Ratgeber

Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte stellt eine wertvolle finanzielle Stütze im Falle der krankheitsbedingten (bereits teilweisen) Beeinträchtigung bei der Berufsausübung.

Ärzte haben in der Regel ein überdurchschnittlich hohes Gehalt. Wenn im Falle einer Berufsunfähigkeit lediglich eine geringe Grundsicherung (wenn überhaupt) ausbezahlt wird, bedeutet dies massive finanzielle Einbußen und hat daher Einfluss auf den Lebensstandard sowie die finanzielle Planbarkeit.

Die Vorzüge einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung liegen daher auch als Arzt auf der Hand. Im Leistungsfall ist eine angemessene finanzielle Absicherung gegeben.

Ein Arzt bei der Arbeit.

Inhalt dieser Seite

Das Wichtigste in Kürze

  • Die BU für Ärzte ist eine Möglichkeit, die finanziellen Einbußen im Falle der Berufsunfähigkeit abzufedern
  • Der Schutz durch das Versorgungswerk reicht oft nicht aus und ist zudem mit höheren Hürden verbunden
  • Es gibt einige allgemeine und einige spezielle Vertragsklauseln, auf die Du vor Vertragsabschluss achtgeben solltest
  • Vor allem die Umorganisations- und die Infektionsklauseln sind in vielen Verträgen speziell im Medizinsektor

Die Sinnhaftigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

Ein Arzt ist eine wichtige Stütze des Gesundheitssystems und erbringt tagtäglich herausragende Leistungen. Doch was passiert, wenn ein Arzt berufsunfähig wird?

Eine Berufsunfähigkeit kann erhebliche finanzielle Einbußen bedeuten, insbesondere wenn staatliche Absicherungen nicht ausreichen. Die BU-Rente sichert Dein Einkommen und trägt dazu bei, Deinen gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

Teil des Arztberufs ist eine gewisse physische und psychische Belastung. Langes Stehen, hohe Konzentration und hoher Stresspegel sind nur einige der Aspekte, die das Risiko einer Berufsunfähigkeit erhöhen können.

Die BU-Versicherung berücksichtigt diese spezifischen Risiken und bietet Dir einen maßgeschneiderten Schutz. Ein früher Abschluss einer BU-Versicherung ermöglicht es, von günstigen Beiträgen zu profitieren und sich gegen mögliche zukünftige gesundheitliche Einschränkungen abzusichern.

Ärzte, die eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, haben gut lachen Im Fall der Fälle sind sie finanziell abgesichert.

Im Laufe der Zeit können sich gesundheitliche Risiken verschärfen, was zu einem höheren Beitrag oder sogar zur Ablehnung führen kann. Mit einer frühzeitigen BU kannst Du diese Risiken minimieren.

Obwohl das Gesundheitssystem in Deutschland gut aufgestellt ist, kann die staatliche Absicherung im Falle der Berufsunfähigkeit oft nicht ausreichen. Die BU-Rente bietet einem Arzt die Möglichkeit, unabhängig von staatlichen Leistungen zu bleiben und seine finanzielle Situation so zu gestalten, dass sie seiner bisherigen Lebensstellung entspricht.

Eine BU für Ärzte kann individuell auf deine Bedürfnisse zugeschnitten werden. Du kannst die Höhe der BU-Rente, die Laufzeit und weitere Optionen anpassen, um einen maßgeschneiderten Schutz zu erhalten, der zu Deinem Lebensstil und Deinen Plänen passt.

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Wichtige Aspekte der Wahl der richtigen Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

Die Auswahl der richtigen Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Ärzte von entscheidender Bedeutung, um eine passende Absicherung zu gewährleisten. Hier sind einige wichtige Aspekte, die bei der Wahl der passenden BU-Versicherung berücksichtigt werden sollten:

