Berufs­haftpflicht­versicherung – Ratgeber & Vergleich (2023)

Die Berufshaftpflichtversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen im Berufsleben und leistet bei Schäden, die der Versicherungsnehmer während seiner beruflichen Tätigkeit verursacht. In diesem Text geben wir einen Überblick über die Versicherung, den Berufshaftpflichtversicherung Vergleich, Vor- und Nachteile sowie Kosten dieser Versicherung. 🙂

Berufshaftpflichtversicherung Vergleich

Unsere Kunden haben eine Berufshaftpflichtversicherung, die genau zu ihnen passt

Inhalt dieser Seite

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Berufshaftpflichtversicherung schützt den Versicherungsnehmer vor finanziellen Risiken durch Schäden an Dritten ab
  • Für Ärzte, Anwälte und einige andere Berufe ist die Berufshaftpflichtversicherung zwingend vorgeschrieben
  • Für bestimmte Berufsgruppen mit hohem Risiko kann der Abschluss einer Versicherung sinnvoll sein, auch wenn er nicht gesetzlich vorgeschrieben ist
  • Eine gute Versicherung erhalten Kunden für weniger als 15 Euro im Monat.

Berufshaftpflichtversicherung

Die Berufshaftpflichtversicherung sichert Sach- und Personenschäden sowie Vermögensschäden ab. Sie wehrt außerdem unberechtigte Forderungen in Schadensfällen ab. In einigen Berufen ist die Berufshaftpflichtversicherung zwingend vorgeschrieben. In anderen Berufen wird sie empfohlen.

Die Berufshaftpflicht lässt sich entweder über den klassischen Weg oder als Direktversicherung im Internet abschließen. Ein Vergleich sorgt für Transparenz und stellt die Leistungsunterschiede gegenüber.

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Bei welchen Berufen wird eine Berufshaftpflicht empfohlen?

Obwohl eine Berufshaftpflicht nicht für alle Berufsgruppen vorgeschrieben ist, gibt es einige Branchen, in denen der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung sinnvoll sein kann. Zum einen kann der Versicherungsnehmer die Police als Verkaufsargument nutzen um dem Vertragspartner zu zeigen, dass er im Schadensfall entschädigt werden kann. Zum anderen können Rechtsstreitigkeiten im Ernstfall sehr teuer werden.

Für folgende Berufen empfehlen Experten eine Berufshaftpflicht:

  • IT-Experten
  • Webseitenbetreiber
  • Grafikdesigner
  • Heilpraktiker
  • Psychotherapeuten
  • Übersetzer
  • Unternehmensberater

Berufshaftpflicht bei Arbeitnehmern

Die Berufshaftpflicht richtet sich an Selbstständige. Arbeitnehmer müssen sich nicht über eine Berufshaftpflicht versichern lassen, da sie bereits über die Versicherung des Arbeitgebers abgesichert sind.

Das gilt nicht nur für Angestellte in einem nicht-versicherungspflichtigen Betrieb, sondern auch für versicherungspflichtige Betriebe, wie etwa Notariate und Rechtsanwaltskanzleien. Auch in diesen Betrieben werden Angestellte über die Police des Arbeitnehmers abgesichert.

Sonderfall D&O-Versicherung

Vorstände einer AG oder Geschäftsführer einer GmbH können direkt in Haftung genommen werden. Sie sind somit über die Betriebshaftpflichtversicherung nicht abgesichert. Für diese spezielle Gruppe gibt es die D&O-Versicherung („Directors and Officers Versicherung“).

Diese Police schützt leitende Angestellte, Geschäftsführer und Vorstände vor einer Haftung mit ihrem Privatvermögen.

Die Police kann ebenfalls über das Unternehmen abgeschlossen werden und zeichnet sich durch einen relativ hohen Selbstbehalt aus. Dieser Selbstbehalt kann durch eine Zusatzversicherung umgangen werden.

Beispiele

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über einige Alltagsbeispiele, für die der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung sinnvoll sein kann:

Programmierer

Ein Programmierer entwickelt ein neues ERP-System, vergisst aber bis zum Launch des neuen Systems die notwendigen Altdaten aus dem System zu übertragen.

Nun muss das Unternehmen mehrere Freelancer damit beauftragen die Daten zu portieren. Die Kosten hierfür muss der Programmierer übernehmen.

