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Was eine IPMI für Jordanien wirklich kostet – und wann Vorerkrankungen kein Hindernis sind

Privatkliniken in Amman verlangen Kostenzusagen, die GKV leistet außerhalb der EU nichts – und ein medizinischer Rücktransport kostet bis zu 50.000 Euro. Wir schlüsseln die Kostentreiber auf und zeigen Ihnen, welcher Tarif zu Ihrer Situation passt.

  • bis 50.000 € Rücktransport-Kosten
  • ab 85 € IPMI monatlich
  • 12 Anbieter im Vergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • GKV schützt in Jordanien nicht. Die gesetzliche Krankenversicherung leistet außerhalb der EU so gut wie gar nichts. Wer länger als sechs Monate im Ausland lebt oder den deutschen Wohnsitz aufgibt, verliert den GKV-Schutz vollständig.
  • Ernstfall-Kosten werden schnell fünfstellig. Eine Blinddarmoperation in Amman kostet 4.000–7.000 Euro, ein medizinischer Rücktransport 15.000–50.000 Euro. Eigenfinanzierung gefährdet die finanzielle Existenz.
  • Lokale Policen haben strukturelle Lücken. Jordanische Versicherungen decken weder medizinischen Rücktransport noch weltweiten Schutz ab. Für international mobile Expats ist eine IPMI die einzig belastbare Lösung.
  • Vorerkrankungen sind kein Ausschlusskriterium. FMU, Moratorium und anonyme Risikovoranfrage eröffnen realistische Optionen – wichtig: Eine Ablehnung muss bei späteren Anträgen angegeben werden, daher zuerst anonym prüfen. Mehr dazu unter Vorerkrankungen in der internationalen Krankenversicherung.
  • Beiträge sind gezielt optimierbar. Wer USA/Kanada ausschließt, spart 20–35 % der Prämie. Eine Selbstbeteiligung von 500–2.500 Euro reduziert den Monatsbeitrag um weitere 15–30 %.
Mit KI zusammenfassen
Keine Versicherungspflicht – aber Privatkliniken zahlen Sie trotzdem aus eigener Tasche
Für Ausländer besteht in Jordanien keine gesetzliche Krankenversicherungspflicht. Doch Privatkliniken in Amman verlangen routinemäßig eine Kostenzusage oder Vorauszahlung, bevor sie mit der Behandlung beginnen. Wer keine Police vorweisen kann, zahlt direkt – zu Preisen, die deutschen Privatarztrechnungen entsprechen. Die fehlende Pflicht ist also kein Freifahrtschein, sondern ein stilles Kostenrisiko.
LOKALE VS. INTERNATIONALE VERSICHERUNG

Lokale Jordanien-Police oder IPMI: Was schützt Sie wirklich?

Günstigere Beiträge klingen verlockend – doch lokale Tarife haben Leistungslücken, die im Ernstfall teuer werden.

Lokale jordanische Police

Günstigere Prämie, aber strukturell für Expats ungeeignet
  • GeltungsbereichGilt nur innerhalb Jordaniens – kein Schutz auf Reisen oder bei Rückkehr nach Deutschland
  • Medizinischer RücktransportIn der Regel nicht enthalten – eine der teuersten Einzelpositionen im Ernstfall fehlt
  • Portabilität bei UmzugSchutz erlischt sofort bei Wohnsitzwechsel in ein anderes Land
  • Kommunikation & RegulierungPolicen und Korrespondenz auf Arabisch – Streitigkeiten schwerer durchzusetzen
  • Direktabrechnung internationalKaum Anschluss an internationale Kliniknetzwerke – Vorauszahlung oft nötig
  • Langfristige PlanungssicherheitNiedrigere Monatsbeiträge, aber kein belastbarer Schutz bei Großschäden

