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Was kostet die Krankenversicherung für St. Lucia?

Auswanderer und Langzeitreisende auf St. Lucia brauchen keine Reisekrankenversicherung – sondern eine vollwertige internationale Krankenversicherung (IPMI). Was sie realistisch kostet, welche Faktoren den Preis treiben und warum das Deckungsgebiet Nordamerika entscheidend ist: dieser Leitfaden liefert konkrete Zahlen.

  • 30.000 €+ Rücktransport-Minimum
  • ab 80 € IPMI monatlich
  • 12 Anbieter im Vergleich
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
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Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Reisekrankenversicherung reicht nicht. Sie endet nach 30–90 Tagen und schließt planbare Behandlungen aus – für Auswanderer und Langzeitreisende auf St. Lucia ist sie kein ausreichender Schutz.
  • Nordamerika-Faktor verteuert den Tarif. Da Notfallverlegungen von St. Lucia oft in die USA führen, schließen viele Versicherer Nordamerika ein – das erhöht den Beitrag um 30–50 Prozent. Mehr dazu: Krankenversicherung in den USA.
  • Rücktransportkosten werden unterschätzt. Ein medizinischer Rückflug nach Deutschland kostet 30.000–80.000 Euro. Ohne Versicherung trägt man diesen Betrag vollständig selbst.
  • Vorerkrankungen: Anonym anfragen schützt. Direkte Anträge ohne Vorabprüfung können zu Einträgen im Versicherungsregister führen, die künftige Anträge erschweren. Die anonyme Voranfrage ist der sichere Weg – besonders relevant bei Vorerkrankungen in der internationalen Krankenversicherung.
  • Selbstbehalt spart spürbar Beitrag. Ein jährlicher Selbstbehalt von 1.000 Euro kann den Monatsbeitrag um 20–35 Prozent senken – ein wirksames Stellrad für das Budget.
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GESUNDHEITSKOSTEN ST. LUCIA

Was medizinische Versorgung auf St. Lucia wirklich kostet

Konkrete Kosten der medizinischen Infrastruktur – das sind die Beträge, die eine internationale Krankenversicherung absichern muss.

50–150 $
Arztbesuch (privat)Ein einfacher Besuch beim privaten Allgemeinmediziner auf St. Lucia. Fachärzte verlangen 150–300 US-Dollar pro Konsultation.
400–800 $
Krankenhaus pro TagTagessatz im Tapion Hospital (privat). Bei Intensivmedizin deutlich höher. Das Victoria Hospital ist kostenpflichtig für Ausländer.
15.000–25.000 $
Helikopter-EvakuierungTransport zu einer besser ausgestatteten Klinik auf Barbados oder Trinidad. Wird bei schweren Notfällen häufig notwendig.
30.000–80.000 €
Rückflug nach DeutschlandMedizinischer Rücktransport je nach Patientenzustand und erforderlicher Begleitung – der am häufigsten unterschätzte Kostenpunkt.
100–400 $
Diagnostik & LaborBluttests und diagnostische Untersuchungen werden gesondert berechnet und kommen bei jedem Arztbesuch hinzu.
PRODUKTVERGLEICH

Reisekrankenversicherung vs. Internationale Krankenversicherung

Beide Produkte klingen ähnlich – sind aber für grundlegend verschiedene Situationen konzipiert. Wer längerfristig auf St. Lucia lebt, braucht das richtige Produkt.

Reisekrankenversicherung

Für kurze Urlaubsreisen – nicht für St. Lucia Langzeitaufenthalte
  • AufenthaltsdauerMaximal 30–90 Tage, danach kein Schutz
  • Planbare BehandlungenGrundsätzlich ausgeschlossen
  • VorsorgeuntersuchungenNicht enthalten
  • Medizinischer RücktransportOft inklusive bei akutem Notfall
  • Geeignet für AuswandererNein – endet bei Daueraufenthalt
  • Monatliche Kosten10–30 Euro monatlich

Internationale Krankenversicherung (IPMI)

