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Tuvalu: Was Ihre IPMI wirklich kostet – und warum sie überlebensnotwendig ist

Ein einziges Krankenhaus, keine Intensivstation, Evakuierungskosten bis 100.000 €: Wer dauerhaft in Tuvalu lebt, braucht eine internationale Krankenversicherung – nicht als Option, sondern als elementare Absicherung. Hier erfahren Sie, was eine solide IPMI kostet und wie Sie auch mit Vorerkrankungen Schutz finden.

  • 50–100 T€ Evakuierungskosten
  • 80–700 € IPMI monatlich
  • 1 Krankenhaus im ganzen Land
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • IPMI ist keine Option, sondern Pflicht. Das Princess Margaret Hospital bietet keine Intensivstation und keine Spezialmedizin – jeder ernsthafte Notfall endet in einer Auslandsevakuierung.
  • Evakuierungskosten sind existenzbedrohend. Eine medizinische Evakuierung nach Neuseeland oder Australien kostet 50.000 € bis 100.000 €. Die gesetzliche KV und Reise-KV übernehmen diese Kosten nicht.
  • Vorerkrankungen schließen Sie nicht aus. FMU, Moratoriumsprinzip und anonyme Risikovoranfrage ermöglichen auch bei komplexer Krankengeschichte tragfähige Lösungen – mehr dazu unter Vorerkrankungen in der internationalen Krankenversicherung.
  • Selbstbehalt spart Prämie gezielt. Ein jährlicher Selbstbehalt von 500–2.500 € senkt den Monatsbeitrag spürbar – sinnvoll, da der eigentliche Kern in Tuvalu der Katastrophenschutz ist.
  • Nordamerika-Ausschluss spart Beitrag. Für Tuvalu-Bewohner reicht eine Deckung für die Pazifikregion – Nordamerika ist in der Regel verzichtbar und reduziert die Prämie deutlich.
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Was das lokale Gesundheitssystem nicht leisten kann
Das Princess Margaret Hospital auf Fongafale bietet Allgemeinmedizin und Basisdiagnostik – kein MRT, kein CT, keine Intensivstation, keine Onkologie, keine Kardiologie. Auf den Außenatolls gibt es nur Gesundheitsstationen ohne Notfallkapazitäten. Jede ernsthafte Erkrankung erfordert zwingend eine Auslandsbehandlung – in Fidschi, Neuseeland oder Australien. Die Frage ist nicht ob, sondern wann – und ob Sie dann finanziell vorbereitet sind.
VERSICHERUNGSVERGLEICH

IPMI versus Reisekrankenversicherung für Tuvalu

Nur eine dieser beiden Optionen schützt Sie wirklich bei einem Langzeitaufenthalt – hier sehen Sie die entscheidenden Unterschiede.

IPMI

Internationale Krankenversicherung für Langzeitaufenthalte
  • AufenthaltsdauerUnbegrenzte Laufzeit – konzipiert für dauerhaften Auslandsaufenthalt
  • EvakuierungskostenEvakuierung abgedeckt – viele Tarife ohne Obergrenze oder bis 500.000 €
  • VorerkrankungenEinschluss via FMU oder Moratorium möglich, individuell verhandelbar
  • Chronische ErkrankungenChronische Erkrankungen einschließbar – je nach Underwriting-Modell
  • Geplante BehandlungenGeplante Behandlungen im Ausland (Fidschi, NZ, Australien) gedeckt
  • DeckungssummeHöhere Monatsprämie – 80–700 € je nach Alter und Leistungsumfang

Reisekrankenversicherung

Kurzfristiger Reiseschutz – nicht für Auswanderer
  • AufenthaltsdauerEndet typischerweise nach 60 Tagen – kein Schutz für Langzeitaufenthalte
  • EvakuierungskostenEvakuierungsdeckung oft gedeckelt – kann bei Tuvalu-Kosten nicht ausreichen
  • VorerkrankungenVorerkrankungen standardmäßig ausgeschlossen
  • Chronische ErkrankungenChronische Erkrankungen nicht abgedeckt – nur akute Notfälle
  • Geplante BehandlungenGeplante Behandlungen grundsätzlich ausgeschlossen
  • DeckungssummeNiedrigere Prämie – aber unzureichender Schutz für Tuvalu-Realität
KOSTENFAKTOREN

Was Ihre IPMI für Tuvalu wirklich beeinflusst

Diese Richtwerte helfen bei der Budgetplanung – der genaue Beitrag ergibt sich immer aus Ihrer individuellen Situation.