Internationale IPMI

Teurer, aber der einzig belastbare Schutz für Expats
  • GeltungsbereichWeltweiter Schutz in über 180 Ländern – wahlweise mit oder ohne USA/Kanada
  • Medizinischer RücktransportMedizinischer Rücktransport in den meisten Tarifen ab mittlerem Niveau enthalten
  • Portabilität bei UmzugPolice bleibt bei Wohnsitzwechsel gültig – volle Flexibilität für mobile Expats
  • Kommunikation & RegulierungDeutschsprachiger Kundenservice und internationale Rechtsdurchsetzung bei vielen Anbietern
  • Direktabrechnung internationalDirektabrechnung mit Privatkliniken in der MENA-Region und weltweit
  • Langfristige PlanungssicherheitHöhere Monatsbeiträge ab ca. 85 €, aber durch Selbstbeteiligung und Gebietsausschluss optimierbar
KOSTENFAKTOREN IM DETAIL

Was Ihren IPMI-Beitrag für Jordanien wirklich bestimmt

Vier Stellschrauben entscheiden darüber, ob Sie 85 oder 750 Euro im Monat zahlen – und welche Sie drehen sollten.

Alter und Gesundheitszustand: Der stärkste Einzelfaktor

Ein 55-Jähriger zahlt 40–60 % mehr als ein 30-Jähriger – Vorerkrankungen kommen on top.

Alter ist der dominanteste Kostentreiber in der IPMI-Kalkulation. Ein 30-jähriger Expat ohne Vorerkrankungen zahlt für einen mittleren Tarif (stationär + ambulant, Weltweit ohne USA/Kanada, Rücktransport inklusive) typischerweise 85–130 Euro monatlich. Dieselbe Police kostet einen 52-Jährigen mit kontrolliertem Bluthochdruck 280–420 Euro, einen 60-jährigen Rentner mit Diabetes Typ 2 bereits 480–750 Euro.

Vorerkrankungen wirken sich je nach Art, Stabilität und Anbieter unterschiedlich aus: Manche Versicherer erheben einen pauschalen Risikoaufschlag, andere schließen nur bestimmte Leistungen aus, wieder andere lehnen bestimmte Profile ab. Der Anbietervergleich vor dem ersten formellen Antrag ist deshalb entscheidend.

  • 28-jähriger Expat, keine Vorerkrankungen: ca. 85–130 € / Monat
  • 38-jährige Fachkraft, keine Vorerkrankungen: ca. 120–180 € / Monat
  • Familie (2 Erwachsene 35/38 J., 2 Kinder): ca. 350–550 € / Monat
  • 52-jähriger Expat, kontrollierter Bluthochdruck: ca. 280–420 € / Monat
  • 60-jähriger Rentner, Diabetes Typ 2: ca. 480–750 € / Monat

Deckungsumfang: Basis, Standard oder Premium?

Drei Leistungsniveaus – der Unterschied liegt oft nicht im Preis, sondern im richtigen Zuschnitt.

Basisschutz umfasst stationäre Behandlung, Notfallversorgung und medizinischen Rücktransport. Beiträge starten ab etwa 80 Euro monatlich für junge, gesunde Erwachsene. Für viele Expats mit gutem Gesundheitszustand ist das der effizienteste Einstieg.

Mittlerer Schutz ergänzt ambulante Behandlungen, Facharztbesuche und eine Grundabsicherung beim Zahnarzt. Typische Beiträge liegen zwischen 150 und 220 Euro monatlich. Dieser Bereich ist für die meisten Langzeit-Expats der sinnvolle Korridor.

Premiumschutz deckt zusätzlich umfassende Zahn- und Kieferorthopädie, Vorsorgeuntersuchungen, psychische Gesundheit, Entbindungsleistungen und weltweite Deckung inklusive USA ab. Beiträge beginnen ab 260 Euro monatlich und können je nach Profil deutlich höher liegen.

Regionale Deckung: Weltweit mit oder ohne USA/Kanada?

Wer Nordamerika ausschließt, spart 20–35 % der Prämie – ohne für Jordanien etwas aufzugeben.

Der Ausschluss von USA und Kanada aus dem Deckungsbereich ist einer der wirkungsvollsten Hebel zur Beitragssenkung. Je nach Anbieter und Tarif sinkt die Prämie dadurch um 20 bis 35 Prozent – ohne dass sich für den Jordanien-Alltag irgendetwas ändert.

