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Japan-Expat? So kombinieren Sie Pflichtversicherung und IPMI richtig.

Wer dauerhaft in Japan lebt, ist gesetzlich zur Einschreibung ins staatliche Gesundheitssystem verpflichtet — doch die 30 % Eigenanteil und fehlende Heimatlanddeckung schaffen Lücken. Wir vergleichen über 12 IPMI-Anbieter und finden auch bei Vorerkrankungen die passende Lösung.

  • 30 % Eigenanteil im NHI-System
  • > 12 IPMI-Anbieter im Vergleich
  • 3 Monate ab wann Versicherungspflicht gilt
André Disselkamp
Autor & ExperteAndré Disselkamp
Co-Founder & IKV-Spezialist · Insurancy · DVA-zertifiziert
Über den AutorSchließen
Co-Founder Insurancy. Seit 2021 spezialisiert auf internationale Krankenversicherung — von Digital Nomads über Auswanderer bis Ruhestand im Ausland. Vermittelt unabhängig zwischen Genki, BDAE, Cigna, Morgan Price und 8+ weiteren IPMI-Anbietern.
IKV-SpezialistExpat-VersicherungDVA-zertifiziertIHK Vermittler
Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflicht beginnt mit der Einwohnerregistrierung. Wer in Japan einen Wohnsitz anmeldet und länger als drei Monate bleibt, muss sich in das staatliche Krankenversicherungssystem (SHIS) einschreiben — unabhängig von Nationalität oder bestehenden Policen.
  • 30 % Eigenanteil bleiben stets beim Patienten. Das japanische System übernimmt standardmäßig 70 % der Behandlungskosten. Bei schweren Erkrankungen oder langen Krankenhausaufenthalten kann der verbleibende Anteil erheblich werden.
  • IPMI ergänzt — ersetzt nicht — die Pflichtversicherung. Eine internationale Police schließt die Lücken: Eigenanteil-Deckung, Heimatland-Behandlungen, internationale Kliniken und Komfortleistungen, die das NHI-System nicht abdeckt.
  • Vorerkrankungen sind lösbar — anonym anfragen. Über eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Anbietern gleichzeitig lässt sich klären, zu welchen Konditionen eine IPMI möglich ist — ohne Eintrag in die Versicherungshistorie bei Ablehnung.
  • Neue Vorauszahlungspflicht für NHI-Beiträge beachten. Neuankömmlinge können bei der Anmeldung im Rathaus aufgefordert werden, NHI-Beiträge direkt vorauszuzahlen. Ausreichende finanzielle Mittel zum Anmeldetermin mitbringen.
Mit KI zusammenfassen
Achtung: Reiseversicherung erfüllt die japanische Pflicht nicht
Eine Reisekrankenversicherung oder eine bestehende deutsche Krankenversicherung ersetzt die gesetzlich vorgeschriebene Einschreibung in das japanische SHIS nicht. Wer die NHI-Anmeldung verzögert, riskiert rückwirkende Nachzahlungen für den gesamten Zeitraum ab Einwohnerregistrierung. Die Pflicht gilt für Arbeitnehmer, Selbstständige, Studenten und Rentner gleichermaßen.
DAS JAPANISCHE GESUNDHEITSSYSTEM

Pflichtversicherung in Japan: Was Expats wirklich wissen müssen

Von der 3-Monats-Regel bis zur neuen Vorauszahlungspflicht — alle relevanten Fakten im Überblick.

SHIS, Shakai Hoken und NHI: Welcher Weg gilt für Sie?

Japan kennt zwei staatliche Versicherungswege — der richtige hängt von Ihrem Beschäftigungsstatus ab.

Japan betreibt ein zentral organisiertes Gesundheitssystem namens SHIS (Social Health Insurance System). Alle in Japan gemeldeten Einwohner sind pflichtversichert — eine Wahlmöglichkeit zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung im deutschen Sinne gibt es nicht.

Shakai Hoken ist die Arbeitnehmer-Krankenversicherung für Angestellte japanischer Unternehmen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich die Beiträge paritätisch — die Einschreibung erfolgt automatisch über den Arbeitgeber.

Kokumin Kenkō Hoken (NHI) ist die Anlaufstelle für alle anderen: Selbstständige, Freiberufler, Studenten, Arbeitslose und Expats ohne japanischen Arbeitgeber. Die NHI wird kommunal verwaltet — Anmeldung direkt beim Rathaus der Wohngemeinde.

