Die Marshallinseln verfügen über das Majuro Hospital als zentrales Krankenhaus sowie einige kleinere Gesundheitszentren auf den Außenatolls. Die medizinische Infrastruktur entspricht jedoch nicht dem Standard, den Deutsche aus ihrer Heimat kennen. Spezialisten sind rar, moderne Diagnosegeräte sind begrenzt verfügbar.
Für komplexere Eingriffe – von Herzoperationen über Krebsbehandlungen bis hin zu Geburten mit Komplikationen – fehlen schlicht die Kapazitäten vor Ort. Auch bei psychischen Erkrankungen, Rehabilitation oder chronischer Krankheitsbegleitung stößt das System schnell an seine Grenzen.
Auf den Außenatolls ist die Versorgungslage noch knapper: Kleinere Gesundheitszentren können Notfälle stabilisieren, aber keine umfassende Behandlung sicherstellen. Wer nicht in Majuro wohnt, hat im Ernstfall einen zusätzlichen Transferweg vor der eigentlichen Evakuierung.
- Majuro Hospital: Einzige vollständige Klinik des Inselstaats
- Keine Herzchirurgie, keine Krebstherapie, keine komplexe Geburtshilfe vor Ort
- Spezialisierte Diagnostik (MRT, CT) sehr begrenzt verfügbar
- Außenatolle: Nur Basisversorgung durch lokale Gesundheitszentren
- Psychiatrische und rehabilitative Versorgung praktisch nicht vorhanden