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Weltweit abgesichert – auch mit Vorerkrankung

Wer dauerhaft im Ausland lebt, braucht mehr als eine Reiseversicherung. Eine internationale Krankenversicherung schützt Sie umfassend – bei Routinebehandlungen, chronischen Erkrankungen und Notfällen. Wir vergleichen 12+ IPMI-Anbieter und begleiten Sie persönlich durch den Antrag.

  • 12+ Anbieter im Marktvergleich
  • 80–500 € monatliche Prämie
  • 30.000 € Mindestdeckung Schengen
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
Über den AutorSchließen
Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Reiseversicherung reicht nicht. Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist auf 6–8 Wochen begrenzt und deckt keine Routine- oder Vorsorgebehandlungen ab. Wer länger als ein Jahr im Ausland lebt, braucht eine vollwertige IPMI.
  • Vorerkrankung bedeutet kein Ausschluss. FMU, Moratorium oder Risikozuschlag – es gibt fast immer einen Weg zur Absicherung. Entscheidend ist, welcher Ansatz zu Ihrer konkreten Krankengeschichte passt.
  • HIS-Pool-Einträge lassen sich vermeiden. Eine anonyme Risikovoranfrage klärt Ihre Versicherbarkeit, bevor ein offizieller Antrag gestellt wird – ohne dass eine Ablehnung gespeichert wird.
  • USA-Deckung verdoppelt die Prämie. Tarife ohne USA und Kanada sind deutlich günstiger. Wer regelmäßig in Nordamerika ist, muss den teureren Weltweittarif wählen – sonst droht im Leistungsfall eine Lücke.
  • Anwartschaft sichert die PKV-Rückkehr. Einige Anbieter wie BDAE ermöglichen eine Anwartschaftsoption: Für eine geringe Monatsgebühr bleibt das Recht auf Rückkehr in einen deutschen PKV-Tarif erhalten.
Mit KI zusammenfassen
Rechtlicher Rahmen: Krankenversicherungspflicht kennen
In Deutschland gilt gemäß § 193 VVG eine allgemeine Krankenversicherungspflicht. Wer seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, verlässt zwar das deutsche System, unterliegt aber häufig den Versicherungspflichten des Ziellandes. Für Einreisen in den Schengen-Raum oder bei Visa-Beantragung gilt: Die Versicherung muss mindestens 30.000 Euro Deckungssumme bieten, medizinisch notwendige Behandlungen und einen Notfall-Rücktransport einschließen. Das ist die gesetzliche Untergrenze – für realen Schutz braucht es in der Praxis deutlich mehr. EU-Visa-Anforderungen sowie länderspezifische Versicherungspflichten sollten vor dem Wegzug geprüft werden.
FÜR WEN DIESER LEITFADEN GILT

Expat, Nomade oder Auswanderer – Ihre Situation zählt

Entsandte Fachkräfte
Ihr Arbeitgeber schickt Sie für ein oder mehrere Jahre ins Ausland. Oft existiert eine Gruppenversicherung – aber die Deckung ist häufig lückenhaft und endet mit dem Arbeitsverhältnis. Eine eigene IPMI schafft Unabhängigkeit und Kontinuität.
Auswanderer & Rentner
Sie verlegen Ihren Wohnsitz dauerhaft ins Ausland – ob für den Traumjob, die Sonne oder die Lebensqualität. Sie brauchen lebenslang verlässlichen Schutz mit klarer Heimatlandregelung und Anwartschaftsoption für eine mögliche Rückkehr.
Digitale Nomaden
Kein fester Wohnsitz, aber dauerhaft im Ausland unterwegs – oft länger als ein Jahr. Eine Reiseversicherung ist für diese Lebensweise nicht ausgelegt. Sie brauchen globale Gültigkeit, flexible Kündbarkeit und unkomplizierte Online-Abwicklung.
Expat-Familien
Wenn Kinder und Partner mitziehen, steigt der Absicherungsbedarf erheblich. Schwangerschaft, Kindervorsorge, Schulimpfungen und psychische Gesundheit in fremden Kulturen – ein Familientarif muss alle Bedarfe unter einem Dach abdecken.
REISEVERSICHERUNG VS. IPMI

Reise-KV oder internationale Krankenversicherung?