  • Angestellte bei japanischem Unternehmen → Shakai Hoken (automatisch über Arbeitgeber)
  • Selbstständige, Freiberufler, Studenten → NHI (Anmeldung beim Rathaus)
  • Wohnsitzregistrierung + Aufenthalt > 3 Monate = Versicherungspflicht beginnt
  • Nichtanmeldung führt zu rückwirkenden Beitragsnachforderungen

NHI-Anmeldung Schritt für Schritt: Was Sie mitbringen müssen

Der Anmeldeprozess ist überschaubar — aber schlecht vorbereitet kommen kostet Zeit und Geld.

Grundlage für alle bürokratischen Schritte in Japan ist die Zairyū Card (Aufenthaltsgenehmigungskarte), die Sie nach Einreise mit einem Langzeitvisum erhalten. Mit dieser Karte gehen Sie zum Rathaus (Shiyakusho oder Kuyakusho) Ihrer Gemeinde.

Einwohnerregistrierung und NHI-Einschreibung erfolgen in der Regel am selben Schalter am selben Tag. Sie erhalten eine Versicherungskarte (Hoken-shō), die Sie bei jedem Arztbesuch vorlegen.

Wichtig: Ein Gremium des japanischen Gesundheitsministeriums fordert, dass Neuankömmlinge mit Visum über drei Monate ihre NHI-Beiträge direkt bei der Anmeldung im Voraus entrichten. Halten Sie ausreichend Mittel bereit — der genaue Betrag variiert je nach Gemeinde und Einkommen.

  • Zairyū Card (Aufenthaltsgenehmigung)
  • Reisepass
  • Einkommensnachweise (für Beitragsberechnung)
  • Bankverbindung für Lastschrifteinzug
  • Ausreichend Barmittel für mögliche Vorauszahlung

Beiträge und Eigenanteil: Was die NHI wirklich kostet

Einkommensabhängige Beiträge plus 30 % Selbstbeteiligung — die echte Kostenkalkulation für Expats.

Die NHI-Beiträge sind einkommensabhängig und orientieren sich am Vorjahreseinkommen. Im ersten Jahr in Japan — ohne nachweisbares japanisches Einkommen — werden häufig Mindestbeiträge berechnet, was die Anfangsphase entlastet. In den Folgejahren steigen die Beiträge mit dem Einkommen spürbar an.

Unabhängig von den Beiträgen gilt: Das japanische System übernimmt standardmäßig 70 % der Behandlungskosten. Die verbleibenden 30 % trägt der Patient bei jedem Arztbesuch, jeder Untersuchung und jeder Operation selbst. Bei schweren Erkrankungen oder längeren Krankenhausaufenthalten summiert sich dieser Eigenanteil erheblich.

Nicht gedeckt durch die NHI sind zudem: Behandlungen im Heimatland, Einzelzimmer im Krankenhaus, bestimmte Zahnleistungen, Sehhilfen sowie Behandlungen an internationalen Kliniken, die außerhalb des NHI-Systems abrechnen.

Sprachbarriere und psychische Gesundheit: Strukturelle Lücken für Expats

Wo das exzellente japanische System an Expat-Realitäten stößt.

Viele japanische Krankenhäuser und Arztpraxen arbeiten ausschließlich auf Japanisch. Internationale Kliniken mit englisch- oder deutschsprachigem Personal rechnen häufig außerhalb des NHI-Systems ab — die Kosten trägt dann der Patient vollständig selbst.

Psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung ist in Japan kulturell und strukturell anders verankert als in Europa. Expats, die gewohnte Versorgungsstandards suchen, stoßen hier regelmäßig an Grenzen — sowohl was Angebot als auch was Sprachkompetenz der Anbieter angeht.

Wer während des Japanaufenthalts für eine Behandlung nach Deutschland zurückkehren möchte, erhält von der NHI keine Kostenerstattung. Für diese Szenarien ist eine IPMI keine Komfortlösung, sondern ein realer Bedarf.

SYSTEMVERGLEICH

NHI allein oder NHI plus IPMI — was passt zu Ihnen?

Beide Wege haben ihre Berechtigung. Der Unterschied liegt in Ihrer Lebenssituation, Ihrem Gesundheitszustand und Ihren Ansprüchen an die Versorgung.

