Das staatliche System erstattet medizinisch notwendige stationäre und ambulante Behandlungen beim Hausarzt oder Spezialisten. Nicht abgedeckt sind hingegen Zahnbehandlungen, Sehhilfen, Medikamente außerhalb des Krankenhauses, physiotherapeutische Maßnahmen und psychologische Betreuung. Für Expats, die an diese Leistungen aus dem deutschen System gewöhnt sind, entstehen hier erhebliche Eigenkostenlücken.
Dazu kommt das Strukturproblem: Rund 6 bis 6,5 Millionen Kanadier haben keinen festen Hausarzt. Walk-in-Kliniken haben durchschnittlich über eine Stunde Wartezeit, Notaufnahmen in Ontario bis zu 22 Stunden – ein System unter erheblichem Druck.