Viele Expats unterschätzen den Unterschied – bis es zu spät ist. Hier sehen Sie, was wirklich zählt.

Reisekrankenversicherung

Urlaubsschutz – nicht mehr
  • LaufzeitBefristet auf 6–8 Wochen pro Reise
  • LeistungsumfangNur akute Notfälle abgedeckt
  • Vorsorge & RoutineKeine Routineuntersuchungen oder Vorsorge
  • Chronische ErkrankungenChronische Erkrankungen generell ausgeschlossen
  • Zahn & PsycheZahn und Psyche in der Regel nicht enthalten
  • Geeignet fürUrlauber und Kurzreisende bis max. 2 Monate

IPMI – Internationale Krankenversicherung

Vollwertiger Schutz für Ihr Leben im Ausland
  • LaufzeitDauerhaft – teils lebenslange Versicherbarkeit möglich
  • LeistungsumfangAmbulant, stationär, Notfall, Rücktransport – vollumfänglich
  • Vorsorge & RoutineVorsorgeuntersuchungen, Krebsscreening und Impfungen inklusive
  • Chronische ErkrankungenChronische Erkrankungen versicherbar – mit FMU oder Zuschlag
  • Zahn & PsycheZahnbehandlung und Psychotherapie je nach Tarif einschließbar
  • Geeignet fürExpats, Auswanderer, Nomaden – alle, die dauerhaft im Ausland leben
VORERKRANKUNGEN & IPMI

Kein automatisches Aus – so funktioniert Versicherung trotz Vorerkrankung

FMU, Moratorium, Risikozuschlag – drei Wege zur Absicherung, die sich in Transparenz, Kosten und Risiko fundamental unterscheiden.

Full Medical Underwriting (FMU): Transparenz vor Vertragsabschluss

Vollständige Prüfung Ihrer Krankengeschichte – Sie wissen genau, was gilt.

Beim Full Medical Underwriting prüft der Versicherer Ihre gesamte Krankengeschichte detailliert, bevor der Vertrag abgeschlossen wird. Das ist aufwändig, aber transparent: Am Ende wissen Sie exakt, welche Leistungen eingeschlossen sind und welche nicht.

Bestimmte Vorerkrankungen können ausgeschlossen werden, andere werden mit einem Risikozuschlag versehen. Entscheidend ist: Sie erhalten schriftliche Klarheit über Ihren Versicherungsschutz, bevor Sie unterschreiben. FMU ist besonders sinnvoll bei komplexen Krankengeschichten, weil es keine bösen Überraschungen im Leistungsfall gibt.

  • Vollständige Offenlegung der Krankengeschichte erforderlich
  • Schriftliche Bestätigung von Ausschlüssen und Zuschlägen vor Vertragsabschluss
  • Keine ungeklärten Graubereiche im Leistungsfall
  • Geeignet für Expats mit bekannten Vorerkrankungen und hohem Sicherheitsbedürfnis

Moratorium: Kein Fragebogen – aber Wartezeiten beachten

Einfacher Einstieg, aber Deckungslücken in den ersten zwei Jahren.

Beim Moratoriums-Underwriting entfällt der detaillierte Gesundheitsfragebogen. Stattdessen gilt eine Regelung: Vorerkrankungen, die in einem definierten Zeitraum vor Versicherungsbeginn – meist fünf Jahre – aufgetreten sind, werden für eine Wartefrist von typischerweise zwei Jahren nicht abgedeckt.

Klingt einfach, hat aber Tücken: Im Leistungsfall muss der Versicherer prüfen, ob ein Zusammenhang mit einer früheren Erkrankung besteht. Das ist intransparent und führt zu Unsicherheit. Wer in den ersten zwei Jahren behandelt werden muss, kann auf Kosten sitzen bleiben, die eigentlich abgedeckt sein sollten.