NHI allein

Gesetzliche Pflichtversicherung ohne Ergänzung
  • PflichtcharakterPflichtversicherung — keine Wahl, ob man eingeschrieben ist
  • Eigenanteil30 % Eigenanteil bei jedem Arztbesuch und jeder Behandlung
  • Heimatland-BehandlungKeine Erstattung für Behandlungen in Deutschland oder Europa
  • Internationale KlinikenInternationale Privatkliniken rechnen außerhalb des NHI ab — volle Kosten selbst
  • VorerkrankungenVorerkrankungen werden ohne Einschränkungen mitversichert (kein Underwriting)
  • Sprachlicher SupportKommunikation überwiegend auf Japanisch — Sprachbarriere im Ernstfall
  • GesamtkostenEinkommensabhängige Beiträge, im ersten Jahr oft Mindestbetrag

NHI + IPMI kombiniert

Pflichtversicherung plus internationale Privatpolice
  • PflichtcharakterNHI bleibt Pflichtbasis — IPMI kommt ergänzend hinzu
  • EigenanteilIPMI übernimmt den 30 % Eigenanteil — keine unerwarteten Zusatzkosten
  • Heimatland-BehandlungBehandlungen in Deutschland und Europa vollständig erstattungsfähig
  • Internationale KlinikenZugang zu internationalen Kliniken mit englisch-/deutschsprachigem Personal
  • VorerkrankungenVorerkrankungen erfordern Risikoprüfung — anonyme Voranfrage möglich
  • Sprachlicher SupportMehrsprachiger Kundendienst und 24/7-Notfallhotline inklusive
  • GesamtkostenHöhere Gesamtbelastung durch zwei parallele Beitragszahlungen
IPMI MIT VORERKRANKUNGEN

Vorerkrankungen und internationale Krankenversicherung: Ihre Optionen im Detail

Vier Wege, wie Anbieter mit Vorerkrankungen umgehen — und warum die anonyme Voranfrage der klügste erste Schritt ist.

Risikoausschluss, Zuschlag oder FMU: Die vier Underwriting-Wege erklärt

Was passiert konkret, wenn Sie eine Vorerkrankung im IPMI-Antrag angeben?

Internationale private Krankenversicherungen unterliegen einer medizinischen Risikoprüfung. Wer sich mit einer bestehenden Erkrankung bewirbt, muss mit einer von vier typischen Reaktionen rechnen.

Risikoausschluss (Exclusion): Die Vorerkrankung wird aus dem Versicherungsschutz ausgeschlossen. Alle anderen Leistungen bleiben bestehen — aber für die spezifische Erkrankung zahlt die Police nicht.

Risikozuschlag: Der Anbieter nimmt die Vorerkrankung auf und erhebt einen höheren Beitrag als Risikoausgleich. Voller Schutz, höhere Prämie.

Moratorium: Statt einer Gesundheitsprüfung gilt ein Ausschlusszeitraum (oft zwei Jahre). Tritt in dieser Zeit kein Rückfall auf, wird die Erkrankung danach regulär mitversichert.

Full Medical Underwriting (FMU): Vollständige medizinische Risikoprüfung mit individueller Bewertung aller Vorerkrankungen. Aufwendiger, aber oft die fairste Lösung — weil sie vorab vollständige Klarheit schafft.

Anonyme Risikovoranfrage: Warum dieser Schritt vor dem Antrag entscheidend ist

Ablehnung ohne Konsequenzen — so testen Sie den Markt diskret.

Viele Menschen scheuen die Gesundheitsprüfung, weil sie eine formelle Ablehnung befürchten — und damit einen negativen Eintrag in ihre Versicherungshistorie. Die anonyme Risikovoranfrage umgeht dieses Risiko vollständig.

Bei der anonymen Voranfrage wird Ihre gesundheitliche Situation ohne identifizierbare Daten bei mehreren Anbietern gleichzeitig angefragt. Sie erhalten eine realistische Einschätzung der möglichen Konditionen, bevor ein formeller Antrag gestellt wird. Eine Ablehnung auf dieser Stufe hat keinerlei Auswirkungen auf Ihre Versicherungsgeschichte.

Über Insurancy können mehr als zwölf internationale Anbieter — darunter Cigna Global, April International, Allianz Care und weitere — anbieterübergreifend auf Ihre individuelle Situation hin befragt werden. Das spart Zeit, verhindert teure Fehlentscheidungen und schützt Ihre Versicherungshistorie.

ANBIETER-VERGLEICH

Über 12 IPMI-Anbieter für Japan im Überblick

Nicht jede internationale Police passt zu jedem Expat-Profil. Wir vergleichen Leistungsumfang, Eigenanteil-Deckung, Heimatland-Erstattung und Vorerkrankungs-Handling — damit Sie die richtige Wahl treffen.