Wer regelmäßig geschäftlich in die USA reist, sollte die nordamerikanische Deckung entweder einschließen oder für diese Trips eine separate Reisekrankenversicherung abschließen. Letzteres ist in der Regel günstiger, wenn die USA-Aufenthalte weniger als vier bis sechs Wochen pro Jahr ausmachen. Mehr zur Krankenversicherung in den USA finden Sie in unserem Länderratgeber.

Selbstbeteiligung: Monatsbeitrag aktiv senken

500–2.500 € Jahres-Selbstbehalt können den Monatsbeitrag um bis zu 30 % drücken.

Eine jährliche Selbstbeteiligung zwischen 500 und 2.500 Euro senkt den Monatsbeitrag spürbar – oft um 15 bis 30 Prozent. Wer gesund ist und die Versicherung primär für echte Ernstfälle (Krankenhausaufenthalte, Rücktransport) nutzen möchte, fährt mit einem höheren Selbstbehalt in der Regel günstiger.

Wichtig: Die Selbstbeteiligung sollte jederzeit liquide verfügbar sein. Ein theoretisch vorhandener, aber gebundener Betrag schützt im Ernstfall nicht. Wer die Selbstbeteiligung als Puffer plant, sollte sie auf einem separat geführten Konto parken.

Wechselkurs, Visumgebühren und weitere Planungsposten

Prämie auf Euro-Basis, aber lokale Kosten schwanken mit dem Jordanischen Dinar.

IPMI-Prämien werden überwiegend in Euro, US-Dollar oder Britischen Pfund abgerechnet – unabhängig vom Kurs des Jordanischen Dinars (JOD). Der JOD ist seit Jahrzehnten an den US-Dollar gekoppelt (Wechselkurs stabil bei ca. 0,71 JOD je USD), was die lokale Kostenplanung erleichtert.

Für die finanzielle Gesamtplanung eines Jordanien-Aufenthalts sind neben der IPMI-Prämie weitere Posten relevant: Das Einreisevisum für Deutsche ist visumsfreipflichtig für Aufenthalte bis 30 Tage (Stempelgebühr bei Einreise ca. 40 USD); für längere Aufenthalte oder eine Residence Permit fallen Behördengebühren an, die je nach Aufenthaltszweck variieren. Diese Kosten sind keine Versicherungsleistungen, sollten aber in der Budgetplanung erscheinen.

Behandlungskosten in jordanischen Privatkliniken werden häufig in US-Dollar oder Euro fakturiert. Die direkte Abrechnung zwischen IPMI und Klinik vermeidet dabei Wechselkursrisiken für den Versicherten vollständig.

ANTRAGSPROZESS MIT VORERKRANKUNG

Schritt für Schritt zur IPMI trotz Vorerkrankung

Eine Vorerkrankung bedeutet nicht Ablehnung – aber sie erfordert den richtigen Prozess. So läuft er ab.

  1. 1
    Beratungsgespräch: Situation klärenca. 45 Min.

    Aufenthaltsdauer, Lebenssituation, Gesundheitsprofil und Budget werden strukturiert erfasst. Ziel: Den Suchraum auf die tatsächlich passenden Anbieter eingrenzen – bevor ein einziger Antrag gestellt wird.

  2. 2
    Anonyme Risikovoranfrage: Ohne Ablehnung im Dossier3–7 Werktage

    Bei Vorerkrankungen wird der Fall anonym bei mehreren Versicherern eingereicht. So erfahren Sie vorab, welcher Anbieter zu welchen Konditionen aufnehmen würde – ohne dass eine Ablehnung formal vermerkt wird. Ablehnungen müssen bei späteren Anträgen angegeben werden: Dieser Schritt schützt Ihre künftige Versicherbarkeit.

  3. 3
    FMU oder Moratorium: Den richtigen Ansatz wählenje nach Anbieter

    Full Medical Underwriting (FMU) legt alle Vorerkrankungen offen – der Versicherer entscheidet individuell über Aufnahme, Zuschlag oder Ausschluss. Das Moratorium verzichtet auf aktive Deklaration, schließt aber vorbestehende Erkrankungen für zwei bis fünf Jahre aus dem Schutz aus. Welcher Weg besser passt, hängt von Art und Stabilität der Vorerkrankung ab.

