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Im Ausland leben – richtig abgesichert.

Rund 3,8 Millionen Deutsche leben dauerhaft im Ausland. Was viele unterschätzen: GKV und PKV enden oft mit dem Umzug. Welche Versicherung wirklich schützt – und worauf es bei Vorerkrankungen, Rückkehr und Familienplanung ankommt.

  • 3,8 Mio. Deutsche im Ausland
  • 80–150 € Beitrag ab (mtl.)
  • 12 Anbieter IPMI im Vergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
Über den AutorSchließen
Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • GKV endet mit dem Umzug. Sobald du deinen Wohnsitz dauerhaft ins Nicht-EU-Ausland verlegst, ruht der GKV-Schutz nach § 16 SGB V – Behandlungskosten trägst du selbst.
  • Reisekrankenversicherung ist keine Dauerlösung. Sie gilt typischerweise nur bis 42 oder 56 Tage. Wer länger im Ausland lebt, riskiert im Schadensfall eine vollständige Leistungsverweigerung.
  • Vorerkrankungen kein Ausschlusskriterium. Über anonyme Risikovoranfragen lässt sich vorab klären, welche Anbieter dich zu welchen Konditionen aufnehmen – ohne HIS-Pool-Eintrag durch Ablehnungen.
  • Anwartschaft sichert die Rückkehr. Wer eine PKV hatte, kann den Vertrag für die Zeit im Ausland pausieren – und bei Rückkehr ohne erneute Gesundheitsprüfung wieder einsteigen.
  • USA-Ausschluss spart bis zu 50 %. Wer die USA nicht als Aufenthaltsland benötigt, kann durch diesen Ausschluss den monatlichen Beitrag erheblich reduzieren.
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VERSICHERUNGSARTEN IM VERGLEICH

Reisekrankenversicherung vs. IPMI: Was ist der Unterschied?

Viele Deutsche im Ausland starten mit der falschen Versicherungsart. Dieser Vergleich zeigt, warum eine internationale private Krankenversicherung (IPMI) für Langzeitaufenthalte die einzig sinnvolle Lösung ist.

Reisekrankenversicherung

Für Urlaub – nicht für das Leben im Ausland
  • GültigkeitsdauerMaximal 42–56 Tage pro Aufenthalt
  • Ambulante BehandlungNur Notfallversorgung abgedeckt
  • Stationäre BehandlungStationäre Notfälle inklusive
  • HeimatlanddeckungKein Schutz im Heimatland
  • VorerkrankungenVorerkrankungen oft generell ausgeschlossen
  • RücktransportRücktransport nach Deutschland enthalten
  • Langfristige PlanbarkeitJährliche Kündigung und Neuabschluss nötig

IPMI (Internationale PKV)

Die echte Lösung für das Leben im Ausland
  • GültigkeitsdauerWeltweite Dauerdeckung ohne Zeitlimit
  • Ambulante BehandlungVollständige ambulante Versorgung wählbar
  • Stationäre BehandlungStationäre Behandlung umfassend versichert
  • HeimatlanddeckungHeimatlanddeckung bis 90 Tage/Jahr möglich
  • VorerkrankungenIndividuelle Prüfung via FMU oder Moratorium
  • RücktransportMedizinische Evakuierung und Rücktransport enthalten
  • Langfristige PlanbarkeitLangfristiger Vertrag, individuell anpassbar
FÜR WEN LOHNT SICH IPMI

Welche Deutschen im Ausland welche Lösung brauchen

Auswanderer & Expats
Wer dauerhaft ins Ausland zieht, braucht eine Krankenversicherung, die langfristig trägt. Selbstständige und Freiberufler müssen eigenständig handeln – der Arbeitgeber springt nicht automatisch ein. IPMI ist hier die Standardlösung.
Digitale Nomaden
Drei Monate Bali, vier Monate Lissabon, Rest des Jahres Kolumbien: Wer so lebt, braucht eine Versicherung, die diese Flexibilität abbildet – ohne dass nach 56 Tagen der Schutz endet. Flexible IPMI-Tarife sind hier die einzige sinnvolle Option.
Rentner im Ausland
Das Risiko schwerwiegender Erkrankungen steigt mit dem Alter. Behandlungskosten im Ausland können schnell existenzbedrohend werden. Für Rentner in Spanien, Portugal oder Südostasien ist ein solider IPMI-Tarif keine Option, sondern Pflicht.
Familien & Kinder
Wenn Kinder mit auswandern, steigt der emotionale Druck, die richtige Entscheidung zu treffen. Viele IPMI-Anbieter bieten Familientarife an, bei denen Kinder zu reduzierten Konditionen mitversichert werden – einschließlich Schwangerschaftsleistungen.
LEISTUNGSBAUSTEINE IM DETAIL

Was ein guter IPMI-Tarif wirklich abdeckt

Nicht jeder Tarif ist gleich. Diese Bausteine entscheiden darüber, ob du im Ernstfall wirklich geschützt bist.

