Ratgeber

Wie sinnvoll ist eine Cyber-Versicherung?

In Zeiten der Digitalisierung läuft immer mehr online ab. Damit erweitern sich zwar die Möglichkeiten, doch auch die Risiken sind erhöht. Die Cyber-Versicherung mit ihrem Schutz vor Schäden aus der Internetnutzung kommt ins Spiel.

Bis vor einiger Zeit richteten sich Cyber-Versicherungen vorwiegend an Unternehmen und Selbstständige. Inzwischen ist das Angebot auch auf Privatpersonen erweitert worden. Dennoch stellt sich die Frage: Ist eine Cyber-Versicherung überhaupt sinnvoll?

Dieser Artikel beleuchtet, welche Gründe für eine Cyber-Versicherung sprechen. Des Weiteren gehen wir darauf ein, an welche Zielgruppen sich die Policen richten und was es beim Abschluss zu beachten gilt.

hacker bei einem cyberangriff

Inhalt dieser Seite

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Cyber-Versicherung schützt vor den Folgen von Schäden, die durch die Internetnutzung entstehen.
  • Internetkriminalität ist ein Thema, das alle betrifft – sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen.
  • Aus diesem Grund empfiehlt sich eine Cyber-Versicherung für eine große Zielgruppe.
  • Auch wenn eine Cyber-Versicherung sinnvoll ist, sollten Versicherte einige Aspekte beim Abschluss beachten.

Was genau ist eine Cyber-Versicherung?

Eine Cyberversicherung bietet Schutz und Unterstützung, wenn durch die Internetnutzung Schäden entstanden sind. Cyber-Angriffe können ganze Systeme lahmlegen oder die Hardware permanent beschädigen.

Cyberkriminalität drückt sich jedoch auch in Form von Datendiebstahl, Datenmissbrauch oder Identitätsdiebstahl aus. Zudem gehören Cyber-Mobbing und Rufschädigung zu möglichen Risiken des Internets.

Gemäß der Deutschen Versicherungswirtschaft gilt die Cyberversicherung nicht als Pflichtversicherung für Betriebe. Dennoch spricht sie eine Empfehlung aus: Da die Gefahren im World Wide Web immer weiter zunehmen, sollten Unternehmen über die Angebote der Versicherer nachdenken. [1]

Bei all diesen Gefahren gilt prinzipiell: Die Cyberversicherung übernimmt die Kosten für entstandene Schäden. Jedoch gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Tarifen.

Für wen lohnt sich eine Cyber-Versicherung?

Grundsätzlich gilt: Eine Cyberversicherung lohnt sich für jeden, der sich im Internet aufhält. Die Zielgruppe von Cyberversicherungen lässt sich in zwei Personengruppen unterteilen:

  • Private Verbraucher
  • Unternehmen

Welche Risiken gibt es für private Verbraucher?

Hackerangriffe betreffen nicht nur Betriebe, sondern auch private Verbraucher. Wer im Internet unterwegs ist, läuft somit Gefahr, Opfer eines Betrugs zu werden. Besonders beliebte Ziele für Hacker sind das Online-Banking und der Internethandel. Mit Fake-Shops versuchen Betrüger, Verbraucher um ihr Geld zu bringen.

Doch auch Cyber-Mobbing ist eine mögliche Gefahr, die sich aus der Nutzung des Internets ergibt. Die Folgen sind oft nicht nur psychische Schäden, sondern auch hohe Kosten. Immerhin versuchen Betroffene meist, bestimmte Bilder oder Kommentare aus dem Netz entfernen zu lassen.

Für Privatpersonen lohnt sich eine Cyberversicherung noch aus einem weiteren Grund. Wenn sie zum Beispiel versehentlich E-Mails mit Schadsoftware verschicken und ein anderer dadurch zu Schaden kommt, werden sie zur Verantwortung gezogen.

Lohnt sich eine Cyber-Versicherung für Privatpersonen?

Eine Cyberversicherung kann Verbrauchern also in vielerlei Hinsicht helfen. Jedoch sollen Versicherte zunächst überprüfen, ob sie nicht vielleicht sogar schon eine Absicherung genießen. In einigen Fällen sind Risiken über die private Haftpflichtversicherung oder die Hausratsversicherung abgedeckt.