Der richtige Schutz für Auswanderer und Langzeitreisende auf St. Lucia
  • AufenthaltsdauerUnbegrenzt – auch für dauerhaften Aufenthalt
  • Planbare BehandlungenEnthalten – je nach Tarif auch ambulant
  • VorsorgeuntersuchungenIn Premiumtarifen inklusive
  • Medizinischer RücktransportImmer inklusive, auch für Rückflug nach Deutschland
  • Geeignet für AuswandererJa – konzipiert für Expats und Auswanderer
  • Monatliche Kosten80–900+ Euro monatlich je nach Alter und Leistung
KOSTENÜBERSICHT IPMI

Realistische Preisspannen für internationale Krankenversicherung

Leistung
Basisschutz
80–130 €
/ Monat (25–35 Jahre)
Senior ab 60
250–900 €
/ Monat
Stationäre Behandlung
Notfallversorgung
Medizinischer Rücktransport
Ambulante Behandlung
Begrenzt
Zahnbehandlung
Vorsorgeuntersuchungen
Psychische Gesundheit
Nordamerika-Notfallabdeckung
Optional
Optional
Nordamerika-Faktor: Warum St. Lucia teurer ist als andere Ziele
Da St. Lucia geografisch nahe an den USA liegt und bei schweren Notfällen häufig eine Verlegung in US-amerikanische Kliniken notwendig wird, schließen viele Versicherer Nordamerika automatisch in das Deckungsgebiet ein. Tarife mit Nordamerika-Einschluss kosten 30–50 Prozent mehr als vergleichbare Weltpolicen ohne USA/Kanada. Prüfen Sie beim Vergleich genau, ob das Deckungsgebiet Nordamerika mindestens für Notfälle abdeckt – andernfalls riskieren Sie im schlimmsten Fall eine sechsstellige Eigenbeteiligung.
PREISFAKTOREN IM DETAIL

Diese Faktoren bestimmen Ihren persönlichen Tarif

Der IPMI-Markt ist individuell: Kein Tarif passt für jeden. Diese Stellräder beeinflussen Ihren Beitrag am stärksten.

Alter und Gesundheitszustand: der stärkste Preistreiber

Zwischen 30 und 60 Jahren können sich Monatsbeiträge mehr als verdreifachen.

Das Eintrittsalter ist der dominante Preisfaktor in der internationalen Krankenversicherung. Ein 30-Jähriger zahlt für denselben Leistungsumfang oft weniger als ein Drittel dessen, was ein 60-Jähriger entrichten muss. Hinzu kommt der allgemeine Gesundheitszustand: Wer keine Vorerkrankungen hat, erhält den Standardtarif des Anbieters.

Der Eintritt in die IPMI sollte deshalb so früh wie möglich erfolgen – viele Anbieter sichern den Eintrittsbeitrag für mehrere Jahre oder bieten günstigere Konditionen bei frühem Abschluss. Ein späterer Einstieg oder eine Unterbrechung des Versicherungsschutzes kann zu deutlich höheren Beiträgen führen.

  • 25–35 Jahre: 80–320 Euro monatlich (Basis bis Premium)
  • 40–50 Jahre: 130–480 Euro monatlich
  • Ab 60 Jahren: 250–900+ Euro monatlich
  • Frühzeitiger Abschluss sichert günstigere Eintrittsbedingungen

Vorerkrankungen: Ausschluss, Aufschlag oder Annahme?

Drei verschiedene Szenarien – die anonyme Voranfrage ist der sichere Einstieg.

Vorerkrankungen sind der häufigste Grund, warum Auswanderer beim Abschluss einer IPMI scheitern oder zu schlechten Konditionen abgeschlossen werden. Dabei gibt es drei mögliche Szenarien: Erstens den Leistungsausschluss, bei dem die Vorerkrankung vom Schutz ausgenommen wird, alle anderen Leistungen aber erhalten bleiben. Zweitens den Risikozuschlag, bei dem der Versicherer die Erkrankung einschließt, aber einen prozentualen Aufschlag auf den Grundbeitrag verlangt. Drittens die vollständige Annahme ohne Einschränkungen – dies ist anbieterabhängig und hängt stark von der Art der Erkrankung ab.