Stationär & ambulant: Das Herzstück jedes Tarifs

Ambulante Leistungen sind je nach Tarif sehr unterschiedlich ausgestaltet – hier lauern die größten Lücken.

Stationäre Behandlungen – Krankenhausaufenthalte und Operationen – sind in praktisch allen IPMI-Tarifen enthalten. Der entscheidende Unterschied liegt bei den ambulanten Leistungen: Arztbesuche, Diagnostik und Medikamente werden je nach Tarif unterschiedlich abgedeckt.

Achte genau darauf, ob ein Selbstbehalt nur für ambulante oder auch für stationäre Leistungen gilt. Ein Tarif ohne ambulante Deckung mag günstig aussehen – bis der erste ernsthafte Schadensfall eintritt.

Heimatlanddeckung: Bist du auch bei Deutschland-Besuchen versichert?

Viele Tarife begrenzen Leistungen in Deutschland auf 30–90 Tage pro Jahr – ein häufig übersehener Punkt.

Wer regelmäßig nach Deutschland zurückkommt – für Besuche, Behördengänge oder Arzttermine – muss prüfen, ob der gewählte Tarif Leistungen im Heimatland überhaupt einschließt. Viele IPMI-Tarife begrenzen die Heimatlanddeckung auf 30 bis 90 Tage pro Jahr oder schließen Deutschland vollständig aus.

Wer häufig hin- und herpendelt, sollte diesen Punkt vor Vertragsabschluss explizit klären und vergleichen.

Zahnschutz: Oft Zusatzmodul, selten Standard

Viele Basismodule decken nur Notfallzahnbehandlungen ab – umfassender Zahnersatz kostet extra.

Zahnkosten können im Ausland erheblich sein – sowohl für Routinebehandlungen als auch für Zahnersatz. Die meisten Basismodule decken jedoch nur Notfallzahnbehandlungen ab.

Wer umfassenden Zahnschutz möchte, muss in der Regel ein separates Modul hinzubuchen. Das erhöht den Beitrag, schützt aber vor hohen Eigenkosten bei geplanten Behandlungen.

Schwangerschaft: Wartezeiten frühzeitig einplanen

Schwangerschaftsleistungen sind oft erst nach 10–12 Monaten Wartezeit versichert.

Für Familien und jüngere Auswanderer ist die Absicherung rund um Schwangerschaft und Geburt ein zentrales Thema. Die meisten IPMI-Tarife decken Schwangerschaftsleistungen erst nach einer Wartezeit von zehn bis zwölf Monaten ab.

Wer plant, im Ausland eine Familie zu gründen, sollte diesen Punkt frühzeitig klären und den Tarif entsprechend früh abschließen.

Rücktransport & Evakuierung: Kein Tarif ohne diesen Baustein

Ein medizinischer Rücktransport kann Zehntausende Euro kosten – dieser Baustein darf nicht fehlen.

Im medizinischen Notfall kann ein Rücktransport nach Deutschland oder in ein geeignetes Krankenhaus Zehntausende Euro kosten. Dieser Baustein sollte in keinem IPMI-Tarif fehlen – und ist in den meisten guten Tarifen standardmäßig enthalten.

Prüfe dennoch, ob auch medizinische Evakuierung aus abgelegenen Regionen sowie der Transport von Begleitpersonen gedeckt ist.

Psychische Erkrankungen: Zunehmend mitgedeckt, aber nicht überall

IPMI-Anbieter decken psychische Gesundheit unterschiedlich – Konditionen genau prüfen.

Psychische Gesundheit wird im IPMI-Markt zunehmend mitgedeckt, aber nicht überall und nicht immer vollständig. Manche Anbieter schließen psychische Erkrankungen im Basismodul aus oder begrenzen die Leistungen erheblich.

