Erkrankungen

Anonyme Risikovoranfrage: Erst prüfen, dann entscheiden

Ihre Chancen kennen, bevor eine Ablehnung in Ihrer Versicherungshistorie landet.

Bevor ein offizieller Antrag gestellt wird, kann der Gesundheitszustand anonym bei verschiedenen Versicherern geprüft werden. So erfahren Sie vorab, wer zu welchen Konditionen bereit wäre, Sie zu versichern — ohne dass eine mögliche Ablehnung in Ihrer Versicherungshistorie vermerkt wird.

Das ist besonders wertvoll bei komplexen Vorerkrankungen. Eine gespeicherte Ablehnung kann künftige Antragsstellungen bei anderen Versicherern erheblich erschweren. Die anonyme Voranfrage schützt Sie davor und ermöglicht eine informierte Entscheidung.

  • Gesundheitszustand wird anonym bei mehreren Versicherern geprüft
  • Keine Ablehnung in der Versicherungshistorie
  • Konditionen verschiedener Anbieter werden verglichen
  • Ideal vor dem eigentlichen Antragsverfahren
IHR WEG ZUR ABSICHERUNG

So begleiten wir Sie bei Vorerkrankungen zur richtigen IPMI

Kein Expat sollte auf internationalen Krankenversicherungsschutz verzichten, nur weil er eine Vorerkrankung hat. Unser strukturierter Prozess findet den richtigen Weg.

  1. Erstgespräch

    Wir erfassen Ihre gesundheitliche Situation vollständig und ohne Wertung — die Grundlage für alle weiteren Schritte.

  2. Anonyme Risikovoranfrage

    Wir fragen diskret bei mehreren Versicherern an, um die besten Konditionen zu ermitteln — ohne Eintrag in Ihre Versicherungshistorie.

  3. Angebotsvergleich

    Wir erklären transparent, welche Optionen es gibt — inklusive Risikozuschlägen, Ausschlüssen und Wartezeiten.

  4. Antragsbegleitung

    Wir helfen Ihnen, die Gesundheitserklärung korrekt und vollständig auszufüllen — denn eine fehlerhafte Erklärung kann teurer werden als jede Behandlung.

Ehrlichkeit schützt Ihren Vertrag
Die vorvertragliche Anzeigepflicht verpflichtet Sie, alle relevanten Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß zu beantworten. Wer Vorerkrankungen verschweigt — ob aus Unwissenheit oder Absicht — verliert im Leistungsfall seinen Schutz. Versicherer prüfen im Schadensfall die Krankengeschichte. Gleichzeitig gilt: Nicht jede vergangene Erkrankung ist automatisch relevant. Was genau anzugeben ist, hängt vom Fragebogen des Versicherers ab — professionelle Begleitung ist hier Gold wert.
ABRECHNUNG

Direkte Kostenübernahme vs. Kostenerstattung

Beide Modelle haben Vor- und Nachteile — welches besser zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Situation und dem Land ab.

Direct Billing

Versicherer rechnet direkt mit Arzt oder Klinik ab
  • ZahlungsflussVersicherer zahlt direkt an die Einrichtung — kein Vorschuss nötig
  • LiquiditätsbedarfKein eigenes Kapital für große Behandlungen erforderlich
  • VerfügbarkeitNicht bei allen Ärzten und Kliniken weltweit verfügbar
  • KomfortMaximaler Komfort — kein Papierkram nach der Behandlung
  • TransparenzKostengenehmigung oft vorab erforderlich

Kostenerstattung

Sie bezahlen zunächst, reichen dann die Rechnung ein
  • ZahlungsflussSie zahlen zunächst selbst und reichen Belege beim Versicherer ein
  • LiquiditätsbedarfEigene Liquidität für zwischenzeitliche Vorfinanzierung notwendig
  • VerfügbarkeitBei jedem Arzt und jeder Klinik weltweit nutzbar
  • KomfortBelegverwaltung und Einreichung liegt beim Versicherten
  • TransparenzVolltransparenz über alle Kosten vor der Erstattung
KOSTEN IM AUSLAND

Worauf Sie bei Deckungssummen und Selbstbeteiligung achten sollten

Medizinische Behandlungskosten variieren weltweit extrem. Die richtige Tarif-Konfiguration schützt vor bösen Überraschungen.

  • USA, Schweiz, Singapur: HochpreisregionenSelbst einfache Eingriffe können mehrere tausend Euro kosten. Deckungssummen von mindestens 1 Mio. Euro sind in diesen Regionen empfehlenswert.
  • Thailand, Mexiko: Günstigere Hochqualitäts-KlinikenHochwertige Privatkliniken sind oft deutlich günstiger als in Deutschland — dennoch schützt eine solide Deckungssumme vor unerwarteten Langzeitbehandlungen.
  • Selbstbeteiligung: Prämie vs. Risiko abwägenEine höhere Selbstbeteiligung senkt die monatliche Prämie spürbar — ist aber nur sinnvoll, wer selten medizinische Leistungen beansprucht und gesund ist.
  • Deckungsgrenzen im KleingedrucktenManche Tarife begrenzen Leistungen für Zahnbehandlungen, psychische Erkrankungen oder Schwangerschaft auf Jahresbudgets. Immer vorab prüfen.
  • Originalbelege immer aufbewahrenBei Kostenerstattung sind Originalrechnungen Pflicht. Versicherer erstatten in der Regel innerhalb weniger Werktage nach vollständiger Einreichung.
  • Regionale Ausschlüsse kennenManche Tarife schließen bestimmte Länder oder Regionen aus — etwa Gebiete mit aktiven Konflikten oder die USA als Hochkostenregion. Immer Deckungsgebiet prüfen.
HÄUFIGE FRAGEN

