Ratgeber

Berufsunfähigkeits­versicherung für Notfallsanitäter

Die Arbeit als Notfall- und Rettungssanitäter ist herausfordernd und unverzichtbar für unsere Gesellschaft. Notfallsanitäter sind in einem Beruf tätig, der mit einem hohen Maß an Belastung einhergeht. Dies umfasst neben psychischen Belastungen wie Stress auch den körperlichen Einsatz.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann Dir als Notfall- und Rettungssanitäter dahingehend eine gewisse Sicherheit bieten.

Dieser Artikel soll Dir eine Handreichung bieten, um dich dazu zu informieren, was eine BU für Dich leisten kann, was die Alternativen sind und was es alles vor und während des Abschlusses einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu beachten gilt.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Notfallsanitäter

Inhalt dieser Seite

Das Wichtigste in Kürze

  • Rettungs- und Notfallsanitäter haben einen extrem fordernden Beruf. Um sich bei Ausfällen gut abzusichern, ist eine BU ratsam
  • Der BU-Abschluss während der Ausbildung geht dabei mit vielen Vorteilen einher
  • Neben den allgemeinen Klauseln gibt es auch solche, die insbesondere im medizinischen Sektor in Betracht gezogen werden sollten, wie z.B. die Infektionsklausel
  • Die gesetzlichen Optionen allein reichen nicht aus, um den Lebensstandard zu halten

Lohnt die Berufsunfähigkeitsversicherung für Notfallsanitäter?

Die Tätigkeit als Notfall- und Rettungssanitäter erfordert nicht nur Fachwissen und Engagement, sondern auch körperliche und psychische Belastbarkeit. Tagtäglich setzt Du Deine Gesundheit und Arbeitskraft ein, um Menschen in Not zu helfen.

Doch was passiert, wenn Du selbst durch Krankheit oder Unfall berufsunfähig wirst? In solch einem Moment kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung den entscheidenden Unterschied machen.

Notfall- und Rettungssanitäter stehen vor einzigartigen Herausforderungen. Schnelle Reaktionen, körperliche Belastungen und emotionale Stresssituationen gehören zum Alltag.

Diese Anforderungen können im Laufe der Zeit zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, die im schlimmsten Fall eine Berufsunfähigkeit zur Folge haben.

Hinweis: Auch die Berufshaftpflicht für Notfallsanitäter ist eine essenzielle Absicherung.

Wer krankheitsbedingt bei der Arbeit ausfällt, hat mit einer BU gut lachen.

Ist die BU in der Ausbildung für Notfallsanitäter sinnvoll?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung in der Ausbildung (oder dem Studium oder gar der Schulzeit) kann aus mehreren Gründen eine attraktive Option bieten.

Ein frühzeitiger Abschluss der BU ist vorteilhaft, da das aktuelle Alter eine wichtige Rolle spielt und jüngere Versicherungsnehmer wesentlich günstigere Konditionen geboten bekommen.

Auf lange Sicht kannst du dadurch erhebliche Kosten einsparen. Besonders für Azubis gibt es Tarife, die niedrig starten und den vollen Schutz von Beginn an bieten.

Azubis in Uniform.

Bei Abschluss der Versicherung erfolgt eine Gesundheitsprüfung, bei der du Fragen zu deinem Gesundheitszustand beantwortest. In jungen Jahren ohne umfangreiche Vorerkrankungen fällt diese Prüfung oft leichter aus.

Deine Lebensumstände ändern sich im Laufe der Zeit, sei es durch Hochzeit, Familiengründung, Hauskauf oder mögliche berufliche Veränderungen. Eine gute BU passt sich deinem Leben an und kann flexibel an neue Situationen angepasst werden.