80–180 €
Monatlich (25–35 J.)Junge Erwachsene ohne Vorerkrankungen mit Evakuierungsschutz und Pazifik-Deckung.
150–350 €
Monatlich (40–50 J.)Mittleres Alter mit vergleichbarem Leistungsumfang – Beitrag steigt mit dem Eintrittsalter.
400–700 €
Monatlich (ab 55 J.)Je nach Gesundheitszustand und gewähltem Leistungspaket – Vorerkrankungen können Zuschläge von 10–50 % bedeuten.
bis 2.500 €
Jahres-SelbstbehaltEin höherer Selbstbehalt senkt die Monatsprämie spürbar – sinnvoll, wenn der Katastrophenschutz im Vordergrund steht.
VORERKRANKUNGEN & ANTRAGSWEGE

Kein automatischer Ausschluss – Ihr Weg zur Absicherung trotz Vorerkrankung

Drei bewährte Instrumente ermöglichen auch bei komplexer Krankengeschichte tragfähige IPMI-Lösungen für Tuvalu.

Full Medical Underwriting (FMU): Klarheit vor dem Abschluss

Vollständige Offenlegung – was eingeschlossen ist, ist verbindlich dokumentiert.

Beim Full Medical Underwriting legen Sie Ihre gesamte Krankengeschichte offen. Der Versicherer prüft jeden Punkt individuell und entscheidet: Einschluss ohne Aufpreis, Einschluss mit Risikozuschlag oder Ausschluss der betreffenden Erkrankung.

Der entscheidende Vorteil: Was eingeschlossen ist, ist klar dokumentiert. Es gibt keine bösen Überraschungen im Leistungsfall. FMU ist besonders empfehlenswert bei chronischen Erkrankungen, die aktiv behandelt werden müssen – etwa Diabetes, Bluthochdruck oder Schilddrüsenerkrankungen.

April International und Cigna Global bieten beide FMU-Optionen an, unterscheiden sich aber in den Underwriting-Richtlinien erheblich. Was bei einem Anbieter zu einem Ausschluss führt, kann beim anderen mit einem moderaten Risikozuschlag versichert werden.

Moratoriumsprinzip: Schneller Start, späterer Einschluss

Vorerkrankungen werden zunächst ausgeschlossen – nach zwei Jahren beschwerdefreier Zeit automatisch eingeschlossen.

Beim Moratoriumsprinzip werden Vorerkrankungen für einen definierten Zeitraum – meist zwei Jahre – von der Leistung ausgeschlossen. Treten in dieser Zeit keine Beschwerden im Zusammenhang mit der Vorerkrankung auf, werden sie danach automatisch eingeschlossen.

Das Moratorium eignet sich gut für Erkrankungen, die als ausgeheilt oder stabil gelten. Es ermöglicht einen schnellen Versicherungsstart ohne aufwändige Gesundheitsprüfung – ideal, wenn der Aufenthalt kurzfristig geplant ist.

Wichtig: Wer in Tuvalu auf regelmäßige Behandlung einer aktiven Vorerkrankung angewiesen ist, sollte FMU bevorzugen – beim Moratorium sind genau diese Behandlungen für zwei Jahre nicht gedeckt.

  • Kein aufwändiger Gesundheitsfragebogen beim Antrag
  • Schneller Vertragsabschluss möglich
  • Automatischer Einschluss nach zwei beschwerdefreien Jahren
  • Nicht geeignet bei aktiv behandlungsbedürftigen Erkrankungen

Anonyme Risikovoranfrage: Ohne HIS-Eintrag vergleichen

Unverbindlich bei mehreren Anbietern anfragen – bevor ein formeller Antrag gestellt wird.