Arzt

Ein Mann kommt mit Übelkeit in eine Arztpraxis. Der Arzt verschreibt dem Patient ein Medikament gegen Übelkeit, macht aber einen Fehler bei der Dosierung.

Durch die hohe Dosierung erleidet der Patient bleibende Schäden. Die Frau des Patienten fordert Schadenersatz.

Grafikdesigner

Der Grafikdesigner entwickelt eine neue Kampagne für eine kleine Dorfbäckerei. Das fertige Werbeplakat, das 2000-fach gedruckt wurde, enthält jedoch drei Rechtschreibfehler. Die Kosten für den Schaden bzw. den Neudruck muss der Grafikdesigner aus eigener Tasche bezahlen.

Apotheker

Ein Kunde geht in eine Apotheke und möchte ein Medikament gegen Kopfschmerzen kaufen. Der Apotheker empfiehlt dem Kunden fälschlicherweise ein Medikament gegen Magenkrämpfe und beachtet nicht die Hinweise des Patienten auf eine Allergie.

Nach Einnahme des Medikaments erleidet der Patient einen anaphylaktischen Schock und muss sich in stationäre Behandlung begeben. Sofern der Kunde den Schaden beim Apotheker geltend macht, haftet der Apotheker für diesen Schaden.

Steuerberater

Der Steuerberater versäumt es, seinen Mandanten auf die Kilometerpauschale hinzuweisen. Somit entgeht dem Mandanten eine Steuerersparnis von knapp 1.000 Euro.

Steuerberater sind dazu verpflichtet ihre Mandanten so aufzuklären, dass sie nicht unnötig hohe Steuern bezahlen müssen. Somit würde in diesem Beispiel der Steuerberater für die zu viel gezahlten Steuern haften.

Rechtsanwalt

Ein Rechtsanwalt versäumt es, seinen Mandanten an eine wichtige Frist zur Einreichung eines Schriftsatzes zu erinnern. Dadurch verliert der Mandant den Prozess, stellt Schadenersatzforderungen und will seinen Anspruch bei seinem Rechtsanwalt geltend machen.

Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme

Voraussetzung für eine Inanspruchnahme ist, dass der Schaden tatsächlich entstanden sein muss.

Die Frist muss bereits verstrichen sein, die zu viel gezahlte Steuer bereits festgesetzt und die falsch programmierte Webseite bereits online sein, damit Geschädigte einen Anspruch geltend machen können.

In diesen Fällen ist das Vorgehen vergleichbar mit den meisten anderen Versicherungen: Der Schaden muss dokumentiert sein.

Bei einer Falschberatung wäre ein Protokoll und/oder Schriftverkehr geeignet. Bei einer Webseite helfen Screenshots, am besten notariell beurkundet. Bei einer verpassten Frist wird ein Nachweis über die Fristsetzung durch das Gericht bzw. die Behörde benötigt.

Diese Unterlagen sind zum Nachweis beim Anbieter einzureichen. Sofern Betroffene die Schadensersatzforderungen nicht auf direktem Wege geltend machen können, gibt es die Möglichkeit den Schaden gerichtlich einzuklagen.

Leistungen einer Berufshaftpflichtversicherung

Die Berufshaftpflichversicherung schützt den Versicherungsnehmer davor, Schadensersatzforderungen selbst leisten zu müssen.

Zu den Schäden, die abgesichert werden, zählen Sach- und Personenschäden sowie reiner Vermögensschäden.

Abwehr unberechtigter Ansprüche

Der Versicherungsschutz besteht auch in der rechtlichen Prüfung gegnerischer Ansprüche. Sofern diese Ansprüche unberechtigt sind, werden diese von dem Versicherungsunternehmen abgewehrt.

Unberechtigte Ansprüche kann der Versicherungsnehmer über seinen Anbieter abwehren lassen. Der Anbieter setzt sich mit den Fragen rund um die Rechtmäßigkeit der Forderung auseinander und wehrt diese ab, sofern sie sich als unberechtigt herausstellt.

Reine Vermögensschäden

Reine Vermögensschäden liegen dann vor, wenn ein Betroffener finanzielle Nachteile erleidet, die durch den Versicherungsnehmer verursacht wurden. Diese Leistung ist besonders bei Beratern, Webdesignern, Programmierern sowie für viele andere Dienstleister von großer Bedeutung.

