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Internationale Krankenversicherung für die VAE: Vollständig abgesichert – auch mit Vorerkrankungen

Expats in den Vereinigten Arabischen Emiraten unterliegen einer gesetzlichen Versicherungspflicht. Doch zwischen Pflichterfüllung und echtem Schutz liegt eine Lücke – besonders bei Vorerkrankungen. Unser marktbreiter Vergleich zeigt, worauf es wirklich ankommt.

  • 700–7.000 € Jahresprämie IPMI VAE
  • Seit 2016 Pflicht für alle Dubai-Expats
  • 200+ Anbieter im Vergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
Über den AutorSchließen
Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Versicherungspflicht gilt ausnahmslos. In Dubai seit 2016, in Abu Dhabi noch früher – ohne gültige Krankenversicherung drohen Bußgelder und Einreiseprobleme. Die deutsche gesetzliche Krankenversicherung leistet in den VAE nichts.
  • Arbeitgeberpolicen reichen oft nicht aus. Lokale Pflichtpolicen decken meist nur einfache ambulante Behandlungen – keine Zahnbehandlung, keine Rückführung, kein weltweiter Schutz.
  • Vorerkrankungen erfordern Strategie vor dem Antrag. Eine anonyme Risikovoranfrage vor dem formalen Antrag verhindert, dass Ablehnungen in der Versicherungsakte gespeichert werden und künftige Anträge erschweren.
  • FMU schlägt Moratorium bei Planungssicherheit. Wer Vorerkrankungen hat, erhält beim vollständigen Risikoprüfungsverfahren (FMU) klare Konditionen – beim Moratorium gilt eine Wartefrist von meist zwei Jahren.
  • Kein Anbieter passt pauschal für alle. Alter, Gesundheitszustand, Reiseverhalten und Budget ergeben eine individuelle Kombination, die einen persönlichen Vergleich erfordert – keinen Standardrechner.
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Kein Sozialversicherungsabkommen mit den VAE
Zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten besteht kein Sozialversicherungsabkommen. Ihre gesetzliche Krankenkasse aus Deutschland übernimmt in den VAE keinerlei Kosten. Wer dort lebt oder arbeitet, muss eine eigenständige internationale Krankenversicherung abschließen – unabhängig davon, ob der Arbeitgeber eine Basispolice stellt.
LOKALE POLICE VS. IPMI

Arbeitgeber-Basispolice vs. internationale Krankenversicherung

Beide erfüllen die gesetzliche Pflicht – doch beim tatsächlichen Schutz trennen sich die Wege erheblich.

Lokale Arbeitgeber-Police

Pflichterfüllung – aber mit strukturellen Lücken
  • Gesetzliche PflichtGesetzliche Mindestanforderung erfüllt
  • Weltweite GültigkeitNur innerhalb des jeweiligen Emirats oder der VAE gültig
  • Chronische ErkrankungenHäufig stark limitiert oder vollständig ausgeschlossen
  • ZahnbehandlungSelten enthalten, meist kostenpflichtig nachzubuchen
  • Rückführung / RepatriierungIn der Regel nicht abgedeckt
  • Freie ArztwahlAuf Vertragsnetzwerk beschränkt
  • Individuelle AnpassungKaum Gestaltungsspielraum

Internationale Krankenversicherung (IPMI)

Vollwertiger Schutz – weltweit und individuell
  • Gesetzliche PflichtGesetzliche Mindestanforderung ebenfalls erfüllt
  • Weltweite GültigkeitWeltweite Deckung inkl. Heimatland und USA (je nach Tarif)
  • Chronische ErkrankungenDeckung möglich – je nach Underwriting-Verfahren und Tarif
  • ZahnbehandlungAls Zusatzbaustein wählbar
  • Rückführung / RepatriierungStandardmäßig enthalten bei führenden Anbietern
  • Freie ArztwahlHäufig freie Arztwahl im Privatsektor
  • Individuelle AnpassungDeckungsumfang, Selbstbehalt und Bausteine frei konfigurierbar
VORERKRANKUNGEN & UNDERWRITING

Vorerkrankungen und VAE-Versicherung: Drei Wege zur Absicherung

Kein pauschales Nein – aber der falsche erste Schritt kann künftige Anträge dauerhaft belasten.