Bevor Sie einen formellen Antrag stellen, lässt sich anonym und unverbindlich bei mehreren Anbietern anfragen, unter welchen Konditionen sie Ihre Vorerkrankungen versichern würden. Erst wenn ein passendes Angebot vorliegt, stellen Sie den offiziellen Antrag.

Das ist entscheidend: Eine formelle Ablehnung wird im HIS (Hinweis- und Informationssystem der Versicherer) gespeichert und kann zukünftige Anträge bei anderen Anbietern erschweren. Die Ablehnung wird gespeichert – wer unvorbereitet antritt, riskiert diese Einträge unnötig.

Die anonyme Risikovoranfrage ist kein Geheimwissen – aber ihre sinnvolle Anwendung erfordert Erfahrung mit den Underwriting-Richtlinien der einzelnen Versicherer. Insurancy begleitet Sie durch diesen Prozess, bevor ein einziger offizieller Antrag gestellt wird.

ANBIETERVERGLEICH

IPMI-Anbieter für Tuvalu: Worauf es bei der Auswahl ankommt

Nicht jeder Tarif ist für die Realität Tuvalus geeignet – diese Kriterien trennen passende von unpassenden Angeboten.

Evakuierungsleistungen: Das K.-o.-Kriterium für Tuvalu

Begrenzte Evakuierungsdeckung kann bei Tuvalu-Kosten schnell eng werden.

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Einige Tarife deckeln die Evakuierungskosten auf 250.000 € oder 500.000 €. Das erscheint viel – aber bei einer aufwändigen Langstrecken-Evakuierung von Tuvalu nach Neuseeland mit intensivmedizinischer Begleitung können diese Grenzen erreicht werden.

Andere Anbieter wie Allianz Care bieten unbegrenzte Evakuierungsdeckung. Für Tuvalu ist das ein entscheidendes Auswahlkriterium. Ein Tarif ohne ausreichende Evakuierungsdeckung ist für Tuvalu-Bewohner keine sinnvolle Option.

Heimatlanddeckung und Zahnarzt: Oft übersehene Leistungsbausteine

Wer nach Deutschland zurückkehrt oder Zahnarzttermine plant, muss diese Punkte prüfen.

Viele IPMI-Tarife schließen das Heimatland aus oder begrenzen die Deckung dort zeitlich. Wer regelmäßig nach Deutschland zurückkehrt, muss prüfen, ob der gewählte Tarif Behandlungen im Heimatland einschließt und für wie lange. PassportCard und Allianz Care bieten hier flexible Optionen.

Zahnmedizin ist in Tuvalu kaum verfügbar. Jede Zahnbehandlung findet in Fidschi oder Neuseeland statt. Tarife, die Zahnleistungen einschließen und dabei keine geographischen Einschränkungen innerhalb der versicherten Region haben, sind klar im Vorteil.

  • Allianz Care: flexible Heimatlanddeckung, unbegrenzte Evakuierung
  • April International: starke FMU-Optionen, internationaler Leistungsumfang
  • Cigna Global: breites Underwriting, aber abweichende Richtlinien je Risikoprofil
  • Now Health International: attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis für jüngere Gesunde
  • Bupa Global: flexible Zusatzoptionen, auch für Heimatlanddeckung geeignet

Wie Portale wie auslandskrankenversicherungen-fuss.com und grenzenlos-sicher.de einzuordnen sind

Länderspezifische Seiten anderer Portale – und wo der Unterschied zu einer persönlichen Beratung liegt.

Portale wie auslandskrankenversicherungen-fuss.com oder grenzenlos-sicher.de bieten länderspezifische Vergleichsseiten und Kostenratgeber. Auslandskrankenversicherungen-fuss.com listet Zielgruppen und ermöglicht einen Tarifvergleich, bleibt aber beim Tiefgang zum tuvaluischen Gesundheitssystem und den spezifischen Evakuierungsrisiken wenig konkret.

Grenzenlos-sicher.de fokussiert auf allgemeine Kostenfaktoren internationaler Krankenversicherungen – gut strukturiert mit FAQs, jedoch ohne länderspezifische Einordnung für Tuvalu. Weder Evakuierungskosten noch Klimawandel-Risiken als Versicherungsparameter werden dort behandelt.