Absicherung von Personen- und Sachschäden

Die Police sichert zudem Personen- und Sachschäden ab, die der Versicherungsnehmer durch seine Tätigkeit verursacht. Dieser Leistungsbestandteil betrifft hauptsächlich Personen, die in Heilberufen arbeiten wie zum Beispiel Ärzte, Heilpraktiker oder Zahnärzte. Typische Forderungen sind Schmerzensgeld und/oder Schadensersatzforderungen wegen Falschbehandlung.

Kosten einer Berufshaftpflichtversicherung

Über die Kosten einer Berufshaftpflichtversicherung lässt sich keine pauschale Aussage machen. Die Höhe der Kosten müssen für jeden Einzelfall ermittelt werden.

Einflussfaktoren auf die Beitragshöhe

Faktoren, die hier eine Rolle spielen sind u.a. das individuelle Risiko, die Branche, der Umsatz, die Wahrscheinlichkeit eines Versicherungsfalls sowie die Höhe der Versicherungssumme.

Die Höhe der Selbstbeteiligung spielt in der Beitragsberechnung eine gewichtige Rolle. Je größer die Bereitschaft des Versicherungsnehmers ist, sich im Schadensfall an den Kosten zu beteiligen, desto geringer fällt der Beitrag aus.

Die Deckungssumme entscheidet ebenfalls über die Höhe der Beiträge. Daher sollte die Deckungssumme stets der Branche angepasst sein. Zu geringe Deckungssummen sorgen für eine Unterversicherung, zu hohe Deckungssummen lassen die Beiträge unnötig steigen.

Mit Blick auf den Jahresumsatz gilt: Je höher der Jahresumsatz ausfällt, desto höher sind die Beiträge. Je höher der Umsatz, desto mehr Kunden hat in der Regel der Versicherungsnehmer. Mehr Kunden bedeuten für einen Versicherer mehr potenzielle Schadensersatzforderungen.

Die Mitarbeiterzahl hat ebenfalls einen Einfluss auf die Beitragshöhe. Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen beschäftigt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass einem Mitarbeiter ein Fehler unterläuft.

Die Lohn- und Gehaltssummen können bei der Beitragsgestaltung auch eine Rolle spielen. Je höher die Gehaltssummen, desto stärker ist der Einfluss auf die Beitragshöhe.

Abschließend kommt es bei der Beitragsgestaltung auch auf die Art und den Umfang der beruflichen Tätigkeit an. Je größer der potenzielle Schaden pro Patient/Mandant/Kunde ausfallen kann, desto höher sind die Beiträge.

Beispiel: Rechtsanwälte, die ihre Mandanten nur in kleinen Fällen vor dem Amtsgericht vertreten, kommen hier deutlich günstiger weg als große Kanzleien mit Vertretung bis vor dem Bundesgerichtshof.

Kosten einer Berufshaftpflichtversicherung

Über die Kosten einer Berufshaftpflichtversicherung lässt sich keine pauschale Aussage machen. Die Höhe der Kosten müssen für jeden Einzelfall ermittelt werden.

Einflussfaktoren auf die Beitragshöhe

Faktoren, die hier eine Rolle spielen sind u.a. das individuelle Risiko, die Branche, der Umsatz, die Wahrscheinlichkeit eines Versicherungsfalls sowie die Höhe der Versicherungssumme.

Die Höhe der Selbstbeteiligung spielt in der Beitragsberechnung eine gewichtige Rolle. Je größer die Bereitschaft des Versicherungsnehmers ist, sich im Schadensfall an den Kosten zu beteiligen, desto geringer fällt der Beitrag aus.

Die Deckungssumme entscheidet ebenfalls über die Höhe der Beiträge. Daher sollte die Deckungssumme stets der Branche angepasst sein. Zu geringe Deckungssummen sorgen für eine Unterversicherung, zu hohe Deckungssummen lassen die Beiträge unnötig steigen.

Mit Blick auf den Jahresumsatz gilt: Je höher der Jahresumsatz ausfällt, desto höher sind die Beiträge. Je höher der Umsatz, desto mehr Kunden hat in der Regel der Versicherungsnehmer. Mehr Kunden bedeuten für einen Versicherer mehr potenzielle Schadensersatzforderungen.

Die Mitarbeiterzahl hat ebenfalls einen Einfluss auf die Beitragshöhe. Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen beschäftigt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass einem Mitarbeiter ein Fehler unterläuft.