Wer hier Bedarf sieht – sei es durch bekannte Vorgeschichte oder als Vorsorge – sollte die Konditionen vor Vertragsabschluss explizit prüfen und vergleichen.

VORERKRANKUNGEN & IPMI

Trotz Vorerkrankung versichert: So funktioniert's

Vorerkrankungen machen viele nervös – zu Recht, aber nicht hoffnungslos. Diese drei Wege führen zu einer sinnvollen Absicherung.

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    Schritt 1: Anonyme Risikovoranfrage stellen

    Bevor du auch nur einen einzigen Antrag stellst: Lass dein Gesundheitsprofil anonym bei mehreren Versicherern anfragen. Du erfährst vorab, welche Anbieter dich zu welchen Konditionen aufnehmen würden – ohne HIS-Pool-Eintrag durch Ablehnungen. Mehrere Ablehnungen in diesem System können zukünftige Anträge erheblich erschweren.

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    Schritt 2: Underwriting-Ansatz verstehen

    Es gibt zwei Hauptwege. Moratorium-Underwriting: Keine Gesundheitsfragen, aber bestimmte Vorerkrankungen werden für zwei bis fünf Jahre ausgeschlossen – danach oft wieder mitversichert. Full Medical Underwriting (FMU): Du beantwortest detaillierte Fragen, der Versicherer entscheidet individuell. Mehr Aufwand, aber auch mehr Klarheit und oft die Möglichkeit, Vorerkrankungen gegen Aufpreis doch mitzuversichern.

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    Schritt 3: Risikozuschlag vs. Ausschluss abwägen

    Manche Anbieter berechnen statt eines vollständigen Ausschlusses einen Risikozuschlag. Du bist dann auch für die Vorerkrankung versichert – zu einem höheren Beitrag. Welcher Weg besser ist, hängt von der Erkrankung, dem Tarif und deiner persönlichen Situation ab. Ein erfahrener Berater kann hier den entscheidenden Unterschied machen.

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    Schritt 4: Anbieter gezielt vergleichen und Antrag stellen

    Auf Basis der Risikovoranfrage weißt du nun, welche Türen wirklich offen stehen. Jetzt lassen sich Tarife gezielt vergleichen – nach Leistungsumfang, Konditionen für die Vorerkrankung und Preis. Erst dann wird der Antrag gestellt: mit der Gewissheit, dass die Chancen auf Annahme hoch sind.

HIS-Pool: Warum blinde Anträge gefährlich sind
Jeder abgelehnte Versicherungsantrag kann im HIS-Pool (Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft) gespeichert werden. Mehrere Ablehnungen in diesem System erschweren zukünftige Anträge bei anderen Versicherern erheblich. Wer blind Anträge stellt, riskiert genau diesen Fehler. Die anonyme Risikovoranfrage ist der einzige Weg, das zu vermeiden – und zeigt dir gleichzeitig, welche Tür wirklich offen steht.
RÜCKKEHR & ANWARTSCHAFT

Rückkehr nach Deutschland: So planst du richtig

Über 60 Prozent der deutschen Auswanderer planen eine spätere Rückkehr. Die richtige Vorbereitung entscheidet darüber, ob du nahtlos wieder einsteigen kannst.

  1. Anwartschaft prüfen

    Wer vor der Auswanderung privat krankenversichert war, kann den PKV-Vertrag zu stark reduziertem Beitrag pausieren. Bei Rückkehr lebt der alte Vertrag mit allen ursprünglichen Konditionen wieder auf – ohne erneute Gesundheitsprüfung.

  2. GKV-Rückkehr planen

    Der Wiedereintritt in die GKV ist an Bedingungen geknüpft: sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, Alter unter 55 Jahren oder bestimmte Lebenssituationen. Wer selbstständig zurückkommt oder das 55. Lebensjahr überschritten hat, kann sich möglicherweise nicht mehr freiwillig versichern.

  3. Frühzeitig beraten lassen

    Die Rückkehr-Option beeinflusst die Wahl der richtigen IPMI-Versicherung von Anfang an. Wer weiß, dass er zurückkehren wird, sollte das bei der Auswahl berücksichtigen – und die Anwartschaft nicht vergessen.

TYPISCHE FEHLER

Die häufigsten Absicherungsfehler vermeiden

Diese Irrtümer passieren deutschen Auswanderern am häufigsten – und lassen sich mit dem richtigen Wissen leicht vermeiden.

