Die NHIS bietet eine solide Grundversorgung: Arztbesuche, stationäre Krankenhausbehandlungen und viele diagnostische Leistungen sind abgedeckt. Doch bei nahezu jeder Behandlung fallen Zuzahlungen an — typischerweise zwischen 20 und 50 % der Gesamtkosten, abhängig von der Einrichtung und der Art der Behandlung.
Bei einem einfachen Arztbesuch ist das überschaubar. Bei einer ernsthaften Erkrankung, einem Unfall oder einer Operation können die Eigenanteile schnell in den vierstelligen Euro-Bereich steigen. Internationale Kliniken oder Privatkrankenhäuser mit englischsprachiger Betreuung sind häufig nicht oder nur eingeschränkt über die NHIS abrechenbar.
Darüber hinaus fehlen in der NHIS wichtige Leistungsbereiche: Ein medizinischer Rücktransport nach Deutschland ist nicht eingeschlossen, Chefarztbehandlungen sind nicht vorgesehen, und bestimmte Medikamente oder Therapieformen werden nicht erstattet. Wer nach einer schweren Diagnose zur Behandlung nach Deutschland zurückmöchte, trägt die Kosten — leicht 15.000 bis 30.000 Euro — vollständig selbst.