Vollständige Risikoprüfung (FMU): Planungssicherheit von Beginn an

Individuelle Bewertung der Krankengeschichte – klare Konditionen vor Vertragsabschluss.

Beim Full Medical Underwriting (FMU) bewertet der Versicherer die gesamte Krankengeschichte des Antragstellers und entscheidet individuell. Vorerkrankungen werden entweder mitversichert – gegebenenfalls mit einem Risikozuschlag – oder mit einem definierten Ausschluss versehen. In manchen Fällen kann eine Ablehnung erfolgen.

Der entscheidende Vorteil: Wer angenommen wird, kennt vor Vertragsabschluss exakt den Umfang seiner Deckung. Es gibt keine bösen Überraschungen im Leistungsfall. Für Expats mit chronischen oder komplexeren Vorerkrankungen ist FMU häufig die sicherere Variante – sofern die Voranfrage korrekt durchgeführt wird.

  • Vollständige Gesundheitserklärung erforderlich
  • Individuelle Entscheidung pro Vorerkrankung (Einschluss, Ausschluss oder Aufpreis)
  • Höchste Planungssicherheit im Leistungsfall
  • Ablehnung möglich – daher anonyme Voranfrage empfehlenswert

Moratorium-Verfahren: Einfacher Einstieg, aber Wartefrist

Kein Fragebogen, aber Vorerkrankungen zunächst ausgeschlossen – erst nach zwei Jahren deckungsfähig.

Das Moratorium-Verfahren verzichtet auf eine vollständige Gesundheitserklärung. Stattdessen werden Vorerkrankungen der letzten fünf Jahre automatisch für einen definierten Zeitraum – in der Regel zwei Jahre – vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Bleiben diese Erkrankungen während dieser Karenzzeit symptomfrei und ohne Behandlung, werden sie danach automatisch in die Deckung aufgenommen. Das klingt praktisch, bedeutet aber: Wer im ersten oder zweiten Jahr mit einer vorbestehenden Erkrankung behandelt werden muss, trägt die Kosten selbst. Achtung Wartezeit: Bei ernsteren chronischen Erkrankungen ist diese Unsicherheit erheblich.

  • Kein Gesundheitsfragebogen beim Antrag
  • Vorerkrankungen der letzten 5 Jahre zunächst ausgeschlossen
  • Automatische Deckungsaufnahme nach 2 Jahren Symptomfreiheit
  • Weniger Planungssicherheit – besonders bei aktiven Erkrankungen ungünstig

Anonyme Risikovoranfrage: Der unterschätzte erste Schritt

Vorab prüfen, wer zu welchen Konditionen annimmt – ohne Ablehnung in der Akte.

Dieser Schritt wird von den meisten Vergleichsportalen nicht erwähnt – ist aber für Expats mit komplexerer Krankengeschichte der wichtigste überhaupt: Vor dem formalen Antrag kann ein spezialisierter Broker eine anonyme Voranfrage bei mehreren Versicherern stellen.

So erfährt man, welche Anbieter zu welchen Konditionen bereit wären, den Antragsteller aufzunehmen – ohne dass eine eventuelle Ablehnung in der Versicherungsakte gespeichert wird. Denn eine formale Ablehnung kann künftige Anträge bei anderen Versicherern erheblich erschweren oder sogar unmöglich machen. Wer einfach online den erstbesten Tarif beantragt, riskiert genau diesen Fehler.

  • Keine formale Ablehnung in der Versicherungsakte
  • Marktbreiter Überblick über Konditionen vor dem eigentlichen Antrag
  • Speziell für komplexe Vorerkrankungen unverzichtbar
  • Nur über spezialisierte Broker möglich – nicht über Online-Direktabschluss
IPMI-ANBIETER FÜR DIE VAE

Führende internationale Anbieter im Überblick

Der Markt für IPMI in den VAE wird von etablierten Anbietern dominiert – welcher passt zu Ihrer Situation, hängt von Alter, Gesundheit und Reiseprofil ab.

