Nigeria hat rund 220 Millionen Einwohner und ist die bevölkerungsreichste Nation Afrikas. Das Gesundheitssystem hält mit diesem Wachstum nicht Schritt. Die WHO dokumentiert massive strukturelle Schwächen: Unterfinanzierung, marode Infrastruktur und eklatanter Personalmangel prägen Kliniken im ganzen Land.
In Lagos oder Abuja existieren einzelne Privatkliniken, die internationalen Standards zumindest annähernd entsprechen – auf diese sind auch die meisten Expats angewiesen. Außerhalb der großen Städte fehlt es an medizinischem Fachpersonal, moderner Diagnostik und verlässlicher Medikamentenversorgung fast vollständig.
Nur etwa fünf Prozent der nigerianischen Bevölkerung verfügen über eine Krankenversicherung. Das System ist nicht auf vorfinanzierte Versorgung ausgelegt: Wer als Ausländer ins Krankenhaus kommt, muss oft sofort und in bar zahlen – unabhängig davon, wie dringend die Behandlung ist. Ohne nachgewiesene Zahlungsfähigkeit beginnt in vielen Einrichtungen keine Behandlung.
- Nur 5 % der Bevölkerung sind krankenversichert
- Direktzahlung vor Behandlungsbeginn häufig Pflicht
- Privatkliniken nur in Lagos, Abuja und wenigen anderen Städten
- Außerhalb der Metropolen kaum verlässliche medizinische Versorgung