Das irische Gesundheitssystem wird vom Health Service Executive (HSE) verwaltet und ist steuerfinanziert. Grundsätzlich haben alle Personen mit rechtmäßigem Wohnsitz in Irland Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung – in der Regel jedoch erst nach einem Jahr Aufenthalt im Land.
Wer neu ankommt, steht in dieser Übergangsphase ohne vollständigen Schutz da. Ein Hausarzttermin kostet ohne Medical Card realistisch zwischen 50 und 70 Euro, ein stationärer Krankenhausaufenthalt rund 80 Euro pro Tag. Wer eine Woche stationär behandelt wird oder regelmäßig Fachärzte aufsucht, spürt schnell, wie sich diese Kosten summieren.
Hinzu kommen die strukturellen Wartezeiten im öffentlichen Sektor: Bei Fachärzten und planbaren Eingriffen können Monate vergehen. Das ist kein Einzelfall – sondern ein bekanntes Merkmal des HSE, das viele Iren selbst dazu bewegt, privat zuzuversichern.