Ratgeber

Private Krankenversicherung für Soldaten

Die private Krankenversicherung bietet Soldaten einen umfangreichen Versicherungsschutz auf einem hohen Leistungsniveau. Soldaten haben Anspruch auf Heilfürsorge, sollten aber diese Versicherungslücke mit einer privaten Krankenversicherung schließen.

Diese Ergänzungstarife sind günstiger, da sie nicht so viel leisten müssen, wie eine gewöhnliche private Krankenvollversicherung. Je nach Tarif und Umfang erhalten Soldaten dieselben Leistungen wie andere Berufsgruppen mit vergleichbaren Tarifen.

In diesem Beitrag sehen wir uns die Besonderheiten für Soldaten im Hinblick auf die Krankenversicherung an. Wir beleuchten die Vorteile der PKV für Soldaten im Vergleich zum gesetzlichen Versicherungsschutz und stellen die Leistungen vor, die Soldaten in der privaten Krankenversicherung erhalten.

Soldat in Uniform

Inhalt dieser Seite

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit der Heilfürsorge erhalten Soldaten durch die truppenärztliche Versorgung einen Schutz auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Für Premium-Leistungen können Soldaten eine private Krankenversicherung abschließen, die besonders nach Dienstende wichtige Leistungslücken schließt
  • Mit der Anwartschaftsversicherung können Soldaten für die spätere Versicherung in der PKV vorsorgen und profitieren im Alter von günstigen Konditionen
  • Soldaten bekommen für weniger als 200 EUR im Monat eine private Krankenversicherung. Die genaue Höhe ist abhängig vom Leistungsumfang der Versicherung
  • Angehörige von Soldaten sind nicht automatisch mitversichert, haben aber unter Umständen Anspruch auf Beihilfe

Ist die private Krankenversicherung für Soldaten sinnvoll?

Die PKV kann für Soldaten essenzielle Leistungslücken schließen. Die private Krankenversicherung ist eine von zwei Versorgungssystemen der Krankenversicherungen in Deutschland. Die PKV ist bekannt für Premium-Leistungen im Krankenhaus und umfangreicher Erstattungssätze für Zahnbehandlung und Prophylaxe.

Durch die Verteidigung der nationalen Interessen haben Soldaten sowie das gesamte Heer eine besondere Stellung in der Gesellschaft. Dadurch ergeben sich zwangsläufig Besonderheiten in der Versicherungspflicht und dem Versicherungsschutz.

Soldaten müssen sich, wie die meisten anderen Bundesbürger in Deutschland krankenversichern. Für diese Gruppe liegt die Versicherung in der PKV nahe, da sie Anspruch auf Heilfürsorge haben und diese Leistungen mit PKV-Tarifen sinnvoll ergänzen können.

Welche Besonderheiten gibt es für Soldaten in der PKV?

Soldaten erhalten während ihrer Dienstzeit Heilfürsorge im Rahmen der truppenärztlichen Versorgung. Für die Zeit nach dem Dienst können Soldaten bereits in jungen Jahren eine Anwartschaftsversicherung abschließen, damit sie nach Entlassung aus dem Dienst nicht erneut Gesundheitsfragen beantworten müssen.

Truppenärztliche Versorgung – Soldaten und die Versicherung vor und nach der Dienstzeit

Berufssoldaten und Zeitsoldaten haben Anspruch auf Heilfürsorge durch den Dienstherrn. Dieser trägt also alle Kosten, die anfallen, um die Gesundheit der Soldaten wiederherzustellen oder zu erhalten. Dadurch ergeben sich gewisse Beschränkungen wie die Pflicht einen diensthabenden Arzt aufzusuchen.

Die Heilfürsorge gilt bis zum 55. Lebensjahr oder bis zum Ausscheiden aus der Bundeswehr. Anschließend wird pensionierten Soldaten nur in begrenztem Umfang Beihilfe zu anfallenden Krankheitskosten ausgezahlt. Der Beihilfesatz bewegt sich zwischen 50 und 70 Prozent.