  • Kein Gesundheitsfragebogen – einfacher Abschluss
  • Vorerkrankungen der letzten 5 Jahre für 2 Jahre nicht abgedeckt
  • Nach Ablauf der Wartezeit automatische Mitversicherung, falls symptomfrei
  • Unklare Graubereiche beim Leistungsfall – erhöhtes Streitpotenzial

Risikozuschlag: Vollen Schutz kaufen – transparent und fair

Vorerkrankung mitversichert gegen höhere Prämie – oft die fairste Lösung.

Der Risikozuschlag ist häufig die fairste Lösung für Expats mit Vorerkrankungen: Die Erkrankung wird vollständig mitversichert, Sie zahlen dafür eine höhere Prämie. Der Versicherer trägt das erhöhte Risiko – gegen Aufpreis, aber ohne Ausschlüsse.

Wie hoch der Zuschlag ausfällt, hängt von Art und Schweregrad der Vorerkrankung ab. Bei gut eingestelltem Bluthochdruck kann der Aufschlag moderat sein, bei einem instabilen Diabetes höher. Eine anonyme Risikovoranfrage zeigt Ihnen vorab, welche Anbieter welche Zuschläge kalkulieren – ohne Eintrag im HIS-Pool.

  • Vorerkrankung vollständig abgedeckt – keine Ausschlüsse
  • Prämienaufschlag je nach Erkrankungsart und -schwere
  • Planungssicherheit: Sie kennen Ihre Kosten vor Vertragsabschluss
  • Reale Versicherungschancen: Bluthochdruck oft mit Zuschlag, Diabetes je nach Verlauf, Rückenprobleme häufig mit Ausschluss bestehender Beschwerden

Anonyme Risikovoranfrage: HIS-Pool-Eintrag vermeiden

Warum Sie nie ohne Voranfrage einen offiziellen Antrag stellen sollten.

Das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (HIS-Pool) speichert Ablehnungen von Versicherungsanträgen. Wenn ein Versicherer Ihren Antrag ablehnt, kann er diesen Vorgang vermerken – und andere Versicherer sehen diesen Eintrag bei ihrer eigenen Prüfung. Das verschlechtert Ihre Chancen auf eine Absicherung erheblich.

Das Perfide: Sie werden nicht aktiv informiert. Ein HIS-Eintrag kann Sie für Jahre begleiten, ohne dass Sie davon wissen. Die Lösung ist die anonyme Risikovoranfrage: Ihre Gesundheitsdaten werden ohne Namensnennung an mehrere Anbieter weitergeleitet. Sie erhalten Rückmeldung über Konditionen und Machbarkeit – ohne HIS-Eintrag, ohne Risiko. Erst dann wird ein offizieller Antrag gestellt.

  • HIS-Pool-Eintrag entsteht nur bei offiziellen Ablehnungen – nicht bei anonymen Voranfragen
  • Mehrere Anbieter werden simultan angefragt – maximale Marktübersicht
  • Sie entscheiden erst nach Kenntnis aller Konditionen, bei wem Sie beantragen
  • Kein Name, keine Adresse – vollständige Anonymität während der Voranfrage-Phase
PERSÖNLICHE ANTRAGSBEGLEITUNG

Von der Erstanfrage bis zum Versicherungsschutz

Besonders bei Vorerkrankungen ist ein strukturiertes Vorgehen entscheidend. Hier sehen Sie, wie der Prozess aussieht.

  1. 1
    Erstgespräch und Bedarfsanalyse

    Ihre Gesundheitsgeschichte, Lebens- und Arbeitssituation sowie Ihre Anforderungen werden vertraulich erfasst. Welche Länder? Welche Laufzeit? Welche Vorerkrankungen? Kein Fragebogen ohne Kontext.

  2. 2
    Anonyme Risikovoranfrage

    Ihre Daten werden ohne Namensnennung an relevante IPMI-Anbieter weitergeleitet. Das vermeidet einen HIS-Pool-Eintrag und gibt Ihnen Klarheit über reale Konditionen – bevor ein offizieller Antrag entsteht.

  3. 3
    Auswertung und Anbietervergleich

    Die Rückmeldungen werden ausgewertet: Welcher Anbieter akzeptiert unter welchen Bedingungen? FMU, Moratorium oder Risikozuschlag – Sie erhalten eine klare Übersicht mit konkreten Zahlen.