  • Berufsrisiken gezielt abdecken: Der Beruf des Arztes bringt spezifische Risiken mit sich, die in der Versicherungswahl berücksichtigt werden müssen. Achte darauf, dass die Versicherung eine umfassende Berufsunfähigkeitsdefinition bietet, die sowohl körperliche als auch psychische Erkrankungen abdeckt.
  • Hohe BU-Rente: Als Arzt verdienst Du in der Regel überdurchschnittlich, daher ist es wichtig, eine ausreichend hohe BU-Rente zu wählen, um deinen Lebensstandard im Falle einer Berufsunfähigkeit aufrechterhalten zu können. Berücksichtige dabei auch mögliche steigende Lebenshaltungskosten.
  • Flexibilität durch Optionen: Mit der Dynamik-Option kann die BU-Rente regelmäßig an die Inflation angepasst werden, um den realen Wert zu erhalten. Die Nachversicherungsgarantie erlaubt es, die BU-Rente bei wichtigen Lebensereignissen ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.
  • Ohne Abstrakte Verweisung: Achte darauf, dass die Versicherung den Verzicht auf Abstrakte Verweisung beinhaltet. Dadurch wird sichergestellt, dass Du im Ernstfall nicht auf einen anderen Beruf verwiesen wirst, sondern tatsächlich deinen erlernten Arztberuf ausüben kannst.
  • Altersvorsorge integrieren: Die Kombination der BU mit einer Altersvorsorge kann sinnvoll sein, um deine finanzielle Absicherung sowohl im Fall einer Berufsunfähigkeit als auch im Ruhestand zu gewährleisten. Informiere dich über entsprechende Angebote.
  • Versicherer und Rating: Untersuche die finanzielle Stabilität und Reputation des Versicherers. Ein Blick auf unabhängige Ratings und Bewertungen kann Aufschluss darüber geben, wie verlässlich der Versicherer ist.
  • Laufzeit der Versicherung: Die Laufzeit der BU-Versicherung sollte bis mindestens zum geplanten Renteneintrittsalter gewählt werden, um eine lückenlose Absicherung zu gewährleisten.
  • Gesundheitsprüfung und Ausschlüsse: Sei ehrlich bei Deiner Gesundheitsprüfung, um späteren Problemen vorzubeugen. Informiere dich über eventuelle Ausschlüsse oder Zuschläge für bestimmte Vorerkrankungen.
  • Beratung nutzen: Die Wahl der richtigen BU-Versicherung ist komplex. Nutze die Möglichkeit einer individuellen Beratung, um sicherzustellen, dass Du alle relevanten Aspekte berücksichtigst und die bestmögliche Absicherung erhältst.

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Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte: Was ist zu erwarten?

Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte variieren und hängen von mehreren Faktoren ab.

Die Berufsgruppe und das individuelle Risikoprofil spielen eine entscheidende Rolle. Je nach deiner Fachrichtung können unterschiedliche Risiken bestehen, die deine Versicherungsprämien beeinflussen. Ein Chirurg könnte zum Beispiel höhere Prämien zahlen als ein Allgemeinmediziner.

Auch Dein Eintrittsalter spielt eine bedeutende Rolle. Je jünger Du bei Vertragsabschluss bist, desto niedriger sind in der Regel die Beiträge. Ein früher Abschluss bietet nicht nur finanzielle Vorteile, sondern ermöglicht es auch, mögliche zukünftige gesundheitliche Einschränkungen auszuschließen.

Ein junger und gesunder Mensch spart bei Abschluss der BU viel Geld.

Die von Dir gewählte Versicherungssumme beeinflusst ebenfalls die Kosten. Es ist wichtig, eine Summe zu wählen, die deinen finanziellen Bedürfnissen im Falle einer Berufsunfähigkeit entspricht. Die Vertragsdauer wirkt sich ebenfalls auf die Beiträge. Eine längere Laufzeit kann zu niedrigeren monatlichen Prämien führen.

Die Option der Dynamik, bei der die BU-Rente regelmäßig angepasst wird, um Inflation auszugleichen, kann die Beiträge erhöhen. Allerdings gewährleistet sie langfristig einen realen Schutz. Dein aktueller Gesundheitszustand spielt ebenfalls eine Rolle während der Festlegung der Beiträge.

Eventuelle Vorerkrankungen können dabei zu Risikozuschlägen führen. Besonders schwerwiegende Vorerkrankungen können auch einen Ausschluss zur Folge haben. Eine anonyme Risikovoranfrage kann ratsam sein. [2]

Die Wahl des Versicherungsunternehmens ist ebenfalls wichtig. Die Versicherer bieten unterschiedliche Tarife an, die sich in den Leistungen und Preisen unterscheiden können. Ein sorgfältiger Vergleich verschiedener Angebote ist ratsam.