In dem Fall ist es sinnvoll, sich zunächst mit den Versicherern in Verbindung zu setzen. Dadurch kann man besser einschätzen, ob sich eine zusätzliche Cyberversicherung lohnt oder nicht. Immerhin benötigt man nicht zwingend eine weitere Absicherung, wenn die Gefahren bereits durch eine private Haftpflichtversicherung abgedeckt sind.

Ist eine Cyberversicherung für Unternehmen sinnvoll?

Unternehmen, die mit dem Internet arbeiten, sollten auf jeden Fall darüber nachdenken, eine Cyberversicherung abzuschließen. Hier sind die Risiken wesentlich erhöht und können schwerwiegende Schäden nach sich ziehen.

Werden Firmen Opfer von Cyberangriffen, sind es meist sensible Daten, auf die Hacker aus sind. In manchen Fällen soll jedoch nur der Ruf eines Unternehmens geschädigt werden. Oder aber das Ziel des Cyberangriffs ist es, die Systeme lahmzulegen, um einen Betriebsausfall herbeizuführen.

Was sind die abgedeckten Risiken einer Cyberversicherung für Unternehmen?

  • Datenklau und Datenverlust
  • Ausfall der IT-Systeme
  • Bedienungsfehler
  • Cyber-Betrug
  • Cyber-Erpressung
  • DDoS-Attacken
  • Verstöße gegen Geheimhaltungs- und Datenschutzpflichten
  • E-Mails mit Schadsoftware im Anhang

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Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit solcher Risiken wirklich?

Eine Versicherung kostet in erster Linie immer Geld. Daher überlegen Geschäftsführer und Nutzer natürlich zunächst genau, ob sie den Versicherungsschutz überhaupt benötigen. Es stellt sich die Frage: Wie realistisch sind solche Cyber-Risiken?

Eine Umfrage aus den Jahren 2020 und 2021 ergab, dass 88% der befragten Firmen bereits irgendeiner Form von Internetkriminalität zum Opfer gefallen sind. Es handelte sich um Sabotage, Spionage oder Datenklau. Der Schaden belief sich jährlich auf rund 220 Milliarden Euro. [2]

Und auch Privatpersonen sind vor den Gefahren des Internets nicht gefeit. Aktuell ist es vor allem die Stalkingware, die immer weiter verbreitet wird. Es konnte ein Nutzungsanstieg von 77 % verzeichnet werden. Mit solchen Programmen werden unter anderem Daten von Nutzern wie ein Passwort oder Kreditkarteninformationen gestohlen. [3]

Welche weiteren Gründe sprechen für Cyberversicherungen für Unternehmen?

Die Zahlen zeigen: Die Gefahren im Netz sind vielfältig. Es gibt allerdings noch einen weiteren Grund, aus dem sich Firmen für eine Unternehmens-Cyberversicherung entscheiden sollten.

Digitale Bedrohungen zählen zu den Risiken, die sich am schwersten kalkulieren lassen. Selbst Betriebe, die im Bereich der IT-Sicherheit tätig sind, können einige Schwachstellen noch nicht richtig einschätzen. Immerhin schläft die Internetkriminalität nicht – es kommen immer wieder neue Formen von Schadsoftware ans Licht.

Das macht die Internetnutzung heute so gefährlich. Bedenkt man, wie viele wichtige Daten in einem Unternehmen über das Internet verschickt werden, erkennt man, wie wichtig ein entsprechender Versicherungsschutz ist.

Was sollte eine gute Cyberversicherung auf jeden Fall abdecken?

Wie bei allen anderen Arten von Versicherungen variieren die Kosten und der Leistungsumfang unterschiedlicher Cyberversicherungen. Damit jedes Risiko so gut wie möglich abgedeckt ist, sollten folgende drei Bereiche in einer Cyberversicherung enthalten sein:

  • Eigenschäden: Untersuchung und Dokumentation des Sicherheitsvorfalls, Wiederherstellung verlorener Daten, Reparaturen von Soft- und Hardware
  • Drittschäden: Abwehr unberechtigter Forderungen (passiver Rechtsschutz), Kostenübernahme bei Vertragsstrafen und Datenschutzverletzungen, Rechtsschutz bei behördlichen Verfahren
  • Serviceleistungen: Schulungen, Maßnahmen zur IT-Sicherheit, Schutz durch Firewalls

Welche Zusatzbausteine sind bei einer Cyberversicherung sinnvoll?

Einige entscheiden sich für den Basic-Schutz, andere möchten umfassender versichert sein. Versicherungsgesellschaften bieten daher Zusatzbausteine an, mit denen sich die Cyberversicherung individuell erweitern lässt.