Portale wie deutsche-im-ausland.org adressieren Auswanderer-Fragen breiter, ohne den Fokus auf die medizinische Infrastruktur einzelner Länder wie Tuvalu zu legen. Ein algorithmischer Vergleichsrechner kann nicht einschätzen, ob Ihre spezifische Vorerkrankung beim Moratoriumsprinzip von Anbieter A besser gestellt ist als beim FMU von Anbieter B – das erfordert persönliche Marktkenntnis.

Klimawandel als Versicherungsparameter
Tuvalu ist eines der am stärksten vom Klimawandel bedrohten Länder der Welt. Überschwemmungen kontaminieren Trinkwasserquellen und erhöhen das Infektionsrisiko. Sturmschäden können die ohnehin fragile Gesundheitsinfrastruktur für Tage oder Wochen außer Betrieb setzen. Eine IPMI, die auch Evakuierungen bei Naturkatastrophen abdeckt, ist in Tuvalu keine Übervorsicht – sie ist Realismus. Achten Sie beim Tarifvergleich explizit auf die Klausel zur Naturkatastrophen-Evakuierung.
SCHRITT FÜR SCHRITT

So finden Sie die richtige IPMI für Tuvalu

  1. 1
    Bedarf klären: Aufenthaltsdauer, Region, Familienstand1–2 Stunden

    Klären Sie zunächst die Grundparameter: Wie lange bleiben Sie? Reisen Sie regelmäßig nach Deutschland zurück? Benötigen Sie Nordamerika-Deckung oder reicht die Pazifik-Region (Fidschi, Neuseeland, Australien)? Diese Entscheidungen beeinflussen die Prämie erheblich.

  2. 2
    Vorerkrankungen sichten und Strategie wählen1–3 Tage

    Erstellen Sie eine vollständige Liste Ihrer Vorerkrankungen, aktuellen Medikamente und Behandlungen der letzten 5 Jahre. Entscheiden Sie gemeinsam mit einem Berater, ob FMU, Moratorium oder eine anonyme Risikovoranfrage die sinnvollste Strategie ist.

  3. 3
    Anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Anbietern3–10 Werktage

    Bevor ein offizieller Antrag gestellt wird, werden Ihre Daten anonym bei den relevanten Anbietern angefragt. So entstehen keine HIS-Einträge, und Sie erhalten echte Konditionen für Ihre spezifische Situation – keine Muster-Tabellen.

  4. 4
    Angebote vergleichen und Tarif auswählen2–5 Tage

    Die eingeholten Angebote werden nach den für Tuvalu kritischen Kriterien bewertet: Evakuierungsdeckung, Vorerkrankungsbehandlung, Heimatlanddeckung, Zahnleistungen, Deckungsregion. Erst jetzt wird der passende Tarif ausgewählt – vergleichbar mit dem Vorgehen bei der Auslandskrankenversicherung ohne Wohnsitz.

  5. 5
    Offizieller Antrag und Policierung1–3 Wochen

    Mit dem gewählten Anbieter wird der formelle Antrag gestellt. Die Begleitung umfasst das Ausfüllen der Gesundheitsfragen, die Kommunikation mit dem Versicherer und die finale Prüfung der Police auf Vollständigkeit und Korrektheit.

IPMI-ANBIETER

Diese Anbieter kommen für Tuvalu ernsthaft in Frage

Für einen Langzeitaufenthalt in Tuvalu kommen nur spezialisierte IPMI-Anbieter in Frage – nicht jeder am Markt erfüllt die nötigen Anforderungen.

