Viele Deutsche reisen mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) nach Ungarn und glauben, damit ausreichend abgesichert zu sein. Das ist ein verbreiteter Irrtum. Die EHIC deckt in Ungarn ausschließlich medizinisch notwendige Behandlungen im öffentlichen System ab – also das, was auch ein ungarischer Staatsbürger in einer Notaufnahme erhalten würde.
Geplante Behandlungen, Privatärzte, moderne Privatkliniken oder spezialisierte Versorgung? Alles außerhalb des EHIC-Rahmens.
Das S1-Formular richtet sich an EU-Bürger, die in ihrem Heimatland rentenversichert sind und in einem anderen EU-Staat leben. Wer das S1 in Ungarn registriert, erhält Zugang zur NEAK-Versorgung ohne zusätzliche Beiträge. Aber auch hier gilt: nur das, was das öffentliche System leistet. Für schnellere Termine, englischsprachige Ärzte und moderne Privatkliniken reicht das S1 nicht aus.