Honduras zählt zu den ärmsten Ländern der westlichen Hemisphäre, und das schlägt sich unmittelbar in der medizinischen Versorgung nieder. Mit gerade einmal 0,5 Ärzten pro 1.000 Einwohner liegt Honduras weit unter dem Durchschnitt Lateinamerikas. In öffentlichen Krankenhäusern fehlen grundlegende Medikamente, diagnostische Geräte sind veraltet oder nicht vorhanden, Betten sind knapp und Wartezeiten von vielen Stunden – selbst bei ernsthafteren Beschwerden – sind die Regel.
Für Expats und Auswanderer bedeutet das in der Praxis: Das öffentliche System ist in Notfällen theoretisch zugänglich, aber als verlässliche Versorgungsstruktur für den Alltag oder bei ernsthaften Erkrankungen nicht geeignet. Planbare Eingriffe, die in Deutschland routinemäßig durchgeführt werden, können hier auf unbestimmte Zeit verschoben werden.