Die Lohn- und Gehaltssummen können bei der Beitragsgestaltung auch eine Rolle spielen. Je höher die Gehaltssummen, desto stärker ist der Einfluss auf die Beitragshöhe.

Abschließend kommt es bei der Beitragsgestaltung auch auf die Art und den Umfang der beruflichen Tätigkeit an. Je größer der potenzielle Schaden pro Patient/Mandant/Kunde ausfallen kann, desto höher sind die Beiträge.

Beispiel: Rechtsanwälte, die ihre Mandanten nur in kleinen Fällen vor dem Amtsgericht vertreten, kommen hier deutlich günstiger weg als große Kanzleien mit Vertretung bis vor dem Bundesgerichtshof.

Weitere Faktoren

Je nach Tätigkeit und Branche können weitere Aspekte vor dem Abschluss der Versicherung abgefragt werden. Zu diesen Fragen zählen:

  • Ausrichtung des Unternehmens: Ist das versicherte Unternehmen nur in Deutschland tätig oder auch weltweit?
  • Anwendungen: Welche Software verwendet der Versicherungsnehmer bei seiner beruflichen Tätigkeit?
  • Berufserfahrung: Wie lange ist der Versicherungsnehmer in seiner Branche tätig?
  • Rechtsform: Handelt es sich um ein Einzelunternehmen, eine GmbH oder eine Aktiengesellschaft?
  • Verbände und Vereine: Ist der Versicherungsnehmer Mitglied in Verbänden oder Vereinen, die ggf. Schadensersatzforderungen abwehren oder begleichen können

Wie Sie die Kosten reduzieren können

Unabhängig von der Leistung können Versicherungsnehmer an einigen Stellschrauben drehen um die Kosten diverser Tarifmodelle zu reduzieren:

  • Die Zahlungsintervalle können einen Einfluss auf die Höhe der Beiträge haben
  • Die Höhe des Selbstbehalts wirkt sich auf die Beiträge aus. Hierbei sollte der Versicherungsnehmer einen Betrag angeben, den er in jedem Fall bezahlen kann
  • Eine lange Laufzeit wirkt sich ebenfalls positiv auf die Beitragsgestaltung aus

Beitragserhöhung bei Änderungen

Die Betriebshaftpflichtversicherung versichert grundsätzlich nur zu den bei Vertragsbeginn festgelegten Bedingungen.

Sofern sich im Unternehmen etwas ändert, beispielsweise weil ein großer Teil der Belegschaft entlassen wird oder das Unternehmen sich international ausrichtet, muss der Versicherungsnehmer den Anbieter benachrichtigen.

Je nach Auswirkungen auf das Risikoprofil werden die Beiträge für den Versicherungsnehmer steigen. Die Entlassung von Mitarbeitern wirkt sich in der Regel nicht auf die Beitragserhöhung aus. Anders sieht es aus, wenn das Unternehmen expandiert, wovon man bei einer Expansion ins Ausland ausgehen kann.

Berufshaftpflichtversicherung Vergleich

Die Berufshaftpflichtversicherung ist in einigen Branchen für die Berufsausübung unerlässlich. In anderen Branchen ist der Abschluss zwar nicht gesetzlich verpflichtend aber sehr sinnvoll.

Da ein Heilpraktiker nicht denselben Schutz benötigt wie ein Programmierer, lohnt es sich, die besten Tarife auf dem Markt zu vergleichen.

Für die Beantragung oder Berechnung einer Versicherung sollten Versicherungsnehmer die folgenden Informationen bereithalten:

  • Gewünschter Versicherungsbeginn
  • Gewerbliche Tätigkeit
  • Jahresumsatz (ca.)
  • Anzahl der Mitarbeiter
  • Lohn- und Gehaltskosten
  • Gründungsjahr
  • Vorschäden

Wie bei jedem anderen Versicherungsvergleich gilt auch hier: Je genauer und umfassender die Angaben, desto genauer die Auskunft.

Genaue Angaben sind nicht nur für einen Vergleich wichtig sondern auch für den Versicherungsschutz von großer Bedeutung. Schließlich kann die Versicherungen nur die Risiken absichern, die bei Vertragsschluss angegeben sind.

Wenn beispielsweise ein selbstständiger Webdesigner angibt alleine zu arbeiten und später ein Schaden durch seinen bei Vertragsschluss nicht angegebenen Minijobber entsteht, wird die Versicherung wahrscheinlich nicht leisten.