  4. 4
    Tarifvergleich: Leistungen, Beiträge, Konditionen1–2 Werktage

    Die Konditionen der in Frage kommenden Anbieter werden gegenübergestellt. Kein Anbieter ist in jeder Situation der beste: Cigna punktet mit Netzwerktiefe, Genki mit monatlicher Kündbarkeit, BDAE mit Zugänglichkeit für Antragsteller bis 75 Jahre.

  5. 5
    Antragstellung und Policenprüfung1–3 Wochen gesamt

    Der gewählte Antrag wird mit Begleitung bei den Gesundheitsfragen ausgefüllt und eingereicht. Nach Ausstellung der Police wird geprüft, ob alle vereinbarten Leistungen korrekt erfasst sind.

Wer vergleicht, zahlt weniger – und ist besser abgesichert
Kein einziger IPMI-Anbieter ist in jeder Situation optimal. April International überzeugt mit digitaler Abwicklung und Flexibilität bei häufigem Länderwechsel, hat aber keine spezifische Stärke bei komplexen Vorerkrankungsprofilen. BDAE Expat Infinity ist mit Eintrittsalter bis 75 Jahren und unbegrenzter Laufzeit stark für Ruheständler – bietet aber weniger Tarif-Modularität. Foyer Global Health punktet mit individueller Tarifgestaltung auch bei Vorerkrankungen. Portale wie grenzenlos-sicher.de erklären allgemeine Kostenfaktoren gut, bieten jedoch keine anbieterübergreifende Risikovoranfrage. Ein Internationale Krankenversicherung im Vergleich über alle zwölf Anbieter gleichzeitig ist der einzige Weg zu echter Beitragstransparenz für Ihr spezifisches Profil.
ANBIETER-VERGLEICH JORDANIEN

Zwölf führende IPMI-Anbieter für Jordanien

Von flexiblen Digitaltarifen für junge Expats bis zu Langzeitschutz für Ruheständler über 60 – hier sind die relevanten Anbieter für Ihren Jordanien-Aufenthalt.

April International
Flexibel konfigurierbare Tarife mit digitaler Abwicklung – gut für Expats mit häufigem Länderwechsel.
ZielgruppeMobile Expats, Digitalnomaden
ab/Monatab ca. 100 €
Details →
BDAE
Expat Infinity: unbegrenzte Laufzeit, Eintrittsalter bis 75 Jahre – konzipiert für Auswanderer und Ruheständler.
ZielgruppeAuswanderer, Ruheständler 50+
ab/Monatab ca. 90 €
Details →
Cigna Global
Eines der größten internationalen Netzwerke mit starker Direktabrechnungsinfrastruktur in der MENA-Region.
ZielgruppeExpats mit MENA-Fokus
ab/Monatab ca. 120 €
Details →
Foyer Global Health
Luxemburgischer Anbieter mit starkem Fokus auf individuelle Tarifgestaltung – auch bei Vorerkrankungen.
ZielgruppeExpats mit Vorerkrankungen
ab/Monatab ca. 150 €
Details →
Freedom Health
Britischer Anbieter mit modularen Tarifen und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis im mittleren Segment.
ZielgruppeExpats mit mittlerem Budget
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
Genki
Modernes digitales Angebot, monatlich kündbar – besonders attraktiv für jüngere Expats und Digitalnomaden.
ZielgruppeJunge Expats, Digitalnomaden
ab/Monatab 85 €
Details →
MAWISTA
Spezialisiert auf Langzeitreisende und Expats, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im mittleren Segment.
ZielgruppeLangzeitreisende, Expats
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
Morgan Price
Britischer Spezialanbieter mit Fokus auf flexible Deckungsbereiche und wettbewerbsfähige Prämien.
ZielgruppePreisbewusste Expats
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
PassportCard
Innovatives Konzept mit virtueller Versicherungskarte – direkte Kostenübernahme ohne Vorleistung des Versicherten.
ZielgruppeExpats ohne Vorleistungsbudget
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
HÄUFIGE FRAGEN

