Das Gesundheitssystem in São Tomé und Príncipe entspricht nach übereinstimmenden Berichten des Auswärtigen Amts und medizinischer Fachstellen bei weitem nicht den europäischen Standards. Ausstattung, Technik und Fachpersonal sind chronisch unzureichend, Hygienebedingungen in Krankenhäusern gelten vielfach als bedenklich.
Ein struktureller Mangel an Medikamenten, Verbrauchsmaterialien und diagnostischen Geräten ist keine Ausnahme, sondern der Normalzustand. Für Blinddarmentzündungen, Knochenbrüche mit Komplikationen oder ernsthafte Infektionen gibt es vor Ort keine verlässliche Behandlungsoption. Operationen oder komplexere Erkrankungen erfordern in der Regel eine Verlegung nach Portugal, Südafrika oder in ein anderes regionales Gesundheitszentrum.
- Diagnostische Kapazitäten für Tropenkrankheiten kaum vorhanden
- Medikamente strukturell knapp — Import oder Mitbringsel notwendig
- Hygienebedingungen in Krankenhäusern vielfach bedenklich
- Kein verlässlicher Facharzt-Zugang auf den Inseln