Eine klassische Reisekrankenversicherung ist für Urlauber mit kurzer Abwesenheit konzipiert. Die meisten Policen haben eine maximale Laufzeit von 30 bis 90 Tagen – wer länger bleibt, ist schlicht nicht mehr versichert, oft ohne es zu bemerken.
Noch wichtiger ist der Unterschied in der Leistungstiefe. Reisekrankenversicherungen decken akute Notfälle und Rücktransporte ab – aber keine planbaren Arztbesuche, keine Kontrolluntersuchungen, keine chronischen Erkrankungen, keine Psychotherapie. Wer ein Jahr oder länger in Australien lebt, braucht genau diese Alltagsversorgung.
Eine IPMI-Police (International Private Medical Insurance) ist dagegen so konzipiert, dass sie langfristige Aufenthalte und den dauerhaften Auslandsaufenthalt trägt. Sie denkt in Lebenssituationen – nicht in Urlaubswochen. Für Visa-Behörden in Australien ist der Unterschied ebenfalls relevant: Das Studentenvisum akzeptiert keine einfache Reiseversicherung.