Cigna Global
Globaler IPMI-Marktführer mit breitem Japan-Netzwerk und mehrsprachigem Service.
ZielgruppeExpats mit hohem Versorgungsanspruch und globalem Lebensstil
ab/Monatauf Anfrage
Details →
April International
Flexible Modulpolicen für Expats in Asien-Pazifik, inkl. Heimatland-Deckung.
ZielgruppeSelbstständige und Freiberufler mit Japan-Basis
ab/Monatauf Anfrage
Details →
Morgan Price
Auf Expats in Asien spezialisiert, transparente Beitragsstruktur ohne Alterslimits.
ZielgruppeLangzeit-Expats in Japan ab 40 Jahren
ab/Monatab ca. 145 €
Details →
Allianz Care
Weltmarken-Standard mit starkem USA-Netzwerk, verlässliche Leistungsabwicklung.
ZielgruppeExpats in USA und kostenintensiven Ländern
ab/Monatab ca. 140 €
Details →
BDAE
Spezialist für Deutsche im Ausland — attraktive Tarife, gute Beratungsqualität.
ZielgruppeDeutsche Auswanderer, Rentner im Ausland, wohnsitzlose Versicherte
ab/Monatab ca. 90 €
Details →
Foyer Global Health
Luxemburger IPMI-Versicherer, starke Leistungen im stationären Bereich.
ZielgruppeExpats und Familien mit Anspruch auf Premium-Versorgung
ab/Monatab ca. 150 €
Details →
Freedom Health
Langzeit-Tarif mit Altersrückstellungen, lebenslang kalkuliert.
ZielgruppeSenioren 55+, dauerhaft im Ausland Lebende
ab/Monatab ca. 210 €
Details →
Genki
App-first, monatlich kündbar, kein fester Wohnsitz nötig.
ZielgruppeDigital Nomads, Grenzgänger mit flexibler Basis
ab/Monatab ca. 79 €
Details →
MAWISTA
Kurzzeit- und Schengen-ready, einfacher Abschluss ab 1 Monat.
ZielgruppeStudierende, Au-pairs, Praktikanten, Sprachaufenthalte
ab/Monatab ca. 55 €
Details →
PassportCard
Cashless-Claim über eigene Debit-Karte, keine Vorfinanzierung.
ZielgruppeExpats mit häufigen Arztbesuchen, Familien
ab/Monatab ca. 98 €
Details →
Cigna Global, April International und Co. — was unterscheidet die großen Anbieter?
Cigna Global und April International sind zwei der bekanntesten Namen im IPMI-Segment für Japan. Cigna Global punktet mit globaler Markenbekanntheit und einem breiten Klinik-Netzwerk, bleibt aber bei komplexen Vorerkrankungs-Fällen oft oberflächlich. April International bietet flexible Modulpolicen speziell für den Asien-Pazifik-Raum, was für Japan-Expats attraktiv ist. Global Health legt den Schwerpunkt auf detaillierte Systemerklärungen, adressiert Vorerkrankungen aber ebenfalls wenig tiefgehend. Anbieter wie Japanwelt und Go! Go! Nihon liefern wertvolle Informationen zum lokalen System, vermitteln aber keine IPMI-Produkte. Wer eine individuelle Gegenüberstellung aller Anbieter für seine konkrete Situation benötigt, profitiert von einem anbieterübergreifenden Vergleich — besonders bei Vorerkrankungen oder kombinierten NHI-plus-IPMI-Szenarien.
SCHRITT FÜR SCHRITT

Von der Ankunft zur optimalen Absicherung in Japan

  1. 1
    Zairyū Card beantragen und Wohnsitz anmeldenTag 1-7

    Nach Einreise mit Langzeitvisum erhalten Sie die Zairyū Card. Mit dieser melden Sie sich beim Rathaus Ihrer Gemeinde an — damit beginnt offiziell die Versicherungspflicht.

  2. 2
    NHI-Einschreibung beim Rathaus vornehmenTag 1-14

    Einwohnerregistrierung und NHI-Anmeldung erfolgen am selben Schalter. Mitbringen: Zairyū Card, Reisepass, Einkommensnachweis, Bankverbindung. Ausreichend finanzielle Mittel für mögliche Vorauszahlung der Beiträge bereithalten.

