Viele Expats mit Vorerkrankungen haben bereits die Erfahrung gemacht: Standardanfragen bei Versicherern führen zur Standardablehnung. Was viele nicht wissen: Es gibt zwei strukturierte Wege, die über spezialisierte Makler gangbar sind.
Bei der Full Medical Underwriting (FMU) werden alle Gesundheitsinformationen des Antragstellers detailliert geprüft. Das klingt nach einem Nachteil, ist aber oft das Gegenteil: Wer vollständig bewertet wird, erhält einen Vertrag, der klar definiert, was abgedeckt ist und was nicht – ohne nachträgliche Überraschungen im Leistungsfall. Einige Anbieter sind bereit, auch schwere Vorerkrankungen gegen einen Risikozuschlag mitzuversichern.
Das Moratorium ist ein alternativer Ansatz: Vorerkrankungen werden für einen definierten Zeitraum – meist zwei Jahre – ausgeschlossen. Wenn in dieser Zeit keine Behandlung der betreffenden Erkrankung stattfindet, können die Ausschlüsse danach entfallen. Für Menschen, deren Vorerkrankungen stabil und nicht behandlungsbedürftig sind, kann das eine attraktive Option sein.
Der richtige erste Schritt ist immer die anonyme Risikovoranfrage: Der individuelle Gesundheitszustand wird vertraulich und ohne Namensnennung bei mehreren Versicherern vorangefragt. Das Ergebnis zeigt, welche Anbieter zu welchen Konditionen bereit wären – ohne dass eine Ablehnung im HIS-Pool landet.