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Kuba-Schutz: Was eine IPMI wirklich kostet – und wann sie Pflicht ist

Seit 2010 gilt in Kuba Krankenversicherungspflicht bei der Einreise. Doch eine Reisekrankenversicherung reicht für Langzeitaufenthalte nicht aus. Was eine Internationale Private Krankenversicherung für Kuba kostet, wann sie notwendig ist – und wie Sie trotz Vorerkrankungen Schutz erhalten.

  • seit 2010 Versicherungspflicht Kuba
  • 30.000–80.000 € Rücktransportkosten
  • 12 Anbieter im IPMI-Vergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Reise-KV reicht ab 63 Tagen nicht mehr. Klassische Reisekrankenversicherungen begrenzen den Schutz auf 56–63 Tage und decken keine chronischen Erkrankungen oder planbaren Eingriffe ab.
  • Kuba hat kein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt null Kosten für Behandlungen auf Kuba. Ausländer zahlen in Clínicas Internacionales auf Devisenbasis.
  • Vorerkrankungen schließen IPMI nicht aus. Per Vorerkrankungen in der internationalen Krankenversicherung erfahren Sie vorab, zu welchen Konditionen Sie versicherbar wären – ohne Eintrag in die HIS-Datenbank bei Ablehnung.
  • Spanischsprachiger Nachweis ist Einreisepflicht. Die Versicherungsbestätigung muss auf Spanisch vorliegen – ein Detail, das viele erst am Flughafen überrascht.
  • IPMI-Kosten sind kalkulierbar – Unversichertsein nicht. 30-Jährige zahlen ab ca. 150 €/Monat für vollwertige IPMI. Ein einziger Rücktransport kostet ohne Versicherung bis zu 80.000 €.
Mit KI zusammenfassen
Einreise verweigert: Kein Versicherungsnachweis – kein Zugang
Seit dem 1. Mai 2010 prüfen kubanische Behörden am Flughafen aktiv den Nachweis einer gültigen Krankenversicherung. Ohne Bestätigung wird die Einreise verweigert. Entscheidend: Das Dokument muss auf Spanisch ausgestellt sein. ADAC, HanseMerkur und Mawista decken diesen Nachweis für Kurzreisende ab – für Langzeitaufenthalte sind diese Produkte jedoch konzeptionell nicht ausgelegt.
PRODUKTVERGLEICH

Reisekrankenversicherung vs. Internationale Private Krankenversicherung

Welches Produkt passt zu Ihrem Kuba-Aufenthalt? Der Unterschied entscheidet im Ernstfall über fünfstellige Rechnungen.

Reisekrankenversicherung

Für Touristen und Kurzaufenthalte bis 63 Tage
  • Maximale AufenthaltsdauerMaximal 56–63 Tage pro Reise, danach erlischt Schutz automatisch
  • Chronische ErkrankungenAusgeschlossen oder stark begrenzt – kein Schutz für Folgebehandlungen
  • Planbare EingriffeNur Notfallbehandlungen gedeckt, keine elektiven Eingriffe
  • Wohnsitz-VoraussetzungSetzt festen Wohnsitz in Deutschland voraus
  • Medizinischer RücktransportMeist inkludiert, aber Leistungsobergrenzen beachten
  • Einreisenachweis KubaSpanischsprachige Bestätigung i.d.R. verfügbar (ADAC, HanseMerkur, Mawista)

Internationale Private Krankenversicherung (IPMI)

Für Expats, Auswanderer und Langzeitreisende
  • Maximale AufenthaltsdauerUnbegrenzte Laufzeit – konzipiert für dauerhaftes Leben ohne deutschen Wohnsitz
  • Chronische ErkrankungenDeckung möglich – je nach Underwriting-Ansatz (FMU oder Moratorium)
  • Planbare EingriffeStationäre und ambulante Planleistungen vollständig abgedeckt
  • Wohnsitz-VoraussetzungKein deutscher Wohnsitz erforderlich – ausgelegt für Auswanderer
  • Medizinischer RücktransportExplizit im Tarif verankert, inkl. organisierter Rückholung
  • Einreisenachweis KubaSpanischsprachige Bestätigung über Makler erhältlich
KOSTEN & LEISTUNGEN IM DETAIL

Was eine IPMI für Kuba wirklich abdeckt – und was sie kostet

Die Beitragshöhe hängt von mehreren Faktoren ab. Wer die Stellschrauben kennt, zahlt nur für das, was er wirklich braucht.