Entscheidend ist dabei: Ablehnungen werden registriert und können künftige Anträge erheblich erschweren. Wer direkt einen Antrag stellt, ohne vorher die Konditionen zu kennen, riskiert genau das. Eine anonyme Voranfrage bei mehreren Anbietern gleichzeitig umgeht dieses Risiko vollständig und zeigt, welcher Versicherer welche Konditionen bietet – ohne jede Spur im Versicherungsregister.

  • Szenario 1: Leistungsausschluss für die Vorerkrankung
  • Szenario 2: Risikozuschlag (häufig 10–50 % auf den Grundbeitrag)
  • Szenario 3: Vollständige Annahme bei unkritischen Erkrankungen
  • Anonyme Voranfrage schützt vor Einträgen im Versicherungsregister
  • Antragsbegleitung durch erfahrene Makler maximiert Annahmechancen

Selbstbehalt und Deckungssumme: die richtigen Stellräder

1.000 Euro Selbstbehalt können den Beitrag um bis zu 35 Prozent senken.

Ein höherer jährlicher Selbstbehalt senkt den Monatsbeitrag spürbar, ohne den Schutz für große Schadensereignisse zu reduzieren. Wer bereit ist, kleinere Kosten selbst zu tragen, kann mit einem Selbstbehalt von 500–2.000 Euro den Jahresbeitrag erheblich drücken. Sinnvoll für Personen, die selten Arztbesuche benötigen und sich primär gegen Katastrophenszenarien absichern möchten.

Bei der Deckungssumme gilt das Gegenteil: Sparen ist hier gefährlich. Angesichts der Kosten für medizinische Evakuierungen und intensive Behandlungen in US-amerikanischen Kliniken sollte die Deckungssumme mindestens 1 Million Euro betragen. Die meisten seriösen IPMI-Anbieter bieten unbegrenzte Deckungssummen – das ist für St. Lucia-Aufenthalte klar zu bevorzugen.

  • Selbstbehalt 500 €/Jahr: ca. 10–20 % Beitragsersparnis
  • Selbstbehalt 1.000 €/Jahr: ca. 20–35 % Beitragsersparnis
  • Deckungssumme: mindestens 1 Mio. Euro, besser unbegrenzt
  • Unbegrenzte Deckung besonders wichtig bei Nordamerika-Notfällen

Leistungsumfang: Basis oder Premium – was wirklich nötig ist

Nicht jeder braucht den teuersten Tarif – aber Sparen an den falschen Stellen kostet.

Die Kernfrage beim Leistungsumfang lautet: Was ist das persönliche Risikoprofil? Wer jung und gesund ist und sich primär gegen Katastrophenszenarien absichern möchte, kann mit einem soliden Basisschutz (stationär, Notfall, Rücktransport) gut fahren. Der Preisunterschied zu einem Premiumtarif ist erheblich.

Wer regelmäßig Arztbesuche benötigt, Medikamente einnimmt, Zahnarztleistungen oder Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nimmt, sollte den Mehrpreis für einen umfassenderen Tarif kalkulieren. Auf St. Lucia gibt es keine flächendeckende ambulante Kassenversorgung für Ausländer – ambulante Leistungen werden ausschließlich privat abgerechnet.

  • Basisschutz: stationär + Notfall + Rücktransport
  • Vollschutz: zusätzlich ambulant, Zahn, Vorsorge
  • Premiumschutz: zusätzlich psychische Gesundheit, Chroniker-Management
  • Direktabrechnung mit Klinik erspart Vorleistung und Erstattungsaufwand
SCHRITT FÜR SCHRITT

So schließen Sie die richtige IPMI für St. Lucia ab

Besonders bei Vorerkrankungen oder höherem Alter sollten Sie strategisch vorgehen – diese Reihenfolge schützt Sie vor teuren Fehlern.

