Full Medical Underwriting (FMU): Beim FMU-Verfahren werden alle Vorerkrankungen bei Antragstellung vollständig offengelegt und individuell bewertet. Der Versicherer entscheidet, ob er die Vorerkrankung mitdeckt (manchmal gegen Aufpreis), sie ausschließt oder den Antrag ablehnt. Das klingt riskant, bietet aber einen klaren Vorteil: Im Leistungsfall gibt es keine Überraschungen über Erstattungsgrenzen.
Moratoriumsverfahren: Hier werden Vorerkrankungen nicht aktiv abgefragt. Stattdessen gilt eine Wartezeit – typischerweise zwei Jahre – in der Behandlungen, die mit einer Vorerkrankung zusammenhängen, nicht erstattet werden. Wer in diesen zwei Jahren keine entsprechenden Behandlungen benötigt, ist danach auch für die Vorerkrankung gedeckt. Für Menschen mit gut kontrollierten, stabilen Vorerkrankungen kann das eine sinnvolle Option sein.
Anbieter wie krankenversicherung-deutsche-im-ausland.de listen beide Verfahren in allgemeinen Ratgebern auf, bieten aber selten eine individuelle Einschätzung, welcher Weg im konkreten Fall sinnvoller ist. Genau hier liegt der Mehrwert einer persönlichen Beratung.