Während der Dienstzeit erhalten Soldaten eine Fürsorge, die mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar sind. Dadurch können sich jedoch folgende Lücken ergeben:

  • Mangelnde Leistung bei Sehhilfen
  • keine freie Arztwahl
  • Lückenhafte Erstattung von alternativen Heilbehandlungen

Allgemeinärzte und Fachärzte – Pflichten für Soldaten

Durch die Heilfürsorge ergeben sich Verpflichtungen für den Soldaten. So muss er auch in seinem Urlaub in Deutschland einen Truppenarzt in der nächstgelegenen Kaserne aufsuchen. Ausnahmen bestehen nur im Notfall.

Für eine kostenlose Behandlung beim Facharzt benötigen Soldaten eine Überweisung von ihrem Truppenarzt. Sofern keine Überweisung vorliegt, muss der Soldat die anfallenden Kosten aus eigener Tasche bezahlen.

Mehr dazu findet sich in dieser Broschüre [1] der Bundeswehr.

Soldaten und die PKV – Mit der Anwartschaftsversicherung an morgen denken

Die Anwartschaftsversicherung ermöglicht Versicherungsnehmern, günstige Konditionen in jungen Jahren „einzufrieren“ und auf Basis dieser Konditionen nach Ende der Dienstzeit eine private Krankenversicherung abzuschließen, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung ablegen zu müssen.

Die Anwartschaftsversicherung bietet die folgenden Vorteile:

  • Versicherung zu günstigen Tarifen, auch in älteren Jahren
  • Gesundheitsfragen müssen nicht mehrfach beantwortet werden
  • Soldaten können die Tarife unabhängig vom Ende der tatsächlichen Dienstzeit in Anspruch nehmen.

Bei der Anwartschaftsversicherung ist der Zeitpunkt entscheidend, wann der Versicherungsnehmer den Tarif abschließt und wann die Dienstzeit endet. Hier gilt – wie bei Selbstständigen oder Beamten – je länger die Versicherung andauert, desto mehr können Versicherte im Alter sparen.

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Ist der Beitritt in die GKV für Soldaten sinnvoll?

Der Beitritt in die gesetzliche Krankenversicherung ist weder sinnvoll noch notwendig. Durch die Heilfürsorge erhalten Soldaten während ihrer Dienstzeit eine kostenlose Versorgung auf dem Niveau einer GKV. Sinnvoller ist die Erweiterung der bestehenden Heilfürsorge mit privaten Ergänzungstarifen.

Welche Leistungen erhalten Soldaten in der PKV?

Mögliche PKV-Leistungen für Soldaten sind Wahlleistungen im Krankenhaus sowie Erstattung bei Psychotherapie. Die PKV für Soldaten muss nicht so viel leisten wie eine private Krankenversicherung für andere Berufsgruppen, da viele Leistungen bereits durch die Heilfürsorge der Bundeswehr abgedeckt sind.

Folgende Benefits kommen in den Premium-Tarifen der privaten Krankenversicherung infrage:

  • Zahnmedizinische Behandlung und Prophylaxe
  • Umfassender Krankenversicherungsschutz im Ausland
  • Premium-Leistungen im Krankenhaus wie Chefarztbehandlung und Einzelzimmer
  • Kostenerstattung bei Vorsorgeuntersuchungen
  • Unterstützung bei Reha, Kuren, Sehhilfen und sonstigen Hilfsmitteln
  • Erstattung von Kosten für Medikamente

In puncto Auslandsschutz sind die Leistungen mit denen der GKV vergleichbar. Das bedeutet, dass der Soldat die Kosten für einen Rücktransport selbst bezahlen muss. Ob die Kosten im Ausland vom Dienstherr erstattet werden, wird vom Einzelfall abhängig gemacht.

Mehr dazu findet sich unter diesem Link [2].

Mit welchen Kosten müssen Soldaten in der PKV rechnen?

Eine gute private Krankenversicherung mit umfangreichen Leistungen erhalten Soldaten bereits für weniger als 370 EUR im Monat. Günstigere Tarife können Soldaten für unter 270 EUR pro Monat abschließen. Entscheidend ist der Umfang der Leistung sowie der Selbstbehalt und der Gesundheitszustand.

