Der Qualitätsindex des liberianischen Gesundheitssystems liegt bei rund 35 von 100 Punkten – Deutschland erreicht Werte um 75. Diagnostische Möglichkeiten sind stark eingeschränkt, spezialisierte Fachärzte sind kaum vorhanden, und selbst grundlegende Eingriffe werden häufig unter Bedingungen durchgeführt, die westlichen Standards nicht annähernd entsprechen.
Für Expats bedeutet das: Routineuntersuchungen, die in Deutschland selbstverständlich sind – von der MRT-Diagnostik bis zur kardiologischen Abklärung – sind vor Ort entweder gar nicht verfügbar oder unter nicht akzeptablen hygienischen Bedingungen durchführbar. Selbst in Monrovia sind die besten verfügbaren Einrichtungen internationale NGO-Kliniken, die primär der lokalen Bevölkerung dienen.
Internationale Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen und die Welthungerhilfe sind in Liberia aktiv, weil der Staat die Grundversorgung seiner Bevölkerung schlicht nicht sicherstellen kann.