April International
FMU-Stärke und internationaler Leistungsumfang für Langzeitaufenthalte.
ZielgruppeAuswanderer mit aktiver Krankengeschichte
ab/Monatab 85 €
Details →
Cigna Global
Breites Underwriting, weltweite Deckung, Pazifik-Region eingeschlossen.
ZielgruppeGesunde Erwachsene und Familien im Ausland
ab/Monatab 95 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
BDAE
Spezialist für Deutsche im Ausland — attraktive Tarife, gute Beratungsqualität.
ZielgruppeDeutsche Auswanderer, Rentner im Ausland, wohnsitzlose Versicherte
ab/Monatab ca. 90 €
Details →
Foyer Global Health
Luxemburger IPMI-Versicherer, starke Leistungen im stationären Bereich.
ZielgruppeExpats und Familien mit Anspruch auf Premium-Versorgung
ab/Monatab ca. 150 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
Genki
App-first, monatlich kündbar, kein fester Wohnsitz nötig.
ZielgruppeDigital Nomads, Grenzgänger mit flexibler Basis
ab/Monatab ca. 79 €
Details →
MAWISTA
Kurzzeit- und Schengen-ready, einfacher Abschluss ab 1 Monat.
ZielgruppeStudierende, Au-pairs, Praktikanten, Sprachaufenthalte
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
Morgan Price
Britischer IPMI-Anbieter, hohe stationäre Deckungssummen.
ZielgruppeFamilien, Langzeit-Auslandsaufenthalte
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
PassportCard
Cashless-Claim über eigene Debit-Karte, keine Vorfinanzierung.
ZielgruppeExpats mit häufigen Arztbesuchen, Familien
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
Vertrauenswürdige Quellen zur Lage in Tuvalu
Das Auswärtige Amt informiert regelmäßig über Sicherheits- und Gesundheitslage in Tuvalu – einschließlich aktueller Warnhinweise zu Überschwemmungen und Infrastruktureinschränkungen. April International und Insurancy stützen ihre Ländereinschätzungen auf diese Quellen sowie auf eigene Marktdaten zu Evakuierungskosten und Anbieterkonditionen. Informieren Sie sich vor dem Umzug beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Reise- und Sicherheitslage.
HÄUFIGE FRAGEN

