Das belgische System übernimmt bei konventionellen Behandlungen rund 75 bis 80 Prozent der Kosten. Den verbleibenden Eigenanteil – den sogenannten ticket modérateur – trägt der Patient. Bei chronischen Erkrankungen, Krankenhausaufenthalten oder spezialärztlichen Behandlungen summiert sich dieser Anteil schnell.
Das Maximum à facturer (MàF) begrenzt die jährlichen Eigenanteile einkommensabhängig. Klingt fair – und ist es auch. Der Haken: Das System greift nur, wenn man es kennt und aktiv nutzt. Neuankömmlinge, die die belgische Bürokratie noch nicht durchschauen, profitieren oft nicht davon.
Zusätzlich gibt es Kosten, die das MàF gar nicht abdeckt: Komfortzimmer im Krankenhaus, nicht-konventionierte Ärzte, bestimmte Medikamente und alternative Behandlungen liegen vollständig beim Patienten. Genau hier setzt die IPMI an – ein Internationale Krankenversicherung im Vergleich zeigt die Unterschiede.