Zusätzlich kannst du je nach Versicherung weitere Optionen hinzufügen, wie zum Beispiel die Absicherung bei schweren Krankheiten oder die Integration einer Altersvorsorge.

Warum der Schutz über das Versorgungswerk für Ärzte nicht ausreicht

Die Absicherung der Berufsunfähigkeit über das jeweilige Versorgungswerk für Ärzte ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Erst wenn eine Berufsunfähigkeit von 100% für sämtliche ärztliche Tätigkeiten festgestellt wird, tritt dieser Schutz in Kraft.

Das bedeutet, dass nur dann eine Berufsunfähigkeitsrente gewährt wird, wenn sämtliche ärztliche Tätigkeiten aufgrund medizinischer Kenntnisse in ärztlicher Verantwortung nicht mehr ausgeführt werden können.

Wenn ein Arzt noch die Fähigkeit hat, einen ärztlichen Beruf auszuüben, zum Beispiel in Verwaltung, Wissenschaft oder Forschung, erhält er keine Berufsunfähigkeitsrente vom Versorgungswerk. Der Schutz ist bisweilen schwer zu erwirken. [3]

Die Berufsunfähigkeitsabsicherung über das Versorgungswerk entspricht im Wesentlichen einer berufsbezogenen Erwerbsunfähigkeitsrente.

Die Versicherung über das Versorgungswerk reicht im Leistungsfall meist nicht aus, um den vorherigen Lebensstandard zu halten.

gewährt, auch wenn bereits Vorbelastungen bei der Aufnahme des ärztlichen Berufs bestanden.

Die Leistungen des Versorgungswerks können von der Rendite am Aktienmarkt beeinflusst werden können und können unter Umständen höher ausfallen als in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung, bei der das Umlageverfahren angewendet wird, werden die Gelder in der Regel gewinnbringend investiert.

Zudem haben Ärzte normalerweise ab dem Zeitpunkt des ersten gezahlten Beitrags Anspruch auf die Berufsunfähigkeitsrente, und Wartezeiten sind äußerst selten.

Die Definition von Berufsunfähigkeit bei Ärzten

Wir haben herausgestellt, inwieweit die Anerkennung der Berufsunfähigkeit auf Seiten der Versorgungswerke für Ärzte recht streng ausfällt. Sie beziehen dabei den Leistungsfall auf eine komplette Beeinträchtigung bei der Berufsausübung.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte hingegen hat in der Regel ein niedrigschwelligeres Verständnis von Berufsunfähigkeit in den Versicherungsbedingungen.

In den meisten Verträgen ist festgehalten, dass sie vorliegt, wenn der Arbeitnehmer im momentanen (und ähnlichen) Beruf zu 50% eingeschränkt ist und dieser Zustand über mindestens 6 Monate anhält.

In Abgrenzung dazu ist eine geringfügigere Beeinträchtigung als Arbeitsunfähigkeit versichert. Verfügt der BU-Vertrag über eine AU-Klausel, ist die Rede von einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung. Dabei handelt es sich jedoch strenggenommen nicht um ein eigenes Versicherungsprodukt.

Eine noch stärkere Beeinträchtigung versteht man als Erwerbsunfähigkeit. Diese liegt vor, wenn jegliche Berufsausübung komplett verhindert (=weniger als 3 Stunden tägliche Arbeitszeit möglich) wird.

Mögliche Ursachen für Berufsunfähigkeit bei Ärzten

Die Arbeit als Arzt ist anspruchsvoll und mit vielfältigen Herausforderungen verbunden, die auch gesundheitliche Risiken bergen können. Die möglichen Ursachen für Berufsunfähigkeit bei Ärzten sind vielfältig.