Bei Privatleuten lohnt es sich zum Beispiel, den gesamten Haushalt zu versichern. Dadurch sind alle Schäden, die durch die Internetnutzung an Smartphone, PC und Co. entstehen, abgesichert. Zudem ist meist kein Schutz vor Urheberrechtsschutzverletzungen enthalten. Diesen lohnt es sich, hinzuzubuchen.

Die Absicherung einer Cyber-Betriebsunterbrechung ist vor allem für Unternehmen sinnvoll. Wenn Systeme lahmliegen, kann das schnell zu Umsatzeinbußen und starken finanziellen Schäden führen. Hier kann die Cyberversicherung mit einem entsprechenden Zusatz für einen Ausgleich sorgen.

Wann macht eine Cyberversicherung keinen Sinn?

Heutzutage ist es kaum möglich, ohne Internet zu leben. Es ist ein fester Bestandteil des Berufslebens und auch im privaten Bereich wird es rege genutzt. Dennoch mag es den ein oder anderen geben, der weder Computer noch Smartphone besitzt. Dann kann getrost auf den Schutz verzichtet werden.

Des Weiteren ist eine Cyberversicherung nicht sinnvoll, wenn man nicht die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt. Die Voraussetzungen für eine Cyberversicherung sind klar geregelt.

Sowohl für Unternehmen als auch für Verbraucher gilt: Nur dann, wenn sie ausreichend Maßnahmen zur IT-Sicherheit ergreifen, zahlt die Versicherung im Schadensfall. Somit muss man auch selbst etwas dafür tun, um sich vor Risiken zu schützen.

Ehe man daher nicht für ein hohes Maß an Cyber-Sicherheit gesorgt hat, lohnt sich die Cyberversicherung nicht. Es gibt allerdings Ausnahmen. Einige Versicherer bieten zusätzlich an, die Systeme der Nutzer auf Schwachstellen zu überprüfen und Maßnahmen zur erhöhten Sicherheit zu ergreifen. Dann kann sie sich durchaus lohnen.

Einige Versicherer helfen auch dabei, einen sogenannten Notfallplan aufzustellen. Dieser hilft Unternehmen im Fall einer Cyberattacke, da alle Beteiligten sofort wissen, was zu tun ist. Damit werden Betriebsunterbrechungen verhindert. [4]

Was sollte man beim Abschluss einer Cyber-Versicherung beachten?

Ganz gleich, ob man als Unternehmer oder Privatperson eine Cyber-Versicherung abschließen möchte: Es gibt ein paar Dinge zu beachten. Immerhin sind nicht alle Versicherungen gleich.

In erster Linie sollten sich private Verbraucher für eine entsprechende Cyber-Versicherung entscheiden, die auf ihre Risiken zugeschnitten ist. Der Leistungsumfang ist ein ganz anderer als der für Unternehmen. Während Privatpersonen überversichert wären, würde der Schutz für ein Unternehmen mit den Leistungen einer Cyber-Versicherung für Privatleute niemals ausreichen.

Neben den Leistungen, die zu den individuellen Risiken passen sollten, gilt es auch auf die Kosten zu achten. Versicherer bieten Cyber-Versicherungen zu verschiedenen Konditionen an. Wichtig ist, bei einer solchen Versicherung nicht zu sparen. Es gilt, das Produkt mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu wählen.

Ein Versicherungsmakler oder -berater kann dabei helfen, die richtige Cyberversicherung für die eigenen Zwecke zu finden. Am besten ist es, wenn der Leistungsumfang an die individuellen Bedürfnisse angepasst wird. Ein Versicherungsvergleich kann Firmen sowie Verbrauchern helfen, den richtigen Versicherungsschutz zu finden.

Fazit: Eine Cyber-Versicherung lohnt sich in den meisten Fällen

Ob als Unternehmen oder Privatperson – Cyber-Angriffe können überall stattfinden. Des Weiteren gibt es viele andere Risiken, die sich aus der Nutzung des Internets ergeben. Daher ist eine Cyberversicherung für jeden sinnvoll, er mit dem Internet zu tun hat.

Die Leistungen der verschiedenen Cyberversicherungen variieren je nach Versicherer und Tarif. Es lohnt sich, mit einem Versicherungsmakler oder -berater Rücksprache zu halten. Dieser findet für Versicherte genau das richtige Produkt.

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