Der Anspruch auf Erwerbsminderungsrente von der Rentenversicherung setzt eine Mindestzahl an eingezahlten Beitragsmonaten voraus. Gerade für Azubis, die erst kurz in die Rentenversicherung eingezahlt haben, bietet die BU einen zuverlässigen Schutz deiner Arbeitskraft von Beginn an. [1]

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Was macht eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung für Notfallsanitäter aus?

Die Wahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung erfordert sorgfältige Überlegungen, denn sie ist eine langfristige Absicherung. Hier sind einige wesentliche Punkte, die eine gute BU ausmachen:

  • Frühzeitiger Abschluss: Je früher Du eine BU abschließt, desto niedriger sind in der Regel die Beiträge. Ein frühzeitiger Abschluss sichert Dir somit langfristig einen bezahlbaren Schutz
  • Hohe BU-Rente: Die Höhe der BU-Rente sollte so gewählt werden, dass sie im Fall der Berufsunfähigkeit Deinen finanziellen Bedarf deckt. 60-70% des letzten Bruttogehalts fungieren als Faustregel
  • Verzicht auf Gesundheitsprüfung bei Nachversicherung: Eine Nachversicherungsoption ohne erneute Gesundheitsprüfung ermöglicht es Dir, Deine BU-Rente zu erhöhen, wenn sich Deine Lebensumstände ändern, ohne dass Gesundheitsrisiken neu bewertet werden
  • Flexible Anpassungsmöglichkeiten: Deine Lebenssituation kann sich im Laufe der Zeit ändern. Eine gute BU-Versicherung bietet die Möglichkeit, Deinen Versicherungsschutz flexibel anzupassen, um neuen Bedürfnissen gerecht zu werden
  • Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit: Bei Berufsunfähigkeit übernimmt die Versicherung in der Regel die Beitragszahlungen, sodass Du weiterhin abgesichert bist, ohne Beiträge zahlen zu müssen
  • Verzicht auf rückwirkende Leistungseinschränkung: Ein guter Vertrag schließt aus, dass die Versicherung nachträglich Leistungen einschränken kann, wenn sich Deine Gesundheit verschlechtert
  • Langfristige Laufzeit: Die Laufzeit der BU sollte bis zum Rentenalter reichen, um auch im späteren Berufsleben abgesichert zu sein. Ein nahtloser Übergang zwischen Versicherungsschutz durch BU und durch Altersvorsorge ist das Ideal

Eine vertrauenswürdige Versicherungsgesellschaft zeichnet sich selbstredend durch Transparenz bei Vertragsbedingungen, Leistungen und Kosten aus.

Berufsunfähigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit

Diese Begriffe werden manchmal fälschlicherweise synonym verwendet. Tatsächlich meinen sie aber drei verschiedene Szenarien. Du solltest ihre Bedeutung kennen.

Eine Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn eine Person aufgrund von Krankheit oder Verletzung vorübergehend nicht in der Lage ist, ihre beruflichen Aufgaben auszuführen. Der Fokus liegt dabei auf der aktuellen Tätigkeit.

Es handelt sich um eine geringfügigere Beeinträchtigung als bei der Berufsunfähigkeit. BU-Verträge mit AU-Klausel decken sie ab.

Berufsunfähigkeit tritt ein, wenn eine Person aufgrund von Krankheit oder Unfall dauerhaft nicht mehr in der Lage ist, ihren bisherigen (oder ähnliche) Beruf auszuüben. Eine Berufsunfähigkeit liegt im vertraglichen Sinne meist vor, wenn die Beeinträchtigung bei 50% liegt und mindestens 6 Monate über anhält.

Erwerbsunfähigkeit bedeutet, dass eine Person aufgrund von Krankheit oder Verletzung dauerhaft nicht in der Lage ist, irgendeine Art von Erwerbstätigkeit auszuüben.

Anders als bei der Berufs- und Arbeitsunfähigkeit steht hier nicht der spezifische Beruf, sondern jegliche Erwerbstätigkeit im Fokus. Hier greift die Erwerbsminderungsrente und/oder ggf. eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Welche Klauseln sollten bei Notfallsanitätern beachtet werden?

Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung sollte verschiedene Klauseln enthalten, um eine umfassende Absicherung zu gewährleisten:

  • Berufsunfähigkeitsklausel: Diese Klausel legt fest, wann eine Berufsunfähigkeit vorliegt und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um Anspruch auf Leistungen zu haben. Sie sollte klar und präzise formuliert sein.
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung: Diese Klausel verhindert, dass der Versicherer dich auf einen beliebigen anderen Beruf verweisen kann, den du theoretisch ausüben könntest. Stattdessen zahlt die Versicherung die Rente, wenn du deinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kannst.
  • Dynamische Anpassung: Diese Klausel ermöglicht es, die BU-Rente bei steigendem Einkommen oder Inflation anzupassen, ohne erneute Gesundheitsprüfung.
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung bei Direktionsbefugnis: Insbesondere für leitende Positionen wichtig. Hier wird darauf verzichtet, dich auf einen anderen Job zu verweisen, den du theoretisch organisieren könntest, obwohl du deinen eigentlichen Beruf nicht mehr ausüben kannst.
  • Nachversicherungsgarantie: Diese Klausel erlaubt es, die BU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, wenn sich deine Lebensumstände ändern, wie z.B. bei Heirat, Geburt eines Kindes oder beruflichem Aufstieg.
  • Karenzzeit: Eine Karenzzeit legt fest, wie lange du berufsunfähig sein musst, bevor Leistungen ausgezahlt werden. Kürzere Karenzzeiten sind vorteilhaft.
  • Dynamische Beitragserhöhung: Diese Klausel ermöglicht eine regelmäßige Erhöhung der Versicherungsprämien, um mit steigenden Lebenshaltungskosten Schritt zu halten, ohne erneute Gesundheitsprüfung.
  • Umschulungsklausel: Diese Klausel ermöglicht die Umschulung in einen anderen Beruf, wenn eine Berufsunfähigkeit vorliegt. Sie sollte auch Leistungen während der Umschulung einschließen.

Infektionsklausel: Sonderfall im Medizinsektor

§ 31 des Infektionsschutzgesetzes sieht vor, dass bei Infektionskrankheiten in sensiblen Bereichen gegebenenfalls Tätigkeitsverbote ausgesprochen werden können. Dies kann neben Tätigkeiten im medizinischen und Pflegedienstsektor auch bspw. solche in der Gastronomie umfassen. [2]

Im Normalfall würde eine Berufsunfähigkeitsversicherung solche Ausfälle nicht abdecken, da die klassischen Auszahlungskriterien dies nicht vorsehen. Eine sogenannte Infektionsklausel kann hier Abhilfe leisten.

Wenn eine solche Klausel in der Versicherungspolice enthalten ist, bedeutet das, dass du im Falle eines Tätigkeitsverbots aufgrund einer Infektionskrankheit dennoch Anspruch auf Leistungen aus deiner Berufsunfähigkeitsversicherung haben könntest.

Wie sind die erwartbaren Kosten bei der BU für Notfall- und Rettungssanitäter?

Die Kosten von BU-Versicherungen werden von vielen Einflussfaktoren bestimmt. Der Versicherungsnehmer selbst hat in der Hand, wie lange die Vertragslaufzeit währt und wie hoch die angestrebte BU-Rente im Schadensfall monatlich ausfallen soll.

Zudem kann er kombinierte Vertragsmodelle abschließen, was auch Auswirkungen auf die Kosten hat. Die Kosten manifestieren sich in jedem Falle basierend auf einer festgelegten, monatlich zu entrichtenden Versicherungsprämie.

Wie werden die Kosten der BU für Notfallsanitäter ermittelt?

Der Versicherer führt eine umfassende Risikoanalyse durch, um die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Berufsunfähigkeit zu bewerten und die angemessene Prämie festzulegen. Diese ist neben den bereits genannten Faktoren vor allem entscheidend.