  • Zu lange auf die Reisekrankenversicherung vertrauenWer krank wird, bevor er auf IPMI umgestiegen ist, riskiert dass die neue Vorerkrankung dann nicht mehr mitversichert wird. Der Wechsel sollte vor dem Umzug erfolgen.
  • Blind Anträge stellen ohne RisikovoranfrageMehrere Ablehnungen im HIS-Pool können langfristig schaden. Immer zuerst anonym anfragen, bevor ein formeller Antrag gestellt wird.
  • Den günstigsten Tarif ohne Leistungsprüfung wählenEin Tarif ohne ambulante Deckung, ohne Heimatlandschutz und ohne Rücktransport mag günstig aussehen – bis der erste ernsthafte Schadensfall eintritt.
  • Anwartschaftsoption nicht prüfenWer eine PKV hatte und ins Ausland geht, ohne die Anwartschaft zu prüfen, verschenkt möglicherweise wertvolle Rechte für die Rückkehr nach Deutschland.
  • Zu spät mit der Absicherung beginnenJe älter bei Antragstellung, desto höher der Beitrag – und desto wahrscheinlicher Risikozuschläge durch neu entstandene Vorerkrankungen. Früh planen spart langfristig.
  • USA-Deckung pauschal mitbuchen ohne BedarfWer die USA nicht als Aufenthaltsland benötigt, zahlt mit USA-Deckung bis zu 50 % mehr. Dieser Ausschluss ist für viele Auswanderer problemlos möglich und spart erheblich.
ANBIETER IM ÜBERBLICK

Internationale Krankenversicherung: relevante Anbieter für Deutsche

Der IPMI-Markt bietet mehr als ein Dutzend relevante Anbieter. Jeder hat seine Stärken – bei Flexibilität, regionaler Netzwerkabdeckung oder der Handhabung von Vorerkrankungen.

BDAE
Spezialist für Deutsche im Ausland mit langjähriger Erfahrung bei Expat-Tarifen.
ZielgruppeAuswanderer, Expats, Rentner im Ausland
ab/Monatab 80 €
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April International
Flexible IPMI-Tarife für dauerhaft im Ausland lebende Deutsche, inkl. Heimatlanddeckung.
ZielgruppeLangzeitauswanderer, digitale Nomaden
ab/Monatab 90 €
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Cigna Global
Internationaler Versicherer mit starker Netzwerkabdeckung und umfassenden Modulen.
ZielgruppeExpats weltweit, Familien
ab/Monatab 120 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
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Foyer Global Health
Luxemburger IPMI-Versicherer, starke Leistungen im stationären Bereich.
ZielgruppeExpats und Familien mit Anspruch auf Premium-Versorgung
ab/Monatab ca. 150 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
Genki
App-first, monatlich kündbar, kein fester Wohnsitz nötig.
ZielgruppeDigital Nomads, Grenzgänger mit flexibler Basis
ab/Monatab ca. 79 €
Details →
MAWISTA
Kurzzeit- und Schengen-ready, einfacher Abschluss ab 1 Monat.
ZielgruppeStudierende, Au-pairs, Praktikanten, Sprachaufenthalte
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
Morgan Price
Britischer IPMI-Anbieter, hohe stationäre Deckungssummen.
ZielgruppeFamilien, Langzeit-Auslandsaufenthalte
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
PassportCard
Cashless-Claim über eigene Debit-Karte, keine Vorfinanzierung.
ZielgruppeExpats mit häufigen Arztbesuchen, Familien
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
Wann persönliche Beratung unverzichtbar ist
Bei Standardsituationen – jung, gesund, klares Zielland – kann ein strukturierter Vergleich gut funktionieren. Sobald Vorerkrankungen ins Spiel kommen, die Familiensituation komplex ist oder du zwischen mehreren Ländern pendeln wirst, ist persönliche Beratung keine Kür, sondern Pflicht. Ein erfahrener Makler, der Zugang zu einem breiten Anbieterspektrum hat und die anonyme Risikovoranfrage routiniert einsetzt, kann dir nicht nur Geld sparen – er kann dir den Zugang zu Versicherungsschutz ermöglichen, den du alleine vielleicht nicht gefunden hättest.
HÄUFIGE FRAGEN