Cigna Global
Weltweites Netzwerk, flexible Bausteine – besonders stark bei ambulanter und stationärer Deckung.
ZielgruppeExpats mit internationalem Reisebedarf
ab/Monatab ca. 90 €/Monat
Details →
April International
100 % digitaler Abschluss, transparente Tarifstruktur – ideal für technikaffine Expats.
ZielgruppeExpats mit unkomplizierter Gesundheitshistorie
ab/Monatab ca. 100 €
Details →
PassportCard
Direktabrechnung per digitaler Karte – keine Vorkasse, keine Formulare im Leistungsfall.
ZielgruppeExpats die unkomplizierte Abwicklung priorisieren
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
BDAE
Spezialist für Deutsche im Ausland — attraktive Tarife, gute Beratungsqualität.
ZielgruppeDeutsche Auswanderer, Rentner im Ausland, wohnsitzlose Versicherte
ab/Monatab ca. 90 €
Details →
Foyer Global Health
Luxemburger IPMI-Versicherer, starke Leistungen im stationären Bereich.
ZielgruppeExpats und Familien mit Anspruch auf Premium-Versorgung
ab/Monatab ca. 150 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
Genki
App-first, monatlich kündbar, kein fester Wohnsitz nötig.
ZielgruppeDigital Nomads, Grenzgänger mit flexibler Basis
ab/Monatab ca. 79 €
Details →
MAWISTA
Kurzzeit- und Schengen-ready, einfacher Abschluss ab 1 Monat.
ZielgruppeStudierende, Au-pairs, Praktikanten, Sprachaufenthalte
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
Morgan Price
Britischer IPMI-Anbieter, hohe stationäre Deckungssummen.
ZielgruppeFamilien, Langzeit-Auslandsaufenthalte
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
VERGLEICHS-KRITERIEN

5 Kriterien, auf die es beim IPMI-Vergleich wirklich ankommt

Prämien und Markennamen sind nur der Anfang – diese Punkte entscheiden im Ernstfall.

  • DeckungsregionGilt der Schutz nur in den VAE, in der MENA-Region oder weltweit? Wer regelmäßig nach Europa oder in die USA reist, benötigt entsprechende Abdeckung – USA-Schutz erhöht die Prämie deutlich.
  • Stationäre DeckungssummeKrankenhausaufenthalte in den VAE können innerhalb weniger Tage fünfstellige Beträge erreichen. Eine Deckungssumme unter 1 Million Euro ist für ernsthafte Erkrankungen oft unzureichend.
  • Direktabrechnung mit KlinikenMuss man in Vorleistung gehen oder rechnet der Versicherer direkt mit dem Krankenhaus ab? Bei teuren Behandlungen ist die Direktabrechnung ein erheblicher Vorteil – besonders in Notfällen.
  • Umgang mit VorerkrankungenWelches Underwriting-Verfahren wird angewendet – FMU oder Moratorium? Gibt es Ausschluss- oder Aufpreis-Optionen statt pauschaler Ablehnung? Dieser Punkt ist für viele Expats der entscheidende.
  • Kundenservice und ErreichbarkeitIm Ernstfall zählt schnelle Hilfe. Anbieter mit 24/7-Notfallhotline und deutschsprachigem Support sind für deutschsprachige Expats klar im Vorteil.
  • Selbstbehalt und PrämienstrukturEin höherer jährlicher Selbstbehalt (z. B. 500 oder 1.000 Euro) senkt die Prämie erheblich. Die richtige Balance hängt vom eigenen Gesundheitsrisiko und dem verfügbaren Budget ab.
SCHRITT FÜR SCHRITT

So läuft die Antragsbegleitung bei Insurancy ab

Besonders bei Vorerkrankungen schützt der richtige Ablauf vor Fehlern, die später kaum korrigiert werden können.