Die PKV kostet für Soldaten deutlich weniger als bspw. die private Krankenversicherung für Angestellte. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • Soldaten genießen durch den Dienstherrn bereits einen Basisschutz
  • Die PKV schließt lediglich Lücken
  • Soldaten sind meist in einer besseren physischen Verfassung und erhalten dadurch günstigere Tarife

Die Beiträge orientieren sich nicht allein am Umfang. Auch individuelle Risikofaktoren spielen eine wichtige Rolle, wenn es um die Kalkulation der Beiträge geht.

Einen wichtigen Anteil an der Beitragskalkulation haben daher die Ergebnisse der Gesundheitsprüfung. Hier müssen Antragsteller Fragen zu bisherigen Erkrankungen der letzten fünf bis zehn Jahre beantworten. Sofern der Versicherer das Risiko zu groß einschätzt, kann der Vertrag ganz abgelehnt werden.

Kostenvergleich PKV für Soldaten und reguläre PKV

Die folgende Tabelle zeigt exemplarisch die Kosten und Leistungen einer PKV für Soldaten im Vergleich zu anderen Berufsgruppen ohne Heilfürsorge.

LeistungBeispielkosten mit HeilfürsorgeBeispielkosten ohne Heilfürsorge
Günstiger Tarifca. 275 EURca. 290 EUR
Durchschschnittlicher Wertca. 328 EURca. 365 EUR
Leistungsstarker Tarifca. 366 EURca. 603 EUR

Die Tabelle zeigt, dass die private Krankenversicherung für Soldaten eher mit einer Krankenzusatzversicherung zu vergleichen ist. Schließlich wird vor den Leistungen der PKV oft zunächst die Heilfürsorge in Anspruch genommen.

Was müssen Soldaten sonst noch im Hinblick auf die PKV beachten?

Bei der Auswahl der richtigen privaten Krankenversicherung sollten Soldaten darauf achten, dass sie die Versicherung bei einem stabilen Anbieter abschließen und sich nicht allein vom Preis leiten lassen. Auch das Thema Testergebnisse sowie Spezialtarife und Kombiangebote sollten Soldaten berücksichtigen.

Finanzstabilität ist wichtiger als der Beitrag in der PKV

Ob Zeitsoldat oder Berufssoldaten – bei der Auswahl der passenden Anbieter kommt es primär auf die Stabilität des Versicherers an. Warum? Die Gründe liegen auf der Hand:

  • Wahrscheinlichkeit von Beitragsstabilität ist höher
  • Größere finanzielle Belastbarkeit bei Krisen
  • Oft bessere persönliche Betreuung

Dem gegenüber steht das Konzept von preiswerten Versicherern, die relativ neu auf dem Markt sind und häufig das Ziel haben, den Antragsteller mit einem günstigen Einstieg an die Police zu binden, nur um kurze Zeit später die Beiträge anzuheben.

In der privaten Krankenversicherung spielt für jeden Soldaten und jede Soldatin die Langfristigkeit eine gewichtige Rolle, insbesondere bei Berufssoldaten.

Testergebnisse, Studien, Vergleiche – Informieren Sie sich über alle Anbieter zur PKV

Wie oben bereits erwähnt, ist die PKV für jeden Antragsteller eine Entscheidung für die nächsten Jahre und Jahrzehnte. Zwar bietet die truppenärztliche Versorgung einen soliden Schutz auf dem Niveau der GKV. Wenn es jedoch um Komfortleistungen geht, führt kein Weg an der PKV vorbei.

Soldatin mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus

Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung für Selbstständige, haben Soldaten mit der truppenärztlichen Versorgung schon einen gewissen Schutz, in dem die private Krankenversicherung lediglich die Lücken füllen muss.

Da der Versicherungswechsel alles andere als einfach ist, sollten Soldaten beim Abschluss der PKV nicht nur an die aktuellen Konditionen denken, sondern auch an mögliche zukünftige Anforderungen.

In diesem Zusammenhang ist der Vergleich und eine umfangreiche Recherche unverzichtbar. Glücklicherweise gibt es hierzu bereits eine Reihe von Tools und Services, die Soldaten nutzen können, um Tarife zu vergleichen.