Ihre Fragen zur IPMI für Jordanien beantwortet

Muss ich in Jordanien eine Krankenversicherung nachweisen?
Für Ausländer besteht in Jordanien keine gesetzliche Krankenversicherungspflicht. Privatkliniken in Amman verlangen jedoch routinemäßig eine Kostenzusage oder Vorauszahlung, bevor Behandlungen beginnen. Wer keine Police vorweisen kann, zahlt aus eigener Tasche – oft zu Preisen auf Niveau deutscher Privatarztrechnungen.
Gilt meine deutsche gesetzliche Krankenversicherung in Jordanien?
Nein. Die GKV leistet außerhalb der EU so gut wie gar nichts. Wer seinen deutschen Wohnsitz aufgibt oder dauerhaft im Ausland lebt, verliert den GKV-Schutz vollständig. Eine internationale private Krankenversicherung (IPMI) ist die einzige belastbare Alternative.
Was kostet ein medizinischer Rücktransport aus Jordanien nach Deutschland?
Je nach Zustand des Patienten und Art des Transports fallen zwischen 15.000 und 50.000 Euro an. Diese Leistung ist in den meisten IPMI-Tarifen ab dem mittleren Leistungsniveau als Standardleistung enthalten. In lokalen jordanischen Versicherungen fehlt sie in der Regel vollständig.
Kann ich mit einer Vorerkrankung überhaupt eine IPMI für Jordanien abschließen?
In den meisten Fällen ja. Es gibt drei Wege: Full Medical Underwriting (FMU) mit vollständiger Offenlegung und individueller Prüfung, das Moratoriumsprinzip mit temporärem Ausschluss der Vorerkrankung, sowie die anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Anbietern vor dem formellen Antrag. Letztere ist besonders wichtig, da Ablehnungen bei späteren Anträgen angegeben werden müssen und die Versicherbarkeit langfristig beeinträchtigen können.
Wie unterscheidet sich Foyer Global Health von BDAE und April International für Jordanien?
Foyer Global Health (Luxemburg) ist besonders stark bei individueller Tarifgestaltung auch für komplexere Gesundheitsprofile – ein Vorteil bei Vorerkrankungen. BDAE Expat Infinity punktet dagegen mit Eintrittsalter bis 75 Jahre und unbegrenzter Laufzeit, richtet sich aber primär an Auswanderer und Ruheständler mit stabiler Gesundheitssituation. April International bietet digitale Flexibilität und ist gut für Expats mit häufigem Länderwechsel – geht aber weniger tief auf komplexe Vorerkrankungsfälle ein. Welcher Anbieter passt, hängt stark vom individuellen Profil ab.
Lohnt es sich, USA und Kanada aus der Deckung auszuschließen?
Für die meisten Jordanien-Expats ja. Der Ausschluss von USA und Kanada senkt die Prämie je nach Anbieter und Tarif um 20 bis 35 Prozent. Da in Nordamerika in der Regel keine Behandlungen geplant sind, ist dieser Ausschluss sinnvoll. Wer gelegentlich geschäftlich in die USA reist, ergänzt für diese Trips günstiger eine separate Reisekrankenversicherung.
Wie lange ist die medizinische Versorgung außerhalb von Amman zuverlässig?
In Amman selbst ist die Versorgungsqualität in modernen Privatkliniken (Jordan Hospital Group, Istiklal Hospital) sehr gut und entspricht internationalen Standards. Außerhalb der Hauptstadt – in ländlichen Regionen oder der Wüstenregion Wadi Rum – ist die medizinische Infrastruktur deutlich dünner. Für komplexe Eingriffe oder Notfallversorgung ist oft eine Verlegung nach Amman nötig. Eine IPMI, die Transportkosten abdeckt, ist deshalb besonders für Expats außerhalb der Hauptstadt unverzichtbar.
Wie lange dauert es, bis meine IPMI aktiv ist?
Bei den meisten Anbietern beginnt der Schutz wenige Tage nach Antragsannahme. Bei Full Medical Underwriting (FMU) mit individueller Risikoprüfung kann der Prozess zwei bis vier Wochen dauern. Planen Sie ausreichend Vorlaufzeit vor Ihrem Jordanien-Aufenthalt ein – insbesondere wenn Vorerkrankungen relevant sind.

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