  • Körperliche Belastungen: Die körperlichen Anforderungen des Arztberufs sind nicht zu unterschätzen. Lange Arbeitszeiten, stundenlanges Stehen bei Operationen und das Heben von schweren Patienten können zu körperlichen Beschwerden führen. Rückenprobleme, Gelenkerkrankungen oder chronische Schmerzen sind mögliche Folgen.
  • Psychischer Stress: Ärzte stehen oft unter großem Druck, müssen wichtige Entscheidungen treffen und mit emotionalen Belastungen umgehen. Der hohe Stressfaktor kann zu Burnout, Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen führen, die die Ausübung des Berufs einschränken.
  • Infektionsrisiken: Insbesondere in medizinischen Bereichen mit direktem Patientenkontakt besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen. Krankheiten wie Hepatitis oder HIV können schwerwiegende Folgen haben und zur Berufsunfähigkeit führen.
  • Unfälle: In der Klinik oder im Notdienst sind Ärzte häufig Unfallrisiken ausgesetzt. Ein Unfall mit dauerhaften körperlichen Beeinträchtigungen kann die Ausübung des Berufs unmöglich machen.
  • Berufsspezifische Erkrankungen: Je nach Fachrichtung können bestimmte berufsspezifische Erkrankungen auftreten. Beispielsweise können Allergien, Hautkrankheiten oder Atemwegsprobleme bei Ärzten auftreten, die regelmäßig mit bestimmten Substanzen in Kontakt kommen.
  • Fortgeschrittenes Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für gesundheitliche Einschränkungen. Auch Ärzte sind nicht davor gefeit, im Laufe der Jahre gesundheitliche Probleme zu entwickeln, die ihre Berufsfähigkeit beeinträchtigen könnten.

Dabei sei auch erwähnt, welche Krankheiten am häufigsten zur Berufsunfähigkeit führen: Psychische Krankheiten (34,5 %), Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates (20,1 %), Krebs/Tumore (17,35 %), sonstige Erkrankungen (13,45 %), Unfälle (7,6 %) und Erkrankungen von Herz und/oder Gefäßen (7 %). [4]

Dynamische Anpassung der Rentenhöhe

Die dynamische Anpassung der Rentenhöhe ist ein wichtiger Aspekt bei der Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte. Sie bietet eine wertvolle Flexibilität und gewährleistet, dass die BU-Rente im Einklang mit steigenden Lebenshaltungskosten und individuellen Bedürfnissen bleibt.

Diese Option stellt sicher, dass der finanzielle Schutz im Falle einer Berufsunfähigkeit auch langfristig ausreichend ist.

Wie funktioniert die dynamische Anpassung?

Die dynamische Anpassung der Rentenhöhe ermöglicht es, die vereinbarte BU-Rente in regelmäßigen Abständen zu erhöhen.

Dies geschieht meist jährlich, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich ist. Die Anpassung erfolgt in der Regel automatisch und orientiert sich an einem vorher festgelegten Prozentsatz, oft der Inflationsrate.

Dadurch bleibt die Berufsunfähigkeitsrente realwertgesichert und behält auch in Zukunft ihre Kaufkraft.

Vorteile für Ärzte

  • Inflationsausgleich: Die dynamische Anpassung gleicht die Auswirkungen der Inflation aus. Dies ist besonders für Ärzte wichtig, da steigende Lebenshaltungskosten die finanzielle Belastung im Falle der Berufsunfähigkeit erhöhen könnten.
  • Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensphasen: Während der Ausbildung oder in den frühen Berufsjahren mag die vereinbarte BU-Rente angemessen sein. Mit zunehmender Berufserfahrung und steigendem Einkommen wachsen jedoch oft auch die finanziellen Verpflichtungen.
  • Keine erneute Gesundheitsprüfung: Die automatische Anpassung erfolgt ohne erneute Gesundheitsprüfung. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn sich der Gesundheitszustand im Laufe der Zeit verändert hat.
  • Langfristige Sicherheit: Die dynamische Anpassung gewährleistet langfristige finanzielle Sicherheit, selbst wenn sich die Lebenshaltungskosten deutlich erhöhen.

Sinnvolle Kombination von Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor den finanziellen Folgen eines solchen Ernstfalls. Indem sie diese Versicherung mit einer Altersvorsorge kombinieren, sichern Ärzte nicht nur ihre Arbeitskraft ab, sondern bauen auch eine solide finanzielle Grundlage für die Zeit nach dem Berufsleben auf.

