Öffentliche Krankenhäuser in Angola leiden unter akutem Personalmangel, veralteter oder defekter Ausrüstung, fehlender Hygiene und einer bestenfalls lückenhaften Medikamentenversorgung. Expats wird von Botschaften und erfahrenen Arbeitgebern ausdrücklich davon abgeraten, auf öffentliche Einrichtungen zurückzugreifen.
Private Kliniken sind die erste Anlaufstelle – aber auch hier gilt Vorsicht. Routineuntersuchungen und kleinere Verletzungen lassen sich behandeln. Sobald ein komplexerer Eingriff notwendig wird, stoßen selbst die besten privaten Anbieter vor Ort an ihre Grenzen.
Die Konsequenz: Komplizierte Operationen und schwere Erkrankungen werden regelmäßig nach Südafrika, Namibia, Portugal oder Spanien verlagert. Wer in Angola ernsthaft erkrankt, muss das Land verlassen, um angemessen behandelt zu werden.