  3. 3
    IPMI-Bedarf klären — anonyme Voranfrage startenWoche 1-2

    Parallel zur NHI-Anmeldung prüfen, ob eine IPMI sinnvoll ist: Eigenanteil-Deckung, Heimatland-Behandlung, Vorerkrankungen. Anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Anbietern ohne Konsequenzen für die Versicherungshistorie.

  4. 4
    Anbieter vergleichen und Police beantragenWoche 2-4

    Auf Basis der Voranfrage-Ergebnisse die optimale IPMI auswählen — Leistungsumfang, Selbstbehalt, Deckungsgebiet und Umgang mit Vorerkrankungen abwägen. Antrag mit vollständigen Gesundheitsangaben stellen.

  5. 5
    Beide Ebenen aktivieren und Zusammenspiel verstehenAb Monat 2

    NHI-Karte (Hoken-shō) und IPMI-Police zusammen führen. Bei Arztbesuchen zunächst Hoken-shō vorlegen, NHI übernimmt 70 % — IPMI erstattet den Eigenanteil und greift für Zusatzleistungen.

WORAUF ACHTEN

Die wichtigsten Auswahlkriterien für Ihre Japan-IPMI

  • Japan explizit im DeckungsgebietPrüfen Sie, ob Japan als Aufenthaltsland und Deutschland oder Europa als Heimatland für Rückbehandlungen abgedeckt sind.
  • Eigenanteil-Erstattung für NHI-LückenErstattet die IPMI die japanischen 30 % Selbstbeteiligung, oder deckt sie nur Leistungen außerhalb des NHI-Systems?
  • Repatriierung und NotfalltransportÜbernimmt die Police im Ernstfall die Kosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland?
  • Deutschsprachiger 24/7-SupportErreichbarkeit rund um die Uhr — auch aus Japan mit Zeitzonendifferenz — in Ihrer Muttersprache ist im Ernstfall entscheidend.
  • Umgang mit VorerkrankungenWie geht der Anbieter mit bestehenden Erkrankungen um? FMU, Moratorium oder Ausschluss? Klären Sie dies vorab anonym.
  • Beitragsentwicklung im AlterWie entwickeln sich die Prämien mit zunehmendem Alter? Gibt es Selbstbehaltoptionen zur Beitragssenkung?
  • Psychische Gesundheit mitversichertPsychiatrische und psychotherapeutische Leistungen sind im NHI-System für Expats oft schwer zugänglich — prüfen Sie IPMI-Deckung explizit.
  • Zugang zu internationalen KlinikenInternationale Kliniken in Japan rechnen oft außerhalb der NHI ab. Eine gute IPMI deckt diese Kosten vollständig.
Häufige Fehler bei der Japan-Versicherung
Zu spät mit der NHI-Anmeldung beginnen führt zu rückwirkenden Nachzahlungen. Reiseversicherung mit Langzeitschutz verwechseln deckt die Pflichtversicherung nicht. Vorerkrankungen im Antrag verschweigen riskiert Leistungsablehnung und Vertragsanfechtung. Nur auf den Preis achten und das Kleingedruckte ignorieren kann im Leistungsfall teuer werden. Wer beide Systeme — NHI und IPMI — ohne Beratung kombinieren will, riskiert teure Doppelungen oder gefährliche Lücken.
HÄUFIGE FRAGEN