  1. 1
    Erstgespräch und Situationsanalyseca. 30–45 Min.

    In einem persönlichen Gespräch werden Aufenthaltsort, Aufenthaltsdauer, Alter, Familienstand, Reiseverhalten und Gesundheitszustand erfasst. Auf dieser Basis lässt sich der tatsächliche Absicherungsbedarf ermitteln – ohne Standardformular.

  2. 2
    Anonyme Risikovoranfrage (bei Vorerkrankungen)3–7 Werktage

    Bei komplexerer Krankengeschichte wird vor dem formalen Antrag eine anonyme Voranfrage bei mehreren IPMI-Anbietern gestellt. So wird sichtbar, welche Anbieter zu welchen Konditionen aufnehmen würden – ohne Eintrag in die Versicherungsakte.

  3. 3
    Marktbreiter Tarifvergleich2–4 Werktage

    Auf Basis der Voranfrage-Ergebnisse und des individuellen Profils werden passende Tarife aus dem Markt gegenübergestellt. Prämien, Leistungsumfang, Selbstbehalt und Underwriting-Konditionen werden transparent aufbereitet.

  4. 4
    Persönliche Tarifempfehlung

    Die konkrete Empfehlung berücksichtigt nicht nur den Preis, sondern auch Leistungstiefe, Netzwerkabdeckung in den VAE und die Handhabung eventueller Ausschlüsse. Kein Verkaufsdruck – nur der passende Tarif.

  5. 5
    Begleitung durch den Antragsprozess1–2 Wochen

    Der vollständige Antrag wird gemeinsam ausgefüllt und eingereicht. Rückfragen des Versicherers werden professionell beantwortet. So werden Fehler vermieden, die zu Leistungsausschlüssen oder Ablehnungen führen könnten.

  6. 6
    Betreuung nach Vertragsabschluss

    Nach Vertragsbeginn steht Insurancy für Fragen zur Leistungsabrechnung, Tarifanpassungen oder Änderungen der Lebenssituation – etwa Familienzuwachs oder Wechsel des Emirats – weiterhin zur Verfügung.

GESUNDHEITSSYSTEM VAE

Hochwertige Versorgung – aber zu hohen Kosten

Der private Gesundheitssektor in den VAE ist modern und international – ohne ausreichende Deckung wird er jedoch schnell zum finanziellen Risiko.

100–200 $
Arztvisite PrivatsektorEine einfache Konsultation im privaten Ambulanzbereich in Dubai oder Abu Dhabi kostet bereits ohne Diagnostik dreistellige Beträge.
5-stellig
Stationäre Kosten in TagenKrankenhausaufenthalte können innerhalb weniger Tage Summen im fünfstelligen US-Dollar-Bereich erreichen – eine Anzahlung vor der Behandlung ist vielerorts Standard.
Kein Abkommen
Deutschland–VAE sozialrechtlichZwischen Deutschland und den VAE besteht kein Sozialversicherungsabkommen – die deutsche gesetzliche Krankenversicherung leistet dort nichts.
Insurancy Fachberatung
EXPERTENHINWEIS
Wer mit Vorerkrankungen einfach online den erstbesten Tarif beantragt, riskiert eine formale Ablehnung – und die bleibt in der Versicherungsakte. Eine anonyme Voranfrage kostet nichts, schützt aber vor einem Fehler, der kaum korrigierbar ist.
Insurancy Fachberatung · Spezialisiert auf internationale Krankenversicherung (IPMI) für Expats
HÄUFIGE FRAGEN