Die meisten Versicherungen arbeiten in gängigen Berufsgruppen und Branchen mit fertigen Policen, die bei Bedarf leicht angepasst werden.

Bei der Festlegung der Deckungssumme sowie dem Selbstbehalt sollten Interessierte den größtmöglichen Schaden angeben, der zu versichern wäre bzw. die der Versicherungsnehmer im Schadenfall selbst bezahlen kann.

Die wichtigsten Schritte bis zum Abschluss

Sobald Sie sich für eine Berufshaftpflichtversicherung entschieden haben, gehen Sie am besten so vor:

  • Sammeln Sie die wichtigsten Daten zu Ihrem Unternehmen
  • Legen Sie den Selbstbehalt und die Deckungssumme fest
  • Bei Fragen und Unsicherheiten lohnt sich eine individuelle Beratung
  • Schauen Sie sich jeden Tarif an, der in Frage kommt und vergleichen Sie die besten Versicherungen
  • Schließen Sie die Versicherung ab, die am besten zu Ihnen passt.

Da eine Berufshaftpflicht über die private und berufliche Existenz entscheiden kann, sollten Sie sich im Zweifel beraten lassen. Ein Experte sieht möglicherweise Einsparpotenzial oder vorhandene Risiken, an die Sie vielleicht bisher nicht gedacht hatten.

Kostenbeispiele

Wie oben bereits festgehalten, hängen die Kosten für den Versicherungsschutz von den Risiken ab, die für den Versicherungsnehmer entstehen können.

Ein einfaches Beispiel zeigt, dass eine Haftpflichtversicherung für Freiberufler nicht teuer sein muss:

Herr Müller ist freiberuflicher Programmierer und möchte sein Angebot und seine Tätigkeit mit einer Berufshaftpflichtversicherung absichern. Für die Berechnung greift er auf einen Online Rechner zurück und kommt auf folgendes Ergebnis:

Deckungssumme: 3 Mio. Euro

Laufzeit: Unbegrenzt

Selbstbehalt 0,00 EUR

Zusatzbaustein: Privathaftpflichtversicherung

Jahresbeitrag: 185,21 Euro

Hierbei handelt es sich um ein sehr einfaches Beispiel. Unternehmer wie Herr Müller müssen in den verschiedenen Schritten bis zum Abschluss der Versicherung einige weitere Angaben machen, wie etwa die Anzahl der Vorschäden sowie die Umsatzhöhe, die sie in ihrem Betrieb verzeichnen.

Das Beispiel zeigt trotzdem deutlich, dass ein solider Versicherungsschutz nicht teuer sein muss.

Berufshaftpflicht vs. Betriebshaftpflicht

In den Medien und der gängigen Literatur werden die Begriffe Berufshaftpflichtversicherung und Betriebshaftpflichtversicherung oft synonym verwendet. Dennoch handelt es sich hierbei um unterschiedliche Versicherungen, die sich an verschiedene Berufsgruppen richtet.

Die Berufshaftpflicht richtet sich an bestimmte Berufsgruppen wie zum Beispiel Steuerberater, Notare, Apotheker und Ärzte. Die Betriebshaftpflicht ist vor allem auf Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe ausgerichtet.

Der Inhalt der einzelnen Versicherungen sowie der Umfang der Policen sind miteinander vergleichbar:

Beide Versicherung enthalten den passiven Versicherungsschutz. In beiden Versicherungen gibt es die Pflicht für einzelne Berufsgruppen eine solche Versicherung abzuschließen. Auch die Deckungssummen sind vergleichbar. Wie bereits erwähnt, gibt es lediglich Unterschiede in der Zielgruppe: Die Betriebshaftpflichtversicherung eignet sich vor allem für Selbstständige und Freiberufler im Allgemeinen, die Berufshaftpflichtversicherung hingegen für bestimmte, definierte Berufsgruppen.

Tipps rund um die Berufshaftpflichtversicherung

In der Praxis gibt es eine Reihe guter Gründe einer Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Auch für Berufsgruppen, für die keine Versicherungspflicht gilt, kann sich seine Berufshaftpflichtversicherung lohnen.