Kostenfaktoren: Alter, Geltungsbereich und Selbstbehalt

Vier Variablen bestimmen Ihren Monatsbeitrag – eine davon können Sie aktiv steuern.

Das Eintrittsalter ist der stärkste Preistreiber: Ein 30-Jähriger zahlt für eine vollwertige IPMI (inkl. USA-Deckung) typischerweise 150–300 € monatlich. Mit 50 Jahren steigen die Beiträge auf 350–600 €, ab 60 Jahren sind 800 € und mehr möglich.

Der geographische Geltungsbereich beeinflusst den Preis erheblich. Ein Tarif ohne USA-Deckung (nur Lateinamerika/Kuba) ist deutlich günstiger. Da Evakuierungen jedoch mitunter über US-amerikanisches Territorium führen, sollte dieser Punkt sorgfältig geprüft werden.

Wer einen jährlichen Internationale Krankenversicherung im Vergleich – mit Selbstbehalt von 500–2.500 € – prüft, kann die monatliche Prämie um 20–40 % senken. Basis-Tarife decken nur stationäre Behandlungen ab; Vollschutz mit ambulanter Versorgung, Zahnschutz und Vorsorge kostet entsprechend mehr.

Leistungsumfang: Was eine gute IPMI für Kuba abdecken muss

Sechs Leistungsbereiche, bei denen Lücken existenzbedrohend werden können.

Stationäre Versorgung: Vollständige Kostenübernahme in den Clínicas Internacionales – ohne Deckungsobergrenzen, die mitten in der Behandlung aufgebraucht sein könnten.

Ambulante Behandlungen: Arztbesuche, Diagnostik, Laborwerte und Medikamente. Viele günstige Tarife begrenzen ambulante Leistungen stark – im Kuba-Alltag ein erheblicher Nachteil.

Zahnbehandlung: Zahnarztkosten für Ausländer auf Kuba sind hoch. Achten Sie auf Wartezeiten (oft 3–8 Monate) und Jahreshöchstgrenzen im Tarif.

Medizinischer Rücktransport: Unbedingt explizit im Tarif verankert. Ohne Versicherung kostet ein Rücktransport nach Deutschland 30.000–80.000 €. Mehr dazu unter medizinische Versorgung in der internationalen Krankenversicherung.

Schwangerschaft und psychische Erkrankungen: Viele Tarife schließen diese Bereiche aus oder begrenzen sie stark – bei der Tarifwahl genau prüfen.

Fallstricke im Kleingedruckten: Ausschlüsse und Wartezeiten

Typische Klauseln, die Schutz im Ernstfall aushöhlen können.

Regionale Ausschlüsse: Kuba steht selten explizit auf Ausschlusslisten, aber politische Instabilität kann Klauseln triggern – die Vertragsbedingungen sollten aktiv geprüft werden.

Vorerkrankungsausschlüsse: Standardmäßig werden bekannte Vorerkrankungen in der internationalen Krankenversicherung ausgeschlossen – es sei denn, der Tarif arbeitet mit FMU oder Moratoriumsprinzip.

Deckungsobergrenzen: Günstigere Tarife begrenzen die Gesamtleistung pro Erkrankung oder Jahr. Bei schweren Erkrankungen kann die Deckung mitten in der Behandlung aufgebraucht sein.

Beitragsanpassungen: IPMI-Tarife unterliegen anderen Regulierungen als deutsche Krankenversicherungen. Beitragserhöhungen mit zunehmendem Alter sind die Regel, nicht die Ausnahme.

ADAC, HanseMerkur und Mawista: Wo ihre Grenzen liegen

Drei bekannte Namen – und warum sie für Langzeitaufenthalte oft nicht ausreichen.