Vergleiche bieten Transparenz zu

  • einzelnen Tarifen
  • Tarifkategorien
  • Annahmewahrscheinlichkeit
  • Kündigungsfristen

Testinstitute und Fachzeitschriften wie die Stiftung Warentest oder Focus Money nehmen die einzelnen Anbieter regelmäßig unter die Lupe und vergleichen die Tarife der Versicherer nach festgelegten Kriterien. Ein Beispiel für einen solchen Vergleich findet sich hier [3].

Gibt es Spezialversicherer in der PKV für Soldaten?

Wie für Steuerberater oder Rechtsanwälte, gibt es auch für Beamte und Soldaten Spezialversicherer, die möglicherweise keine große Tarifvielfalt anbieten, sich dafür aber gut in der Versorgung von Soldaten auskennen. Diese bieten oftmals auch kostengünstige Tarife für Soldaten an.

Über die einzelnen Versicherer sowie mögliche Tarife kann der Dienstherr Auskunft geben.

Gibt es Ausbildungstarife für Soldaten in privaten Krankenversicherung?

Für Berufssoldaten, die lange im Dienst sind, sind die Tarife festgelegt und in ihren Leistungen klar definiert. Für Soldaten bis zu einem gewissen Alter und mit einem festgelegten Dienstgrad gibt es einige Versicherer, die Ausbildungstarife anbieten.

Bis zum 39. Lebensjahr können Versicherungsnehmer in der Ausbildung bei den folgenden Anbietern bis zu 50 % der Beiträge eines gewöhnlichen Tarifs einsparen:

  • DBV
  • Continentale Versicherung

Die Absicherung für Familienmitglieder in der privaten Krankenversicherung für Soldaten

Soldaten profitieren selbst von der truppenärztlichen Versorgung. Diese Absicherung erstreckt sich nicht auf Familienmitglieder. Diese können sich allerdings zu günstigen Konditionen selbst versichern lassen. Dazu profitieren Angehörige unter Umständen von Zuschüssen und Beihilfen.

Grundsätzlich haben Angehörige Anspruch auf Beihilfe und eine private Restkostenversicherung für zusätzliche Behandlungskosten. Hierbei müssen Versicherte die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Der Partner muss mit dem Versicherungsnehmer verheiratet sein
  • Falls der Ehepartner selbstständig ist, darf das Einkommen aus dieser Tätigkeit 20.000 EUR pro Jahr nicht überschreiten
  • Der Partner darf nicht angestellt sein

Sollten nicht alle drei Kriterien erfüllt sein, muss sich der Partner selbst versichern. Es gibt damit keinen Anspruch auf Beihilfe von dem Dienstherrn des Ehepartners.

Sofern sich Ehepartner für die Beihilfe qualifizieren, haben sie Anspruch auf Erstattung von 70 % der anfallenden Behandlungskosten. Gemeinsame Kinder können Beihilfe von bis zu 80 % der Krankheitskosten erhalten.

Die Beihilferegelungen sind damit ähnlich aufgebaut wie in der privaten Krankenversicherung für Beamten.

Für die übrigen Kosten empfiehlt sich die Restkostenversicherung der privaten Krankenversicherer. Der Abschluss ist aus folgenden Gründen empfehlenswert:

  • Hohe Restkosten durch teure Behandlungen werden vermieden
  • Beiträge steigen im Alter – der Abschluss in jungen Jahren vermeidet eine erneute Gesundheitsprüfung
  • Restkostenversicherungen sind erschwinglich im Vergleich zur Krankenvollversicherung

Da die private Krankenversicherung sowohl für Soldaten als auch für ihre Familien eine langfristige Entscheidung darstellt, sollten sie sich umfangreich von einem Versicherungsexperten beraten lassen.

Ziel sollte es nicht nur sein, einen guten Tarif zu finden, sondern auch eine Überversicherung zu vermeiden. Soldaten sollten jeden wichtigen Versicherungsbereich abdecken, aber eine Überversorgung und damit unnötige Beiträge vermeiden.