Ihre Fragen zur Krankenversicherung in den VAE – beantwortet

Gilt meine deutsche gesetzliche Krankenversicherung in den VAE?
Nein. Zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten besteht kein Sozialversicherungsabkommen. Ihre gesetzliche Krankenkasse übernimmt in den VAE keine Kosten – weder für ambulante noch für stationäre Behandlungen. Eine eigenständige internationale Krankenversicherung ist zwingend erforderlich.
Reicht die Pflichtversicherung meines Arbeitgebers in Dubai aus?
In den meisten Fällen nicht für einen vollwertigen Schutz. Arbeitgeberpolicen erfüllen zwar die gesetzliche Mindestanforderung, decken aber häufig keine Zahnbehandlungen, keine Rückführungskosten und keine weltweite Gültigkeit ab. Für Expats mit längerfristigem Aufenthalt, Familienbegleitung oder Vorerkrankungen empfiehlt sich eine ergänzende oder eigenständige internationale Krankenversicherung.
Was kostet eine internationale Krankenversicherung für die VAE ungefähr?
Die Prämien variieren stark je nach Alter, Gesundheitszustand, Deckungsumfang und Anbieter. Als Orientierung gilt eine Spanne von etwa 700 bis 7.000 Euro jährlich. Jüngere, gesunde Expats finden im unteren Bereich solide Tarife; wer älter ist, Vorerkrankungen mitbringt oder eine weltweite Deckung inklusive USA benötigt, bewegt sich im oberen Segment. Ein Selbstbehalt von 500 bis 1.000 Euro senkt die Prämie spürbar.
Bekomme ich eine Krankenversicherung für die VAE trotz Vorerkrankungen?
Ja, in vielen Fällen ist eine Absicherung auch mit Vorerkrankungen möglich – entweder über das vollständige Risikoprüfungsverfahren (FMU) mit individuellem Aufpreis oder Ausschluss, oder über das Moratorium-Verfahren mit zweijähriger Wartefrist. Entscheidend ist, vor dem formalen Antrag eine anonyme Risikovoranfrage zu stellen, damit keine Ablehnung in der Versicherungsakte gespeichert wird.
Was ist der Unterschied zwischen FMU und Moratorium in der Praxis?
Beim FMU werden Vorerkrankungen einzeln geprüft und mit definierten Konditionen (Einschluss, Ausschluss oder Aufpreis) in den Vertrag aufgenommen – maximale Planungssicherheit. Beim Moratorium entfällt der Fragebogen, aber alle Vorerkrankungen der letzten fünf Jahre sind zunächst für zwei Jahre ausgeschlossen. Erst nach dieser Karenzzeit und Symptomfreiheit werden sie automatisch gedeckt. Wer aktive Erkrankungen hat, ist mit FMU besser beraten.
Gilt meine internationale Krankenversicherung auch in anderen Emiraten außer Dubai?
Das hängt vom gewählten Tarif ab. Lokale Policen sind oft auf ein bestimmtes Emirat oder ein Kliniken-Netzwerk beschränkt. Internationale IPMI-Tarife gelten in der Regel in allen sieben Emiraten und darüber hinaus – je nach Deckungsregion auch weltweit. Wer zwischen Dubai, Abu Dhabi und anderen Emiraten pendelt, sollte dies bei der Tarifwahl ausdrücklich prüfen.
Muss ich in den VAE vor einer Behandlung in Vorkasse gehen?
Es kommt auf den Anbieter und die Klinik an. Ohne Direktabrechnung zwischen Versicherer und Krankenhaus ist eine Anzahlung oder ein Kreditkartennachweis vor der Behandlung in vielen Privatkliniken der VAE üblich. IPMI-Anbieter mit direktem Abrechnungsnetzwerk in den Emiraten – oder Modelle wie PassportCard mit digitaler Direktzahlung – umgehen dieses Problem vollständig.
Wie lange dauert es, bis eine Krankenversicherung für die VAE abgeschlossen ist?
Bei unkomplizierten Fällen ohne Vorerkrankungen kann ein Tarif innerhalb weniger Tage abgeschlossen und aktiviert werden. Bei Fällen mit Vorerkrankungen dauert der Prozess länger: Eine anonyme Risikovoranfrage dauert etwa 3 bis 7 Werktage, der eigentliche Antragsprozess danach nochmals 1 bis 2 Wochen. Eine frühzeitige Planung vor dem Umzug ist daher dringend empfehlenswert.

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