ADAC bietet eine der bekanntesten Reisekrankenversicherungen in Deutschland an und deckt die kubanische Einreisepflicht zuverlässig ab. Der ADAC-Schutz ist jedoch explizit auf temporäre Reisen ausgelegt – eine Laufzeitbegrenzung von 63 Tagen gilt als harte Grenze. Für Expats oder Auswanderer ist das ADAC-Produkt strukturell ungeeignet.

HanseMerkur bietet neben klassischer Reisekrankenversicherung auch eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung an, die bis zu 5 Jahre Laufzeit hat. Wichtig: Auch diese bleibt konzeptionell ein Reiseprodukt – sie setzt einen festen Wohnsitz in Deutschland voraus, schließt chronische Erkrankungen weitgehend aus und ist nicht für eine dauerhafte Verlagerung des Lebensmittelpunkts ausgelegt.

Mawista richtet sich ausdrücklich auch an Expats und bietet für verschiedene Zielgruppen (Studenten, Auslandsaufenthalte, Expats) spezialisierte Tarife an. Für kurzfristige bis mittelfristige Aufenthalte ist Mawista eine valide Option. Die Tiefe einer vollwertigen IPMI-Beratung – inklusive Vorerkrankungsmanagement, Underwriting-Strategien und umfassendem Netzwerk auf Kuba – erreicht Mawista im Expat-Segment jedoch nicht.

Portale wie transparent-beraten.de oder reiseversicherung-vergleich.info listen Kurzzeit-Reiseversicherungen übersichtlich auf und betonen korrekt die Versicherungspflicht in Kuba. Der Fokus liegt jedoch fast ausschließlich auf kurzfristigen Produkten – eine differenzierte Beratung zu IPMI, Vorerkrankungen oder Underwriting-Strategien ist dort nicht das Kernangebot.

Kein Sozialversicherungsabkommen: GKV zahlt nichts in Kuba
Deutschland und Kuba haben kein bilaterales Sozialversicherungsabkommen. Gesetzlich Versicherte erhalten daher null Kostenerstattung für Behandlungen auf Kuba. In den Clínicas Internacionales – den Kliniken für Ausländer – wird auf Devisenbasis abgerechnet. Komplexe Eingriffe kosten schnell fünfstellige Beträge. Wer ohne ausreichende private Absicherung erkrankt, zahlt aus eigener Tasche oder muss eine Vorauszahlung leisten, bevor die Behandlung beginnt.
SCHRITT FÜR SCHRITT

So finden Sie eine IPMI mit Vorerkrankungen für Kuba

Der Weg zur richtigen internationalen Krankenversicherung ist kein Glücksspiel – er ist planbar. Diese vier Schritte führen zur gesicherten Entscheidung.

  1. 1
    Gesundheitszustand dokumentieren

    Sammeln Sie aktuelle Arztberichte, Diagnosen und Medikamentenlisten. Je vollständiger die Unterlagen, desto präziser kann die Voranfrage gestellt werden. Unvollständige Angaben im späteren Antrag können zu Leistungsablehnungen führen.

  2. 2
    Anonyme Risikovoranfrage stellen

    Über Insurancy werden Ihre Angaben anonym an bis zu 12 IPMI-Anbieter übermittelt. Sie erfahren vorab, zu welchen Konditionen Sie versicherbar wären – ohne dass eine Ablehnung als Eintrag in der HIS-Versicherungsdatenbank gespeichert wird. Dieser Schritt ist entscheidend, bevor ein formeller Antrag gestellt wird.

  3. 3
    Angebote inhaltlich vergleichen

    Nicht nur den Preis vergleichen, sondern konkrete Ausschlussformulierungen und Zuschläge gegenüberstellen. Ein Anbieter mit 50 € mehr monatlichem Beitrag, aber ohne Ausschluss einer relevanten Vorerkrankung, kann langfristig die günstigere Wahl sein.