Hierbei spielen mehrere Schlüsselfaktoren eine entscheidende Rolle:

  • Gesundheitszustand: Der Versicherer analysiert deine medizinische Vorgeschichte, bestehende Gesundheitszustände und Vorerkrankungen. Hierbei werden medizinische Berichte, Untersuchungsergebnisse und gegebenenfalls ärztliche Atteste berücksichtigt.
  • Beruf und Tätigkeitsfeld: Der Versicherer prüft den konkreten Beruf und die Tätigkeiten des Versicherungsnehmers. Speziell für Notfall- und Rettungssanitäter werden die Anforderungen des Berufs hinsichtlich physischer und psychischer Belastung genauestens betrachtet
  • Alter: Das Alter des Versicherungsnehmers spielen eine Rolle bei der Bewertung des Risikos. Mit höherem Alter steigt das Risiko auf gewisse Erkrankungen
  • Lebensstil und Hobbys: Auch der Lebensstil, Freizeitaktivitäten und Hobbys können Einfluss auf das Risiko einer Berufsunfähigkeit haben. Beispielsweise könnten riskante Hobbys oder Aktivitäten die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung erhöhen

Besondere Risiken für Rettungssanitäter

Rettungs- und Notfallsanitäter sowie Rettungsassistenten stehen in ihren Berufen vor speziellen Herausforderungen, die das Risiko für gesundheitliche Probleme erhöhen können. Diese sind sowohl physischer als auch psychischer Natur.

Regelmäßiges Heben und Tragen von schweren Lasten kann auf Dauer die körperliche Gesundheit beeinträchtigen. Durch den direkten Kontakt mit Patienten besteht zudem ein erhöhtes Risiko, Krankheiten zu übertragen oder selbst Infektionen zu erleiden.

Stress und Schichtarbeit können zu gestörtem Schlafrhythmus und ungesunder Ernährung führen, was langfristig die Gesundheit beeinträchtigen kann. Die Vielzahl an Einsätzen kann dabei zu Überlastung und Erschöpfung führen.

Einsätze mit traumatischen oder belastenden Situationen können psychisch stark beanspruchen. Hilfsbedürftige oder deren Angehörige können bspw. unter Stress (oder ggf. im Rauschzustand) aggressiv reagieren, was das Risiko von körperlicher und emotionaler Belastung erhöht.

Reichen die gesetzlichen Absicherungsoptionen aus?

Die gesetzlichen Absicherungen für Notfallsanitäter bieten grundlegenden Schutz, sind jedoch oft nicht ausreichend, um im Falle einer Berufsunfähigkeit finanziell abgesichert zu sein.

Notfallsanitäter sind im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Diese deckt Unfälle und Berufskrankheiten ab, die während der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit passieren.

Sie bietet jedoch keinen Schutz bei Krankheiten oder Unfällen außerhalb des Arbeitskontextes.

Bei längerer Krankheit oder Beeinträchtigung kann eine Erwerbsminderungsrente beantragt werden. Diese basiert jedoch auf dem Prinzip der teilweisen oder vollständigen Erwerbsminderung und ist oft mit strengen Bedingungen und Abschlägen verbunden.

Zudem ist die Rente häufig nicht ausreichend, um den bisherigen Lebensstandard zu halten

Vekorgrafik von gesetzlichen Absicherungsoptionen.

Im Krankheitsfall erhalten Notfallsanitäter Krankengeld von der Krankenkasse. Dieses beträgt in der Regel 70% des Bruttoeinkommens und ist zeitlich begrenzt.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung stellt eine wichtige Ergänzung dar, da sie im Falle einer Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente zahlt, die das Einkommen teilweise oder komplett ersetzen kann.