Ihre Fragen zur medizinischen Versorgung mit IPMI

Kann ich mit einer internationalen Krankenversicherung auch in Deutschland behandelt werden?
Das hängt vom gewählten Tarif ab. Manche IPMI-Tarife schließen das Heimatland vollständig aus, andere begrenzen die Leistungen dort zeitlich — etwa auf 30 oder 90 Tage pro Jahr. Wer regelmäßig nach Deutschland reist und dort Behandlungen plant, sollte diesen Punkt explizit im Tarifvergleich prüfen. Im Zweifel hilft eine persönliche Beratung, den richtigen Tarif zu finden.
Wie werden Vorerkrankungen bei einer internationalen Krankenversicherung behandelt?
Es gibt drei gängige Wege: Bei der vollständigen medizinischen Risikoprüfung (FMU) wird jede Erkrankung individuell bewertet — mit möglichem Risikozuschlag oder Teilausschluss. Das Moratoriumsprinzip schließt Vorerkrankungen für 24 Monate aus, danach sind sie vollständig gedeckt. Die anonyme Risikovoranfrage ermöglicht es, die Konditionen verschiedener Versicherer zu prüfen, ohne dass eine Ablehnung in der Versicherungshistorie landet. Welcher Weg passt, hängt von der Art und Schwere der Vorerkrankungen in der internationalen Krankenversicherung ab.
Was passiert, wenn der Arzt nicht direkt mit meiner Versicherung abrechnen kann?
In diesem Fall bezahlen Sie zunächst selbst und reichen alle Originalrechnungen anschließend beim Versicherer ein. Die meisten Anbieter erstatten innerhalb weniger Werktage. Wichtig: Bewahren Sie alle Belege sorgfältig auf und reichen Sie vollständige Unterlagen ein, damit die Erstattung ohne Rückfragen reibungslos läuft.
Ist psychische Gesundheit bei internationalen Krankenversicherungen mitversichert?
Nicht automatisch und nicht bei allen Anbietern in gleichem Umfang. Hochwertige IPMI-Tarife schließen ambulante Psychotherapie, psychiatrische Behandlungen und in schweren Fällen auch stationäre Aufenthalte ein. Einige Tarife haben jedoch Jahresbudgets oder Sitzungsobergrenzen. Da Expats überdurchschnittlich häufig von psychischen Belastungen betroffen sind, lohnt ein genauer Blick auf diesen Leistungsbereich vor Vertragsabschluss.
Deckt eine internationale Krankenversicherung auch Schwangerschaft und Geburt ab?
Ja — sofern die Schwangerschaft nach einer Wartezeit eintritt. Die meisten Anbieter verlangen eine Wartezeit von zehn bis zwölf Monaten, bevor Schwangerschaftsleistungen in Anspruch genommen werden können. Abgedeckt sind dann Vorsorgeuntersuchungen, die Geburt (natürlich und per Kaiserschnitt) sowie die Nachsorge für Mutter und Kind. Wer eine Familienplanung hat, sollte diesen Punkt unbedingt vor Vertragsabschluss klären.
Ist Telemedizin in einer IPMI enthalten?
Immer häufiger ja. Viele moderne IPMI-Tarife schließen telemedizinische Konsultationen ein — ein erheblicher Vorteil in Ländern mit schwacher Gesundheitsinfrastruktur oder bei sprachlichen Barrieren. Über Video- oder Telefon-Konsultationen können Diagnosen gestellt, Überweisungen ausgestellt und Medikamente verschrieben werden. Beim Tarifvergleich lohnt es sich, diesen Baustein explizit nachzufragen.
Was ist eine medizinische Evakuierung und wann ist sie relevant?
Eine medizinische Evakuierung bezeichnet den organisierten Transport eines Patienten in eine Klinik, die die notwendige Behandlung durchführen kann — auch wenn diese in einem anderen Land liegt. Das ist besonders relevant in Regionen mit schwacher Gesundheitsversorgung, etwa in Teilen Afrikas oder Südostasiens. Die Kosten können erheblich sein und werden von einer guten IPMI vollständig übernommen.
Wie lange dauert es, bis der Versicherungsschutz nach Vertragsabschluss beginnt?
In der Regel beginnt der Schutz mit dem vereinbarten Startdatum des Vertrags. Bei bestimmten Leistungsbereichen — insbesondere Schwangerschaft und psychische Erkrankungen — gelten jedoch Wartezeiten, die im Vertrag klar definiert sein müssen. Notfälle sind grundsätzlich ab dem ersten Versicherungstag abgedeckt, ohne Wartezeit.

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