Internationale Krankenversicherung: Ihre Fragen beantwortet

Bin ich als Deutscher im Ausland noch über die GKV versichert?
Nein – sobald du deinen Wohnsitz dauerhaft in einen Staat außerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums verlegst, ruht der GKV-Schutz nach § 16 SGB V. Auch innerhalb der EU gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nur für vorübergehende Aufenthalte, nicht für dauerhafte Wohnsitzverlegungen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Reisekrankenversicherung und einer IPMI?
Eine Reisekrankenversicherung ist für Urlaubsreisen bis maximal 42–56 Tage ausgelegt und deckt nur Notfallbehandlungen ab. Eine IPMI (International Private Medical Insurance) ist speziell für Menschen konzipiert, die dauerhaft oder langfristig im Ausland leben. Sie bietet weltweiten Schutz, ambulante und stationäre Versorgung, Heimatlanddeckung und ist langfristig abschließbar.
Was kostet eine internationale Krankenversicherung für Deutsche ungefähr?
Als grobe Orientierung zahlt ein gesunder 30-Jähriger ohne USA-Deckung etwa 80 bis 150 Euro monatlich. Mit USA-Deckung und erweitertem Leistungsumfang können es 200 bis 400 Euro sein. Der Preis hängt von Alter, Gesundheitszustand, Deckungsumfang, Selbstbehalt und Zielregion ab. Wer die USA ausschließt, spart oft 30 bis 50 Prozent des Beitrags.
Kann ich trotz Vorerkrankung eine internationale Krankenversicherung abschließen?
In den meisten Fällen ja – entweder über Moratorium-Underwriting (Vorerkrankung für 2–5 Jahre ausgeschlossen), Full Medical Underwriting (individuelle Prüfung mit möglichem Risikozuschlag) oder einen Risikozuschlag. Entscheidend ist die anonyme Risikovoranfrage vor jedem Antrag, um HIS-Pool-Einträge durch Ablehnungen zu vermeiden.
Was ist die anonyme Risikovoranfrage und warum ist sie so wichtig?
Bei der anonymen Risikovoranfrage wird dein Gesundheitsprofil – ohne Nennung deines Namens – bei mehreren Versicherern angefragt. Du erfährst vorab, welche Anbieter dich zu welchen Konditionen aufnehmen würden. Jeder abgelehnte formelle Antrag kann im HIS-Pool gespeichert werden und zukünftige Anträge erschweren. Die anonyme Voranfrage schützt dich vor diesem Risiko.
Was ist eine Anwartschaftsversicherung und wann lohnt sie sich?
Die Anwartschaftsversicherung erlaubt es, einen PKV-Vertrag während der Zeit im Ausland zu stark reduziertem Beitrag zu pausieren. Bei Rückkehr nach Deutschland lebt der alte Vertrag mit allen ursprünglichen Konditionen wieder auf – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Sie lohnt sich für alle, die vor der Auswanderung privat krankenversichert waren und eine Rückkehr nach Deutschland nicht ausschließen.
Bin ich bei einem Besuch in Deutschland über meine internationale Krankenversicherung versichert?
Das hängt vom Tarif ab. Viele IPMI-Tarife schließen das Heimatland aus oder begrenzen die Leistungen auf 30 bis 90 Tage pro Jahr. Wer regelmäßig nach Deutschland zurückkommt, sollte diesen Punkt vor Vertragsabschluss explizit prüfen und einen Tarif mit entsprechender Heimatlanddeckung wählen.
Kann ich nach langer Zeit im Ausland wieder in die GKV eintreten?
Das ist möglich, aber an Bedingungen geknüpft. Der Wiedereintritt in die GKV setzt in der Regel eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder bestimmte Lebenssituationen voraus. Wer selbstständig zurückkommt oder das 55. Lebensjahr überschritten hat, kann sich möglicherweise nicht mehr freiwillig in der GKV versichern. Frühzeitige Planung ist hier entscheidend.
FAZIT

IPMI ist für Deutsche im Ausland keine Option, sondern die Grundlage.

1
GKV und PKV enden mit dem dauerhaften Umzug ins Nicht-EU-Auslandautomatisch und ohne Vorwarnung.
2
Eine Reisekrankenversicherung ist kein Ersatz: Sie deckt nur Notfälle bis maximal 56 Tage ab.
3
Vorerkrankungen sind kein Hindernisaber die anonyme Risikovoranfrage ist Pflicht, um HIS-Pool-Einträge zu vermeiden.
4
Wer eine PKV hatte, sollte die Anwartschaftsoption prüfen, bevor er auswandertsie sichert die Rückkehr.

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