  4. 4
    Antrag mit Begleitung stellen

    Der formelle Antrag wird mit Unterstützung eines Beraters gestellt, der sicherstellt, dass alle Angaben korrekt und vollständig sind – um spätere Leistungsablehnungen wegen Anzeigeobliegenheitsverletzungen zu vermeiden. Bei komplexen Fällen ist persönliche Begleitung kein Luxus, sondern Notwendigkeit.

UNDERWRITING-STRATEGIEN

FMU oder Moratorium – welcher Ansatz passt bei Vorerkrankungen?

Wer Vorerkrankungen hat, muss verstehen, wie IPMI-Anbieter damit umgehen. Die Wahl der Strategie beeinflusst Beitrag, Ausschlüsse und langfristigen Schutz.

Full Medical Underwriting (FMU)

Vollständige Offenlegung – klare Entscheidung vorab
  • GesundheitsprüfungVollständiger Gesundheitsfragebogen mit allen Vorerkrankungen
  • EntscheidungszeitpunktVersicherer entscheidet sofort: Annahme, Ausschluss oder Zuschlag
  • Vorerkrankungen im SchutzAlles, was nicht explizit ausgeschlossen wird, ist gedeckt
  • AblehnungsrisikoAblehnung möglich – daher anonyme Voranfrage empfohlen
  • PlanungssicherheitVolle Transparenz: Sie wissen vor Antrag, was gedeckt ist
  • Geeignet fürPersonen mit aktiven, behandelten Vorerkrankungen die Klarheit wollen

Moratoriumsprinzip

Kein Fragebogen – aber Wartezeit auf vorerkrankte Bereiche
  • GesundheitsprüfungKein Gesundheitsfragebogen bei Antragstellung
  • EntscheidungszeitpunktVorerkrankungen automatisch für 2–5 Jahre ausgeschlossen
  • Vorerkrankungen im SchutzNach Ablauf der Wartezeit bei Behandlungsfreiheit oft voller Schutz
  • AblehnungsrisikoKein Ablehnungsrisiko – Antrag wird immer angenommen
  • PlanungssicherheitUnklar welche Behandlungen in der Wartezeit fallen – Grauzone
  • Geeignet fürPersonen mit stabilen, gut kontrollierten Vorerkrankungen ohne akuten Behandlungsbedarf
IPMI-ANBIETER IM VERGLEICH

12 Anbieter für Ihren Kuba-Aufenthalt

Im IPMI-Segment dominieren internationale Spezialisten, die in Deutschland weniger bekannt sind, aber für Expats und Auswanderer oft die passgenauen Lösungen bieten. Insurancy vergleicht marktbreit.

Cigna Global
Internationaler Krankenversicherer mit umfassendem Netzwerk und individuellen Tarifen.
ZielgruppeLangzeitreisende, Expats mit Arbeitgeber
ab/Monatab 160 €
Details →
MAWISTA
Spezialisiert auf Auslandskrankenversicherung für Studenten und Expats, inkl. Kurzzeit.
ZielgruppeStudenten, Expats, Kurzzeit bis mittelfristig
ab/Monatab 30 €
Details →
April International
IPMI-Spezialist mit modularem Aufbau und Stärken bei ambulanter Versorgung.
ZielgruppeExpats, Selbständige im Ausland
ab/Monatab ca. 100 €
Details →
Foyer Global Health
Europäischer IPMI-Anbieter mit solider Risikobereitschaft auch bei Vorerkrankungen.
ZielgruppeAuswanderer mit komplexem Gesundheitsprofil
ab/Monatab ca. 150 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
BDAE
Spezialist für Deutsche im Ausland — attraktive Tarife, gute Beratungsqualität.
ZielgruppeDeutsche Auswanderer, Rentner im Ausland, wohnsitzlose Versicherte
ab/Monatab ca. 90 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
Genki
App-first, monatlich kündbar, kein fester Wohnsitz nötig.
ZielgruppeDigital Nomads, Grenzgänger mit flexibler Basis
ab/Monatab ca. 79 €
Details →
Morgan Price
Britischer IPMI-Anbieter, hohe stationäre Deckungssummen.
ZielgruppeFamilien, Langzeit-Auslandsaufenthalte
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
PassportCard
Cashless-Claim über eigene Debit-Karte, keine Vorfinanzierung.
ZielgruppeExpats mit häufigen Arztbesuchen, Familien
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
FÜR WEN WELCHE LÖSUNG PASST

Welcher Versicherungsschutz ist der richtige für Ihren Kuba-Aufenthalt?