Die richtige Gestaltung der Kombination kann steuerliche Vorteile bieten. Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung können unter bestimmten Bedingungen steuerlich abgesetzt werden. Diese steuerlichen Vorteile können Ärzten helfen, ihre Steuerlast zu reduzieren und gleichzeitig für den Ernstfall vorzusorgen.

Die Kombination aus Berufsunfähigkeitsversicherung und Altersvorsorge gewährleistet eine langfristige finanzielle Absicherung. Ärzte können beruhigt in ihre berufliche Zukunft blicken, wissend, dass sie sowohl während ihrer aktiven Berufsjahre als auch im Ruhestand abgesichert sind.

Die Kombination erlaubt eine flexible Gestaltung der Versicherungsprodukte. Ärzte können die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente und die Beiträge zur Altersvorsorge individuell an ihre Bedürfnisse anpassen und somit eine maßgeschneiderte Lösung schaffen.

Es gibt verschiedene Versicherungsprodukte, die sich zur Kombination von Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsversicherung eignen.

Dazu gehören private Rentenversicherungen, die mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung ergänzt werden können, sowie die staatlich geförderte Rürup-Rente (Basisrente) und betriebliche Altersvorsorge.

Die Vor- und Nachteile der Kombination von BU-Versicherung und Altersvorsorge für Ärzte

Die Kombination einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Altersvorsorge stellt für Ärzte eine interessante Möglichkeit dar, um sich ganzheitlich abzusichern. Diese Strategie kann jedoch sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen, die sorgfältig abgewogen werden sollten.

VorteileNachteile
Umfassender SchutzHöhere Kosten
Ergänzende LeistungenBegrenzte Flexibilität
Steuerliche VorteileKomplexität

Die Kombination ermöglicht eine Rundum-Absicherung. Im Fall einer Berufsunfähigkeit stehen finanzielle Leistungen zur Verfügung, während gleichzeitig die Altersvorsorge aufrechterhalten wird.

Die BU-Versicherung kann als ergänzende Einkommensquelle dienen, wenn die eigene Berufsausübung aufgrund von gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist. Dies entlastet die Altersvorsorge und bewahrt vor finanziellen Engpässen.

In vielen Fällen können Beiträge zur BU-Versicherung steuerlich geltend gemacht werden. Dadurch ergibt sich eine zusätzliche finanzielle Entlastung.

Die Kombination beider Absicherungsformen kann höhere monatliche Beiträge bedeuten. Dies kann gerade in jungen Jahren eine finanzielle Belastung darstellen.

Je nach Vertragsbedingungen sind Änderungen an den Beiträgen oder Leistungen möglicherweise eingeschränkt. Das kann die Flexibilität bei der Altersvorsorge beeinflussen.

Die gleichzeitige Verwaltung von Berufsunfähigkeitsversicherung und Altersvorsorge erfordert ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Planung. Es kann herausfordernd sein, den Überblick zu behalten.

Eine gründliche Analyse der individuellen finanziellen Situation sowie eine Beratung durch Fachexperten sind jedoch unerlässlich.

Konkrete und Abstrakte Verweisungsklauseln für Ärzte

In den Versicherungsverträgen können Klauseln enthalten sein, die der Versicherer dazu nutzen kann, möglicherweise Rentenzahlungen im Schadensfall zu umgehen. Es ist ratsam, solche Klauseln zu meiden, da sie im Ernstfall dazu führen können, dass die Versicherung die Rentenleistungen nicht erbringt.

Die Abstrakte Verweisung ermöglicht es der Versicherungsgesellschaft, im Falle von Berufsunfähigkeit auf eine andere Tätigkeit zu verweisen, die du ausüben könntest.

Die Konkrete Verweisung tritt ein, wenn ein solcher Fall bereits eingetreten ist. Beide Arten von Klauseln setzen voraus, dass die alternative Tätigkeit deinen Qualifikationen entspricht und ein vergleichbares Einkommen bietet.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Begriffe „abstrakte Verweisung“ oder „konkrete Verweisung“ oft nicht wortwörtlich im Vertragstext auftauchen. Für Laien kann es daher herausfordernd sein, diese Klauseln vollständig zu verstehen.

Im Zweifelsfall ist es ratsam, einen (Fach-)Anwalt oder anderweitigen Experten zu konsultieren, um Klarheit zu bekommen.