Kann die private Krankenversicherung für Soldaten mit weiteren Leistungen ergänzt werden?

Je nach Anbieter können Versicherungsnehmer weitere Leistungen zusätzlich abschließen. Besonders naheliegend ist die Pflegeversicherung, denn diese Versicherung ist von der Heilfürsorge nicht gedeckt und muss von Soldaten bei Dienstbeginn ohnehin nachgewiesen werden.

Soldat recherchiert zu den Leistungen in der PKV

Auch wenn sich Soldaten in jungen Jahren lediglich für eine Anwartschaftsversicherung entscheiden, lohnt es sich, die Pflegeversicherung beim selben Anbieter gleich mit abzuschließen.

Zum einen können Versicherte damit die Pflichtversicherung während und nach der Dienstzeit nachweisen, zum anderen ist der Abschluss der Versicherung bei ein und demselben Anbieter oft mit einem Rabatt verbunden.

Da es sich bei der privaten Krankenversicherung um eine Art der Vorsorge handelt, lohnt sich auch ein Blick auf die übrigen Vorsorgeleistungen des jeweiligen Versicherers. Große Privatversicherer bieten ihren Kunden weitere Vorsorge-Pakete wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Unfallversicherung.

Kostenfaktoren in der PKV für Soldaten erkennen und nutzen

Das Alter und die Vorerkrankungen haben den größten Einfluss auf die Beitragskalkulation. Darüber hinaus gibt es noch weitere Faktoren, die der Versicherungsnehmer aktiv beeinflussen kann, um die Beiträge stabil zu halten. Dazu zählen

  • Der Tarif
  • der Umfang der Leistung
  • die Höhe des Selbstbehalts

Der Tarifwechsel ist relativ unbürokratisch, sofern Versicherungsnehmer in einen Tarif mit weniger Bausteinen wechseln. Komplizierter wird der Wechsel in einen Tarif mit größerem Leistungsumfang. In solchen Fällen wird in der Regel eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich.

Der Selbstbehalt hat Einfluss auf die Beiträge, denn erst nach Ausschöpfen des Selbstbehalts, muss sich der Versicherer an den Behandlungskosten beteiligen.

Wenn ein Versicherungsnehmer bspw. einen Selbstbehalt in Höhe von 500 EUR pro Jahr vereinbart hat und verursacht im selben Jahr 480 EUR an Krankheitskosten, muss der Versicherer sich gar nicht an diesen Kosten beteiligen.

Gesundheit im Alter beachten

Wie bereits erwähnt, sollten Soldaten die Höhe des Selbstbehalts mit Bedacht wählen. Was in jungen Jahren viel Geld einspart, kann später im Leben bei zahlreichen Behandlungen zur Belastung werden.

Gerade bei chronischen Erkrankungen, die sich erst in den späteren Lebensjahren entwickeln, können dadurch die Behandlungskosten stark ansteigen.

Mehr zur Beitragsentwicklung in der privaten Krankenversicherung im Alter findet sich in diesem Beitrag [4].

Fazit

Als Fazit kann festgehalten werden, dass Soldaten durch die truppenärztliche Versorgung in Form der Heilfürsorge einen umfangreichen Versicherungsschutz genießen. Das Leistungsniveau dieser Fürsorge lässt sich mit der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichen.

Nach Ende der Dienstzeit bzw. für Premium-Leistungen innerhalb der Dienstzeit müssen sich Soldaten selbst versichern. Eine naheliegende Lösung ist die private Krankenversicherung für Soldaten.

Mit der Anwartschaftsversicherung können sich Soldaten günstige Konditionen für einen späteren PKV Vertrag sichern. Mit der Anwartschaft müssen Soldaten später beim Beitritt in die PKV nicht erneut Gesundheitsfragen beantworten.

Für Angehörige von Soldaten lohnt sich der Abschluss einer Restkostenversicherung. Angehörige haben unter Umständen Anspruch auf Beihilfe während der Dienstzeit. Ehepartner haben Anspruch auf 70 % Erstattung der Krankheitskosten, der Erstattungssatz bei Kindern liegt bei 80 %.

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