  4. 4
    Empfehlung und Entscheidung

    Sie bekommen eine persönliche Empfehlung, welcher Tarif zu Ihrer Situation am besten passt – mit Begründung. Keine Standardlösung, keine Provisionsoptimierung.

  5. 5
    Antragsbegleitung

    Der Antrag wird professionell ausgefüllt und eingereicht – vollständig und korrekt. Unvollständige oder fehlerhafte Anträge sind ein häufiger Grund für Ablehnungen, die vermeidbar wären.

  6. 6
    Nachbetreuung und laufende Begleitung

    Nach Vertragsabschluss bleiben wir Ihr Ansprechpartner – bei Leistungsfragen, Tarifanpassungen, Länderwechsel oder wenn sich Ihre Lebenssituation ändert.

IPMI-ANBIETER IM ÜBERBLICK

Die wichtigsten Anbieter für internationale Krankenversicherungen

Der Markt ist groß und unübersichtlich. Hier sind die relevantesten Anbieter mit ihren Schwerpunkten – für einen ersten Orientierungsrahmen.

April International
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, flexible Tarifgestaltung für Europa und Asien.
ZielgruppeExpats in Europa und Asien
ab/Monatab 80 €
Details →
BDAE
Spezialist für Auswanderer mit Anwartschaftsoption für PKV-Rückkehr.
ZielgruppeDeutschsprachige Auswanderer, Rentner
ab/Monatab 90 €
Details →
Cigna Global
Globale Marke mit umfassendem Leistungsspektrum und 24/7-Kundendienst.
ZielgruppeExpats in Hochkostenländern, international mobile Fachkräfte
ab/Monatab 130 €
Details →
Genki
Moderner Digitalanbieter mit einfacher Online-Abwicklung, beliebt bei Nomaden.
ZielgruppeDigitale Nomaden, jüngere Expats ohne komplexe Vorerkrankungen
ab/Monatab 79 €
Details →
MAWISTA
Günstige Einstiegstarife für Studierende und junge Expats, zeitlich begrenzt.
ZielgruppeStudierende, Praktikanten, junge Expats
ab/Monatab 30 €
Details →
Morgan Price
Kompetitive Prämien, besonders stark in Asien und Afrika.
ZielgruppeExpats in Asien, Afrika und Schwellenländern
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
PassportCard
Innovatives Direktzahlungsmodell per Karte – keine Vorauslagen beim Arzt.
ZielgruppeExpats die Direktabrechnung ohne Bürokratie bevorzugen
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
Foyer Global Health
Luxemburgischer Anbieter mit solider Reputation für Europa und Nahen Osten.
ZielgruppeExpats in Europa und dem Nahen Osten
ab/Monatab ca. 150 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
WORAUF SIE BEIM TARIFVERGLEICH ACHTEN MÜSSEN

Diese Kriterien entscheiden im Ernstfall

Nicht jeder günstige Tarif ist ein guter Tarif. Diese Aspekte machen den Unterschied zwischen echtem Schutz und einer teuren Lücke.

  • Deckungsregion: USA und Kanada eingeschlossen?Tarife mit USA-Deckung kosten erheblich mehr. Wer regelmäßig in Nordamerika ist, muss den teureren Weltweittarif wählen – sonst greift der Schutz im Leistungsfall nicht.
  • Selbstbeteiligung und PrämienstrukturEin jährlicher Selbstbehalt von 500 bis 2.000 Euro senkt die Monatsprämie um 20 bis 40 Prozent. Sinnvoll für Gesunde – riskant bei regelmäßigem Behandlungsbedarf.
  • Altersrückstellungen und BeitragsentwicklungIPMI-Prämien steigen mit dem Alter und durch allgemeine Kostensteigerungen. Tarife mit Altersrückstellungen sind anfangs teurer, aber langfristig stabiler.
  • Heimatlanddeckung: Wie ist ein Deutschlandbesuch versichert?Viele internationale Tarife decken Behandlungen im Heimatland nicht ab. Wer regelmäßig nach Deutschland reist, braucht einen Tarif mit expliziter Heimatlandregelung.
  • Direktabrechnung oder Erstattungsprinzip?Manche Anbieter rechnen direkt mit dem Krankenhaus ab, andere erstatten Ihnen die Kosten nachträglich. Im Notfall kann das einen erheblichen Unterschied machen.
  • 24/7-Notfalldienst und ErreichbarkeitWenn Sie in Tokio um 3 Uhr nachts ins Krankenhaus müssen, brauchen Sie jemanden, der abnimmt. Prüfen Sie, ob der Anbieter einen echten rund-um-die-Uhr Notfalldienst hat.
  • Anwartschaftsoption für PKV-RückkehrWer sich noch nicht sicher ist, ob er dauerhaft im Ausland bleibt, sollte eine Anwartschaftsoption prüfen – sie sichert das Recht auf Rückkehr in einen deutschen PKV-Tarif.
  • Kleingedrucktes: Ausschlüsse bei Zahn, Psyche, SchwangerschaftWas ist mit psychischen Erkrankungen? Zahnersatz? Geburt? Diese Leistungen sind oft im Grundtarif nicht enthalten und müssen aktiv eingeschlossen werden.
KOSTEN IM ÜBERBLICK