Bei der Suche nach der passenden Versicherung sollten Interessierte dieselben Tipps beherzigen, die heutzutage auf jede andere Versicherung zutreffen:

  • Versicherungsbedarf prüfen
  • Tarif und Testsieger vergleichen
  • Die passende Wahl treffen
  • Vertragsdetails (z.B. Widerrufsrecht) prüfen
  • Passende Versicherungslösung abschließen

Darüber hinaus gibt es einige wertvolle Tipps, die Versicherungsnehmer speziell bei der Berufshaftpflicht berücksichtigen sollten.

Überprüfen Sie wer mitversichert ist

Die Berufshaftpflichtversicherung gilt für den Versicherungsnehmer selbst. Beschäftigt dieser noch weitere Personen wie beispielsweise fest angestellte Mitarbeiter oder Praktikanten, sind diese in der Berufshaftpflichtversicherung mit abgesichert.

Vor Abschluss sollte sich jeder Gewerbetreibender trotzdem genau informieren, ob in der ausgewählten Police sämtliche Beteiligte innerhalb eines Betriebs versichert sind und welchen Status diese Personen haben müssen: Werden nur fest angestellte Mitarbeiter versichert oder bspw. auch Selbstständige, die für den Versicherungsnehmer vorübergehend tätig sind?

Berufshaftpflicht und Steuer

Die Berufshaftpflicht ist bereits dem Namen nach mit der beruflichen Tätigkeit verbunden. Daher sind auch die Kosten für diese Versicherung von der Steuer absetzbar. Unternehmer, Freiberufler und Selbstständige können die Kosten für die Versicherung als Betriebsausgaben in der Steuererklärung angeben.

Berufshaftpflicht und Sonderkündigungsrecht

In einigen Situationen können Gewerbetreibende von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und die Berufshaftpflicht vorzeitig kündigen.

Ein Sonderkündigungsrecht hat der Versicherungsnehmer vor allem dann, wenn er seine Selbstständigkeit aufgibt und bspw. in ein Angestelltenverhältnis wechselt. Auch wenn der Versicherungsnehmer mit seinem Betrieb Insolvenz anmelden muss, kann er seinen Versicherungsschutz außerordentlich kündigen.

Berufshaftpflicht vs. Privathaftpflicht

Die Berufshaftpflicht überschneidet sich in der Praxis immer mal wieder mit der Privathaftpflicht. Kein Wunder, denn insbesondere in Zeiten von Home Office fließt das Privatleben häufig in das Berufsleben über.

Viele Versicherungsnehmer stellen sich daher zu Recht die Frage: Reicht nicht auch eine Privathaftpflichtversicherung auch für meine berufliche Tätigkeit aus?

Grundsätzlich wird im Zweifel die Privathaftpflicht des Versicherungsnehmers vorrangig in Anspruch genommen. Die Betriebshaftpflicht greift dann, wenn sich ein betrieblicher Zusammenhang zweifelsfrei nachweisen lässt. Ausnahmen bestätigen hierbei die Regel. So greift beispielsweise bei privatem Nachhilfeunterricht die Privathaftpflicht, auch wenn der Nachhilfelehrer hierfür einen Stundenlohn berechnet.

Anders sieht es aber aus, wenn ein freiberuflicher Programmierer aus dem Home Office aus, die Webseite eines Kunden falsch programmiert und dadurch ein Schaden entsteht. In diesem Fall greift die Betriebshaftpflichtversicherung des Versicherungsnehmers, unabhängig vom Arbeitsort. Schließlich ist der Schaden während der beruflichen Tätigkeit an einem Kundenprojekt entstanden.

Möglichst umfassende Angaben

Beschreiben Sie Ihre berufliche Tätigkeit möglichst detailliert. Dadurch entstehen Ihnen folgende Vorteile:

  1. Sie können in Ihren Beiträgen bares Geld sparen: Ein Arzt, der vor allem behandelnd tätig ist, zahlt höhere Beiträge als ein Arzt, der einen kleinen Kundenstamm hat und sich auf andere Fachbereiche (z.B. Forschung) konzentriert
  2. Sie riskieren im Versicherungsfall nicht Ihren Versicherungsschutz. Wenn Sie beispielsweise als Programmierer angeben, dass sie fast ausschließlich an eigenen Projekten arbeiten, sich aber im Versicherungsfall herausstellt, dass sie überwiegend an Kundenprojekten arbeiten, kann sich die Versicherung quer stellen

Änderungen im Tätigkeitsbereich sollten dem Anbieter sobald wie möglich mitgeteilt werden, damit Versicherungsnehmer nicht den Versicherungsschutz riskieren.

