Eine Vorerkrankung bedeutet nicht automatisch Ablehnung. Versicherer bieten drei gängige Lösungswege, die je nach Art und Schwere der Erkrankung unterschiedlich attraktiv sind.
Beim Ausschluss (Exclusion) wird die spezifische Vorerkrankung aus dem Versicherungsschutz herausgenommen — alle anderen Erkrankungen bleiben vollständig gedeckt. Für viele Expats ist das ein praktikabler Kompromiss, besonders wenn die Vorerkrankung gut kontrolliert und selten behandlungsbedürftig ist.
Der Risikozuschlag (Loading) bedeutet: Der Anbieter übernimmt auch die Vorerkrankung, verlangt aber eine höhere Prämie als Risikoausgleich. Das lohnt sich, wenn die Vorerkrankung voraussichtlich Behandlungskosten verursachen wird und ein Ausschluss zu großen Schutzlücken führen würde.
Das Moratorium schließt die Vorerkrankung zunächst für einen definierten Zeitraum — meist zwei Jahre — aus. Tritt in dieser Zeit kein Rückfall auf, wird sie danach automatisch in den Schutz einbezogen. Besonders interessant für Erkrankungen, die als geheilt oder stabil gelten.
- Ausschluss: Vorerkrankung raus, alles andere voll gedeckt
- Risikozuschlag: volle Deckung gegen höhere Prämie
- Moratorium: 2 Jahre Wartefrist, dann automatisch eingeschlossen
- Jede formale Ablehnung landet im HIS-Pool — Folgeänträge erschwert