  1. 1
    Bedarfsanalyse: Leistungsumfang festlegen

    Klären Sie vorab, welchen Schutz Sie wirklich brauchen: Nur stationär und Notfall, oder auch ambulant, Zahn und Vorsorge? Benötigen Sie psychologische Behandlungen oder Chroniker-Management? Je klarer die Anforderungen, desto gezielter der Vergleich – und desto geringer die Gefahr, für unnötige Leistungen zu überzahlen.

  2. 2
    Anonyme Voranfrage bei Vorerkrankungen

    Wenn Vorerkrankungen vorliegen, stellen Sie niemals direkt einen Antrag ohne vorherige Konditionsprüfung. Eine anonyme Voranfrage bei mehreren Anbietern gleichzeitig zeigt, wer die Erkrankung zu welchen Konditionen versichert – ohne Spuren im Versicherungsregister zu hinterlassen. Dieser Schritt ist der wichtigste Schutz für Ihre künftige Versicherbarkeit.

  3. 3
    Mindestens fünf Anbieter vergleichen

    Preisunterschiede von 30–50 Prozent bei vergleichbarem Leistungsumfang sind in diesem Marktsegment keine Seltenheit. Nutzen Sie dafür die Internationale Krankenversicherung im Vergleich – achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Direktabrechnung mit Kliniken, das Anbieternetzwerk in der Karibik, deutschsprachigen Kundenservice und die Flexibilität beim Deckungsgebiet.

  4. 4
    Deckungsgebiet auf Nordamerika prüfen

    Stellen Sie sicher, dass das Deckungsgebiet Nordamerika einschließt oder zumindest eine Notfallabdeckung für die USA bietet. Angesichts der geografischen Lage St. Lucias ist dieser Punkt entscheidend – eine fehlende USA-Abdeckung kann im Notfall zu einer sechsstelligen Eigenbeteiligung führen.

  5. 5
    Antrag stellen – mit Begleitung bei komplexen Fällen

    Bei einfachen Fällen kann der Antrag direkt gestellt werden. Bei Vorerkrankungen, höherem Alter oder umfangreicher Vorgeschichte empfiehlt sich eine professionelle Antragsbegleitung. Ein erfahrener Makler kennt die internen Risikoprüfungskriterien der Anbieter und kann den Antrag so formulieren, dass die Chancen auf vollständige Annahme maximiert werden.

Aufenthaltsrecht und Krankenversicherungspflicht auf St. Lucia
Für einen dauerhaften Aufenthalt auf St. Lucia ist ein gültiger Aufenthaltstitel erforderlich. Das Land bietet verschiedene Programme, darunter Rentner-Visa und Investorenprogramme. Bei vielen Aufenthaltstitelverfahren wird ein Nachweis über ausreichenden Krankenversicherungsschutz verlangt. Wichtig: Die deutsche gesetzliche Krankenversicherung leistet außerhalb der EU grundsätzlich nicht. Wer sich dauerhaft ins Ausland abmeldet, verliert den GKV-Anspruch – eine Auslandskrankenversicherung ohne Wohnsitz in Deutschland ist damit nicht nur sinnvoll, sondern die einzige realistische Absicherungsoption. Das Auswärtige Amt empfiehlt ausdrücklich einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz für Aufenthalte auf St. Lucia.
ANBIETERVERGLEICH

IPMI-Anbieter für St. Lucia im Überblick

Relevante Anbieter für einen Aufenthalt auf St. Lucia – mit Stärken und Zielgruppe. Die Unterschiede beim Preis und beim Umgang mit Vorerkrankungen sind erheblich.