Krankenversicherung Japan: Ihre Fragen beantwortet

Bin ich als Ausländer wirklich zur Einschreibung in die japanische Krankenversicherung verpflichtet?
Ja, ohne Ausnahme. Wer in Japan einen Wohnsitz anmeldet und sich länger als drei Monate im Land aufhält, ist gesetzlich zur Einschreibung in das staatliche Krankenversicherungssystem (SHIS) verpflichtet — unabhängig von Nationalität, Berufsstand oder bestehenden Versicherungen. Die Pflicht gilt für Arbeitnehmer, Selbstständige, Studenten und Rentner gleichermaßen. Wer sich nicht anmeldet, riskiert rückwirkende Beitragsnachforderungen.
Kann ich mit einer deutschen Krankenversicherung oder einer Reiseversicherung die japanische Pflicht erfüllen?
Nein. Eine deutsche gesetzliche Krankenversicherung zahlt im Ausland nur eingeschränkt und erfüllt die japanische Pflichtversicherungspflicht nicht. Auch eine Reisekrankenversicherung ist für Daueraufenthalte ungeeignet und ersetzt die NHI-Einschreibung nicht. Japan verlangt die formelle Einschreibung in das staatliche System — eine internationale Police kann das Pflichtversicherungsverhältnis nur ergänzen, nicht ersetzen.
Was deckt die japanische Krankenversicherung (NHI) ab — und was nicht?
Die NHI übernimmt standardmäßig 70 % der Behandlungskosten für medizinisch notwendige Leistungen in Japan. Die verbleibenden 30 % trägt der Patient selbst. Nicht gedeckt sind: Behandlungen im Heimatland, Einzelzimmer, bestimmte Zahnleistungen, Sehhilfen, Leistungen an internationalen Kliniken außerhalb des NHI-Systems sowie Komfortleistungen, die nicht als Standardversorgung gelten.
Wie unterscheidet sich Cigna Global von anderen IPMI-Anbietern für Japan?
Cigna Global ist einer der bekanntesten internationalen IPMI-Anbieter mit starker Präsenz in Japan und einem breiten Klinik-Netzwerk. Die Stärke liegt in der globalen Markenbekanntheit und der breiten Produktpalette. Bei sehr spezifischen Anforderungen — etwa komplexen Vorerkrankungen oder der gezielten Abstimmung mit der japanischen NHI — bleibt Cigna Global jedoch oft allgemein. Ein anbieterübergreifender Vergleich mit über zwölf Anbietern zeigt, ob Cigna oder ein anderer Anbieter für Ihre konkrete Situation besser geeignet ist.
Wie geht April International mit Vorerkrankungen in Japan um?
April International bietet flexible, modular aufgebaute IPMI-Tarife speziell für den Asien-Pazifik-Raum — was für Japan-Expats attraktiv ist. Bei Vorerkrankungen prüft April International den Einzelfall und kann je nach Diagnose Ausschlüsse, Risikozuschläge oder ein Moratorium anbieten. Die konkrete Handhabung hängt von der Art der Erkrankung ab. Eine anonyme Risikovoranfrage klärt vorab, zu welchen Konditionen eine Police möglich wäre — ohne formellen Antrag und ohne Eintrag bei Ablehnung.
Was ist der Unterschied zwischen FMU und Moratorium bei der IPMI-Risikoprüfung?
Full Medical Underwriting (FMU) bedeutet eine vollständige Offenlegung aller Vorerkrankungen vor Vertragsschluss. Der Anbieter bewertet jede Erkrankung individuell — das Ergebnis kann ein Ausschluss, ein Zuschlag oder eine uneingeschränkte Aufnahme sein. Beim Moratorium entfällt die Gesundheitsprüfung, stattdessen gilt ein Ausschlusszeitraum (oft zwei Jahre) für bestehende Erkrankungen. Tritt in dieser Zeit kein Rückfall auf, wird die Erkrankung danach regulär mitversichert. FMU schafft mehr Planungssicherheit — Moratorium ist einfacher in der Handhabung, birgt aber Unsicherheit über den Ausschlusszeitraum.
Was bedeutet die neue Vorauszahlungspflicht für NHI-Beiträge?
Ein Gremium des japanischen Gesundheitsministeriums fordert, dass Neuankömmlinge mit einem Visum über drei Monate ihre NHI-Beiträge direkt bei der Anmeldung im Rathaus im Voraus entrichten. Diese Regelung soll Beitragsausfälle durch kurzfristige Abreisen verhindern. Praktisch bedeutet das: Wer unvorbereitet zum Rathaus erscheint, kann in eine unangenehme Situation geraten. Informieren Sie sich vorab beim zuständigen Amt Ihrer Gemeinde über den konkreten Betrag — dieser variiert je nach Region und Einkommen.
Lohnt sich eine IPMI neben der NHI — oder ist das doppelt gemoppelt?
Für viele Expats ist die Kombination sinnvoll, keine Dopplung. Die NHI ist Pflichtbasis für die Grundversorgung in Japan. Die IPMI schließt strukturelle Lücken: Sie übernimmt den 30 % Eigenanteil, erstattet Behandlungen in Deutschland, ermöglicht den Zugang zu internationalen Kliniken und bietet mehrsprachigen Support. Ob sich der Zusatzbeitrag lohnt, hängt von Ihrem Gesundheitszustand, Ihrer Verweildauer und Ihren Ansprüchen ab. Bei Vorerkrankungen, familiären Verpflichtungen oder regelmäßigen Heimatreisen ist eine IPMI nahezu immer die bessere Gesamtlösung.

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Anbieterübergreifender Vergleich von über 12 IPMI-Tarifen für Japan — auch bei Vorerkrankungen. Anonyme Risikovoranfrage ohne Konsequenzen für Ihre Versicherungshistorie.

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