Kurzurlauber bis 63 Tage
Eine kurzfristige Reisekrankenversicherung ist ausreichend und kostengünstig. Achten Sie auf die spanischsprachige Bestätigung und explizite Deckung für den medizinischen Rücktransport. Anbieter wie ADAC, HanseMerkur oder Mawista decken diesen Bedarf zuverlässig ab – ab ca. 0,99 € pro Person und Tag.
Langzeitreisende 2 bis 12 Monate
Klassische Reisekrankenversicherungen greifen nach 63 Tagen nicht mehr. Eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung ist eine Brückenlösung – aber nur wenn der Wohnsitz in Deutschland erhalten bleibt und keine chronischen Erkrankungen bestehen. Für alle anderen ist eine Auslandskrankenversicherung ohne Wohnsitz die sicherere Wahl.
Auswanderer und dauerhaft Lebende
Klare Empfehlung: IPMI. Nur diese Produktkategorie ist konzeptionell auf ein Leben ohne deutschen Wohnsitz ausgelegt, deckt chronische Erkrankungen und planbare Eingriffe ab und bietet langfristige Planungssicherheit. Kosten ab ca. 150 €/Monat für 30-Jährige.
Expats mit Arbeitgeber-Versicherung
Prüfen Sie, ob der Arbeitgeber eine Gruppen-IPMI stellt. Gruppenverträge haben oft Lücken bei Zahnschutz oder Vorerkrankungen, die individuell ergänzt werden müssen. Ein Maklervergleich zeigt, welche Ergänzungslösungen sinnvoll sind.
Anonyme Risikovoranfrage: Erst prüfen, dann beantragen
Ein formeller Versicherungsantrag, der abgelehnt wird, wird in der HIS-Datenbank gespeichert und kann künftige Versicherungsabschlüsse erschweren. Die anonyme Risikovoranfrage über Insurancy ermöglicht es, vorab bei bis zu 12 IPMI-Anbietern zu prüfen, zu welchen Konditionen eine Versicherung möglich wäre – ganz ohne Eintrag, ganz ohne Risiko. Erst wenn ein passendes Angebot vorliegt, wird der formelle Antrag gestellt.
HÄUFIGE FRAGEN

