Das öffentliche Gesundheitssystem im Irak leidet unter den Folgen jahrzehntelanger Kriege, mangelnder Investitionen und einem anhaltenden Brain-Drain gut ausgebildeter Mediziner. Quantitativ und qualitativ liegt es weit hinter westeuropäischen Standards — insbesondere außerhalb der großen Städte Bagdad, Basra und Erbil.
Öffentliche Einrichtungen sind häufig überbelegt, schlecht ausgestattet und mit veralteter Medizintechnik bestückt. Hygienische Standards, die in Deutschland selbstverständlich sind, können nicht vorausgesetzt werden. Für Routineuntersuchungen mag ein öffentliches Haus funktionieren — bei ernsteren Erkrankungen, Operationen oder intensivmedizinischer Behandlung ist das Risiko erheblich.