IPMI für Tuvalu: Was Auswanderer wirklich wissen wollen

Reicht eine normale Auslandskrankenversicherung für einen Langzeitaufenthalt in Tuvalu?
Nein. Standard-Reisekrankenversicherungen sind auf Aufenthalte von typischerweise bis zu 60 Tagen ausgelegt. Bei einem Langzeitaufenthalt oder dauerhaftem Umzug nach Tuvalu greifen sie nicht mehr. Zudem decken sie keine Vorerkrankungen, keine chronischen Erkrankungen und keine geplanten Behandlungen ab. Für Tuvalu ist eine Internationale Private Medical Insurance (IPMI) zwingend erforderlich.
Was kostet eine medizinische Evakuierung von Tuvalu wirklich?
Eine medizinische Evakuierung von Tuvalu nach Fidschi, Neuseeland oder Australien – den nächsten Ländern mit adäquater medizinischer Versorgung – kostet zwischen 50.000 € und 100.000 €. Je nach Transportmittel, medizinischem Begleitpersonal und Intensivbedarf kann der Betrag noch höher liegen. Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland übernimmt diese Kosten außerhalb der EU grundsätzlich nicht.
Kann ich mich trotz Vorerkrankungen für Tuvalu versichern?
Ja. Es gibt drei bewährte Wege: Full Medical Underwriting (FMU) ermöglicht den Einschluss von Vorerkrankungen mit individuell vereinbarten Konditionen. Das Moratoriumsprinzip schließt Vorerkrankungen zunächst für zwei Jahre aus und schließt sie danach automatisch ein, wenn keine Beschwerden aufgetreten sind. Die anonyme Risikovoranfrage erlaubt es, unverbindlich bei mehreren Anbietern zu testen, welche Konditionen möglich sind – ohne einen HIS-Eintrag zu riskieren.
Was ist der Unterschied zwischen Insurancy und Portalen wie auslandskrankenversicherungen-fuss.com?
Auslandskrankenversicherungen-fuss.com bietet länderspezifische Vergleichsseiten, bleibt aber beim Tiefgang zur medizinischen Infrastruktur Tuvalus und den spezifischen Underwriting-Unterschieden zwischen Anbietern wenig konkret. Insurancy führt den Vergleich auf Basis Ihrer individuellen Daten durch – Alter, Gesundheitszustand, Aufenthaltsmuster – und begleitet Sie persönlich durch den Antragsprozess inklusive anonymer Risikovoranfragen. Ein Algorithmus kann nicht einschätzen, ob Ihre Erkrankung beim Moratorium eines bestimmten Anbieters besser gestellt ist als beim FMU eines anderen.
Wie unterscheidet sich die Kostenstruktur bei grenzenlos-sicher.de von einem echten IPMI-Vergleich?
Grenzenlos-sicher.de erklärt allgemeine Kostenfaktoren internationaler Krankenversicherungen gut, ohne dabei auf Tuvalu-spezifische Besonderheiten einzugehen. Weder die Evakuierungskosten noch die Klimawandel-Risiken oder die Nicht-Verfügbarkeit von Spezialmedizin vor Ort werden als Kalkulationsfaktoren behandelt. Ein echter IPMI-Vergleich für Tuvalu muss diese Faktoren zwingend einbeziehen, weil sie die Mindestanforderungen an den Tarif definieren.
Wie kann ich den Monatsbeitrag meiner IPMI senken, ohne auf den wichtigsten Schutz zu verzichten?
Die wirksamste Stellschraube ist der Selbstbehalt: Ein Jahres-Selbstbehalt von 500 € bis 2.500 € senkt die Monatsprämie spürbar. Da in Tuvalu der eigentliche Kern der Absicherung der Katastrophenschutz – also Evakuierung und Schwerstkrankenbehandlung – ist, ist es sinnvoll, kleinere Kosten selbst zu tragen und dafür die Prämie zu senken. Zusätzlich spart der Ausschluss der Nordamerika-Deckung erheblich: Für Tuvalu-Bewohner ist Pazifik-Deckung ausreichend.
Welche Gesundheitsrisiken bestehen speziell für Langzeitbewohner in Tuvalu?
Denguefieber tritt in regelmäßigen Abständen auf. Typhus, Hepatitis A und Durchfallerkrankungen sind reale Risiken, da die Trinkwasserversorgung begrenzt und von Regenwasser abhängig ist. Chronisch Erkrankte stehen vor besonderen Herausforderungen, da eine kontinuierliche Behandlungsbeziehung kaum möglich ist – Ärzte auf Tuvalu sind häufig aus dem Ausland entsandt und rotieren regelmäßig. Klimabedingte Überschwemmungen kontaminieren zudem Trinkwasserquellen und können die Gesundheitsinfrastruktur zeitweise außer Betrieb setzen.
Werden Behandlungen in Fidschi, Neuseeland und Australien von einer IPMI gedeckt?
Ja – wenn der Tarif die Pazifik-Region einschließt, was für eine für Tuvalu geeignete IPMI Pflicht ist. Da das Princess Margaret Hospital keine Spezialmedzin bietet, findet praktisch jede ernsthafte Behandlung in einem dieser Nachbarländer statt. Stationäre und ambulante Behandlungen, geplante Eingriffe und zahnärztliche Versorgung sollten in diesen Ländern ohne geographische Einschränkungen innerhalb der versicherten Region abgedeckt sein.
FAZIT

In Tuvalu ist die IPMI keine Zusatzleistung – sie ist der einzige Schutz vor existenzbedrohenden Kosten.

1
Das Princess Margaret Hospital bietet keine Intensivstationjeder ernsthafte Notfall erfordert eine Auslandsevakuierung, die allein 50.000–100.000 € kosten kann.
2
Reise-KV und gesetzliche KV decken dieses Risiko nichtnur eine IPMI mit ausreichender Evakuierungsdeckung und Pazifik-Abdeckung schützt Sie wirklich.
3
Vorerkrankungen sind kein AusschlusskriteriumFMU, Moratorium und anonyme Risikovoranfrage ermöglichen auch bei komplexer Krankengeschichte tragfähige Lösungen.
4
Die Kosten einer soliden IPMI (80–700 € monatlich je nach Alter) sind im Verhältnis zu einer einzigen Evakuierung eine überschaubare und planbare Investition.

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