Ihre Fragen zur Krankenversicherung für Kuba – beantwortet

Welche Krankenversicherung wird an der kubanischen Grenze akzeptiert?
Kuba fordert seit 2010 einen Nachweis einer gültigen Krankenversicherung bei der Einreise. Das Dokument muss auf Spanisch ausgestellt sein und eine Mindestdeckung für Krankheitskosten nachweisen. Kurzfristige Reisekrankenversicherungen von ADAC, HanseMerkur oder Mawista werden in der Regel akzeptiert. Wichtig: Prüfen Sie vorab, ob Ihr Anbieter eine spanischsprachige Bestätigung ausstellt – das ist nicht bei allen Standard.
Kann ich mit einer deutschen gesetzlichen Krankenversicherung nach Kuba auswandern?
Nein. Deutschland und Kuba haben kein bilaterales Sozialversicherungsabkommen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt keine Kosten für Behandlungen auf Kuba. Wer dauerhaft auf Kuba lebt, verliert in der Regel ohnehin den Anspruch auf GKV-Schutz, da der Wohnsitz in Deutschland erlischt. Eine Auslandskrankenversicherung ohne Wohnsitz ist dann die einzige sinnvolle Lösung.
Was kostet eine internationale Krankenversicherung für Kuba monatlich?
Die Kosten hängen stark vom Alter, dem Leistungsumfang und dem Gesundheitszustand ab. Für einen 30-Jährigen liegt eine vollwertige IPMI mit weltweitem Schutz bei 150–300 € monatlich. Mit 50 Jahren sind es typischerweise 350–600 €, ab 60 Jahren können es 800 € und mehr sein. Ein Selbstbehalt von 500–2.500 € pro Jahr kann die Prämie um 20–40 % senken.
Bekomme ich eine IPMI für Kuba trotz Vorerkrankungen?
In vielen Fällen ja – aber der Weg ist entscheidend. Über eine anonyme Risikovoranfrage erfahren Sie vorab, welche Anbieter bereit sind, Sie zu versichern und zu welchen Konditionen (Ausschluss, Zuschlag oder vollständige Aufnahme). Diese Voranfrage hinterlässt keinen Eintrag in der HIS-Datenbank, falls ein Anbieter ablehnt. Erst wenn ein passendes Angebot vorliegt, wird der formelle Antrag gestellt.
Was ist der Unterschied zwischen ADAC/HanseMerkur und einer IPMI?
ADAC und HanseMerkur bieten Reisekrankenversicherungen an, die für temporäre Aufenthalte konzipiert sind – typischerweise bis 63 Tage, mit Wohnsitz in Deutschland als Voraussetzung. Die HanseMerkur-Langzeitvariante erstreckt sich zwar auf bis zu 5 Jahre, bleibt aber strukturell ein Reiseprodukt ohne Deckung für chronische Erkrankungen. Eine internationale Krankenversicherung kündigen oder wechseln ist hingegen für ein dauerhaftes Leben ohne deutschen Wohnsitz ausgelegt, deckt chronische und planbare Leistungen ab und hat keine Laufzeitbegrenzung.
Wie behandelt Mawista Vorerkrankungen bei Kuba-Expats?
Mawista bietet für verschiedene Zielgruppen (Studenten, Expats, Kurzzeit) spezialisierte Tarife an und ist für kurz- bis mittelfristige Aufenthalte eine valide Option. Bei Vorerkrankungen und dauerhafter Auswanderung stoßen Mawista-Produkte jedoch an strukturelle Grenzen: Das Underwriting ist weniger individuell als bei vollwertigen IPMI-Anbietern, und die Produkttiefe für komplexe Vorerkrankungsprofile ist begrenzt.
Vergleichen Portale wie transparent-beraten.de oder reiseversicherung-vergleich.info auch IPMI-Tarife?
Diese Portale listen Reisekrankenversicherungen übersichtlich auf und informieren korrekt über die Krankenversicherungspflicht in Kuba. Der Fokus liegt jedoch fast ausschließlich auf kurzfristigen Produkten. Eine differenzierte Beratung zu IPMI-Tarifen, Vorerkrankungsmanagement, Underwriting-Strategien oder anonymer Risikovoranfrage ist dort nicht das Kernangebot – das ist der strukturelle Unterschied zu einer spezialisierten Maklerberatung.
Muss ich auf Kuba in staatlichen oder privaten Kliniken behandelt werden?
Das staatliche kubanische Gesundheitssystem ist für kubanische Staatsbürger reserviert. Ausländer werden ausschließlich in sogenannten Clínicas Internacionales behandelt, die auf Devisenbasis abrechnen. Die Kosten dort orientieren sich an internationalen Standards und können für komplexere Eingriffe schnell in den fünfstelligen Bereich steigen. Eine IPMI muss diese Kliniken explizit abdecken.
FAZIT

Für Kuba gilt: Reise-KV für Urlaub, IPMI für alles andere.

1
Wer länger als 63 Tage auf Kuba lebt, braucht eine IPMIReiseprodukte von ADAC, HanseMerkur oder Mawista reichen strukturell nicht aus.
2
Ohne Sozialversicherungsabkommen zahlt die deutsche GKV nichtsBehandlungen in den Clínicas Internacionales werden auf Devisenbasis abgerechnet.
3
Vorerkrankungen sind kein Ausschlusskriterium, wenn der richtige Weg gewählt wird: anonyme Risikovoranfrage vor dem formellen Antrag schützt vor HIS-Einträgen.
4
Planungssicherheit entsteht durch marktbreiten Vergleich von bis zu 12 Anbieternnicht durch den erstbesten Online-Abschluss.

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