Was ist die Umorganisationsklausel für Ärzte?

Eine wichtige Leistungsvoraussetzung, die bei der Beurteilung der Leistungspflicht einer Berufsunfähigkeitsversicherung ins Spiel kommen kann, ist die Frage, ob ein berufsunfähiger Arzt seinen Arbeitsplatz so umorganisieren könnte, dass er noch über ein Restleistungsvermögen von mehr als 50% verfügt.

Diese Umorganisationsklausel kann jedoch für angestellte Ärzte schwerwiegende Konsequenzen haben.

Für angestellte Ärzte gestaltet sich die tatsächliche Ausgestaltung ihres Arbeitsplatzes in der Regel nicht in ihrer Hand. Die Versicherung kann theoretisch einen Arbeitsplatz konstruieren, auf dem der eigentlich berufsunfähige Arzt noch arbeiten könnte.

Diese Konstruktion eines theoretischen Arbeitsplatzes verlangt jedoch keine praktische Umsetzung durch den Arbeitgeber.

Du solltest genau darauf achten, welche Vertragsklauseln bestehen und wie die Vertragsbedingungen formuliert sind. Im Zweifel solltest du vor Vertragsabschluss einen Experten konsultieren.

Dies bedeutet, dass selbst wenn der angestellte Arzt nicht in der Lage ist, diesen konstruierten Arbeitsplatz zu erhalten, der Versicherer dennoch von der Leistungspflicht befreit ist. In vielen Fällen bleibt der berufsunfähige Arzt ohne Rentenleistung von seiner Versicherung.

Es ist daher von großer Bedeutung, eine BU-Versicherung abzuschließen, die auf die Forderung einer zumutbaren Umorganisation des Arbeitsplatzes verzichtet. Diese Bestimmung stellt sicher, dass im Falle der Berufsunfähigkeit der Versicherer nicht auf eine hypothetische Umorganisation abzielt, die in der Praxis kaum realisierbar ist.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass einige Versicherungen zwar auf die Umorganisation des Arbeitsplatzes für angestellte Ärzte verzichten, jedoch bei angestellten Ärzten mit Direktionsbefugnissen eine solche Umorganisation fordern.

Dies kann problematisch sein, da leitende Ärzte oft in einer Position sind, in der sie Aufgaben an ihr Team delegieren können und dennoch eine beaufsichtigende Rolle ausüben.

Selbst wenn Du derzeit noch Assistenzarzt oder Facharzt bist, ist es ratsam, eine BU-Versicherung abzuschließen, die auf die zumutbare Umorganisation bei angestellten Ärzten mit Direktionsbefugnissen verzichtet.

Was hat es mit der Infektionsklauseln in Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte und Zahnärzte auf sich?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte sollte eine sogenannte Infektionsklausel enthalten. Doch was hat es damit auf sich?

§ 31 des Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass über einen Arbeitnehmer im medizinischen Sektor (dies kann auch Menschen im Erziehungswesen oder der Gastronomie betreffen) im Falle einer Infektionskrankheit ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen werden kann. [5]

Eine Infektionskrankheit kann zu einem Tätigkeitsverbot führen. In einem solchen Fall zahlt die BU nur, wenn eine Infektionsklausel im Vertrag ist.

Falls Ihr Berufsunfähigkeitsvertrag nicht über eine solche Klausel verfügt und Sie in einem Beruf arbeiten, bei dem das Infektionsschutzgesetz in Kraft treten kann, könnte der Nachweis einer Berufsunfähigkeit ohne diese Klausel komplizierter werden.

In einem solchen Fall wird eine berufliche Tätigkeit, für die ein Tätigkeitsverbot aufgrund von Infektionsschutzmaßnahmen gilt, nicht automatisch als berufsunfähig eingestuft.

Die Infektionsschutzklausel kann daher entscheidend sein, um im Ernstfall den Anspruch auf Berufsunfähigkeitsleistungen zu gewährleisten.

Bei der Wahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung solltest Du daher darauf achten, ob diese Klausel enthalten ist, insbesondere wenn Dein Berufsfeld mit potenziellen Tätigkeitsverboten aufgrund des Infektionsschutzgesetzes in Verbindung steht.

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