Die BU bietet umfassenden Schutz bei Krankheiten und Unfällen, unabhängig davon, ob sie im beruflichen Kontext auftreten. Sie kann somit eine wertvolle Alternative und Ergänzung zu den gesetzlichen Absicherungen darstellen, um Notfallsanitäter umfassend finanziell abzusichern.

Welche Rolle spielen Vorerkrankungen in der BU?

Vorerkrankungen werden in der Berufsunfähigkeitsversicherung sehr unterschiedlich gewichtet. Es gibt solche, die keinerlei Auswirkungen auf die Vertragsbedingungen haben, solche die mit Risikozuschlägen einhergehen können und solche, die zu einer kategorischen Ablehnung führen.

Diese Unterteilungen sind bei unterschiedlichen Versicherungsunternehmen nicht immer gleich. Einen ungefähren Überblick mit entsprechenden Beispielen wollen wir dennoch geben:

Ohne Auswirkungen auf BURisikozuschläge oder LeistungsauschlüsseHäufiger Ausschlussgrund
Migräne (leichte Form)BluthochdruckPsychische Erkrankungen (Burnout, Depression)
AllergienStoffwechselstörungen (bspw. Hashimoto)Multiple Sklerose
Asthma (leichte Form)BandscheibenvorfallHerzinfarkte
Rückenprobleme (leichte Form)Diabetes Typ 2 (wenn sie gut kontrollierbar ist)Tumorerkrankungen
ZahnproblemeNeurodermitisHIV

Die anonyme Risikovoranfrage

Wenn Du eine Vorerkrankung hast, die oft dazu führt, dass Versicherungsanträge abgelehnt werden, könntest du dich in einer Situation wiederfinden, in der es schwer ist, überhaupt noch einen passenden Anbieter zu finden.

Die Versicherungsgesellschaften speichern Gesundheits- und Risikoanalysedaten in einer zentralen Datenbank, dem Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherer (HIS).

Für den Fall, dass Du dieses Dilemma umgehen möchtest, bietet sich die Option einer anonymen Risikovoranfrage an. Da nicht alle Versicherer dieselben Vorerkrankungen gleich einschätzen, besteht hier die Gelegenheit, ohne Risiko herauszufinden, wer dich trotz deiner Krankengeschichte versichern würde. [3]

Gibt es valide Alternativen oder Ergänzungen zur BU?

Es gibt einige Versicherungsprodukte, die als Alternative oder sinnvolle Ergänzung zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung betrachtet werden können.

  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU-Versicherung): Im Falle dauerhafter gesundheitlicher Einschränkungen, die jegliche Erwerbstätigkeit unmöglich machen, bietet die EU-Versicherung finanzielle Absicherung.
  • Unfallversicherung: Gezielte finanzielle Unterstützung bei Unfällen mit dauerhaften Beeinträchtigungen kann durch eine Unfallversicherung gewährleistet werden.
  • Private Altersvorsorge: Zusätzliche Altersvorsorge wie eine Riester- oder Rürup-Rente kann langfristige finanzielle Sicherheit bieten.
  • Grundfähigkeitsversicherung oder Multi-Risk-Versicherung: Diese Versicherungen zahlen bei Verlust bestimmter Grundfähigkeiten oder vielfältigen Risiken, unabhängig von der Berufsausübung.
  • Private Pflegeversicherung: Im Falle von Pflegebedürftigkeit infolge von Unfällen oder Krankheiten kann eine private Pflegeversicherung finanzielle Unterstützung bieten.
  • Dread-Disease-Versicherung: Diese Versicherung zahlt im Falle von schweren Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall eine einmalige Kapitalsumme aus.

Hierbei sei allerdings erwähnt, dass der umfassende Schutz einer guten, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene BU, gegebenenfalls in Kombination mit anderen Versicherungen, jedem Arbeitnehmer ausdrücklich ans Herz zu legen ist.

Ein spezialisierter Versicherungsmakler kann Dir bei der Auswahl des für dich perfekten Versicherungspaketes eine Unterstützung bieten.

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