Cigna Global
Starkes Netzwerk in der Karibik, Direktabrechnung mit Partnerkliniken, flexibles Deckungsgebiet.
ZielgruppeExpats und Auswanderer weltweit
ab/Monatab 95 €
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Foyer Global Health
Foyer Global Health bietet modulare IPMI-Tarife mit klarer Kostenstruktur und Selbstbehalt-Optionen.
ZielgruppeLangzeitreisende und Auswanderer
ab/Monatab 85 €
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April International
April International mit spezialisierten Expat-Tarifen und Erfahrung in der Karibik-Region.
ZielgruppeExpats in Entwicklungsländern und Inselstaaten
ab/Monatab 88 €
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Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
BDAE
Spezialist für Deutsche im Ausland — attraktive Tarife, gute Beratungsqualität.
ZielgruppeDeutsche Auswanderer, Rentner im Ausland, wohnsitzlose Versicherte
ab/Monatab ca. 90 €
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Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
Genki
App-first, monatlich kündbar, kein fester Wohnsitz nötig.
ZielgruppeDigital Nomads, Grenzgänger mit flexibler Basis
ab/Monatab ca. 79 €
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MAWISTA
Kurzzeit- und Schengen-ready, einfacher Abschluss ab 1 Monat.
ZielgruppeStudierende, Au-pairs, Praktikanten, Sprachaufenthalte
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
Morgan Price
Britischer IPMI-Anbieter, hohe stationäre Deckungssummen.
ZielgruppeFamilien, Langzeit-Auslandsaufenthalte
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
PassportCard
Cashless-Claim über eigene Debit-Karte, keine Vorfinanzierung.
ZielgruppeExpats mit häufigen Arztbesuchen, Familien
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
Lebenshaltungskosten St. Lucia: das Gesamtbild für Auswanderer
Laut Numbeo liegen die allgemeinen Lebenshaltungskosten auf St. Lucia im Schnitt etwa 38 Prozent unter dem deutschen Niveau – doch dieser Wert täuscht. Mieten in touristischen Lagen wie Rodney Bay oder Marigot Bay liegen auf europäischem Niveau. Importierte Lebensmittel und Elektronik sind oft teurer als in Deutschland. Und die Krankenversicherungskosten – der entscheidende Posten für Expats – sind in diesem Vergleichswert nicht angemessen berücksichtigt. Für ein Paar mittleren Alters mit umfassendem Versicherungsschutz sind realistisch 8.000–12.000 Euro pro Jahr zu kalkulieren. Quellen: Numbeo, Auswärtiges Amt, Grenzenlos-sicher.de.
HÄUFIGE FRAGEN