Was eine Expat-Krankenversicherung kostet

Die Prämie hängt von Alter, Leistungsumfang, Region und Vorerkrankungen ab. Diese Orientierungswerte zeigen die Bandbreite.

80–200 €
pro Monat (35 J., gesund)Solider IPMI-Tarif ohne USA-Deckung für einen gesunden 35-Jährigen – je nach Selbstbehalt und Leistungsumfang.
300–500 €
pro Monat (55 J., Vorerkrankung)Im Alter von 55+ mit Vorerkrankungen und Risikozuschlag sind diese Monatsbeiträge keine Seltenheit.
20–40 %
Prämienersparnis durch SelbstbehaltEine jährliche Selbstbeteiligung von 500 bis 2.000 Euro kann die Monatsprämie erheblich senken.
Care Concept, Deutsche im Ausland, BDAE und Cigna: Was Vergleichsportale oft nicht zeigen
Etablierte Anbieter wie Care Concept (spezialisiert auf Aufenthalte bis 5 Jahre), BDAE (stark für Auswanderer mit Anwartschaftsoption), Cigna Global (globale Reichweite) oder Informationsportale wie Deutsche im Ausland zeigen jeweils nur einen Ausschnitt des Marktes – entweder ihre eigenen Produkte oder eine begrenzte Auswahl kooperierender Anbieter. Wer sich bei einem einzelnen Anbieter informiert, bekommt kein vollständiges Marktbild. Ein anbieterübergreifender Vergleich ist besonders bei Vorerkrankungen entscheidend, da Konditionen und Zuschläge je nach Versicherer erheblich variieren.
HÄUFIGE FRAGEN