Führen Sie regelmäßig einen Berufshaftpflicht Vergleich durch

Der Markt der Berufshaftpflichtversicherungen ist nicht so umkämpft wie bspw. der Bereich der Kfz Versicherung. Trotzdem kann es sich für Versicherungsnehmer lohnen, hin und wieder den Versicherungsschutz zu überprüfen und sich zu informieren ob es nicht bessere Angebote auf dem Markt gibt.

Bei der Überprüfung des Versicherungsschutzes sollten sich Versicherungsnehmer vor allem die folgenden Fragen stellen:

  • Trifft die Tätigkeitsbeschreibung zu oder versichere ich möglicherweise Risiken, die in meinem Betrieb schon lange nicht mehr bestehen?
  • Was kostet aktuell eine Berufshaftpflichtversicherung? Haben sich die Prämien in den letzten Jahren reduziert?
  • Gibt es bei anderen Versicherungen Rabatte oder andere Belohnungen für Neukunden?

Versicherungsmakler und Online Rechner können dem Kunden einen guten Überblick über die aktuelle Marktsituation geben.

Wie bei jedem Versicherungswechsel sollten Versicherungsnehmer nur dann einen Wechsel in Erwägung ziehen, wenn sie die folgende Frage beantworten können: Wird der Aufwand für einen Versicherungswechsel durch den neuen Versicherer mit einer signifikanten Ersparnis belohnt oder übersteigt der Aufwand den Nutzen?

Weitere Versicherungen berücksichtigen

Viele Versicherer bieten ihren Kunden die Möglichkeit die Berufshaftpflicht mit der Privathaftpflicht zu kombinieren. Sofern der Kunde noch kein Versicherung hat, kann sich dieser Zusatzbaustein lohnen, sofern die Ersparnis groß genug ist. Das Kosten-/Nutzenverhältnis bei einer Privathaftpflicht ist grundsätzlich hoch, daher ist die Privathaftpflicht als Ergänzung zur Berufshaftpflicht oft eine gute Wahl.

Neben der Privathaftpflicht bieten Versicherer noch weitere Bausteine, wie etwa eine Rechtsschutzversicherung an. Vor Abschluss sollten Versicherungsnehmer ihren Bedarf und den bestehenden Schutz überprüfen, um eine Überversicherung zu vermeiden.

Fazit

Die Berufshaftpflichtversicherung ist für bestimmte Berufsgruppen vorgeschrieben und schützt den Versicherungsnehmer bei Schadenersatzforderungen. Vor unberechtigten Ansprüchen schützt die Versicherung ebenfalls und funktioniert somit als passiver Rechtsschutz.

Entscheidend für die Berechnung der Versicherungsprämie ist die Höhe des Deckungsbeitrags wie die Selbstbeteiligung des Versicherungsnehmers. Je höher der Deckungsbeitrag und je geringer die Selbstbeteiligung, desto höher fallen die Prämien aus.

Den Selbstbehalt können Versicherungsnehmer individuell festlegen, die Deckungssumme sollte in jedem Fall mindestens 3 Millionen Euro betragen und Vermögensschäden sowie Personen und Sachschäden umfassen.

Versicherungsmakler sowie Online Rechner geben Versicherungsnehmern einen Überblick über das Angebot auf dem Markt.

Versicherungsnehmer sollten den Versicherungsschutz von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand stellen und bewerten, ob das Risiko in der beruflichen Tätigkeit noch genauso hoch ist wie beim Abschluss der Versicherung.

Gleichzeitig sollten Versicherungsnehmer überprüfen, ob das Risiko zwischenzeitlich gestiegen ist und die Änderung der Versicherung mitteilen, damit der Schutz im Versicherungsfall nicht gefährdet wird.

Kundenstimmen

Sehr kompetente Beratung. Freundliche und zuvorkommende Mitarbeiter. Alle zusagen wurden eingehalten. Ist sehr zu empfehlen.
Linda Krämer
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Dank der sehr guten Beratung und Betreuung konnten wir eine Menge einsparen. Sehr gutes Angebote und bei Neuheiten werden wir stets proaktiv auf dem Laufenden gehalten. Wir sind sehr zufrieden.
Claus Clemens
/
Transparente Beratung auch mal zu flexiblen Zeiten. Bei Unklarheiten im Schadensfall immer unterstützend zur Seite.
Alisa Redlich
/

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