Internationale Krankenversicherung für St. Lucia: Ihre Fragen beantwortet

Reicht eine normale Reisekrankenversicherung für einen längeren Aufenthalt auf St. Lucia?
Nein. Eine Reisekrankenversicherung ist für Aufenthalte bis maximal 30–90 Tage ausgelegt und schließt planbare Behandlungen generell aus. Wer länger auf St. Lucia lebt, ist mit einer Reisekrankenversicherung nicht ausreichend geschützt. Für Daueraufenthalte und Auswanderung wird eine vollwertige internationale Krankenversicherung (IPMI) benötigt. Portale wie Krankenkassen.de oder Grenzenlos-sicher.de führen diese Unterscheidung auf, bieten aber keinen spezifischen Vergleich für St. Lucia – anders als die Krankenversicherung ohne staatliches Gesundheitssystem.
Warum ist die internationale Krankenversicherung für St. Lucia teurer als für andere Ziele?
Der entscheidende Faktor ist die geografische Nähe zur USA. Da schwere Notfälle auf St. Lucia häufig eine Verlegung in US-amerikanische Kliniken erfordern, schließen viele Versicherer Nordamerika automatisch in das Deckungsgebiet ein. Tarife mit Nordamerika-Einschluss kosten 30–50 Prozent mehr als reine Weltpolicen ohne USA/Kanada. Prüfen Sie beim Vergleich, ob der Tarif Nordamerika für Notfälle abdeckt.
Kann ich mit Vorerkrankungen eine internationale Krankenversicherung für St. Lucia abschließen?
Ja, in den meisten Fällen ist ein Abschluss möglich – aber die Konditionen variieren stark zwischen den Anbietern. Möglich sind Leistungsausschlüsse für die betroffene Erkrankung, Risikozuschläge oder in manchen Fällen vollständige Annahme. Wichtig: Stellen Sie nie direkt einen Antrag ohne vorherige Konditionsprüfung. Eine anonyme Voranfrage schützt vor Einträgen im Versicherungsregister, die künftige Anträge erschweren können. Alle Details dazu unter Vorerkrankungen in der internationalen Krankenversicherung.
Was deckt die deutsche gesetzliche Krankenversicherung auf St. Lucia ab?
Praktisch nichts. Die gesetzliche Krankenversicherung leistet außerhalb der EU in der Regel nicht. Wer sich dauerhaft ins Ausland abmeldet, verliert in den meisten Fällen den Anspruch auf GKV-Leistungen vollständig. Eine internationale Krankenversicherung ist damit nicht optional, sondern die einzige realistische Absicherung für einen Daueraufenthalt auf St. Lucia.
Wie unterscheidet sich Insurancy.de von Vergleichsportalen wie Krankenkassen.de oder Finanzschneiderei-Versicherungsmakler.de?
Portale wie Krankenkassen.de bieten allgemeine Kostenübersichten für Auslandskrankenversicherungen, gehen aber selten spezifisch auf Destinationen wie St. Lucia oder die Besonderheiten des IPMI-Marktes ein. Finanzschneiderei und ähnliche Maklerseiten bieten Beratung, oft jedoch ohne spezifische Karibik-Expertise. Insurancy ist zertifizierter Versicherungsmakler nach §34d GewO und vergleicht anbieterübergreifend über zwölf internationale Anbieter – mit Fokus auf Vorerkrankungen, anonyme Voranfragen und den St. Lucia-spezifischen Nordamerika-Faktor.
Benötige ich für das Visum oder den Aufenthaltstitel auf St. Lucia eine Krankenversicherung?
Bei vielen Aufenthaltstitelverfahren auf St. Lucia – insbesondere bei Rentner-Visa und Investorenprogrammen – wird ein Nachweis über ausreichenden Krankenversicherungsschutz verlangt. Eine einfache Reisekrankenversicherung wird dabei in der Regel nicht anerkannt. Eine vollwertige internationale Krankenversicherung mit ausreichender Deckungssumme ist für diese Nachweise geeignet.
Welche Deckungssumme ist für eine Krankenversicherung auf St. Lucia sinnvoll?
Mindestens 1 Million Euro, besser eine unbegrenzte Deckungssumme. Hintergrund: Ein medizinischer Rücktransport nach Deutschland kostet 30.000–80.000 Euro. Kommt es zu einer Notfallbehandlung in einer US-amerikanischen Klinik, können die Kosten schnell sechsstellig werden. Eine niedrige Deckungssumme schützt zwar im Alltag, lässt Sie aber in Katastrophenszenarien schutzlos.
Was kostet die Krankenversicherung für ein Auswanderer-Paar auf St. Lucia realistisch?
Für ein Paar mittleren Alters (40–50 Jahre) mit umfassendem Versicherungsschutz inklusive ambulanter Abdeckung und Nordamerika-Notfallschutz sind realistisch 8.000–12.000 Euro pro Jahr zu kalkulieren. Dieser Betrag muss als fixer Budgetposten in jede Auswanderungskalkulation für St. Lucia einfließen – er ist in allgemeinen Lebenshaltungskosten-Vergleichen wie Numbeo nicht angemessen berücksichtigt.
FAZIT

IPMI für St. Lucia ist kein Extra – sondern finanzielle Grundlage des Aufenthalts.

1
Reisekrankenversicherungen schützen nicht: Sie enden nach 90 Tagen und schließen planbare Behandlungen ausfür Auswanderer ungeeignet.
2
Nordamerika-Abdeckung ist auf St.Lucia Pflicht: Notfallverlegungen in die USA sind häufig, fehlende USA-Abdeckung kann sechsstellig kosten.
3
Anonyme Voranfrage schützt Ihre Versicherbarkeit: Bei Vorerkrankungen niemals direkt Antrag stellenAblehnungen werden registriert.
4
Realistisches Budget für ein Paar: 8.000–12.000 Euro jährlich für umfassenden IPMI-Schutz mittleren Alters.

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