Ihre Fragen zur Expat-Krankenversicherung beantwortet

Kann ich eine internationale Krankenversicherung abschließen, obwohl ich bereits im Ausland bin?
Grundsätzlich ja – aber mit Einschränkungen. Manche Anbieter verlangen, dass der Antrag vor dem Verlassen des Heimatlandes gestellt wird. Andere akzeptieren Anträge aus dem Ausland, oft aber mit Wartezeiten für bestimmte Leistungen. Wer bereits im Ausland ist und noch keine Versicherung hat, sollte schnell handeln und auf Wartezeiten besonders achten. Eine individuelle Vorabprüfung klärt, welche Anbieter in Ihrer Situation realistisch sind.
Bin ich über meinen Arbeitgeber ausreichend versichert?
Vielleicht – aber das sollten Sie genau prüfen. Viele Arbeitgeber bieten entsandten Mitarbeitern eine Gruppenversicherung an, deren Deckung aber häufig lückenhaft ist. Entscheidend: Was passiert beim Jobwechsel oder wenn das Unternehmen die Versicherung kündigt? Eine eigene IPMI schafft Unabhängigkeit und Kontinuität, unabhängig von Ihrem Arbeitgeber.
Wie unterscheidet sich Cigna von anderen IPMI-Anbietern?
Cigna Global ist eine globale Marke mit sehr umfassendem Leistungsspektrum und starkem Kundendienst, besonders geeignet für Expats in Hochkostenländern. Der Unterschied zu spezialisierten Anbietern wie BDAE liegt unter anderem darin, dass BDAE eine Anwartschaftsoption für die Rückkehr in die deutsche PKV bietet – etwas, das Cigna nicht in dieser Form hat. Care Concept wiederum ist auf befristete Aufenthalte bis 5 Jahre spezialisiert und damit für Langzeitauswanderer ohne Rückkehrplan weniger geeignet. Welcher Anbieter passt, hängt von Ihrer konkreten Situation ab.
Was ist der HIS-Pool und warum ist er für mich relevant?
Das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (HIS-Pool) speichert Ablehnungen von Versicherungsanträgen. Wenn ein Versicherer Ihren Antrag ablehnt, kann er diesen Vorgang vermerken – ohne dass Sie aktiv informiert werden. Andere Versicherer sehen diesen Eintrag und können ihn bei ihrer eigenen Prüfung berücksichtigen, was Ihre Chancen auf eine Absicherung verschlechtert. Durch eine anonyme Risikovoranfrage vor dem offiziellen Antrag lässt sich ein HIS-Eintrag vollständig vermeiden.
Was bedeutet Full Medical Underwriting (FMU) konkret für mich?
Beim FMU prüft der Versicherer Ihre gesamte Krankengeschichte, bevor der Vertrag geschlossen wird. Das ist aufwändiger als ein Moratorium, gibt Ihnen aber schriftliche Klarheit: Was ist abgedeckt, was ausgeschlossen, gibt es einen Risikozuschlag? FMU ist besonders sinnvoll bei komplexen Vorerkrankungen, weil Sie im Leistungsfall keine bösen Überraschungen erleben. Der Nachteil: Eine Ablehnung beim FMU-Antrag führt zu einem HIS-Eintrag – deshalb ist die anonyme Risikovoranfrage davor so wichtig.
Wie hoch muss die Deckungssumme meiner Expat-Krankenversicherung sein?
Für Einreisen in den Schengen-Raum oder bei Visa-Beantragung gilt eine gesetzliche Mindestdeckung von 30.000 Euro. Das ist jedoch nur die Untergrenze für Visazwecke – für realen Schutz reicht das bei weitem nicht. In Ländern wie den USA können Behandlungskosten schnell sechsstellig werden. Ein seriöser IPMI-Tarif sollte unbegrenzte oder zumindest sehr hohe Deckungssummen für stationäre Behandlungen vorsehen.
Was ist die Anwartschaftsoption – und wann ist sie sinnvoll?
Die Anwartschaftsoption wird von einigen Anbietern – insbesondere BDAE – angeboten. Für eine geringe monatliche Gebühr sichern Sie das Recht, zu einem späteren Zeitpunkt in einen deutschen PKV-Tarif zurückzukehren, ohne erneute Gesundheitsprüfung. Das ist besonders relevant für Expats, die noch nicht sicher sind, ob sie dauerhaft im Ausland bleiben, oder die im Alter die Rückkehr in das deutsche System planen. Ohne diese Option kann der Wiedereinstieg in die PKV im höheren Alter oder mit Vorerkrankungen erheblich schwieriger werden.
Deckt meine internationale Krankenversicherung auch Behandlungen in Deutschland ab?
Das hängt vom Tarif ab – und ist ein häufig übersehener Punkt. Viele internationale Tarife decken keine Behandlungen im Heimatland ab. Wenn Sie als im Ausland lebende Person während eines Deutschlandbesuchs krank werden, sind Sie möglicherweise nicht versichert. Wer regelmäßig nach Deutschland reist, sollte explizit einen Tarif mit Heimatlanddeckung wählen oder eine ergänzende Versicherung für den Deutschlandaufenthalt einschließen.

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Ihr Schutz im Ausland beginnt mit dem richtigen Vergleich

Wir prüfen anonym bei 12+ IPMI-Anbietern, welche Tarife zu Ihrer Situation passen – auch bei Vorerkrankungen. Kein HIS-Eintrag, kein Verkaufsdruck, persönliche Begleitung bis zum Vertragsabschluss.

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